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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für März 2012

Alcohol in the European Union. Consumption, harm and policy approaches

Samstag 31. März 2012 von htm

This new report uses information gathered in 2011 to update key indicators on alcohol consumption, health outcomes and action to reduce harm across the European Union (EU). It gives an overview of the latest research on effective alcohol policies, and includes data from the EU, Norway and Switzerland on alcohol consumption, harm and policy approaches. The data were collected from a 2011 survey, carried out as part of a project of the European Commission and the WHO Regional Office for Europe. The report updates the evidence base for some important areas of alcohol policy, and provides policy-makers and other stakeholders in reducing the harm done to health and society by excessive drinking with useful information to guide future action.

Alcohol is one of the world’s top three priority areas in public health. Even though only half the global population drinks alcohol, it is the world’s third leading cause of ill health and premature death, after low birth weight and unsafe sex. In Europe, alcohol is the third leading risk factor for disease and death after tobacco and high blood pressure.
(Source: Alcohol Reports, 03/28/12)

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Leserbrief zur Freiwilligenarbeit, Artikel in der Sonntagszeitung vom 25.2.12

Mittwoch 28. März 2012 von htm

“Warum Sie Freiwilligenarbeit ablehnen sollten- Klarer denken mit Rolf Dobelli: Volunteers Folly”

Entgegnung
In dieser verallgemeinernden Form im Titel wird Rolf Dobelli dem Thema Freiwilligenarbeit sicher nicht gerecht. Klarer zu denken sei auch ihm empfohlen. Was ist daran falsch, wenn Menschen, die sich für andere einsetzen, eine gewisse Befriedigung über ihre Leistung empfinden? Oft ist es ja der einzige Gegenwert, den sie dafür erhalten. Die Schweiz wäre um einiges ärmer, wenn nicht so viele Menschen mit dieser inneren Freude ausgestattet wären.
Dazu kommt, dass es Bereiche gibt, die ohne die Freiwilligenarbeit kaum mehr funktionieren würden. Soll sich ein Familienangehöriges, das eine Pflegefunktion übernommen hat, schlecht fühlen, weil es möglicherweise einer Hilfskraft aus Polen einen Job vorenthält, dessen Kosten vielleicht vom Sozialamt übernommen werden müsste?
Dieser Artikel unterstützt eigentlich nur den seit Jahren bestehenden Trend zur Selbstverwirklichung und Individualisierung, der dazu führt, dass Vereine und sogar Gemeinden immer mehr Mühe haben, einsatzwillige und qualifizierte Vorstandsmitglieder zu finden.
Dann gibt es auch einen Bereich, in dem die professionelle Arbeit die Freiwilligenarbeit, die es in diesem allgemeinen Trend sowieso schon schwer hat, immer mehr verdrängt. Mit dem Ergebnis, dass Politik und Behörden, welche diese Fachleute finanzieren, als Arbeitgeber auch bestimmen, welche Informationen ans Volk gelangen dürfen, damit sie ihre Politik unbehelligt zum Wohle ihrer Klientele und zu Lasten der Bevölkerung durchziehen können.
(wahrscheinlich nicht veröffentlicht)

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USA: Indianerstamm verklagt Brauereien

Dienstag 27. März 2012 von htm

Bei den Oglala-Sioux im US-Bundesstaat South Dakota grassiert der Alkoholismus. Die Indianer-Gemeinschaft verklagt nun Brauereien auf eine halbe Milliarde Dollar. In dem Reservat ist der Konsum von Alkohol bereits seit 1832 verboten.

Seit 180 Jahren ist Alkohol im Indianerreservat Pine Ridge (US-Bundesstaat South Dakota) strikt verboten. Dennoch kämpfen die dort lebenden Oglala-Sioux mit den Folgen chronischer Alkoholabhängigkeit vieler Stammesmitglieder. Nach Jahren erfolglosen Protests und Einredens auf Politiker verklagt der Stamm nun einige der weltweit größten Bierbrauereien sowie Spirituosenhändler. …
(Quelle: Google Alkohol News, 27.3.12) rp-online.de, 26.3.12
Kommentar: Es währe ein bahnbrechendes Urteil, wenn diese offensichtlich absichtliche Schädigung einer Bevölkerung als Haftpflichtfall anerkannt würde. Auf die Rechtsprechung in Europa hätte dies leider keinen direkten Einfluss.

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UK: Alcohol industry sheds a billion units to cut hospital admissions and 1,000 deaths

Montag 26. März 2012 von htm

A billion units of alcohol will be shed by the alcohol industry through an ambitious plan to help customers drink within guidelines, Health Secretary Andrew Lansley announced today.

The initiative, which is part of the Responsibility Deal, is being spearheaded by 34 leading companies behind brands like Echo Falls, First Cape and Heineken and will see a greater choice of lower strength alcohol products and smaller measures by 2015.

Market intelligence suggests consumers are increasingly looking for lower strength wines. In the past year, demand for lower and non-alcoholic beer has soared by 40 per cent across all retailers.

Key commitments include new and lighter products, innovating through existing brands and removing products from sale.

(Source: Alcohol Reports, 03/23/12)
Comment: Very interesting. The industry accepts that its products are responsible for hospital admissions and deaths. It admits to be able to lead the consumer to drink less dangerous products. Marketing works. Now we can wait again if the industry fulfills its promise.

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Großbritannien will Mindestpreis für Alkohol einführen

Samstag 24. März 2012 von htm

Das Ziel: 50.000 Straftaten und 900 alkoholbedingte Todesfälle weniger. In Großbritannien ufern Sauf-Exzesse besonders unter Jugendlichen so sehr aus, dass die Regierung nun Mindestpreise für Alkohol einführen will. Der Premierminister setzt große Hoffnungen in die geplante Maßnahme – doch es gibt massive Gegenwehr.

Wer sich in Großbritannien betrinken will, kann das bislang für relativ wenig Geld tun. Supermärkte bieten reichlich Sonderangebote, vor allem Cider gibt es oft äußerst günstig. Doch nach dem Willen der Regierung hat das bald ein Ende. Innenministerin Theresa May hat am Freitag im Parlament angekündigt, dass Großbritannien einen Mindestpreis für Alkohol einführen wird. Der Grund: “Zu viele Menschen glauben, es war eine gute Nacht, wenn sie wirklich betrunken waren und sich geprügelt haben”, sagte May. …

Diese Kultur kostet das Land sehr viel Geld: Der Schaden, der durch alkoholbedingte Straftaten entsteht, beläuft sich pro Jahr auf umgerechnet 15 Milliarden Euro. Die Zahl von Menschen mit ernsthaften Leberschäden ist in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen.
Der Gesundheitsminister hatte sich gegen einen Mindestpreis ausgesprochen, den er als zu viel staatliche Intervention ansieht. Premierminister David Cameron hat ihn jedoch überstimmt. Der Premier hatte sich in den vergangenen Wochen mehrmals zum Thema geäußert und den Mindestpreis in Aussicht gestellt.

Nun soll er bei 40 Pence pro “Einheit” liegen. Als Einheit zählen zehn Milliliter reiner Alkohol, was umgerechnet einem kleinen Glas Whisky oder einem halben Glas Wein entspricht. Eine Flasche Rotwein mit im Schnitt 9,4 Einheiten würde also mindestens 3,76 Pfund kosten, selbst wenn sie schlimmsten Fusel enthielte. Im Supermarkt würde Alkohol dadurch merklich teurer, im Pub würde sich nichts ändern.

… 2014 soll der Mindestpreis in Kraft treten. Es wird erwartet, dass die britische Getränkeindustrie Klage am Europäischen Gerichtshof einreicht und einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht geltend macht.

(Quelle: Google Alkohol News, 23.3.12) sueddeutsche.de, 23.3.12

Kommentar: Den Ausgang einer Klage sollte die Schweizer Regierung zur Kenntnis nehmen. Sie ist der Meinung, Mindestpreise würden gegen EU-Recht verstossen und hat es deshalb abgelehnt, diese Preisregulierung ins neue Alkoholgesetz aufzunehmen.
Mindestpreise können wenigstens die Billigst-Verkaufsaktionen verhindern. Die Industrie müsste eigentlich erfreut sein, fliessen die Mehreinnahmen doch in ihre Taschen. Besser wären Alkoholsteuern, die dem Staat zur teilweisen Deckung der Schäden zugute kommen würden.
(siehe auch die Artikel in englischer Sprache)

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USA: Protect Nebraska Youth From Alcopops

Freitag 23. März 2012 von htm

Tell State Legislators to Vote NO on LB 824!

In early March, the Nebraska Supreme Court confirmed that flavored malt beverages, AKA “alcopops,” are distilled spirits according to Nebraska law. That wise ruling allows the state to tax alcopops at the $3.75 per gallon spirits rate, which is 12 times higher than the beer tax of 31 cents per gallon.

Increasing the price of alcohol reduces the amount of access young people have to these products, and is one of the most effective policies to reduce alcohol-related harm.

Unfortunately, Nebraska senators immediately went on the defensive and advanced a bill (LB 824) to negate the court’s decision. LB 824 would re-define beer to include alcopops, keep them cheap and widely accessible to youth.

It’s time to tell the senators to place the health and safety of our youth ahead of Big Alcohol’s concerns for profits. It’s time to tell the senators to kill this bill and let the Supreme Court ruling stand. It’s time to tax alcopops as distilled spirits.

Protect Nebraska Youth From Alcopops — Tell State Legislators to Vote NO on LB 824!
(Source: Alcohol Justice, 03/23/12)

Kategorie: Alcohol industry, Alcohol taxes, Alcopops, Alerts, Allgemein, Children, consumption, Global, Parliaments / Governments, Politics, Prevention, Price, societal effects, Watchdogs, Youth | Keine Kommentare »

National alcohol strategy 2012: ‘Choice, Challenge and Responsibility’ confirms minimum pricing for England

Freitag 23. März 2012 von htm

The rumours were true; the new Government Alcohol Strategy: Choice, Challenge and Responsibility confirms minimum pricing is to be brought in for England. Although the unit price is still to be set, in a press release the Prime Minister said “if it is 40p that could mean 50,000 fewer crimes each year and 9,000 fewer alcohol related deaths over the next decade.”

Al201103-coverThe strategy sets out key policies including:

a minimum unit price for alcohol;
banning the sale of multi-buy discount deals;
zero tolerance of drunken behaviour in A&E departments;
a late night levy to get pubs and clubs helping to pay for policing; and
improved powers to stop serving alcohol to drunks.

The strategy sets itself out as a plan to reduce binge-drinking in a bid to drive down crime and tackle health issues. The decision to introduce a minimum unit price means that alcohol will not be allowed to be sold below a fixed price per unit – a policy advocated by health groups and Alcohol Concern for a number of years. As the release states, it “will put an end to cheap white ciders, spirits and super-strength lagers”. It is expected to go out for consultation, with a possible introduction by 2014.

Launching the strategy, the Prime Minister said:

“When beer is cheaper than water, it’s just too easy for people to get drunk on cheap alcohol at home before they even set foot in the pub.

“[Minimum pricing] isn’t about stopping responsible drinking, adding burdens on business or some new kind of stealth tax – it’s about fast immediate action where universal change is needed.

“And let’s be clear. This will not hurt pubs. A pint is two units. If the minimum price is 40p a unit, it won’t affect the price of a pint. In fact, pubs may benefit by making the cheap alternatives in supermarkets more expensive.

“Of course, I know this won’t be universally popular. But the responsibility of being in government isn’t always about doing the popular thing. It’s about doing the right thing.

(Source: Alcohol Policy UK, 03/23/12)
our online-comment: Let’s hope the minimum price will be high enough and that the EU accepts it.
For a conservative government this is a strong signal. Other countries should follow.

See also comment by Eurocare, with which we fully agree.
See also “How significant is a minimum unit price for alcohol of 40p?” by The Institute For Fiscal Studies.

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USA: The Impact of a 25-Cent-Per-Drink Alcohol Tax Increase

Mittwoch 21. März 2012 von htm

Excessive alcohol consumption causes 79,000 deaths annually in the U.S., shortening the lives of those who die from it by approximately 30 years. Although alcohol taxation is an effective measure to reduce excessive consumption and related harm, some argue that increasing alcohol taxes places an unfair economic burden on “responsible” drinkers and socially disadvantaged people.

To examine the impact of a hypothetic tax increase based on alcohol consumption and sociodemographic characteristics of current drinkers, individually and in aggregate.

Data from the 2008 Behavioral Risk Factor Surveillance System survey were analyzed from 2010 to 2011 to determine the net financial impact of a hypothetic 25-cent-per-drink tax increase on current drinkers in the U.S. Higher-risk drinkers were defined as those whose past-30-day consumption included binge drinking, heavy drinking, drinking in excess of the U.S. Dietary Guidelines, and alcohol-impaired driving.

Of U.S. adults who consumed alcohol in the past 30 days, 50.4% (or approximately 25% of the total U.S. population) were classified as higher-risk drinkers. The tax increase would result in a 9.2% reduction in alcohol consumption, including an 11.4% reduction in heavy drinking. Compared with lower-risk drinkers, higher-risk drinkers would pay 4.7 times more in net increased annual per capita taxes, and 82.7% of the net increased annual aggregate taxes. Lower-risk drinkers would pay less than $30 in net increased taxes annually. In aggregate, groups who paid the most in net tax increases included those who were white, male, aged 21–50 years, earning ≥$50,000 per year, employed, and had a college degree.

A 25-cent-per-drink alcohol tax increase would reduce excessive drinking, and higher-risk drinkers would pay the substantial majority of the net tax increase.
(Source: Alcohol Reports, 03/19/12)

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Scottish Parliament supports alcohol minimum pricing bill

Dienstag 20. März 2012 von htm

Plans for a minimum unit price for alcohol have been approved in principle by the Scottish Parliament. The Scottish government’s alcohol bill passed its first major parliamentary hurdle without opposition, by 86 votes to nil, with 32 abstentions on Wednesday afternoon.
After a debate at Holyrood, the Conservatives and the Liberal Democrats supported the legislation, while Labour abstained. …

The Scottish government said it accepted that minimum pricing was not a “magic bullet” but was an important part of its strategy.
Speaking ahead of the vote, Health Secretary Nicola Sturgeon told Holyrood that decisive action must be taken to “stem the flow of cheap high-strength drink”. “The link between price and consumption, and between consumption and harm, is irrefutable”. She added: “It’s not some sort of magic bullet that will solve all of our nation’s problems with alcohol. However, it is essential if we are to make a significant contribution to reducing consumption.”
Ms Sturgeon promised she would announce what the minimum price per unit would be before Holyrood’s final vote on the legislation later in this parliament. …
(Source: Alcohol Reports, News, 03/19/12) bbc.co.uk, 03/14/12

Kategorie: Alcohol industry, Allgemein, consumption, Global, Parliaments / Governments, Politics, Prevention, Price, societal effects | Keine Kommentare »

Eurocare Newsletter 3/2012

Samstag 17. März 2012 von htm

News from Members, EU, WHO, European countries, new research and reports, new events
(Source: Eurocare, 03/16/12)

Kategorie: Allgemein, Global, Newsletter, Politics, Prevention, Publications, Research, Watchdogs, WHO | Keine Kommentare »

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