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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Alkoholkrankheit'

D: Gesünder leben: Weniger Alkohol trinken

Dienstag 14. Juni 2011 von htm

Sendetermin Dienstag, 07. Juni 2011, 18.20 – 18.50 Uhr .
Wiederholungstermin Mittwoch, 08. Juni 2011, 13.00 – 13.30 Uhr (Wdh.).

Video: Gesünder leben: Weniger Alkohol trinken (29:37), 07.06.2011
Wir trinken ihn zum Essen, Entspannen, Feiern, Geselligsein, gegen den Durst, als kleinen Tröster und Muntermacher: Rund 110 Liter Bier, 25 Liter Wein und Sekt und 6 Liter harte Spirituosen trinkt durchschnittlich jeder in Deutschland lebende Volljährige jährlich. Das ist einiges weniger, als wir noch vor zehn Jahren tranken. Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der stationär behandelten Alkoholräusche allerdings verdoppelt. Ob bei Jugendlichen oder bei Erwachsenen: Der Alkoholkonsum geht zurück, aber der Umgang mit dem berauschenden Stoff wird vielfach härter. Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig, knapp 2 Millionen konsumieren Alkohol in gesundheitsgefährdender Weise. … (Quelle: Google Alkohol News, 14.6.11) wdr.de, 7.6.11

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D: Anwesenheit trotz Krankheit doppelt so teuer wie Fehlzeiten

Mittwoch 8. Juni 2011 von htm

München – Die deutsche Volkswirtschaft verliert mit 225 Milliarden Euro jährlich rund ein Zehntel des Bruttoinlandproduktes durch kranke Arbeitnehmer. Der durch reine Fehlzeiten bedingte Betrag von 1.197 Euro pro Mitarbeiter und Jahr erfasst dabei nur rund ein Drittel dieser Kosten.
Der erheblich höhere Teil entsteht dadurch, dass Arbeitnehmer trotz Krankheit am Arbeitsplatz erscheinen (Präsentismus). Ihre eingeschränkte Einsatzfähigkeit vermindert die Arbeitsqualität, erhöht die Fehleranfälligkeit und Anzahl von Unfällen. Das berichtet die Strategieberatung Booz & Company aufgrund einer Studie für die Felix Burda Stiftung.
Laut der Untersuchung schafft eine betriebliche Gesundheitsvorsorge strategische Wettbewerbsvorteile und kann die Kosten massiv senken, die Unternehmen und Volkswirtschaft jedes Jahr durch kranke Arbeitnehmer entstehen. (Quelle: aerzteblatt.de, 7.6.11) unser Online-Kommentar: Eine kürzliche schweizerische Untersuchung kam auf 2% alkoholbedingte Personalkosten, 14’000 Franken pro Person, total eine Milliarde. Diese Studie hier legt nahe, dass diese Kosten weit höher sind wegen des Präsentismus. Gerade beim Alkohol im Betrieb wird oft sehr lange gewartet, bis das Problem eines Mitarbeiters erkannt wird und auch Massnahmen ergriffen werden. Prävention im Betrieb ist deshalb sehr profitabel.
Ein anderes, unverständliches Kapitel ist die Komplizenschaft der Wirtschaft mit der Alkoholindustrie. Mindestens in der Schweiz bekämpfen die Wirtschaftsverbände seit jeher jede wirksame Alkoholprävention. Dabei würden ihre Betriebe damit nur gewinnen. Die Aktionäre sind blind und taub.

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Linzer starb an Drogencocktail

Samstag 7. Mai 2011 von htm

Eine Obduktion brachte gestern Gewissheit: Jener Tote, der am Mittwoch in einer verwüsteten Wohnung im Linzer Stadtteil Neue Heimat gefunden worden war, wurde nicht ermordet. Der amtsbekannte Drogensüchtige (34) starb an einer Mischung von Drogen und Alkohol, die zu Organversagen führte. (Quelle: Google Alkohol News, 6.5.11) nachrichten.at, 6.5.11

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Alkohol – die Wirkungen (gute Zusammenstellung)

Mittwoch 4. Mai 2011 von htm

Alkohol ist ein Gift für den Körper. Mit geringen Mengen Bier, Wein & Co. kann der Organismus fertig werden. Wer aber zu viel davon trinkt, muss dafür zum Beispiel mit einer gestörten Wahrnehmung, Konzentrationsproblemen, Kopfschmerzen und Übelkeit büßen. Solche Katersymptome sind Vergiftungserscheinungen, die mit steigendem Promille-Konsum immer schwerwiegender ausfallen. Ein sehr hoher Blutalkoholspiegel kann sogar zum Koma führen und tödlich enden.
Wie schnell und massiv Alkohol seine Wirkung entfaltet, hängt in erster Linie von folgenden Faktoren ab: … (Quelle: netdoktor.de, 27.4.11)

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CH: Steigende Kosten im Gesundheitswesen

Sonntag 1. Mai 2011 von htm

Kosten machen 2009 bereits 11,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus.
Die Schweizer lassen sich ihre Gesundheit immer mehr Geld kosten: Das Gesundheitswesen hat im Jahr 2009 61 Milliarden Franken gekostet – 4,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Am stärksten stiegen die Kosten bei der ambulanten Behandlung in Spitälern. (Quelle: NZZ, 29.4.11) Kommentar: Dass mit einer Senkung des Alkoholkonsums die Gesundheitskosten massiv reduziert werden könnten, wird immer noch verschwiegen. Profitieren würden alle. (Ausser der mehrheitlich ausländischen Alkoholindustrie)

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TOP NEWS: WHO: Chronische Erkrankungen die häufigste Todesursache

Donnerstag 28. April 2011 von htm

Genf – Rauchen, Bewegungsmangel, Alkohol und Diätfehler sind auch in den Entwicklungsländern für eine steigende Zahl von Todesfällen verantwortlich. Global gesehen sterben zwei von drei Menschen an nicht übertragbaren chronischen Erkrankungen, die vielfach vermeidbar wären. Dies geht aus einem Report der Welt­gesund­heitsorganisation (WHO) hervor, der auf einer Tagung in Moskau vorgestellt wurde.
Im Jahr 2008 sind 57 Millionen Menschen gestorben. Bei 17 Millionen waren kardiovaskuläre Erkrankungen für den Tod verantwortlich, 7,6 Millionen starben an Krebs, 4,2 Millionen an Atemwegserkrankungen und 1,3 Millionen an Diabetes.
Auf diese vier Gruppen entfallen etwa 80 Prozent aller Todesfälle an nicht übertragbaren Erkrankungen, heißt es in dem 164 Seiten umfassenden “Global status report on noncommunicable diseases”. Alle vier Gruppen haben mit dem Rauchen, Bewegungsmangel, Alkohol und Diätfehlern modifizierbare, sprich vermeidbare Risikofaktoren gemeinsam. (Quelle: aerzteblatt.de, 27.4.11)

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TOP NEWS: Jeder fünfte Deutsche hat ein Alkoholproblem

Mittwoch 27. April 2011 von htm

Es wird weniger geraucht, aber weiterhin viel getrunken – das ist das Ergebnis des Jahrbuchs Sucht 2011, das die Deutsche Haupt­stelle für Suchtfragen heute in Berlin vorstellte. Geschäfts­führer Raphael Gaßmann nannte die Situation bezüglich des Alkohols „dramatisch“.
„Der Aklkoholverbrauch bleibt entschieden zu hoch, zu riskant, zu folgenreich“, erklärte er. Die Hauptstelle ging davon aus, dass jeder fünfte Deutsche zwischen 18 und 64 Jahren ein Alkohol­problem habe. Zwar ging die jährlich konsumierte Menge reinen Alkohols leicht zurück, doch falle diese Entwicklung „zu gering“ aus, um Gesundheitsschäden zu vermeiden.
Der Hauptstelle für Suchtfragen zufolge ist die Anzahl an Alkoholvergiftungen zwischen 2000 und 2009 um fast 112 Prozent gestiegen. Besonders dramatisch fällt die Entwicklung mit einem Plus von etwa 194 Prozent in der Altersgruppe der 20- bis 25-Jährigen aus. (Quelle: aerzteblatt.de, 26.4.11) Kommentar: Die Regierung hat ein Alkoholproblem und tut nichts Wirksames dagegen. (Die Bierbrauer sind natürlich mit den Forderungen der DHS nicht einverstanden und beten wieder ihre falschen Behauptungen herunter.)

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CH: Internet-Gesprächsforum für Kinder alkoholabhängiger Eltern

Donnerstag 14. April 2011 von htm

Am Mediengespräch in Bern hat Sucht Info Schweiz ein Gesprächsforum für Kinder alkoholabhängiger Eltern lanciert. Diese erste nationale Internetplattform will möglichst viele betroffene Kinder und Jugendliche erreichen und sie will Synergien zu kantonalen Angeboten fördern.
Mehrere Zehntausend Kinder wachsen in der Schweiz mit einem alkoholabhängigen Elternteil auf. Meist leiden diese Kinder an fehlender Sicherheit, Schuldgefühlen und daran, dass in der Familie die Alkoholkrankheit verleugnet wird. Oft stehen sie mit ihren Gefühlen der Scham, Wut oder Angst alleine da. Im Vergleich zu Kindern aus Familien ohne Alkoholprobleme tragen sie zudem ein sechsfach höheres Risiko, später ein Suchtproblem oder psychische Beschwerden zu entwickeln. (Quelle: Sucht Info Schweiz, 14.4.11)

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Russland muss Kampf gegen Alkohol aufnehmen

Mittwoch 13. April 2011 von htm

Russland kann die sinkende Lebenserwartung seiner Bevölkerung einer Studie zufolge nur durch einen Kampf gegen den Alkohol aufhalten.
Russland kann die sinkende Lebenserwartung seiner Bevölkerung einer Studie zufolge nur durch einen Kampf gegen den Alkohol aufhalten. Alkohol sei der wichtigste Faktor für die „starke negative Entwicklung“ bei der Demographie, sagte der Direktor des Berlin-Instituts, Reiner Klingholz, am Dienstag bei der Vorstellung einer Russland-Studie in der Bundeshauptstadt. … (Quelle: Google Alkohol News, 13.4.11) stern.de, 12.4.11

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Leserbrief zur schweizerischen Schülerbefragung zum Suchtverhalten

Dienstag 12. April 2011 von htm

31.3.2011

Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich

Per e-mail
Leserbrief zu „Wenig verändertes Suchtverhalten“ vom 30.3.2011
Wenn man den Verlauf des Alkoholkonsums vergleicht, wird klar, dass bei den 15-Jährigen der wöchentliche Konsum seit der letzten Befragung 2006 zugenommen hat. Vergleicht man mit der Zeit vor der Alkopop-Hausse, sieht man, dass auch hier ein Anstieg festzustellen ist.
In den 90-er Jahren ist die staatliche Prävention angetreten, den Jugendalkoholismus zu vermindern. Wir haben immer noch einen Anstieg. Die staatlich verordnete Prävention setzte voll auf die neu erfundene Gesundheitsförderung, d.h. die Verhaltensprävention und vernachlässigte die strukturelle-, heute Verhältnisprävention genannt, weitgehend. Ausnahmen sind die lange sträflich verzögerte Herabsetzung der Promillegrenze und die nur auf die Jugend zielende Alkopopsteuer. Die Kantone und Gemeinden versuchten, mit Testkäufen den Jugendschutzgesetzen Nachachtung zu verschaffen, aber die unklare Rechtslage verhinderte auch hier ein befriedigendes Resultat. Die Alkopopsteuer erwies sich als isoliertes Heilmittel insofern als ungenügend, weil die Jugendlichen auf selbstgemixte Getränke auswichen und sich dem billigen Importschnaps zuwandten. Immerhin hat sie einmal mehr bewiesen, dass mit dem Preis der Konsum gesteuert werden kann.
Nun wird in den Medien wieder zur Tagesaktualität gewechselt, der Jugendalkoholismus ist wieder einmal erwähnt worden, aber Fragen werden keine verfolgt. Man macht sich keine Gedanken darüber, was mit diesen rauschtrinkenden Jugendlichen in einigen Jahren geschieht, obwohl bereits Untersuchungen vorliegen. Wirkende Alkoholsteuern dürfen nicht thematisiert werden, sie könnten dem Alkoholgewerbe schaden. Dafür darf vom Bundesrat eine Verteuerung der Autobahnvignette um über 100% vorgeschlagen werden, die als Kopfprämie Wenig- und Vielfahrer gleich treffen würde. Eine lebensrettende Verteuerung alkoholischer Getränke ist tabu. – Die Liberalen haben plötzlich gemerkt, dass die Eigenverantwortung bei der Atomkraft nicht funktioniert. Wann merken sie es beim Alkoholproblem?
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

Gleicher Text auch an Redaktion Zürcher Oberländer
Redaktion Der Landbote
(In der NZZ nicht erschienen, bei den andern unbekannt)

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