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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für Januar 2010

Berlin: 852 betrunkene Kinder und Jugendliche aufgegriffen

Samstag 23. Januar 2010 von htm

Sie trinken an Haltestellen, irren hilflos durch Parks oder brechen auf Partys zusammen – 852 betrunkene Kinder und Jugendliche hat die Polizei 2009 in Berlin aufgegriffen. An Bier, Wein oder Schnaps gelangten die jungen Leute leicht: Bei 809 Kneipenkontrollen stellten die Beamten 459 Mal fest, dass der Wirt ihnen Alkohol gegeben hatte. Im Vorjahr hatte die Polizei 1209 betrunkene Minderjährige aufgegriffen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.1.10) newsticker.welt.de, 22.1.10

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Jugend-Fastnacht ohne Alkohol in Koblenz

Samstag 23. Januar 2010 von htm

Die Stadt Koblenz hat dem Alkoholmissbrauch von Jugendlichen an Fastnacht den Kampf angesagt. So wird es am Rosenmontag in einer Disco in der Innenstadt erstmals eine Party ohne Alkohol für 12- bis 17-Jährige geben. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.1.10) swr.de, 22.1.10

Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Politik, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

Im Alkohol-Rausch reisst einer dem Freund die Hoden ab

Samstag 23. Januar 2010 von htm

Weil er einem Bekannten mit der bloßen Hand die Hoden abgerissen hat, muss ein 46-Jähriger aus Neuss in eine geschlossene Psychiatrie. Das entschied das Düsseldorfer Landgericht. Der „minderbegabte“ Angeklagte habe eine „dissoziale Persönlichkeitsstörung“ entwickelt und neige unter Alkoholeinfluss zu Gewalttaten. Die Bluttat an einem 48-Jährigen sei lebensgefährlich gewesen – das Opfer hätte leicht verbluten können. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.1.10) n-tv.de, 22.1.10

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US-Study: Many Adolescent Girls Involved in Violence

Freitag 22. Januar 2010 von htm

More than one in four girls ages 12-17 was involved in fighting within the past year, according to new survey data from the Substance Abuse and Mental Health Services Administration (SAMHSA).
HealthDay News reported Jan. 15 that a SAMHSA survey of more than 33,000 adolescents found that 19 percent of the girls surveyed reported involvement in a serious fight at school or work, 14 percent took part in group fights, and about 6 percent said they attacked someone else intending to cause serious injury.
Girls who avoided alcohol or other drug use, got good grades and came from higher-income families were at the least risk of involvement in violence, researchers found. (Source: Join Together, 1/21/10)

Kategorie: Allgemein, Children, Global, Other Drugs, Research, Violence and crimes, Youth | Keine Kommentare »

EU-Kommission beinahe komplett

Freitag 22. Januar 2010 von htm

25 der 26 neuen EU-Kommissare haben die Hearings im EU-Parlament überstanden. Wie die Fraktionsvorsitzenden des Parlaments am Donnerstag mitteilten, erhielten sie von allen beteiligten Ausschüssen positive Berichte. Die einzige gescheiterte Kandidatin bleibt damit die Bulgarin Rumjana Schelewa, die einer drohenden Wahlschlappe mit dem Rückzug ihrer Kandidatur zuvorgekommen war. (Quelle: NZZ, 22.1.10) Kommentar: Damit scheint der Wahl von John Dalli, Malta, als Kommissar für Gesundheit und Konsumentenschutz nichts mehr im Wege zu stehen.

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Pornografie, Gewalt, Alkohol: zahlreiche TV-Inhalte unzulässig

Freitag 22. Januar 2010 von htm

Die Kommission für Jugendmedienschutz meldete Verstöße unter anderem in den TV-Formaten „Cold Case“ und „Erwachsen auf Probe“. Die Privatsender RTL, RTL II, das DSF und ProSieben haben gegen die Jugendschutzbestimmungen verstoßen. Das teilte die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) der Landesmedienanstalten am Donnerstag mit. Die KJM registrierte im vierten Quartal des vergangenen Jahres 26 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) in Fernseh-, und 14 Verstöße in Telemedienangeboten (Internet). (Quelle: Google Alkohol Alert, 21.1.10) abendblatt.de, 21.1.10

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Documents Reveal The Truth About Alcohol Advertising, UK

Freitag 22. Januar 2010 von htm

Although the content of alcohol advertisements in the UK is restricted, an analysis of previously unseen industry documents published on bmj.com today, finds that advertisers are still managing to appeal to young people and promote drinking. Professor Gerard Hastings and colleagues show that companies are „pushing the boundaries“ of the advertising code of practice and warn that the UK system of self regulatory controls for alcohol advertising is failing. (Source: Medical News Today, 1/21/10)

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Leserbrief: Armut und Alkohol

Freitag 22. Januar 2010 von htm

Redaktion der
Neuen Zürcher Zeitung
Briefe an die NZZ
8021 Zürich
Per e-mail redaktion@nzz.ch

Leserbrief zu „Armutsprävention verbessern“ vom 16.1.2010

Einmal mehr macht die Armut in der reichen Schweiz Schlagzeilen. Auf dem Bundesplatz werden Demos abgehalten, im Herbst soll eine nationale Armutskonferenz stattfinden, an der die bundesrätliche Armutsstrategie diskutiert werden soll und alle möglichen Bundesämter, NGOs, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Kantone und Gemeinden mischen mit.

Ludwig Gärtner, Vizedirektor des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) erklärt, es würden bereits vielfältige Massnahmen zur Prävention von Armut getroffen, diese liessen sich weiter verbessern. Eine Verbesserungsmöglichkeit erwähnt er allerdings nicht: Die generelle Verminderung des Alkoholkonsums. Zu den alkoholbedingten Schäden zählt nicht zuletzt die Armut, in die viele Einzelne und Familien durch ihre Alkohol-Abhängigkeit getrieben werden. Es ist schon eigenartig. Wie bei der Gewaltdiskussion, wo der Faktor Alkohol immer noch zum Teil tabuisiert wird, obwohl es in letzter Zeit gebessert hat, ist er in der Armutsdiskussion (wie auch bei der Entwicklungshilfe der Schweiz) noch völlig tabu.
Warum setzt sich das Bundesamt für Gesundheit nicht für dieses Thema ein? Oder falls doch, wo wird abgeklemmt? Sucht man lieber bürokratische Auswege als ein heisses Eisen anzupacken – auch wenn es sehr viel bringen würde?

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(ungekürzt veröffentlicht am 22.1.2010)

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Online-Kommentar zu „Alkohol in der Literatur“

Donnerstag 21. Januar 2010 von htm

Online-Kommentar zu „Alkohol in der Literatur“ auf weilwirunslieben.wordpress.com, 20.1.10
Diese fleissigen Sprachforscher könnten sich doch einmal der Aufgabe widmen herzauszufinden, warum in der Bibel im Originaltext ca 11 verschiedene Ausdrücke vorkommen, die alle mit Wein übersetzt wurden, obwohl sie alles mögliche bedeuten, z.B. alkoholfreier Traubensaft, vergorenener Traubensaft (Wein), oder beides, getrocknete Trauben, frische Trauben, Traubenmus. Und dann die berühmten Stellen darauf kontrollieren, was jetzt wirklich gemeint war. War der gute Wein in Kanaa wirklich vergoren?
Ich finde es etwas pervers, wenn man die bekannten Alkoholiker-Karrieren sozusagen als Vorbilder hinstellt. Goethe soll übrigens auch gesagt haben: Jugend ist Trunkenheit ohne Wein.
Sicher kann man sich trotzdem an den alkoholbedingten Werken freuen. Sie gehören auch zum Leben. An echten, ungedopten Leistungen freue ich mich aber mehr, wie beim Sport.
Ein Freund sagt dazu: Alle als Alkoholiker bekannten Schriftsteller (Fallada, London) haben ihre breühmten Werke grundsätzlich in Phasen der Nüchternheit verfasst. Anders wäre dabei ja auch nur Gemurkse rausgekommen. In dem Buch von Simon Borowiak („Alk“) räumt der Autor mit dem Mythos auf (in einem sehr schön dargestellten Selbstversuch mit Schriftproben), dass man betrunken Literatur verfassen könne.

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Online-Kommentar: Kinder vor Alkohol schützen

Donnerstag 21. Januar 2010 von htm

Die Bilder in den Medien von haltlos betrunkenen Jugendlichen erschrecken viele Eltern. Es scheint, dass das exzessive Komasaufen bei Kindern und Jugendlichen äußert populär ist. Hundertprozentig können Eltern ihre Kinder nicht vor Alkohol schützen. Aber mit unseren Tipps helfen Sie Ihren Kindern, den Verlockungen des Alkohols selbstbewusst zu widerstehen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 20.1.10) vnr.de, 20.10.10
Online-Kommentar: 1981 gab ich als wahrscheinlich erster eine Eltern-Information heraus mit solchen Ratschlägen, weil die entsprechenden Eltern-Abende der Suchtprävention die Eltern ziemlich ratlos zurückliessen. Hier ein paar Punkte daraus:

Sie werden nie Gewissheit haben, dass Ihr Kind vom Drogenkontakt verschont bleibt, aber Sie können Ihrerseits die Möglichkeiten vorzubeugen, 100prozentig ausnützen und das in Ihrer Macht Liegende tun, wenn Sie nur wollen!
Einige Vorschläge werden für Sie wahrscheinlich neu sein, vielleicht sogar zum Widerspruch herausfordern, was beim heutigen Informationsstand der Bevölkerung nur natürlich wäre…(Heute noch genau so)
– Verführen Sie nicht die eigenen Kinder zum Alkoholkonsum, wie es bei Familienfesten oft vorkommt.
– Denken Sie daran, dass ein Alkoholvorrat in der Wohnung (Hausbar) oder im Keller die Kinder in Ihrer Abwesenheit zum Neugierkonsum verleiten kann.
– Erziehen Sie Ihre Kinder zu kritischem Konsumieren, zum Verzichtenlernen, zum Mut, zur eigenen Meinung in der Gruppe zu stehen. Vergessen Sie auch hier das eigene Beispiel nicht.
– Bleiben Sie mit Ihren Kindern im Gespräch. Versuchen Sie, Drogenprobleme, die durch Massenmedien oder in der Nachbarschaft bekannt werden, sachlich zu diskutieren.
– Halten Sie guten Kontakt mit dem Lehrer Ihrer Kinder.
– Helfen Sie, wenn die Möglichkeit besteht, bei den Vorbereitungen von Klassenlagern und Schülerfesten mit.
– Fordern Sie Lehrer, Behörden und Politiker auf, in der Schule ein Klima zu schaffen, das frei ist von Alkohol, Tabak und andern Drogen.
– Denken Sie daran, dass auch Ihr eigenes Freizeitverhalten bewusst oder unbewusst ein wichtiger Miterzieher sein kann.
– Lenken Sie die Freizeitgestaltung Ihrer Kinder behutsam. Schicken Sie Ihre Kinder nur in Vereine, die keine ausgesprochene Drogengefahr bedeuten. Besondere Vorsicht ist leider bei gewissen Sportvereinen nötig. (Heute besonders über: Alkoholsponsoring) Lernen Sie die Leiter persönlich kennen und halten Sie Kontakt zu Ihnen.
– Schicken Sie Ihre Kinder nach Möglichkeit in eine gute, alkoholfrei lebende Jugendgruppe. Helfen Sie beim Aufbau einer neuen Gruppe mit, falls keine vorhanden ist.
– Unterstützen Sie alle politischen Vorstösse, die den Konsum der legalen und illegalen Drogen einschränken, z.B. Getränke- und Tabaksteuern, Werbeverbote, Jugendschutzgesetze, Bedürfnisklausel in Wirtschaftsgesetzen, Preisgestaltung in Restaurants (alkoholfreie Getränke sollten billiger sein als Bier), usw.
– Wählen Sie keine Politiker, die wirtschaftliche Interessen über Aspekte der Volksgesundheit stellen oder sogar direkt Alkohol- oder Tabakwerbung betreiben.
– Unterstützen Sie Zeitungen, die trotz der Drogenwerbung versuchen, die Pressefreiheit in ihrem Bereich zu retten.
– Unterstützen Sie Bestrebungen, die Sozial- und Präventivmedizin zu stärken.

Sie sehen, in 29 Jahren kein Fortschritt. Dank Falschinformation und alkoholfreundlicher Politik.

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