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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Veröffentlichungen'

Leserbrief zu „Säufer stören genauso“

Donnerstag 18. August 2011 von htm

18.8.2011
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Säufer stören genauso“ vom 17.8.11

Passivsaufen sei im Gegensatz zu Passivrauchen ein Ding der Unmöglichkeit, meint Erwin Haas. Immerhin wurde im Mai 2010, im Vorfeld der historischen Resolution der Weltgesundheitsorganisation der Uno über eine globale Alkoholstrategie, von einer der führenden Fachfrauen der Begriff des Passivtrinkens lanciert.

Alkohol wird in den Industrienationen als die gefährlichste Droge bezeichnet, wenn man ihre Wirkung auf die Umwelt miteinbezieht. D.h. wir alle sind Passivtrinker, unabhängig von der Menge des Konsums. Wir leiden, wie E. Haas an ein, zwei Beispielen zeigt, an diesen Nebenwirkungen. Nur sind sie viel gravierender, als er andeutet. Am meisten quält mich der Gedanke, dass über 100’000 Kinder und Jugendliche in alkoholbelasteten Familien aufwachsen müssen. Kein Politiker hat sich bisher darum gekümmert. Aber auch nicht zu vergessen sind die alkoholbedingten Todesfälle durch Unfall und Krankheiten, das Siechtum durch Invalidität, die vielen Scheidungen, ungewollten Kinder, die Fälle öffentlicher und sexueller Gewalt. Dazu kommt die alkoholbedingte Armut, die in der offiziellen Armutsdiskussion weiterhin tabuisiert wird.

In einer Zeit, in der die Sozialwerke unter Druck sind, die Gesundheitskosten laufend steigen, sollte auch die Kosten-Nutzen-Relevanz der Prävention nicht vergessen werden. Wir bezahlen ein Leben lang ungefragt Tausende von Franken an die alkoholbedingten Sozialkosten. Und sobald die Rede ist, eine Lenkungsabgabe auf Alkohol könnte das Problem verkleinern, ist wegen ein paar Franken die Hölle los. Dabei würden alle profitieren.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht; dafür mehrere Leserbriefe dazu, nur Tabak betreffend.)

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Säufer stören genau so (wie Raucher)

Mittwoch 17. August 2011 von htm

Rauchen – auf dem Weg zum Totalverbot im öffentlichen Raum.
In einem Meinungsartikel vergleicht Erwin Haas die Bemühungen, das Rauchen aus dem öffentlichen Raum wegzubringen mit den kaum vorhandenen Massnahmen gegen das genauso schädliche Alkoholtrinken. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.8.11) Kommentar: Wegen der schädlichen Einflüsse auf die Umwelt wird Alkohol in der industrialisierten Welt als die gefährlichste Droge eingestuft. Die Umwelt, das sind wir alle. (Siehe auch den nicht veröffentlichten Leserbrief.)

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Die Schotten und der Alkohol

Montag 15. August 2011 von htm

Unter der Rubrik „Aufgefallen“ bringt die Neue Zürcher Zeitung eine Glosse über das Verhältnis der Schotten zum Alkohol. Literarische alkoholpositive Quellen und das gegenwärtige Edinburgh Festival mit Alkohol an Theateranlässen auf der einen Seite und die Bemühungen der schottischen Regierung, die vom immensen Alkoholproblem sagt, es untergrabe das Land in jeder Beziehung, auf der andern Seite werden genüsslich gegenübergestellt. (Quelle: NZZ, 15.8.11, nicht online) Kommentar: Wie schön ist es doch, über andere Länder zu schnöden, im eigenen aber das Problem geflissentlich zu übersehen und Verbesserungen sogar zu bekämpfen.

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Diät-Guide Tipp: Tipp 10: Alkohol in Maßen

Sonntag 14. August 2011 von htm

Eigentlich darf ein Glas Wein zum Essen nicht fehlen. Dummerweise sind Alkohol und reichlich Essen keine gute Kombination. Denn der Alkohol hemmt die Fettverbrennung und hat zudem reichlich Kalorien.
Unser Diät-Guide Tipp: Belassen Sie es bei einem Gläschen Wein und bevorzugen Sie trockene Sorten. Die haben weniger Zucker und damit weniger Kalorien. (Quelle: Google Alkohol, 12.8.11) gofeminin.ch, 10.8.11 Kommentar: Selbstverständlich geht es auch ohne Alkohol.

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CH: Infoset Newsletter August 2011

Samstag 6. August 2011 von htm

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Alkohol tötet doch keine Hirnzellen (wird behauptet)

Samstag 6. August 2011 von htm

Wissenschaftliche Erkenntnisse sind selten ein Grund, um darauf anzustossen. Doch diesmal könnte der eine oder andere eine Ausnahme machen. Denn eine neue Studie besagt, dass nach einem Trinkgelage mit anschliessendem «Blackout» keine Hirnzellen absterben. Bisher hatte die Wissenschaft das Gegenteil behauptet.
Was landläufig als «Blackout» oder «Filmriss» bezeichnet wird, birgt nicht nur die Gefahr, sich an peinliche Aktionen nicht mehr erinnern zu können. Ebenso gross ist die Angst, dass der hohe Alkoholkonsum unzählige Gehirnzellen hat absterben lassen – so dachte man bislang. Forscher der Washington University in St. Louis im US-amerikanischen Bundesstaat Missouri konnten diese Annahme nun widerlegen. (Quelle: Google Alkohol News, 4.8.11) tagesschau.sf.tv, 4.8.11 Online-Kommentar: Eigenartig. Da drängen sich einige Fragen auf: Wer hat die Studie finanziert? Warum bringt das Schweizer Fernsehen jetzt eine alkoholpositive Studie, nachdem es seit über einem Jahr wichtigste, für die Alkoholindustrie negative Meldungen, verschwiegen hat?
Alkohol sei ein Zellgift, wurden wir schon lange belehrt. Sind menschliche Hirnzellen immun gegen dieses Zellgift? Ist das menschliche Gehirn nicht etwas höher entwickelt und deshalb empfindlicher gegen Gifte als das Ratten-Gehirn?

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Popexperte sieht Musiker immer stärker unter Druck

Dienstag 26. Juli 2011 von htm

Kreativ sein, in den Medien eine gute Figur machen, immer in der Öffentlichkeit stehen – Künstler müssen einem immensen Druck standhalten. Manche griffen da zu Alkohol und Drogen, wie Amy Winehouse, sagte der Leiter der Mannheimer Popakademie, Udo Dahmen, am Montag im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.
Frage: Warum haben so viele Musiker Probleme mit Alkohol und anderen Drogen?
Udo Dahmen: «Ich glaube, das Thema ist mehrschichtig. Aber ganz deutlich ist immer wieder dieser Unterschied vom Eigenbild zum Fremdbild. Das heißt: Die schnelle, große Karriere, die ständige Öffentlichkeit und gleichzeitig der Druck, immer wieder einen hohen kreativen Output haben zu müssen – bei bestimmten Psychogrammen von Künstlern entsteht dann eben der Drang, sich einen zusätzlichen Treibstoff zu verschaffen. Und das können Alkohol und Drogen sein.» … (Quelle: Google Alkohol News, 26.7.11) newsticker-sueddeutsche.de, 25.7.11

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CH: Umgehung der Alcopop-Steuer misslungen

Donnerstag 21. Juli 2011 von htm

Die Zürcher Getränkeimport-Firma Bevis versuchte die Alcopop-Steuer zu umgehen, indem sie „Conelly-Cocktails“ importieren wollte. Diese kommen in sogenannten Twin-Cans – zwei mit einem Plastikring verbundenen Dosen. Die eine enthält Alkohol, die andere Fruchtsaft. Das Mischen übernimmt der Konsument. Die Eidg. Alkoholverwaltung stufte die Cocktails als Alcopops ein. Bevis legte beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein. Dieses entschied nach eingehender Untersuchung mit Degustationen am 8. Juli zu Gunsten der EAV. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.7.11, Kehrseite, nicht online)

Kategorie: Alcopops (de), Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gerichtsfälle, Jugend, Schweiz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Europas Jugendliche verzehren mehr Alkohol als Gemüse

Donnerstag 21. Juli 2011 von htm

In dem, was Europas Jugendliche so in sich hineinschaufeln, steckt nur zu sieben Prozent Pflanzliches. Gesundes Essen gilt ihnen als langweilig und zeitraubend.
Wie es um die Gesundheit der Jugendlichen in Europa steht, haben 26 Forscherteams aus zehn Ländern – Deutschland, Spanien, Frankreich, Ungarn, Griechenland, Italien, Belgien, Österreich, Schweden und Großbritannien – im Rahmen der sogenannten Helena-Studie analysiert. Ärzte, Ernährungs-, Sport- und Sozialwissenschaftler, Epidemiologen und Biochemiker verglichen Ernährung, körperliche Aktivität und Verfassung von Teenagern zwischen Malta und Schweden. …
Als alarmierend sehen Fachleute vor allem, dass die Nahrung der Heranwachsenden nur zu sieben Prozent aus pflanzlicher Kost, dafür aber circa zu einem Fünftel aus Alkohol besteht. Traurige Spitzenreiter sind dabei die österreichischen Jugendlichen: Sie trinken mit einem halben Liter Bier beziehungsweise einem viertel Liter Wein doppelt so viel Alkohol wie die Gleichaltrigen in den anderen Ländern. (Quelle: Google Alkohol News, 21.7.11) welt.de, 20.7.11

Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Jugend, Jugendliche, Lebensmittel, Statistik, Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

CH: Neue Wege im Gesundheitswesen

Dienstag 19. Juli 2011 von htm

Für eine «Healthy Economy» im Verbund mit staatlichen Akteuren. Von Thomas Mattig
Im Zentrum der 64. WHO-Weltversammlung, die Ende Mai 2011 in Genf stattgefunden hat, standen die Prävention und die Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation hat diesen Fokus mit gutem Grund gewählt: Nichtübertragbare Krankheiten haben sich weltweit zur Todesursache Nummer eins entwickelt, darunter vor allem Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebserkrankungen, Krankheiten der Atmungsorgane und Diabetes. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung lässt sich durch einen gesunden Lebensstil massgeblich reduzieren. Damit sich diese Erkenntnis in unserer Gesellschaft langfristig durchsetzt, müssen Prävention und Gesundheitsförderung im Gesundheitssystem der Zukunft einen viel höheren Stellenwert bekommen. Nur dann kann die nötige Aufklärung geleistet werden. Und nur dann können die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass alle die Möglichkeit haben, ein gesundes Leben zu führen. So lässt sich der ungute Aufwärtstrend bei den nichtübertragbaren Krankheiten stoppen und unser Gesundheitssystem langfristig entlasten. … (Quelle: NZZ, 19.7.11)Kommentar: Ein wichtiger Faktor beim Kampf gegen die nichtübertragbaren Krankheiten ist der Alkoholkonsum.

Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Nichtübertragbare Krankheiten, Schweiz, Veröffentlichungen, Weltgesundheits-Org. | Keine Kommentare »

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