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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Irrtümer und Mythen in der Wissenschaft halten sich hartnäckig

Donnerstag 26. Mai 2011 von htm

Forschung und Wissenschaft geniessen hohes Ansehen. Doch scheinbar gesicherte Erkenntnisse basieren oft auf weit verbreiteten Mythen und lieb gewordenen Irrtümern. … Buchbesprechung: Ernst Peter Fischer: Warum Spinat nur Popeye stark Macht. Mythen und Legenden in der modernen Wissenschaft. (Quelle: Tages-Anzeiger, 26.5.11, nicht online) Kommentar: Ohne das Buch zu kennen, möchte ich doch den Schlusssatz des Artikels zitieren: „Das alles macht den neuen Band des Wissenschaftlers und Buchautors zur erfreulichen Lektüre und einmal mehr zu Aufforderung, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.“ – Das gilt sicher auch für viele Alkohol-Studien. Eigenartig ist nur, dass unsere Presse hauptsächlich jene Studien verbreitet, die alkoholfreundliche Resultate liefern. Z.B. ist die neue, bahnbrechende Krebsstudie, im Gegensatz zu Deutschland, hierzulande praktisch nirgends erwähnt worden. Der gesunde Menschenverstand genügt offensichtlich nicht.

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Zitat: Die australische Gesundheitsministerin im Kampf gegen das Rauchen

Donnerstag 26. Mai 2011 von htm

„Die Tabakkonzerne versuchten ihre Profite zu retten, die Regierung aber wolle Menschenleben schützen, sagt sie.“
(Quelle: NZZ, 26.5.11: Aufgefallen; Australiens Kampf gegen das Rauchen, Seite 2, nicht online) Kommentar: Wann sagt unsere Regierung, sie wolle Menschenleben und nicht die Industrie schützen, z.B. jetzt, während der Dialogwoche „Alkohol“?

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UNO: Der vergessene Faktor bei der Armut in Familien

Donnerstag 26. Mai 2011 von htm

Bei der Bekämpfung der Armut in Familien braucht es eine evidenz-basierte Alkoholpolitik.
In seiner Botschaft zum Internationalen Tag der Familien 2011 sagt der UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon:“ An diesem Internationalen Tag der Familien lasst uns entschlossen unterstützen, denn sie ziehen die Jungen auf, sorgen für die Alten und fördern starke Gemeinden.“
Die UNO hat eine lange Geschichte der Anstrengungen zum Schutz der Familien, vor allem von Frauen und Kindern. Das Thema dieses Jahres ist sehr wichtig, da es Entwicklungshilfe-Organisationen und Regierungen erlaubt, die Scheinwerfer auf eine versteckte Schlüsselfrage zu richten –
die Belastung von Familien durch Alkoholmissbrauch. Wirksame Aktion auf diesem Gebiet wird die Bedingungen und zukünftigen Perspektiven von Kindern, Frauenund Familien allgemein radikal verbessern. …. (Quelle: IOGT International, 16.5.11) (englisch) Kommentar: In der Schweiz wird dieser Faktor in der Armutsdiskussion immer vergessen. Die Arbeit wird kompliziert, wenn man sich auch noch mit der Alkoholfrage herumschlagen muss. Sollen das doch andere tun, die keine Rücksichten nehmen müssen.

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Brewers want more dialogue over Scottish drinks’ policy

Donnerstag 26. Mai 2011 von htm

– says BBPA: European Brewery Convention, Glasgow 2011.
At a major European conference on the brewing industry which opened this morning in Glasgow, a leading industry figure has raised concerns over key aspects of Scottish alcohol policy and called for a new dialogue with the SNP government over key issues.
In the opening keynote session of the 33rd European Brewery Congress & Exhibition Centre in Glasgow, Brigid Simmonds OBE, Chief Executive of the British Beer and Pub Association, said:
“The beer and pub trade is worth £1.5 billion to the Scottish economy every year, and 71,000 Scots depend on beer and pubs for work – you might be surprised to know that’s double the number that depend on Scotch Whisky for work, on a comparable basis. … (Source: Alcohol Reports, 5/24/11) beerandpub.com, 5/23/11

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USA: Alcohol Content of Tilt Malt Beverage Lowered

Donnerstag 26. Mai 2011 von htm

The maker of the popular Tilt malt beverage is lowering the drink’s alcohol content from 12 percent to 8 percent for a 24-ounce container. Anheuser-Busch announced that the new drinks will be sold starting this summer.
The Wall Street Journal reports that Sparks flavored malt beverages made by MillerCoors also have a maximum of 8 percent alcohol by volume. The article notes that the changes to Tilt come as malt beverages such as Four Loko are being criticized for encouraging underage and binge drinking. … (Source: Join Together, 5/25/11)

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UN: The forgotten factor in family poverty

Mittwoch 25. Mai 2011 von htm

Confronting family poverty needs evidence-based alcohol policies.
In his message on the International Day of Families 2011 the UN Secretary-General Ban Ki-Moon says: “On this International Day of Families, let us resolve to support families as they nurture the young, care for the old and foster strong communities”.
The UN has a long history of efforts to protect families, especially women and children. This year’s theme is very important as it allows development organizations and governments to direct the spotlight on a hidden but key issue – the impact of alcohol abuse on families. Effective action here will radically improve the conditions and future prospects of children, women and families in general. … (Source: IOGT International, 5/16/11)

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Drinkaware Launches Online Tool To Track Effects Of Drinking, UK

Mittwoch 25. Mai 2011 von htm

Almost half of UK consumers (45%) are trying to lose weight, and nearly two thirds (62%) are worried about their bank balance, yet many don’t make the connection between their drinking and an expanding waistline or empty wallet, according to new research released today by alcohol awareness charity Drinkaware. … (Source: Medical News Today, 5/23/11)

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CH: Testkäufe wirken – Minderjährige kommen schwerer zu Alkohol

Mittwoch 25. Mai 2011 von htm

Alkohol-Testkäufe von Jugendlichen scheinen die Verkäufer zu mehr Aufmerksamkeit getrieben zu haben. Im vergangenen Jahr sind Minderjährige weniger leicht an Alkohol gekommen. Am ehesten kamen die Jugendlichen noch in Cafés und Restaurants zu alkoholischen Getränken.
In 26,8 Prozent der Fälle erhielten die jugendlichen Testkäufer Alkohol, wie die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) mitteilte. Dies sind 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Ausserdem handelt es sich um die tiefste Rate seit Beginn der landesweiten Erfassung der Testkäufe im Jahr 2000. (Quelle: SF1, Tagesschau, 23.5.11) Kommentar: Es ist positiv zu vermerken, dass der Trend der an Minderjährige verkauften alkoholischen Getränke nach unten zeigt. Aber nach 10 Jahren immer noch rund ein Viertel ungesetzliche Verkäufe sind immer noch viel zu viele. Hinter diesen Zahlen stehen Tausende von Jugendlichen, die sich an den Alkoholkonsum gewöhnen und viele von ihnen werden später Alkoholprobleme haben mit Folgen für die ganze Gesellschaft.
Es ist nun dringend nötig, dass die eidg. Räte die gesetzlichen Grundlagen schaffen, damit die Kantone häufiger kontrollieren und härter strafen. Sonst wird es immer noch viele Wirte und Händler geben, die lieber an den Jugendlichen verdienen, als den Jugendschutz einzuhalten.

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EU-Committee on National Alcohol Policy and Action

Mittwoch 25. Mai 2011 von htm

8th meeting of the Committee on National Alcohol Policy and Action, Luxembourg, 1-2 March 2011 Summary report and presentations available:
http://ec.europa.eu/health/alcohol/events/ev_20110301_en.htm (Download very slow, dates maybe too big.)

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CH: Dialogwocheveranstaltung in Winterthur

Mittwoch 25. Mai 2011 von htm

Vier Experten, zehn Zuhörer.
Am Informationsabend über Jugend und Alkohol. Ein Zuhörer machte seinem Frust Luft: “ In einer Stadt, die mehr als 100’000 Einwohner zähle und auch viele Jugendliche beheimate, könne es doch nicht sein, dass sich nur so wenige Erwachsene hier eingefunden hätten. Er sei zutiefst enttäuscht.“ (Quelle: Der Landbote, 25.5.11) Kommentar: Die auch enttäuschten Veranstalter werden sich Fragen stellen: Wurde für den Anlass lokal genügend geworben? Versprachen die Referenten neue Erkenntnisse oder kritische Voten, die eine lebhafte Diskussion erwarten liessen? Meiner Einschätzung nach ist das magere Interesse auch darauf zurückzuführen, dass in Winterthur seit jeher eine alkoholfreundliche Politik betrieben wird. Die Verbundenheit mit der Haldengut-Bier-Geschichte sitzt noch tief. Die Alkohol-Testkauf-Ergebnisse sind immer noch katastrophal, weil die Behörden zu wenig einschreiten. Das Albanifest, das Oktoberfest, die Saufkultur von Studenten, das prägt die allgemeine Ansicht, man kann ja doch nichts machen, es gehört halt dazu. Also wozu einen solchen Anlass besuchen?
In den Referaten wurde die aktuelle Situation beleuchtet aber nach dem Lesen des Berichts, besteht der Eindruck, dass keiner der Fachleute auf die gesellschaftliche Relevanz des Alkoholproblems aufmerksam gemacht hat. Es ging eigentlich nur um die Feuerwehreinsätze bei aufkommenden Problemen, aber nicht darum, die Probleme und Schäden nicht entstehen zu lassen. Ganz dem Motto der Dialogwoche entsprechend: Die Alkoholindustrie darf nicht geschädigt werden. Also ja keine Alkoholpolitik! Der Bundesrat könnte ja genötigt werden, Nägel mit Köpfen beim neuen Alkoholgesetz zu machen. Wozu nun diese Dialogwoche?

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