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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für Oktober 2009

Meeting of Alcohol Producers in Brussels

Samstag 24. Oktober 2009 von htm

“There is no Single European way to Consume Alcoholic Beverages”
– Understanding Different Drinking Patterns Across Europe key to Successful Alcohol Policies. EU-level policy to reduce alcohol-related harm must be tailored to respond to diverse, complex realities in the different Member States. This is the conclusion of experts meeting in Brussels today at a scientific conference, organised by the Wine Information Council. (Source: Google Alkohol Alert, 10/23/09) flensburg-online.de, 23.10.09 Comment: In the media-report they pretend: „Furthermore, the literature suggests that the regulatory approach is simplistic, and sometimes counter-productive, punishing moderate drinkers and leaving problem drinkers unhelped.” The literature they mention is their own literature. The reality is just the contrary. Moderate drinkers and problem drinkers have a profit by regulatory measures, which reduce consumption and harm. We all are at any time passive-drinkers under the pressure of the alcohol industry and suffer from tremendous harm and social costs. We need regulatory measures. They alone are able to reduce overall consumption. That’s the only reason, why the alcohol industry doesn’t like them.

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D: Reduzierter MWSt-Satz für Gastronomie nicht für Bier?

Samstag 24. Oktober 2009 von htm

Das deutsche Gastgewerbe kämpft um einen reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7% auf Dienstleistungen in Hotels und Restaurants. Die Bayerische Staatsregierung weiß es dabei bislang an seiner Seite. Und aus den Koalitionsverhandlungen verlautet, dass eine entsprechende Einigung im Sinne der Wirte offenbar in Sicht ist. Doch jetzt wurde aus dem Bayerischen Finanzministerium bekannt, dass zwar an eine Mehrwertsteuerreduzierung für Hotelübernachtungen und die Abgabe von Speisen, keineswegs jedoch für den Ausschank alkoholhaltiger Getränke gedacht sei. (Quelle: Google Alkohol Alert, 24.10.09) gourmet-report.de, 23.10.09

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9. Zürcher Forum Prävention und Gesundheitsförderung

Freitag 23. Oktober 2009 von htm

Thema: Bundesgesetz über Prävention und Gesundheitsförderung
Inhalt: Kernelemente des Gesetzes, Diskussion ausgewählter Aspekte, Hoffnungen und Befürchtungen, Informationen der Gesundheitsförderung Kanton Zürich
Mittwoch, 28. Oktober 2009, 17.15 – ca 19.00 Uhr; Pfarreizentrum Liebfrauen, Zürich (Keine Anmeldung nötig)

Kategorie: Allgemein, Neues Alkoholgesetz (CH), Schweiz, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

USA: ‚Sticker Shock‘ Campaign re. Giving Alcohol to Minors

Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm

Teams of youth and adults from Arlington, Fairfax, Prince William and Loudoun counties and the City of Alexandria joined forces on October 10 to launch the first Northern Virginia regional Sticker Shock campaign, a youth-led initiative to educate adults who might be tempted to purchase alcohol legally and provide it to minors. (Source: Join Together, 10/21/09)

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Das Bundesverwaltungsgericht gegen 24h-Tankstellenshops

Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm

Sieben Tankstellen im Kanton Zürich müssen ihre Shops zwischen 1 und 5 schliessen. Laut Bundesverwaltungsgericht verstossen sie gegen das Nachtarbeitsverbot. (Quelle: Tages-Anzeiger, 21.10.09) (Quelle: NZZ, 21.10.09) (mit unserem Online-Kommentar)Kommentar: Die Schaffung der Tankstellenshops war damals in erster Linie die Antwort der Alkoholindustrie auf das Alkoholverbot in Autobahnrestaurants. Heute geht es wieder vermehrt um den Alkoholverkauf auch an Jugendliche und nicht um einen Liter Milch, wie die NZZ scheinheilig klagt. Wie es in einem Grundlagenpapier der WHO zu ihrer neuen Alkohol-Strategie steht, sind wir alle Passiv-Trinker und leiden darunter. Die Einschränkung der Erhältlichkeit von Alkoholika liegt somit im Interesse von uns allen.

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Couchepin’s Präventionsgesetz (Leserbrief)

Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm

1.10.09
Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich

Per E-Mail

Leserbrief zu „Couchepin ärgert Wirtschaft“ u.a. vom 1.10.09

Kurz vor seinem Abtritt bringt Couchepin die Botschaft für ein Präventionsgesetz ins Parlament, wobei er die Opposition der dagegen Sturm laufenden Wirtschaft für „antistaatliche Hirngespinste“ hält. Leider ein zu spätes Aufbäumen gegen den Neoliberalismus der eigenen Partei. Es wäre schön, würde der Nachfolger im Bundesrat dies schon zu Beginn seiner Amtszeit auch so sehen.
Allerdings gibt es Aspekte, die zur Vorsicht mahnen: Wird die Koordination der nationalen Prävention dazu führen, dass die bestehende nichtstaatliche Prävention praktisch ausgebootet wird, wie es im Kanton Zürich betrieben wurde? Oder wird es eine partnerschaftliche Zusammenarbeit z.B. mit den NGO’s geben, die nicht immer die Meinung des von der Politik abhängigen staatlichen Präventions-Institutes teilen könnten? Wird die Gewichtung beim Setzen der Schwerpunkte nicht dazu führen, dass das Alkoholproblem zu Gunsten weniger heikler Themen vernachlässigt wird?
Zwei weitere Artikel der gleichen Nummer befassen sich auch mit der Prävention. Im Kommentar wird die abgedroschene Leier der Eigenverantwortung zelebriert. Die Wirtschaftslobby mit der ihr hörigen Parlamentsmehrheit hat in den letzten Jahrzehnten noch alle wirksamen Massnahmen im Bereich Alkohol und Gesellschaft abgeblockt oder sogar verschlechtert mit Ausnahme der gegen Jugendliche gerichteten nicht ganz gelungenen Alcopopsteuer und der Senkung des Promillewertes im Strassenverkehr. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die sogenannte Mehrheit der mässigen Alkoholkonsumenten ihre Verantwortung für die Gesellschaft nicht wahrnimmt und sich damit selber massiv schädigt. Genau so wie die Wirtschaft, die gegen ihre eigenen Interessen verstösst. Dass es soweit gekommen ist, haben wir der Werbung und den Medien zu verdanken, welche die wahren Zusammenhänge nicht aufdecken und die Bevölkerung mit falschen Botschaften verunsichern und von politischer Aktivität abhalten. Dem Bund eine widersprüchliche Prävention vorzuhalten, ist äusserst billig, wenn man seiner eigenen journalistischen Pflicht seit vielen Jahren nicht nachkommt und dem Leser die Hintergründe und Fakten vorenthält.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)

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Replik zur Gesundheitsprävention (Leserbrief)

Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm

2.10.2009

Tages-Anzeiger
Redaktion Leserforum
8021 Zürich

Per E-Mail

Leserbrief zu „Gesundheitsprävention ist wie Impfen“ vom 2.10.09

Am Tag nach dem Artikel “Zu viel Prävention schadet” kommt eine Replik vom Präsidenten der Zürcher Lungenliga, Otto Brändli: “Gesundheitsprävention ist wie Impfen”. Darin weist er richtig auf die Unterschiede zwischen der Verhaltens- und der Verhältnisprävention hin. Er erwähnt, dass z.B. Steuern wirksam sind, die ein Produkt verteuern. Und bringt dies in Zusammenhang mit Stoffen, die Übergewicht nach sich ziehen. Dann schreibt er: “Weniger Sorgen macht mir der Alkohol, den die meisten im Griff haben, weil sich die Menschen unseres Kulturkreises über Jahrtausende daran adaptieren konnten”. So etwas liest man sonst nur bei der Alkohollobby. Offenbar ist da bereits ein Verteilungskampf ausgebrochen. Die Antirauch-Kreise haben doch inzwischen ihre Ziele mehr oder weniger erreicht. Warum wollen sie jetzt verhindern, dass in der Alkoholfrage, die von der WHO in ihrer Schädlichkeit als praktisch gleichbedeutend gewichtet wird, aber eine wesentlich stärkere soziale Komponente aufweist, endlich auch Verbesserungen erzielt werden? Der Tag mit dem Krankenkassen-Prämien-Schock wäre doch der geeignete Zeitpunkt, darüber nachzudenken und zu handeln.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)

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Tödliche Disco-Schlägerei als fahrlässige Tötung bewertet

Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm

Das Bezirksgericht Aarau hat einen 22-jährigen Schweizer wegen einer tödlichen Schlägerei vor einer Discothek zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Es sprach ihn der fahrlässigen Tötung und der eventualvorsätzlichen schweren Körperverletzung sowie des Raufhandels für schuldig. (Quelle: NZZ, 21.10.09)

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D: Kein Alkohol vor dem brisanten Fussball-Derby

Donnerstag 22. Oktober 2009 von htm

Vor dem höchst brisanten rheinischen Derby Borussia gegen Köln am Samstag hat die Stadt Mönchengladbach den Verkauf, den Verzehr sowie das Mitführen von Alkohol verboten – nicht nur im Stadion, sondern auch im Umfeld und in den Innenstädten Gladbach und Rheydt. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.10.09) rp-online.de, 21.10.09 (mit unserem Online-Kommentar) die-newsblogger.de, 21.10.09

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Medizinjournale wollen die Offenlegung der Interessenbindung

Mittwoch 21. Oktober 2009 von htm

Zeitschriften wie „The Lancet“, British Medical Journal, New England Journal of Medicine, Jama verlangen von ihren Autoren künftig mehr und einheitlichere Informationen über Interessenbindungen, auch von Familienmitgliedern. (Quelle: Tages-Anzeiger, 21.10.09) Kommentar: Ob man die von der Alkoholindustrie gesponserten Wissenschafter zwingen kann, diesem Wunsch zu folgen?

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