Archiv für die Kategorie 'Gesundheit'
Donnerstag 4. August 2011 von htm
Brauer dürfen ihr Bier nicht als gesundheitsfördernd bewerben. Mit Blick auf entsprechende Darstellungen auf der Internetseite des Brauer-Bundes hat das Berliner Landgericht in einer am Montag veröffentlichten Entscheidung verboten, die schönheitsfördernde Wirkung von Bier hervorzuheben. Auch dürften Vorbeugeeffekte des Getränks gegen Herzerkrankungen, Gallen- und Harnstein sowie Osteoporose nicht angepriesen werden. (Quelle: netdoktor.de, 2.8.11)Kommentar: Wie würden unsere Gerichte in der Schweiz entscheiden? Warum gab es noch keine entsprechende Klagen gegen die Wein- und Bierlobby?
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Gerichtsfälle, Gesundheit, Internationales, Schweiz, Verhältnis-Präv., Werbung |
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Dienstag 26. Juli 2011 von htm
Köln – Ob und wie Präventionsmaßnahmen dazu beitragen, den Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren, ist nicht hinreichend nachgewiesen. Darauf weist das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information in einem neuen Health Technology Assessment (HTA) hin.
Demnach können Familieninterventionsprogramme sowie personalisierte computergestützte Interventionen an Schulen, Colleges und Universitäten vermutlich zwar dazu beitragen, Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen.
Dagegen sei die Wirksamkeit von Anzeigen- und Informationskampagnen in Funk und Fernsehen nicht ausreichend belegt. Der Bericht zeigt auch, dass nur wenige Maßnahmen Häufigkeit oder Menge des Alkoholkonsums dauerhaft reduzieren. (Quelle: aerzteblatt.de, 26.7.11)unser Online-Kommentar: Die im Rahmen der Gesundheitsförderung seit bald 20 Jahren übermächtige Verhaltensprävention hat nicht nur nichts gebracht sondern auch noch das Aufkommen der neuen Modeerscheinungen Rauschtrinken und Mixgetränke erleichtert.
Die Regierungen sollten endlich ihre Verantwortung übernehmen und wirksame Massnahmen der Verhältnisprävention einführen und durchsetzen. Die bisherigen Alibiübungen der Verhaltensprävention dienen nur der Alkoholindustrie und nicht der Bevölkerung. Sogar die Weltgesundheitsorganisation der UNO drängt seit einem Jahr darauf.
Kategorie: Alcopops (de), Alkoholindustrie, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Jugend, Jugendliche, Kinder, Politik, Sozialkosten, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Vorsorge, WHO globale Alkohol-Strategie |
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Dienstag 26. Juli 2011 von htm
Kreativ sein, in den Medien eine gute Figur machen, immer in der Öffentlichkeit stehen – Künstler müssen einem immensen Druck standhalten. Manche griffen da zu Alkohol und Drogen, wie Amy Winehouse, sagte der Leiter der Mannheimer Popakademie, Udo Dahmen, am Montag im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.
Frage: Warum haben so viele Musiker Probleme mit Alkohol und anderen Drogen?
Udo Dahmen: «Ich glaube, das Thema ist mehrschichtig. Aber ganz deutlich ist immer wieder dieser Unterschied vom Eigenbild zum Fremdbild. Das heißt: Die schnelle, große Karriere, die ständige Öffentlichkeit und gleichzeitig der Druck, immer wieder einen hohen kreativen Output haben zu müssen – bei bestimmten Psychogrammen von Künstlern entsteht dann eben der Drang, sich einen zusätzlichen Treibstoff zu verschaffen. Und das können Alkohol und Drogen sein.» … (Quelle: Google Alkohol News, 26.7.11) newsticker-sueddeutsche.de, 25.7.11
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Andere Drogen, Arbeitsplatz, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Kultur, Medien, Prominenz, Veröffentlichungen, Wirtschaft |
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Dienstag 26. Juli 2011 von htm
Amy Winehouse, die verzweifelte Londoner Soul-Sängerin, starb am Samstag mit 27 Jahren in ihrer Wohnung, wie sie zuvor gelebt hatte: an einer Überdosis.
Der erste Gedanke und das erste Gefühl, als am frühen Samstagabend die Nachricht von ihrem Tod eintrifft: Das musste ja kommen. Und: Jetzt wird sie zum Mythos. Beides macht etwas traurig – und vor allem wütend.
Wütend auf eine junge, begabte Musikerin, die ihre Selbstzerstörung erst ironisch, dann beklemmend und zuletzt verzweifelt in aller Öffentlichkeit inszenierte. Und die dabei von der Presse und dem Publikum und der Plattenfirma in einer kaum verhohlenen Mischung aus Abscheu, Faszination und Zynismus beobachtet und angetrieben wurde. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 25.7.11)Kommentar: Auch sie ein Opfer unserer Gesellschaft und deren Alkoholproblem.
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Andere Drogen, Arbeitsplatz, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Kultur, Prominenz |
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Donnerstag 21. Juli 2011 von htm
Der Kreml will die Trunksucht in Russland weiter bekämpfen – mit absolutem Alkoholverbot in allen öffentlichen Anlagen ab 2012 und stark eingeschränktem Alkoholverkauf.
Ab 2013 dürfen Geschäfte neben Wodka und Wein nachts auch kein Bier mehr verkaufen. Kreml-Chef Dmitri Medwedew habe ein entsprechendes Gesetz unterschrieben, berichteten Medien in Moskau. Der Staatschef habe der Trunksucht, an der jedes Jahr in Russland Hunderttausende von Menschen sterben, den Kampf angesagt. Das Gesundheitsministerium in Moskau begrüsste das neue Gesetz. … (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 21.7.11)
Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholkrankheit, Allgemein, Erhältlichkeit, Gesundheit, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Politik, Prominenz, Verhältnis-Präv., Verschiedene |
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Donnerstag 21. Juli 2011 von htm
In dem, was Europas Jugendliche so in sich hineinschaufeln, steckt nur zu sieben Prozent Pflanzliches. Gesundes Essen gilt ihnen als langweilig und zeitraubend.
Wie es um die Gesundheit der Jugendlichen in Europa steht, haben 26 Forscherteams aus zehn Ländern – Deutschland, Spanien, Frankreich, Ungarn, Griechenland, Italien, Belgien, Österreich, Schweden und Großbritannien – im Rahmen der sogenannten Helena-Studie analysiert. Ärzte, Ernährungs-, Sport- und Sozialwissenschaftler, Epidemiologen und Biochemiker verglichen Ernährung, körperliche Aktivität und Verfassung von Teenagern zwischen Malta und Schweden. …
Als alarmierend sehen Fachleute vor allem, dass die Nahrung der Heranwachsenden nur zu sieben Prozent aus pflanzlicher Kost, dafür aber circa zu einem Fünftel aus Alkohol besteht. Traurige Spitzenreiter sind dabei die österreichischen Jugendlichen: Sie trinken mit einem halben Liter Bier beziehungsweise einem viertel Liter Wein doppelt so viel Alkohol wie die Gleichaltrigen in den anderen Ländern. (Quelle: Google Alkohol News, 21.7.11) welt.de, 20.7.11
Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Jugend, Jugendliche, Lebensmittel, Statistik, Veröffentlichungen |
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Dienstag 19. Juli 2011 von htm
Für eine «Healthy Economy» im Verbund mit staatlichen Akteuren. Von Thomas Mattig
Im Zentrum der 64. WHO-Weltversammlung, die Ende Mai 2011 in Genf stattgefunden hat, standen die Prävention und die Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation hat diesen Fokus mit gutem Grund gewählt: Nichtübertragbare Krankheiten haben sich weltweit zur Todesursache Nummer eins entwickelt, darunter vor allem Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebserkrankungen, Krankheiten der Atmungsorgane und Diabetes. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung lässt sich durch einen gesunden Lebensstil massgeblich reduzieren. Damit sich diese Erkenntnis in unserer Gesellschaft langfristig durchsetzt, müssen Prävention und Gesundheitsförderung im Gesundheitssystem der Zukunft einen viel höheren Stellenwert bekommen. Nur dann kann die nötige Aufklärung geleistet werden. Und nur dann können die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass alle die Möglichkeit haben, ein gesundes Leben zu führen. So lässt sich der ungute Aufwärtstrend bei den nichtübertragbaren Krankheiten stoppen und unser Gesundheitssystem langfristig entlasten. … (Quelle: NZZ, 19.7.11)Kommentar: Ein wichtiger Faktor beim Kampf gegen die nichtübertragbaren Krankheiten ist der Alkoholkonsum.
Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Nichtübertragbare Krankheiten, Schweiz, Veröffentlichungen, Weltgesundheits-Org. |
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Dienstag 19. Juli 2011 von htm
Weil 23 Menschen an gepanschtem Alkohol starben und über hundert im Krankenhaus liegen, gilt in ganz Ecuador der Ausnahmezustand – mit landesweitem Alkoholverbot.
Nach dem Tod von 23 Menschen nach dem Konsum von gepanschten Alkohol ist in ganz Ecuador der Ausnahmezustand und ein landesweites Alkoholverbot verhängt worden. Das Verbot, das sowohl den Verkauf als auch den Konsum von Alkohol betrifft, gelte 72 Stunden lang, teilte das Gesundheitsministerium in Quito am Sonntagabend (Ortszeit) mit. (Quelle: Google Alkohol News, 19.7.11)welt.de, 18.7.11
Kategorie: Aktionen, Alkoholkrankheit, Allgemein, Andere Drogen, Entwicklungs- und Schwellenländer, Erhältlichkeit, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Politik, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv. |
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Montag 4. Juli 2011 von htm
Weitgehend friedlich haben rund 250 000 Menschen im Hamburger Regen am Samstag den Schlagermove gefeiert – aber mit extrem viel Alkohol. «Die Krankenhäuser sind voll mit stark alkoholisierten Personen», teilte der Feuerwehr-Lagedienst am Samstagabend mit. Die Einsatzkräfte hätten rund um die Strecke der Musik-Parade in St. Pauli sehr viele Betrunkene aus dem Verkehr ziehen müssen. … (Quelle: Google Alkohol News, 3.7.11) welt.de, 2.7.11
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Feste und Feiern, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung |
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Freitag 24. Juni 2011 von htm
Alkohol ist das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland. Rund 1,3 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren gelten als alkoholabhängig, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) am Freitag in Köln anlässlich des Weltdrogentages an diesem Sonntag mitteilte.
Insgesamt trinken schätzungsweise 9,5 Millionen Menschen Alkohol „in gesundheitlich riskanten Mengen“. Täglich sterben in Deutschland rund 200 Menschen an den Folgen ihres Alkoholmissbrauchs.
„Das Abhängigkeitspotenzial und die gesundheitlichen Gefahren von Alkohol werden von Jugendlichen und Erwachsenen stark bagatellisiert“, erklärte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. Dies zeige auch die hohe Zahl von Alkoholvergiftungen. So stieg die Zahl der Heranwachsenden zwischen zehn und 20 Jahren, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingelieferten wurden, von 9.500 Fällen im Jahr 2000 auf 26.400 Fälle im Jahr 2009. Bei den 40- bis 50-Jährigen hat sich die Zahl derer, die wegen eines Vollrausches medizinisch versorgt werden müssen, im selben Zeitraum von rund 13.000 auf 25.000 fast verdoppelt. … (Quelle: aerzteblatt.de, 24.6.11)
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Jugend, Jugendliche, Kinder, Konsumhaltung, Medizin, Statistik |
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