www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

D: „Risikokonsum von Alkohol hat zugenommen“

Montag 30. Mai 2011 von htm

Experten der Stadt Düsseldorf nehmen Erwachsene als Trink-Vorbilder in die Pflicht.
Gerade ist auf dem Gustaf-Gründgens-Platz eine Präventionswoche gegen Alkohol zu Ende gegangen, etwa 1.000 Menschen haben sich über die Gefahren von übermäßigem Alkoholgenuss informiert. Experten kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen, wenn man sie nach dem Trinkverhalten von Jugendlichen fragt.
Charlotte Dalheim ist die Suchtkoordinatorin der Stadt. Sie sagt zwar, dass der Alkoholkonsum von Jugendlichen zwischen 2001 und 2009 in Düsseldorf nicht gestiegen ist. „Aber unter denen, die trinken, hat der Risikokonsum zugenommen.“ Besonders stark ist das bei den Mädchen der Fall. (Quelle: Google Alkohol News, 30.5.11) wz-newsline.de, 29.5.11 Unser Online-Kommentar: Natürlich hat jeder Jugendliche seine Probleme. Das heisst aber nicht, dass es egal ist, wenn er sich noch ein Alkoholproblem zulegt. Das Rauschtrinken ist eine grosse Gefahr für das jugendliche, in Entwicklung begriffene Gehirn. Das sollte nicht mit Allgemeinplätzen abgetan werden. Ganz abgesehen von den eventuell damit verbundenen negativen gesellschaftlichen Folgen. (Gewalt, Vandalismus, sexuelle Gewalt, ungewollte Schwangerschaften, usw.)
Die Gesellschaft sollte endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und den Stellenwert des Alkohols in der Öffentlichkeit abbauen. Die Regierungen stehen immer noch unter der Fuchtel der Alkohollobby und verweigern den Dienst an der Bevölkerung.

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CH: «Wer gerne trinkt, muss auch den Kater lieben»

Sonntag 29. Mai 2011 von htm

Von Jean-Martin Büttner. Aktualisiert am 28.05.2011 im Tages-Anzeiger vom 28.5.11.
Der Kunsthistoriker Peter Richter feiert in seinem neuen Buch die Freude am Trinken. Er sieht sie ernsthaft in Gefahr.
Der 37-jährige Schriftsteller und Kulturjournalist («Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung») schreibt an gegen den Druck der Präventionspolitiker. Sein Buch «Über das Trinken» (Goldmann, München) durchsetzt eine amüsante Kulturgeschichte des Alkohols mit Kapiteln zur Politik und Literatur, zum Saufen und Trinken. Dazwischen berichtet Richter von eigenen Erfahrungen – leidvollen und anderen. Er verklärt und verdammt nicht, schreibt geistreich und gescheit. Wenn auch, dies der einzige Einwand, allzu süffig. (jmb) Kommentar: Nun hat auch der Tages-Anzeiger wie die NZZ (abgesprochen?) am Ende der nationalen Dialogwoch „Alkohol“ die Diskussion mit einem wie Richter schreibt „amüsanten“ Beitrag „bereichert“, der dem schwersten sozialmedizinischen Problem der Schweiz in keiner Weise gerecht wird und falsche Informationen verbreitet. Offenbar ist dies die einzige journalistische Spielart, die unter dem Druck der Alkohollobby noch möglich ist. So weit ist unsere Pressefreiheit verkommen! Wo ist die sogenannte Presse-Kritik? Und der Schweizer Presserat mit seinen schönen Rechten und Pflichten des Journalisten? (siehe unser Leserbrief)

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Leserbrief zu „Wer gerne trinkt, muss auch den Kater lieben“

Sonntag 29. Mai 2011 von htm

29.5.2011

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Wer gerne trinkt, muss auch den Kater lieben“, TA vom 28.5.11

Offenbar möchte der Buchautor Peter Richter das Erbe von Günter Amendt antreten. Wie dieser vertritt er das Recht auf Rausch. Hoffentlich nimmt er nicht das gleiche Ende.

Zum Abschluss der ersten nationalen Dialogwoche „Alkohol“, die das Bundesamt für Gesundheit lanciert hat, bringt es der Tages-Anzeiger doch noch fertig, einen grossen Artikel zum Thema zu veröffentlichen. Das Motto der Aktion: „Zum Wohl? Die Schweiz spricht über Alkohol. Wir auch.“ Der Tages-Anzeiger spricht also mit Peter Richter über dessen Buch „Über das Trinken“. Er folgt damit der NZZ, die auch einen Deutschen beiziehen musste, um einen ebenso wertlosen Artikel zu bringen, welcher der Alkoholfrage wie auch dem Ruf der Zeitung in keiner Weise gerecht wird. Haben sich die Redaktionen wohl abgesprochen?

Der Alkoholkonsum gehe insgesamt zurück, behauptet Peter Richter. Schön wäre es. Tatsache ist, dass der Markt in der industrialisierten Welt ziemlich gesättigt ist, dafür vervielfachen die Alkoholmultis ihre Anstrengungen zur Gewinnung der Jugend, sowie in den Schwellenländern und in der Dritten Welt, die über keine Erfahrung in abwehrender Alkoholpolitik und über kein soziales Auffangnetz verfügen. Endlich hat die WHO im Mai 2010 mit ihrer globalen Alkohol-Strategie reagiert und in der EU kämpft die Alkoholindustrie noch verbissen gegen Präventivmassnahmen, die dringend nötig sind. Auch in der Schweiz. Auch wenn früher mehr Alkohol getrunken wurde, die Auswirkungen der Schäden liegen heute in einer ganz anderen Dimension.

Ein schöner Ausspruch Richters ist „Gefahr und Gefährdung gehören zu dem, was das Leben lebenswert macht“. Er versucht zwar gleich, die Schärfe herauszunehmen, indem er auf die Verheerungen verweist, die der Alkohol anrichten kann. Für die Gesellschaft, für den einzelnen Betroffenen und sein Umfeld wird dieser Ausdruck von grenzenlosem Egoismus jedoch damit nicht geniessbarer.

Dass die Gesellschaft jetzt von einem Extrem ins andere falle, ist eine schamlose Falschmeldung. Seit über 50 Jahren hat es in der Schweiz keine Volksabstimmung mit einem positiven Ausgang in Richtung mehr Alkoholprävention gegeben. Alle Vorlagen wurden mit Hilfe der Wirtschaftsverbände bachabgeschickt. (Untersuchung des BAG) Seit den 90er-Jahren findet eine beispiellose Liberalisierung in Bezug auf Alkohol statt. (Gastgewerbegesetze, Schnapssteuern, Ladenöffnungszeiten, Tankstellenshops, Partyszene, Internetshopping, Alkoholwerbung, Alkohol-Schleichwerbung als Lifestyle-Marketing, etc.) Die einzige Verbesserung war nach jahrzehntelangem Kampf die erfolgreiche Herabsetzung der Promillegrenze und die notfallmässig eingeführte Alcopopsteuer, aber ohne flankierende Massnahmen den Jugendalkoholismus per Saldo eher fördernd.

Bereits die Andeutung von möglichen Massnahmen wird als normative Nüchternheit diskreditiert. Andere rufen den Verbotsstaat herbei. Der Hang von Männern zur Kumpanei mit Hilfe des Schmiermittels Alkohol wird positiv bewertet. Von den derart abgeschlossenen Verträgen mit negativen Folgen keine Rede. Dass ein Verfechter der Alkoholinteressen es auch nützlich findet, wie Burschenschaften funktionieren, überrascht nicht, sind doch diese Studenten später als Wirtschaftsvertreter oder Politiker nicht in der Lage, vorurteilslos in Alkoholfragen zu urteilen und für die Interessen der Bevölkerung zu handeln.

Seine Schutzbehauptung, er schreibe nicht das Hohelied des Saufens, provoziert immerhin noch die Gegenfrage „Sondern?“. Die Antwort, „Alkohol sei ein Freund, aber auch ein gefährlicher Gegner“ ist ein Widerspruch in sich. Zum Schluss bedient sich der Autor von Halbvergorenem noch des griechischen Gottes Dionysos. Er mache „die Seinen stark, den Abtrünnigen raubt er die Kräfte.“ Dabei sind es gerade „die Seinen“, die in der Suchtklinik enden, und wenn diese einigermassen trocken zu den Abtrünnigen gehören, beginnen sie ein neues, sinnvolles Leben; vor allem, wenn sie das Glück haben, eine gute Nachbetreuung zu erfahren.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon

(gekürzt am 4.6.11 veröffentlicht)

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Leserbrief zu „Platzverbot für König Alkohol“ vom 25.5.11 in der NZZ

Sonntag 29. Mai 2011 von htm

25.5.2011

Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Platzverbot für König Alkohol“ vom 25.5.11

Der Deutschland-Korrespondent der NZZ lässt seinen Frust los, indem er auf einer Achterbahn der Gefühle Argumente und Informationen durcheinanderwirbelt, um am Schluss noch in bewährt liberaler Manier auf das Recht auf Rausch zu plädieren, ohne Rücksicht auf Familie und Gesellschaft.
In der ersten Hälfte des Artikels, der bezeichnenderweise als Feuilleton erschien, liefert der Autor lauter Tatsachen, wobei er sich auf die gleichzeitig in Deutschland laufende Aktionswoche bezieht. Das ist auch gut so, denn in der Schweiz findet man solche Angaben höchst selten in der Presse. Die Rolle von König Alkohol, sprich der Alkoholindustrie, wird hierzulande gerne tabuisiert: Dass Alkohol bei Gewalt eine Rolle spielt, wurde lange verschwiegen. Dass Alkohol das Krebsrisiko steigert, d.h. die neueste, bahnbrechende, internationale Studie, wurde in Deutschland in den Medien breit diskutiert, in der Schweiz noch kaum von einem Medium aufgenommen. Das Volk könnte ja auf dumme Gedanken kommen.
Der Rest des Artikels bewegt sich auf dem Niveau eines Stammtisch-Schwadroneurs. Ein wirklich “hilfreicher” Beitrag zur nationalen Dialogwoche “Alkohol”. Ist das die vielgepriesene journalistische Qualität? Der NZZ fehlt es offenbar an schweizerischen Fachjournalisten auf diesem Gebiet oder sie will bewusst keinen konstruktiven Beitrag leisten. Die Wirtschaft könnte es übel nehmen.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)

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D: Pforzheimer Schutzengel sind auch ohne Alkohol gut drauf

Sonntag 29. Mai 2011 von htm

Wie viel Spaß eine Party ohne Alkohol machen kann, das stellten am Freitagabend 200 „Schutzengel“ unter Beweis. Sie feierten im Autohaus ahg die inzwischen dritte „Schutzengelparty“.
Sie kommen immer dann ins Spiel, wenn es darum geht, Zivilcourage zu zeigen oder angetrunkenen Jugendlichen nach dem Discobesuch den Schlüssel wegzunehmen: Seit 2008 veranstaltet die Pforzheimer Polizei in Kooperation mit der Industrie- undHandelskammer (IHK) Nordschwarzwald das Projekt „Schutzengel“, bei dem es darum geht, junge Leute im Alter zwischen 18 und 24 Jahren zu freiwilligen Helfern der Gesetzeshüter auszubilden.
Rund 1180 ehrenamtliche Einsatzkräfte gäbe es bislang in der Goldstadt, die einen erheblichen Teil dazu beigetragen hätten, Gewaltakte oder Trunkenheit am Steuer einzudämmen, so der ehemalige Projektleiter Thomas Hoffmann von der Polizei Pforzheim. … (Quelle: Google Alkohol News, 29.5.11) pz-news.de, 28.5.11

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Polish Expert Conference ‚Alcohol Policy in Poland and around Europe‘

Samstag 28. Mai 2011 von htm

11-12 October 2011, Poznan Poland
The State Agency for Prevention of Alcohol Related Problems is organising an expert conference which will continue on the themes touched upon at the Swedish Presidency Expert Conference. It will be an opportunity to discuss the future of the Alcohol Strategy among policy makers at European, national and municipality levels as well as scientist, public health experts and representatives of the civil society.
The main themes of the conference will include:
– alcohol and cancer – alcohol and heart disease – alcohol and liver – alcohol and violence – economic aspect of alcohol related harm
– FASD diagnosis and prevention
Conference will focus on evidence based policy recommendations and recent research findings (Source: Alcohol Reports, 5/26/11)

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Statistics on Alcohol: England, 2011

Freitag 27. Mai 2011 von htm

This statistical report acts as a reference point for health issues relating to alcohol use and misuse, providing information obtained from a number of sources in a user-friendly format. It covers topics such as drinking habits and behaviours among adults (aged 16 and over) and school children (aged 11 to 15), drinking-related ill health and mortality, affordability of alcohol and alcohol-related costs. The report contains previously published information and also includes additional new analyses. The new analyses are mainly obtained from The NHS Information Centre’s Hospital Episodes Statistics (HES) system and Prescribing data. The report also include up to date information on the latest alcohol related government policies and targets and contains links to further sources of useful information. (Source: Alcohol Reports, 5/27/11) NHS Information Center, 2011

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A Research Strategy Case Study of Alcohol and Drug Prevention by Non-Governmental Organizations in Sweden 2003-2009

Freitag 27. Mai 2011 von htm

Background: Alcohol and drug prevention is high on the public health agenda in many countries. An increasing
trend is the call for evidence-based practice. In Sweden in 2002 an innovative project portfolio including an
integrated research and competence-building strategy for non-governmental organisations (NGOs) was designed
by the National Board of Health and Welfare (NBHW). This research strategy case study is based on this initiative.
Methods: The embedded case study includes 135 projects in 69 organisations and 14 in-depth process or effect
studies. …
Conclusions: This research strategy case study shows that it is possible to integrate research into alcohol and drug
prevention programs run by NGOs, and thereby contribute to a more evidence-based practice. A core element is
developing a trustful partnership between the researchers and the organisations. Moreover, the funding agency
must acknowledge the importance of knowledge development and allocating resources to research groups that is
capable of cooperating with practitioners and NGOs. (Source: Alcohol Reports, 5/26/11) substanceabusepolicy.com, 4/14/11

Kategorie: Allgemein, Global, Parliaments / Governments, Politics, Prevention, Publications, Research, societal effects, Watchdogs | Keine Kommentare »

USA: Kansas Requires First-Time Drunk Drivers to Use Ignition Interlock Devices on Cars

Freitag 27. Mai 2011 von htm

A new law signed this week by Governor Sam Brownback of Kansas will require people arrested for the first time for drunk driving offenses to use ignition interlock devices on their cars. The law also requires the state to set up a central database of cases involving driving under the influence (DUI). …
The law, which goes into effect in July, strengthens the current law which suspends the license of a first-time DUI offender for 30 days, and allows a judge to order use of an ignition interlock device for another 330 days. The Associated Press reports that the new law mandates that the interlock device be used for 180 days after the license suspension.
Federal statistics showed that alcohol-related traffic deaths increased in Kansas in 2009 while they dropped nationwide. (Source: Join Together, 5/26/11)

Kategorie: Allgemein, Court Case, Driving under the Influence, Global, Parliaments / Governments, Politics, Prevention | Keine Kommentare »

Brussels: UNDER THE INFLUENCE: PROTECTING TEENS FROM THE IMPACT OF ALCOHOL MARKETING

Freitag 27. Mai 2011 von htm

Lunch Seminar, Hosted by MEPs Anna Hedh (S&D) and Marian Harkin (ALDE), European Parliament (Brussels)- A3E-2Tuesday 21 June 2011 12h00 – 14h30
Alcohol is one of the most heavily marketed products on our shelves.
Young people are an important target audience for the alcohol industry and they are exposed to unprecedented levels of sophisticated marketing, from mass media advertising to sponsorship of events, product placement, internet, merchandise, social networks etc.
Alcohol marketing has a powerful impact on young people’s drinking behavior and undercut the efforts by public health authorities to reduce harmful drinking among youth.
The speakers will analyze the scientific evidence on the cumulative impact of alcohol marketing and will present the results of two recent European projects on how to better regulate the content and volume of marketing in order to protect young people.
Please click here to register (People who DO NOT have a pass to the European Parliament need to register before 14 June 2011).
If you need any further information please contact Eurocare’s office at ruth.ruiz(at)eurocare.org or 02 736 39 76.

Kategorie: Advertising, Alcohol industry, Alerts, Allgemein, Children, Education, Events, Global, Media, Politics, Prevention, Research, societal effects, Watchdogs, Youth | Keine Kommentare »

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