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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Gewalt/Kriminalität'

D: Nationaler Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige am 21. Juli 2010:

Dienstag 20. Juli 2010 von htm

Auch in diesem Jahr gedenken in über 40 Städten Eltern, Angehörige und Freunde der Menschen, die an den Folgen ihrer Drogenabhängigkeit gestorben sind.
Dazu erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans: „“Der Gedenktag führt uns das Schicksal jedes einzelnen verstorbenen Drogenabhängigen vor Augen, das nicht in Vergessenheit geraten darf. Er mahnt uns zugleich, dass noch zu viele Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums sterben. Auch wenn wir nicht jeden Todesfall verhindern können, müssen wir alles tun, um Drogenabhängige mit effektiven Hilfs- und Behandlungsangeboten zu erreichen. 1.331 Menschen kamen im vergangenen Jahr durch den Konsum illegaler Drogen ums Leben, dies waren 8 % weniger als im Vorjahr (1.449). (Quelle: Deutsches Bundesministerium für Gesundheit, 20.7.10) Kommentar: 74’000 Menschen starben an der legalen Droge Alkohol. Wird ihner und der andern alkoholbedingten Opfer auch einmal gedacht? Wird für Alkoholopfer auch alles getan in der Prävention und in der Schadensbegrenzung und Behandlung?

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D: „Der Alk-Radler kippt einfach um“

Sonntag 18. Juli 2010 von htm

Nach einem Bier sollte mit dem Radfahren Schluss sein, meint Olympiasiegerin Sabine Spitz. Wie soll man dann nach Hause kommen, entgegnet die Bundestagslinke Yvonne Ploetz.
Bundestagsabgeordnete Yvonne Ploetz hält nichts von niedrigeren Promillegrenzen für Radfahrer. „Um Alkohol im Straßenverkehr insgesamt entgegenzuwirken, erscheint es sinnvoller, den Ausbau von öffentlichem Nahverkehr zu forcieren“, schreibt die Nachrückerin von Oskar Lafontaine in der sonntaz. „Das Fahrrad ist nach dem abendlichen Kneipenbesuch oft die einzige Alternative zum Auto“, schreibt Ploetz. Nicht zuletzt könne das Fahrrad unter Alkoholeinfluß sinnvoll als Gehstütze genutzt werden. (Quelle: Google Alkohol News, 17.7.10) taz.de, 16.7.10 mit unserem Online-Kommentar: Als Autofahrer (und Radfahrer) kann ich nur hoffen, dass nie ein Alk-Radler einfach so vor meinem Wagen umkippt. Ich hätte keine Chance und er auch nicht. Da wäre ich doch froh um jede präventive Massnahme, die das Risiko des alkoholisierten Radfahrens verringert.

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Eine Tote nach Bootskollision auf dem Bielersee

Freitag 16. Juli 2010 von htm

Eine 24-jährige Frau ist bei einem Bootsunfall am Bielersee gestorben. Ein Motorboot hatte das Gummiboot der Frau und ihres Freundes erfasst und die Fahrt ohne anzuhalten fortgesetzt. Auch 4 Tage nach dem Unfall sucht die Polizei fieberhaft nach dem unfallverursachenden Bootsführer. Eine mögliche Ursache sei, dass der Mann unter Alkoholeinfluss oder Drogen stand. Im Gesetz über die Binnenschifffahrt bestehen einige Graubereiche bezüglich Alkohol und Tempo. (Quelle: NZZ, 12./16.7.10)

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„Mehr Gewalt durch 24-Stunden-Betrieb“

Freitag 16. Juli 2010 von htm

Gejohle, Vandalismus und Schlägereien biertrinkender Jugendlicher auf der Strasse – das ist am Wochenende in den Städten Courant normal. Der 24-Stunden-Betrieb führe zu einer Zunahme der Gewaltdelikte, sagt Strafrechtsprofessor Martin Killias.
Tatsache ist: Heute gehen viel mehr Jugendliche als früher in den Ausgang. Und ihr Ausgehverhalten hat sich verändert: Sie verabreden sich oft erst spät, bleiben bis zum Morgengrauen – und trinken zum Teil sehr viel Alkohol. (Quelle: Google Alkohol News, 15.7.10) swissinfo.ch, 15.7.10 mit unserem Online-Kommentar: Richtig, es ist ein gesellschaftliches Problem. Alle sind mitverantwortlich. Aber nur wer richtig informiert ist, kann auch politisch handeln. Medien und Behörden unterdrücken aber die relevanten Informationen, so dass alles bleibt wie bisher. Eine wichtige Ursache hat Stadtpräsident Tschäppät erfasst, die Alkoholpreise. Dann ist es die Verfügbarkeit. Die gesetzlichen Grundlagen müsste der Bund schaffen. Aber die Bundespolitiker haben den Mut dazu nicht.Sie sind am Gängelband der Alkoholindustrie und der Medien. (siehe auch früherer Bericht, hier mit Kommentar aus Berner Sicht.)

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Alkohol und Ausraster haben „Braveheart“ gestürzt

Freitag 16. Juli 2010 von htm

Er war einer der erfolgreichsten Schauspieler und ein glücklicher Ehemann. Heute ist „Braveheart“ Mel Gibson ein gefallener Held. „Mad Max“ ist Vergangenheit, „Mad Mel“ hat ihn abgelöst. Gut 30 Jahre nach dem apokalyptischen Actionfilm, in dem ein Polizist in einem brutalen Rachefeldzug den Tod seiner Tochter rächt, ist zu fragen, wie viel vom echten Mel Gibson in der Kunstfigur Max Rockatansky steckt. Denn der Schauspieler, der mit dem Gewaltstreifen eine der erfolgreichsten Hollywoodkarrieren aller Zeiten startete, hat seine Ex-Lebensgefährtin Oksana Grigorieva in vulgärster Form beschimpft und in wutentbrannten Telefonaten indirekt eingeräumt, sie geschlagen zu haben. (Quelle: Google Alkohol News, 15.7.10) welt.de, 15.7.10

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TOP NEWS: Temporäres Alkoholverbot in Holland beschlossen

Montag 12. Juli 2010 von htm

Die niederländischen Fußball-Fans sitzen rund um das WM-Finale gegen Spanien auf dem Trockenen. Um mögliche Krawalle in Holland zu verhindern, wurde für Sonntag und Dienstag ein landesweites Alkoholverbot in Kraft gesetzt. Auf allen öffentlichen Plätzen, in Bahnhöfen, Zügen, anderen öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Veranstaltungen darf kein Alkohol ausgeschenkt werden. (Quelle: Google Alkohol News, 11.7.10) zeit.de, 10.7.10 Kommentar: Holland macht’s möglich, trotz Heineken.

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Bald kein Alkohol mehr ab 22 Uhr in der Dominikanischen Republik

Sonntag 4. Juli 2010 von htm

Das Innenministerium der Dominikanischen Republik hat einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, der den Verkauf von Alkohol ab 22 Uhr verbieten soll, berichtet Hispaniola.eu. Das Verbot soll für den Einzelhandel und für „Colmados“ und „Colmadones“, inseltypische Trinktreffpunkte, gelten. Die Kommunalbehörden werden darauf hingewiesen, dass es auch für öffentliche Festivitäten, wie Patronales, gilt. Auch der Konsum von Alkohol auf öffentlichen Plätzen nach 22 Uhr soll nach Inkraftreten des Gesetzes verboten werden. (Quelle: Google Alkohol News, 3.7.10) nichttrinker.com, 2.7.10

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CH: WM-Siegesfeiern mit Zwischenfällen

Samstag 19. Juni 2010 von htm

Feiernde Fussballfans haben am Mittwochabend an mehreren Orten den Verkehr behindert und zum Teil auch Polizisten angegriffen und Autos beschädigt. In Baden fuhr ein entnervter Automobilist einen jungen Mann an.
Die Polizei setzte Gas und Schrot ein. (Quelle: NZZ, 17.6.10)

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CH: Fragestunde in der Sommersession

Samstag 19. Juni 2010 von htm

10.5224 – Einsatz von Armee-Helikoptern zur Überwachung eines unbewilligten Harassenlaufes. Eingereicht von Lachenmeier-Thüring Anita. Eingereichter Text:
Am 1. Mai 2010 wurde im Kanton Basel-Landschaft ein Super Puma der Armee zur Überwachung eines unbewilligten Harassenlaufes eingesetzt.
– Wie sah der Auftrag aus?
– Wie rechtfertigt sich der Einsatz eines militärischen Instruments?
– Hätte er nicht auch als Provokation angesehen und zu Gewalt führen können?
– War der Einsatz verhältnismässig (200 Jugendliche nahmen teil)?
– Was kostete der Helikopter-Einsatz?
– Wer bezahlte ihn?
– Ist bei einer Anfrage im Jahr 2011 erneut mit einer Zusage zu rechnen?
Antwort des Bundesrates vom 07.06.2010 Kommentar: Die dummen Passivtrinker zahlen ungefragt wie immer, d.h. wir alle.

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D: Kampagne “Don’t drink too much – STAY GOLD“

Samstag 19. Juni 2010 von htm

Bayerischer Auftakt der Kampagne “Don’t drink too much – STAY GOLD“
Die Kampagne “Don’t drink too much – STAY GOLD“ setzt auf Alkoholgenuss mit Verstand. „Hier geht es nicht darum, jemandem das Glas Bier am Abend zu verübeln. Es geht vielmehr um den übermäßigen Alkoholkonsum, vor allem von harten Alkoholika“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der Auftaktveranstaltung der Kampagne in Nürnberg. Der übermäßige Alkoholkonsum, vor allem bei Jugendlichen wirkt sich nicht nur auf deren Gesundheit, sondern auf eine zunehmende Anzahl von Straftaten und Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss aus. Die 24-Stunden-Verfügbarkeit von hochprozentigem Alkohol, zum Beispiel an Tankstellen, ist dafür laut Herrmann mitverantwortlich. „Hier müssen wir gegensteuern. … (Quelle: Google Alkohol News, 19.6.10) jugendhilfeportal.de, 18.6.10 Kommentar: Die alte Masche: Trink mit Verstand, aber trink! Von der WHO-Alkohol Strategie nichts gelernt. Das Vorbild der Erwachsenen bleibt unangetastet.

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