Mittwoch 13. Januar 2010 von htm
Viele Ärzte sind süchtig nach Tabletten, Alkohol oder Nikotin – eine besondere Therapieform hilft den Menschen, von denen sich alle Rat und Stärke erwarten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 12.1.10) sueddeutsche.de, 12.1.10 Online-Kommentar: Ein Aspekt könnte auch sein, dass das Thema Alkohol bei der Arzt-Ausbildung und der späteren Weiterbildung zu kurz kommt. Ihre Motivation könnten sie auch selber stärken, indem sie sich politisch mit ihren Verbänden für eine effektive Alkoholpolitik einsetzen würden, wie es die britischen tun. Bei weniger Alkoholkonsum, d.h. weniger Alkoholschäden würde auch die Belastung für das Spitalpersonal stark abnehmen und sich damit dessen Wohlbefinden und Gesundheitszustand verbessern.
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Samstag 2. Januar 2010 von htm
Berlin (dpa/bb) – 137 Berliner sind von Januar bis Ende November 2009 an Drogenmissbrauch gestorben. Durchschnittlich wurden sie gut 36 Jahre alt, wie eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit der dpa sagte. Der Jüngste wurde 21-jährig, der Älteste 62. Männer 118, Frauen 19. Ein Viertel erlag laut Senatsverwaltung einer Überdosis Heroin. Die zweithäufigste Todesursache war Alkohol, gefolgt von Methadon und Kokain. Im Vorjahr hatte es in Berlin 152 Drogentote gegeben. (Quelle: Google Alkohol Alert, 1.1.10) welt.de, 1.1.10 Kommentar: Diese Zahlenverhältnisse scheinen unglaubwürdig: Danach würden Alkohol und Heroin weniger als die Hälfte ausmachen und die übrigen Drogen mehr als die Hälfte.
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Dienstag 22. Dezember 2009 von htm
Als erstes Land der Welt will Taiwan eine Steuer auf als ungesunde geltende Lebensmittel erheben. Die Einnahmen sollen ins Gesundheitssystem einfliessen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 21.12.09) bazonline.ch, 21.12.09
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Sonntag 20. Dezember 2009 von htm
Im Kampf gegen Billigzigaretten und rückläufigen Konsum senkt Philip Morris die Preise.
Seit Jahren bewegen sich Zigarettenpreise nur in eine Richtung: nach oben. Nach diversen Aufschlägen, die mit höheren Steuern und Rohstoffkosten begründet wurden, kosten einige Marken über 7 Franken pro Päckli. «Da fängt es an, wehzutun», sagen Raucher.
Nun gibt Philip Morris (PM) Gegensteuer: Ab 1. Januar senkt der US-Tabakgigant die Preise um 70 Rappen pro Päckli; das sind rund 10 Prozent. «Die Preisänderung betrifft sämtliche Varianten der Marken Marlboro und Chesterfield», bestätigt Sprecher François Thoenen Recherchen des «Tages-Anzeigers». Die übrigen Produkte des Marktleaders, der für 45 Prozent der Schweizer Zigarettenumsätze steht, sind von der Preissenkung nicht betroffen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 19.12.09) Kommentar: Damit ist einmal mehr bewiesen, dass die Suchtmittelkonsumenten preissensitiv sind. Deshalb braucht es neben Steuern zur Preiserhöhung auch Mindestpreise, damit Steuern nicht unterlaufen werden können. Bei Alkoholika wäre es auch höchste Zeit.
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Freitag 18. Dezember 2009 von htm
In Tschechien wird der Besitz von Drogen ab 1. Januar 2010 in «geringfügigen Mengen für den Eigengebrauch» künftig nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden. Die Menge ist genau definiert. In Tschechien hatten sie 2007 40 Drogentote bei 10 Mio. Einwohnern, in der Schweiz 152. Der hohe Cannabiskonsum führe zu tieferem Alkoholkonsum und zu weniger Konsum harter Drogen, meinen tschechische Drogenexperten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.12.09)
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Freitag 4. Dezember 2009 von htm
Ein halbseitiges Inserat im Tages-Anzeiger heute mit obigem 15 mm hohen Titel warnt den Leser vor den Gefahren des Rauchens und des Umstellens auf schwächere Marken. Die auf Packungen angegebenen Schadstoffmengen seien Richtmengen, die auf den Raucher unterschiedlich wirkten. Über dem Titel ist auf der ganzen Seitenbreite der Absender fettgedruckt angegeben: „Wichtige Information von Japan Tobacco International für Raucher“ Kommentar: Da versucht sich offenbar eine Tabakfirma reinzuwaschen. Vielleicht aus Angst vor teuren Prozessen. Wie schön wäre es, wenn die Alkoholindustrie auch schon so weit wäre. Dabei steht der Alkohol in der Rangliste der Gefährlichkeit auf Rang 5, vier Ränge vor dem Tabak.
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Freitag 4. Dezember 2009 von htm
Dies ergab eine Studie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin am Schweizerischen Tropeninstitut in Basel. (Quelle: NZZ, 4.12.09) Kommentar: Die Kosten des Passivtrinkens belaufen sich gemäss einer schon mehrere Jahre alten Studie auf 6.5 Mia. Franken, die wir alle ungefragt mitbezahlen. (Reale Kosten 3.5 Mia. Fr.) Wo ist das Volk und wo seine Politiker, die sich dagegen auflehnen? Alle angeheitert oder im Koma?
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Freitag 13. November 2009 von htm
Drogenkliniken sagen, sie seien zunehmend beunruhigt durch die Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit der Chemikalie — das einzige bekannte Beispiel, dass der Körper nach der Aufnahme von zwei andern Drogen eine dritte Droge bildet. Cocaethylen ist nicht nur giftig in der Leber, es wird auch verantwortlich gemacht für Herzattacken bei unter 40-Jährigen und für eine plötzliche Zunahme von sozialen Problemen. Aber da so wenig über die Droge bekannt ist, können nur wenige Fachleute sich über die Art der Folgen für den Konsumenten einigen und erst recht nicht über die Folgen für die Gesellschaft als Ganzes. Viele, die sich als soziale Konsumenten betrachten — für die eine oder zwei Linien Kokain, verbunden mit ein paar Drinks in einer Bar oder in einem Club, ein wöchentlicher oder monatlicher Anlass ist — ziehen die gesundheitlichen Folgen ihres Drogenkonsums nicht in Betracht.“ (Quelle: Harvard World Health News, 12.11.09) The Observer, London, 8.11.09
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Mittwoch 11. November 2009 von htm
Er konsumierte massiv Alkohol und Drogen und setzte sich nach durchzechter Nacht ans Steuer. Sie nahm Stunden später auf dem Rücksitz Platz – und musste dies teuer bezahlen. Heute kommt der Fall in Bülach vor Gericht. Die geforderte Strafe weckt Unverständnis. (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.11.09)
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Freitag 6. November 2009 von htm
22.10.2009
Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich
Per E-Mail
Leserbrief zu „20 Jahre Stiller Has“ , Interview im Tages-Anzeiger vom 22.10.09
Endo Anaconda verausgabt sich nicht nur am Mikrofon, er produziert auch ziemlich dumme Sprüche, die ihn nicht gerade stark von den von ihm apostrophierten Spiessern unterscheiden lassen. Lieber sollen sich die Leute für ihre Ekstase zudröhnen, als dies bei einer Freikirche zu suchen. Warum denn? Diese fühlen sich jedenfalls auch nachher besser und schädigen nicht ihre Gesundheit und die Gesellschaft. Er hat noch nicht gemerkt, dass wir alle Passiv-Trinker sind, die es sehr wohl etwas angeht, wenn sich jemand zudröhnt, sei es nun mit Whiskey, Absinth oder Heroin. Denn wir alle zahlen die Zeche über Steuern, Versicherungs- und Krankenkassenprämien, durch Gewalt in den Familien, in der Öffentlichkeit, in den Bahnen, im Sportumfeld, im Strassenverkehr, im Zusammenhang mit Sexualität, usw. Der Staat müsste im Auftrag der Bürgerinnen und Bürger handeln. Er versucht es, leider mit geringem Erfolg, weil die Mehrheit der Parlamentarier und des Bundesrates, die Wirtschaftsverbände, die Werbebranche und die Medien das Volk für dumm verkaufen, nicht informieren, die Gesundheitskosten nicht senken wollen, wo es gut möglich wäre und warten, bis die EU uns vielleicht einmal zu unserem Glück zwingt. Anteil am Misslingen der Prävention haben allerdings auch alle jene angeblich liberalen Freiheitskämpfer, die sofort vom Verbotsstaat reden, wenn ein schüchterner Versuch in die richtige Richtung getan werden sollte und übersehen, dass ihre Lust an der Eigenzerstörung (sie nennen das Eigenverantwortung) sehr wohl die ganze Gesellschaft angeht. Die Alkoholindustrie, die auch Endo Anaconda den Geist vernebelt, profitiert weiter, und kompensiert eventuelle Verluste in Europa bereits in den Schwellen- und Entwicklungsländern, wo sie den Erfolg unserer Entwicklungshilfe reduziert.
Zur Kostenexplosion im Gesundheitswesen hat sich in der gleichen Ausgabe eine Zürcher Fachärztin äussern dürfen. Sie meint, wir müssten die Mechanismen im Gesundheitswesen hinterfragen und unsererseits gut informiert werden. Sie ist skeptisch, dass es eine Besserung geben werde. Wenn alles bleibt, wie oben beschrieben, hat sie sicher recht. Andererseits könnten gerade die Ärzte die Informationsblockade aufbrechen, wie es in England geschieht. Das würde auch den Druck auf ihren Stand abbauen und der Volksgesundheit sehr dienen, der sie sich ja verschrieben haben.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht erschienen)
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