Archiv für die Kategorie 'Alkoholsteuern'
Samstag 16. April 2011 von htm
Durch Alkoholwerbung wird der Alkoholkonsum angeregt und gesteigert – insbesondere bei Jugendlichen. Das belegt eine Studie der DAK Krankenkasse.
Jugendliche, die viel Alkoholwerbung sehen, konsumieren auch mehr Alkohol. Dies belegt eine Studie der IFT Nord, die im Auftrag der DAK Krankenkasse durchgeführt wurde, Dabei wurde das Verhalten von 2130 Schülern im Alter zwischen zehn und 17 Jahren untersucht.
45 Prozent der Jugendlichen, die oft Alkoholwerbung sahen oder damit konfrontiert wurden, begannen in der Folge erstmals Alkohol zu trinken. Dagegen konsumierten lediglich 18 Prozent der Jugendlichen Alkohol, die selten oder kaum Kontakt zu Alkoholwerbung hatten. … (Quelle: Google Alkohol News, 16.4.11) fitforfun.de, 12.4.11 unser Online-Kommentar: Dass Werbung wirkt, ist schon seit Jahren nachgewiesen, der gesunde Menschenverstand müsste es auch schon lange wissen. Diejenigen, auf die es ankäme, wollen es nicht verstehen, die Regierungen und Parlamente. Sie sind dermassen alkoholabhängig, dass sie ihren Amtseid vergessen und das Wohl der ihnen anvertrauten Bevölkerung ausser Acht lassen. Man kann das auch Korruption nennen. Bei einigen werden auch finanzielle Interessen mitspielen.
Dass der Staat ein finanzielles Interesse am Alkoholkonsum hat, kann nicht belegt werden. Übersteigen doch die alkoholbedingten Sozialkosten die vom Fiskus erhobenen Alkoholsteuern bei weitem. Auch sind diese so niedrig, dass sie den erwünschten Rückgang des Alkoholkonsums nicht bewirken können. (Ausnahme: Skandinavien)
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Jugendliche, Politik, Reklame, Sozialkosten, Verhältnis-Präv., Werbung |
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Samstag 16. April 2011 von htm
Die geplante Alkohol-Steuer wäre für die Wiener Gastronomen ein Horror-Szenario.
Am Freitag wurde eine neue Studie präsentiert, die zeigt, dass eine 15- Prozent- Steuer auf alkoholische Getränke fatale Auswirkungen auf die Wiener Gastronomie hätte.
„Ich erwarte mir von der Stadtregierung, dass sie allen Überlegungen in Bezug auf eine neue Alkohol- Sondersteuer eine offene und klare Absage erteilt“, sagt Wirtschaftskammer Wien- Präsidentin bei der heutigen Präsentation einer neuen Studie, die erstmals die betriebswirtschaftlichen Folgen einer neuen, 15- Prozent- Steuer auf alkoholische Getränke in der Gastronomie errechnet hat. „Eine neue Sondersteuer wäre für die Wiener Gastronomie betriebswirtschaftlich nicht verkraftbar“, sagt Jank. (Quelle: Google Alkohol News, 16.4.11) vienna.at, 15.4.11 Kommentar:, Szenario 2 wurde nicht durchgerechnet. Warum nicht? 5% Umsatzrückgang bei Alkoholika liegt wahrscheinlich im Rahmen der normalen jährlichen Schwankungen und ist verkraftbar. Nicht alle dieser 5%-Kunden würden ganz wegbleiben, sondern Alkoholfreies konsumieren. Man müsste auch sehen, wie die Steuerbelastung auf den Endpreis wirkt. Den Befragten war dies wahrscheinlich nicht bewusst und sie haben aus dem Bauch heraus abgewehrt, obwohl es vielleicht nur 5 Cents pro Glas ausmacht. Ganz vergessen wird der gesundheitliche Effekt. Ein Rückgang des Gesamtkonsums bei Alkoholika senkt die Gesundheitskosten und hebt die Lebensqualität. Davon profitieren alle. Am 12.4.11 stand hier:
„Die Preise für Limonaden, Mineralwasser und Bier sind in den vergangenen Jahren massiv in die Höhe geschnellt, zeigt ein Preisvergleich der Arbeiterkammer bei sechs Wiener Supermärkten und Diskontern. Limos, Mineral und Cola- Getränke haben sich seit 2002 um 24 Prozent verteuert, Bier um 37 Prozent seit 2000. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex stieg in den letzten elf Jahren um 24 Prozent.“
Dies hat wahrscheinlich nicht zu einem Kaufrückgang geführt. Bei den Wirten wird es auch nichts ausmachen, obwohl ein markanter Rückgang volksgesundheitlich wünschbar wäre.
Kategorie: Alkoholfreies, Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Politik, Sozialkosten, Statistik, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Wirtschaft |
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Dienstag 12. April 2011 von htm
31.3.2011
Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Wenig verändertes Suchtverhalten“ vom 30.3.2011
Wenn man den Verlauf des Alkoholkonsums vergleicht, wird klar, dass bei den 15-Jährigen der wöchentliche Konsum seit der letzten Befragung 2006 zugenommen hat. Vergleicht man mit der Zeit vor der Alkopop-Hausse, sieht man, dass auch hier ein Anstieg festzustellen ist.
In den 90-er Jahren ist die staatliche Prävention angetreten, den Jugendalkoholismus zu vermindern. Wir haben immer noch einen Anstieg. Die staatlich verordnete Prävention setzte voll auf die neu erfundene Gesundheitsförderung, d.h. die Verhaltensprävention und vernachlässigte die strukturelle-, heute Verhältnisprävention genannt, weitgehend. Ausnahmen sind die lange sträflich verzögerte Herabsetzung der Promillegrenze und die nur auf die Jugend zielende Alkopopsteuer. Die Kantone und Gemeinden versuchten, mit Testkäufen den Jugendschutzgesetzen Nachachtung zu verschaffen, aber die unklare Rechtslage verhinderte auch hier ein befriedigendes Resultat. Die Alkopopsteuer erwies sich als isoliertes Heilmittel insofern als ungenügend, weil die Jugendlichen auf selbstgemixte Getränke auswichen und sich dem billigen Importschnaps zuwandten. Immerhin hat sie einmal mehr bewiesen, dass mit dem Preis der Konsum gesteuert werden kann.
Nun wird in den Medien wieder zur Tagesaktualität gewechselt, der Jugendalkoholismus ist wieder einmal erwähnt worden, aber Fragen werden keine verfolgt. Man macht sich keine Gedanken darüber, was mit diesen rauschtrinkenden Jugendlichen in einigen Jahren geschieht, obwohl bereits Untersuchungen vorliegen. Wirkende Alkoholsteuern dürfen nicht thematisiert werden, sie könnten dem Alkoholgewerbe schaden. Dafür darf vom Bundesrat eine Verteuerung der Autobahnvignette um über 100% vorgeschlagen werden, die als Kopfprämie Wenig- und Vielfahrer gleich treffen würde. Eine lebensrettende Verteuerung alkoholischer Getränke ist tabu. – Die Liberalen haben plötzlich gemerkt, dass die Eigenverantwortung bei der Atomkraft nicht funktioniert. Wann merken sie es beim Alkoholproblem?
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
Gleicher Text auch an Redaktion Zürcher Oberländer
Redaktion Der Landbote
(In der NZZ nicht erschienen, bei den andern unbekannt)
Kategorie: Alcopops (de), Alkohol-Testkäufe, Alkoholindustrie, Alkoholkrankheit, Alkoholsteuern, Allgemein, Jugend, Jugendliche, Kinder, Leserbriefe, Medien, Schweiz, Statistik, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv. |
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Dienstag 29. März 2011 von htm
…nach wie vor auf hohem Niveau
Die 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in der Schweiz trinken, rauchen und kiffen 2010 etwa gleich viel wie vier Jahre zuvor. Bei näherer Analyse zeigen sich auch spezifische Unterschiede. Heute hat Sucht Info Schweiz die Resultate der repräsentativen Schülerstudie an einer Medienkonferenz in Bern vorgestellt. Die Untersuchung wird alle vier Jahre im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) durchgeführt.
In der Schülerstudie 2002 hatte der Alkohol- und Cannabiskonsum der Jugendlichen in der Schweiz einen Höhepunkt erreicht. Ein Rückgang zeichnete sich 2006 ab. Das Rauchen war unter Jugendlichen im Laufe des letzten Jahrzehnts rückläufig. Die neusten Daten der Befragung 2010 zeigen nun, dass der Substanzkonsum mit Ausnahmen im Wesentlichen stagniert. (Quelle: Pressemitteilung Sucht Info Schweiz, 29.3.11) Kommentar: Der Höchststand des Alkoholkonsum war 2002, als die Alcopops aufkamen. Der Konsum ging wegen der Alcopopsteuer bis 2006 zurück und blieb bis heute stabil. D.h. die Steuer bewirkte etwas, wenn auch nicht genug, die übrigen Präventivmassnahmen erreichten höchstens, dass der Konsum nicht wieder anstieg. Das sollten sich die Politiker endlich merken. Das Rauschtrinken kam erst noch dazu.
Kategorie: Alcopops (de), Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Erhältlichkeit, Jugend, Jugendliche, Kinder, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv. |
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Freitag 25. März 2011 von htm
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Schwerin haben 170 Einsatzkräfte der Zollfahndung Hamburg, unterstützt vom Hauptzollamt Stralsund, insgesamt 30 Wohnobjekte im Raum Schwerin und in Lübeck durchsucht und insgesamt zwölf Kilogramm Rauschgift, 265.000 Stück unversteuerte Zigaretten, 1.620 Liter Alkohol und 150.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Gegen die beiden Hauptverdächtigen wurden Haftbefehle vollstreckt. (Quelle: Google Alkohol News, 24.3.11)
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Verhältnis-Präv. |
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Mittwoch 16. März 2011 von htm
In Wales fordern Gesundheitsaktivisten derzeit die Einführung eines Mindestpreises für Alkohol. „Alle Befunde zeigen, dass alkoholbedingte Schäden mit dem Preis und der Lieferbarkeit zusammen hängen. Es gab 18.000 alkoholbedingte Todesfälle in England und Wales, ein Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, so Jonathan Shepherd von der Universität Cardiff. … (Quelle: Google Alkohol News, 15.03.11) berlinerumschau.com, 15.03.11 Kommentar: Der Schweizer Bundesrat hat ein Rechtsgutachten eingeholt, das ergab, Mindestpreise seien nicht EU-kompatibel. Sie würden das Freihandelsabkommen verletzen. Wie steht es nun?
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Europaparlament / EU-Kommission, Internationales, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Verschiedene |
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Donnerstag 10. März 2011 von htm
„Stadt Linz plant Sondersteuer auf Alkohol“ – diese Schlagzeile brachte am Wochenende eine Kettenreaktion in Gang, die einen unglaublichen Aufruhr unter Politikern, Wirten und Getränkeherstellern im ganzen Land verursachte. Erst nach vier Tagen ist langsam klar geworden: Hier wurde ein Phantom durch die Gassen gejagt, die Steuer wird wahrscheinlich nicht einmal in Linz kommen. … (Quelle: Google Alkohol News, 09.03.11) krone.at, 09.03.11 Kommentar: Dass die Gegner auf die Barrikaden steigen, ist ja klar. Wo sind die Befürworter geblieben? Die WHO sagte schon vor Jahren, Alkohol-Prävention müsse ohne die interessierte Alkohollobby geschehen. Die Presse berichtet über den Aufruhr, aber selber recherchieren und sachlich informieren liegt nicht drin. Sie fürchten wie die Politiker um ihren Anhang. Die Gesundheit des Volkes und die Sozialkosten sind egal. Unsere Projekt-Idee scheint doch die einzige Lösung zu sein.
Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Medien, Politik, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Wirtschaft |
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Montag 7. März 2011 von htm
Bürgermeister Nagl:“Das ist eine sehr gute Idee und würde uns 12 Millionen Euro bringen.“
Nach Linz wollen nun weitere Städte eine 15-prozentige Steuer auf Alkohol einheben. Der Grazer Bürgermeister
Siegfried Nagl befürwortet im Gespräch mit ÖSTERREICH die Idee: „Wir unterstützen das sehr. Graz könnte das 12 Millionen Euro bringen. Allein kann man so etwas aber nicht machen.“ Nagl plädiert für eine breite Lösung auf Ebene des Städtebundes. … Quelle: Google Alkohol News, 05.03.11) ots.at, 05.03.11
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Internationales, Politik, Verhältnis-Präv., Verschiedene |
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Montag 7. März 2011 von htm
Alkoholische Getränke in der Gastronomie sollen um 15 Prozent teurer werden. So will die Stadt den Wegfall der Getränkesteuer kompensieren. Es geht um elf Millionen Euro an zusätzlichen Steuern.
Wie Graz hat sich Linz den Titel Europäische Kulturhauptstadt einiges kosten lassen. Und wie in Graz blieb in Linz ein veritables Budgetproblem. Ein Problem, das die Kunden der Gastronomie zumindest teilweise lösen sollen. (Quelle: Google Alkohol News, 05.03.11) diepresse.com, 05.03.11unser Online-Kommentar:
Ich frage mich, warum nur die Gastronomie betroffen sein soll. Eine grosse Gefahr geht doch von den Billigaktionen in den Läden aus.
Wenn die Steuer deutlich genug ist, kann der Rückgang des Konsums auch die alkoholbezüglichen Schäden reduzieren. 15% ist nicht sehr viel. Am meisten würden die moderaten Konsumenten profitieren. Am wenigsten Steuern zahlen, aber voll profitieren. Sie protestieren jeweils am lautesten und merken nicht, um was es geht.
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Montag 21. Februar 2011 von htm
Botschaften zur Totalrevision des Alkoholgesetzes sowie zum Spirituosensteuergesetz (2. Halbjahr 2011)
Neuer Vorstoss: «Organisationseinheit Alkoholmarkt in der Eidgenössischen Alkoholverwaltung»
Jakob Büchler (CVP / SG) richtet sich mit seiner Interpellation mit folgenden Fragen an den Bundesrat: 1) Wie kommt die EAV dazu eine neue Verwaltungseinheit zu schaffen, wenn die zukünftige Aufgabenverteilung noch völlig unklar ist? 2) Wie passt der Ausbau der EAV-Verwaltung zur von der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) in ihrem Bericht über die EAV geforderten und von der EAV akzeptierten «Abbau- und Verzichtsplanung»? 3) Wie gewährleistet der Bundesrat, dass durch die Schaffung neuer Verwaltungsstellen kein «fait accompli» geschaffen wird, um sich Aufgaben zu erhalten und neue Tätigkeitsbereiche zu erschliessen?
–> Details (Quelle: Newsletter Fachverband Sucht – 1/2011)
Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene |
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