Samstag 14. April 2012 von htm
Die Publikation „Policy paper providing guidance to policy makers for developing coherent policies for licit and illicit drugs“ steht online auf den Seiten der Groupe Pompidou (im Rahmen des Europarates) zum Download (Englisch) bereit. (Quelle: infoset.ch, 13.04.12)
Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Internationales, Politik, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene |
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Samstag 14. April 2012 von htm
Am 19. Januar 2012 bestätigte das Bundesgericht, dass „Zweikomponenten-Cocktails“ als Alcopops einzustufen sind. Ein Versuch zur Umgehung der Sonderbestimmung für Alcopops wurde damit gestoppt. Urteil 2C_712/2011 des Bundesgerichts, Medienmitteilung der Eidg. Alkoholverwaltung. (Quelle: infoset.ch, 13.4.12)
Kategorie: Alcopops (de), Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gerichtsfälle, Jugend, Schweiz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen |
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Freitag 13. April 2012 von htm
Der Suchtmittelkonsum in Deutschland ist in den letzten Jahren nahezu gleich geblieben. Dies geht aus dem jetzt vorgestellten Jahrbuch Sucht 2012 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hervor. Das Hauptproblem des Suchtmittelkonsums liegt ihr zufolge nach wie vor bei den legalen Substanzen. Die DHS fordert daher effektive Präventionsmaßnahmen wie Preiserhöhungen, Verkaufsreduzierung und Werbeeinschränkungen. Darüber hinaus müssten in der Prävention die unterschiedlichen Problematiken von Männern und Frauen sowie die soziale Benachteiligung stärker berücksichtigt werden.
Der Alkoholkonsum ist im Jahr 2010 um ein Prozent gesunken, wobei Bier nach wie vor das meist getrunkene alkoholische Getränk in Deutschland ist. Die 12-Monatsprävalenz für problematischen Alkoholkonsum liegt bei den 18-64-Jährigen insgesamt bei 21,1 Prozent, bei Männern sogar bei 32,4 Prozent. ….
(Quelle: aerzteblatt.de, 12.4.12)
Kategorie: Alkoholkrankheit, Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Arbeitsplatz, Armut, Dokumente, Erhältlichkeit, Internationales, Statistik, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Werbung |
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Dienstag 3. April 2012 von htm
Das „Handbuch Alkohol ‐ Österreich“ bietet einen umfassenden Überblick über alle in Österreich verfügbaren
alkoholrelevanten Daten und liefert einen wichtigen Beitrag zur Diskussion dieser sensiblen Thematik. Das
„Handbuch Alkohol – Österreich“ erscheint künftig nicht mehr als Einzelband, sondern ab der aktuellen 4. Auflage
in vier Bänden. Änderungen und Neuerungen bei Gesetzen oder Statistiken können dadurch schneller
eingebunden werden. Die Daten‐Bände werden in kürzeren Abständen veröffentlicht (Band 1 und 2, bereits
aktualisiert als Download verfügbar), während die theoretischen Text‐Bände in größeren Zeiträumen aktualisiert
werden (Band 3 und 4, in Überarbeitung).
Download
Band 1: Statistiken und Berechnungsgrundlagen
Band mit aktuellen alkoholbezogenen Statistiken inkl. einer Auflistung relevanter Formeln und rechnerischer Grundlagen
Band 2: Einrichtungen
Informiert über alkoholbezogene Hilfs‐ und Behandlungsangebote
(Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Wien, Newsletter 1. Quartal 2012)
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Internationales, Newsletter, Rehabilitation, Statistik, Veröffentlichungen |
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Dienstag 6. März 2012 von htm
Einleitung aus: SECO: Die Volkswirtschaft 1/2-2012
Mit der Totalrevision des 80-jährigen Alkoholgesetzes legt der Bundesrat den Grundstein für eine zeitgemässe, kohärente und wirksame Alkoholpolitik. Der Spirituosen- und Ethanolmarkt wird liberalisiert und der staatliche Aufgabenfächer gestrafft. Künftig konzentriert sich staatliches Handeln auf tatsächliche Brennpunkte. Zudem wird der Vollzug auf Bundesebene sowie die Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen optimiert. Unter dem Strich führt die Revision sowohl auf Behördenseite wie auch auf Seiten der Wirtschaft zu einer bedeutenden Reduktion der eingesetzten Ressourcen. Nach der Verabschiedung der Botschaft durch den Bundesrat am 25. Januar 2012 wird nächstens das Parlament über die zwei neuen Gesetze – das Spirituosensteuergesetz und das Alkoholhandelsgesetz – entscheiden. …
(Quelle: Infoset Newsletter März 2012)
Kommentar: Zeitgemäss bedeutet hier Liberalisierung, kohärent ist die Erfüllung der Wünsche der Alkoholindustrie und wirksam ist wohl nur der Schutz der Alkoholinteressen. Der generelle Rückgang des Alkoholkonsums über 30 Jahre wird als Vorwand benutzt, keine wirksamen Massnahmen zu ergreifen. Es wird übersehen, dass die alkoholbedingten Schäden trotz des Rückgangs gewaltig sind und mit laufender Forschung noch zunehmen. Wenn auf 10 Milliarden Franken Jahresumsatz 6.5 Milliarden (1998) alkoholbedingte Schäden anfallen, spricht das Bände. Der Versuch, die Erhältlichkeit während der Nacht einzuschränken und die Testkäufe rechtlich abzusichern ist löblich. Ob das Parlament mitzieht, ist offen und was es schliesslich bringt, ebenfalls. An der Tatsache, dass die Bevölkerung keine Chance hat. sich über die wirklichen Zusammenhänge eine eigene Meinung zu bilden, weil die nötigen Informationen vorenthalten werden und oft nur die Desinformation via Werbung und Medien gepflegt wird, ändert dieses Gesetz nichts. Weiterhin wird gelten: Die Schäden der Bevölkerung, der Profit der Alkoholindustrie.
Weitere Artikel in dieser Nummer: Alkoholprävention – zum Wohl! Pascal Strupler
(Kommentar: Gute Situationsschilderung – ohne konkrete Erfolgsaussichten.)
Legalisierung von Testkäufen und verdeckte Ermittlungen im Gastgewerbe: Relationen sind aus den Fugen geraten. Bernhard Kuster
Kohärente Alkoholpolitik – zum Wohl von Individuum und Gesellschaft. Marina Carobbio
Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Alkoholindustrie, Alkoholkrankheit, Allgemein, Erhältlichkeit, Gesundheit, Jugend, Kinder, Konsumhaltung, Medien, Nationales Programm Alkohol NPA, Neues Alkoholgesetz (CH), Newsletter, Nichtübertragbare Krankheiten, Politik, Prominenz, Schweiz, Sozialkosten, Statistik, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verkehr, Veröffentlichungen, Verschiedene, Werbung, Wirtschaft |
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Freitag 27. Januar 2012 von htm
Gemäss Bundesrat sollen der Verkauf von Alkohol nach 22 Uhr verboten werden (sda)
Mit dieser Massnahme will der Bundesrat gegen nächtliche Alkoholexzesse vorgehen. Über die geplante Gesetzesrevision wird nun das Parlament entscheiden.
In der Nacht werde mehr Alkohol konsumiert als zu anderen Tageszeiten, hält der Bundesrat in der am Freitag veröffentlichten Botschaft zur Totalrevision des Alkoholgesetzes fest. Entsprechend häuften sich zu diesen Stunden die Fälle problematischen Alkoholkonsums.
Der Bundesrat schlägt deshalb ein «Nachtregime» vor: Von 22 Uhr bis 6 Uhr soll der Detailhandel keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen, und in Restaurants sollen während dieser Stunden keine Lockvogelangebote wie «happy hours» mit vergünstigten alkoholischen Getränken mehr möglich sein.
Auch in den übrigen Punkten hält der Bundesrat an den Eckwerten fest, die er vergangenen Herbst nach der Vernehmlassung beschlossen hatte. So verzichtet er vollständig auf preisliche Massnahmen. Eine eingehende Prüfung von Massnahmen gegen Billigstangebote habe gezeigt, dass gezielte Preiserhöhungen rechtlich heikel wären, schreibt der Bundesrat.
(Quelle: blick.ch, 26.01.12) Botschaft des Bundesrates, 26.01.12
Kommentar: Indem der Bundesrat auf die beste Möglichkeit zur Reduzierung des Konsums und damit der Schäden verzichtet, wird alles mehr oder weniger bleiben wie bisher. Bei der Schnapswerbung kommt er der Alkoholindustrie sogar noch entgegen. Sehr stossend ist, dass das Sportsponsoring unangefochten bleibt.
Dass das vorgeschlagene sinnvolle „Nachtregime“ durchkommt, ist noch lange nicht sicher, ist doch der Alkoholverkauf ein Hauptargument in der aktuellen Diskussion um liberalisierte Ladenöffnungszeiten, obwohl davon nie die Rede ist.
Die vorgesehenen Massnahmen im Bereich Jugendschutz sind sicher positiv (Sirupartikel, Test-Käufe, „Nachtregime“), ihre Wirksamkeit hängt aber, sofern sie überhaupt angenommen werden, weitgehend von deren Durchsetzung ab, d.h. die Kantone und Gemeinden müssten sich mehr einsetzen.
Die Neuorganisation der Eidg. Alkoholverwaltung führt dazu, dass der Bereich Prävention nachhaltig geschwächt und einmal mehr wichtiges, während Jahren erworbenes Knowhow und persönliches Engagement verloren gehen.
Die schwache Vorlage begründet der Bundesrat mit einem Rückgang des Pro-Kopf-Konsums in den letzten Jahrzehnten. Er verdrängt aber die in dieser Zeit neu gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die beträchtlichen gesundheitlichen Risiken u.a. bei der Entstehung von Krebs, die unsere Gesundheit wie das Gesundheitswesen massiv belasten. Sogar die Generalversammlung der WHO sah sich deshalb gezwungen, 2010 eine Resolution zu verabschieden: Für eine globale Alkoholstrategie. Die Schweiz unterzeichnete die Resolution wie alle andern 192 Mitgliedstaaten…. und statt darüber zu informieren oder sie umzusetzen, liess sie diese in den Schubladen verschwinden.
Obwohl dieser Gesetzesentwurf dem Alkoholgewerbe und der Werbebranche sehr entgegenkommt, ist mit einem harten Kampf um jede konsumvermindernde Position zu rechnen.
Kommentar der Sucht Info Schweiz, 27.01.12
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Mittwoch 25. Januar 2012 von htm
29.12.2011
Redaktion TELE
Postfach
8021 Zürich
Leserbrief zu „Volle Pulle“, TELE Nr. 01/2012
Sie schreiben: „Man nimmt an, dass 85% der Einwohner über 15 Jahren meistens moderat Alkohol trinken“. Die Sucht Info Schweiz gibt an, 17% der Erwachsenen seien abstinent und 12,5% würden die Hälfte der Alkoholika konsumieren, d.h. in krankmachender Weise. Die risikohaft Trinkenden sind da noch nicht erfasst. Wo nehmen Sie nur diese 85% meist moderaten Konsumenten her? Es wäre zu schön. Übrigens: Die Nicht-Konsumierenden dürften nicht mitgezählt werden.
Mit freundlichen Grüssen
Hermann T. Meyer
(Bis 25.1.12 nicht veröffentlicht)
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Freitag 20. Januar 2012 von htm
Pressemitteilung an ca 30 Schweizer Medien
Sehr geehrte Damen und Herren,
Am 11.1.2012 erliess die Universität von Connecticut eine Pressemitteilung, in der sie mitteilte, sie habe 11 Fachblätter über einen Forschungsbetrug an ihrer Universität informiert. Reuters berichtete umgehend, in Deutschland u.a. das Hamburger Abendblatt. In der Schweiz herrscht bis jetzt Funkstille.
Heute hat die Bundesverwaltung wie folgt informiert:
PRESSEFÖRDERUNG
„Medien sollen ihre demokratiepolitischen Aufgaben besser erfüllen können
Die Staatspolitische Kommission des (SPK) des Nationalrates sieht die demokratiepolitischen Funktionen der Medien zunehmend infrage gestellt. Mit einer Kommissionsmotion soll deshalb der Bundesrat beauftragt werden, eine Vorlage zur Medienförderung auszuarbeiten.“
Zu den demokratiepolitischen Funktionen der Medien gehörte auch die Information der Bevölkerung auf dem Gebiet der Alkoholprobleme. Bis jetzt haben sie diese Funktion nur sehr mangelhaft erfüllt. Wenn Sie auch zu den Medien gehören, die bisher die angeblich gesundheitspositiven Meldungen aus der Forschung unbesehen weiterkolportiert haben, haben Sie jetzt die Gelegenheit, diese Meldungen zu relativieren. Die Unterlagen und Links finden Sie auf meiner Webseite:
https://www.alkoholpolitik.ch/2012/01/20/top-news-red-wine-heart-research-slammed-with-fraud-charges/18959/
https://www.alkoholpolitik.ch/2012/01/20/top-news-alkohol-ist-gesund-ein-forschungsbetrug/18953/
Besten Dank für Ihre Bemühungen.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
www.alkoholpolitik.ch
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Freitag 20. Januar 2012 von htm
Jahrelang hatte ein US-Autor die Welt in dem Glauben gelassen, dass eine gewisse Menge Alkohol am Tag gesund sei. Studie soll gefälscht sein.
Ein Glas Rotwein am Tag ist gesund. Diese Ernährungsweisheit geistert nun schon seit einigen Jahren in den Köpfen der Menschen umher. Besonders bei denjenigen, die sich damit exzessiven Rotwein-Genuss schönreden wollen.
Man erhoffte sich von dem im Rotwein enthaltenen Stoff Resveratrol und seiner antioxidativen Eigenschaften einen positiven Effekt auf Gefäßablagerungen und auch Krebserkrankungen. Besonders überschwänglich äußerte sich hierzu der Forscher Dr. Dipak Das. Er leitet das Forschungslabor an der Universität von Connetitcut in Storrs. Nach seinen Forschungen soll nicht nur Rotwein, sondern auch Weißwein und Bier gesundheitsfördernd sein. Doch seine Forschungsergebnisse stehen jetzt unter massiver Kritik. In 145 Fällen soll er Forschungsdaten und Statistiken gefälscht haben. Damit sind auch rund ein Dutzend Veröffentlichungen, die auf diesen Daten basieren, fehlerhaft.
Als Konsequenz werden Dr. Dipak Das nun die Forschungsgelder entzogen. Und der eine oder andere Alkoholgenießer wird den gesundheitsfördernden Aspekt seines Getränks in Zukunft wohl etwas kritischer sehen müssen.
(Quelle: Google Alkohol News, 19.01.12) abendzeitung.de, 19.01.12
Kommentar: Diese Meldung lässt hoffen. Ob die Presse entsprechend reagiert? Ist wohl nur zufällig in den letzten beiden Tagen, als diese Meldung erstmals hereinkam, meine Mailbox blockiert gewesen?
Siehe den detaillierten Bericht von Reuters, am 12.01.12 (englisch)
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Mittwoch 18. Januar 2012 von htm
Bei Alkohol-Testkäufen werden Jugendliche in Läden geschickt, um Alkoholika zu kaufen. Gelingt ihnen dies, werden VerkäuferInnen in manchen Kantonen zur Rechenschaft gezogen. Das Bundesgericht will diese Praxis nun unterbinden.
(Quelle: Rendez-vous vom Mittwoch, 18.1.2012, 12.30 Uhr Radio DRS1) Hören (2:33)
Bundesgericht {T 0/2} 6B_334/2011 Urteil vom 10. Januar 2012, Strafrechtliche Abteilung
Kommentar: Die Alkohollobby kann sich die Hände reiben. Während Jahren können sie weiter ungestraft am Elend der jugendlichen Alkoholmissbraucher verdienen. Die meisten Politiker werden sich kaum besonders anstrengen. Stimmbürger mit havarierten Gehirnzellen sind ja auch leichter manipulierbar.
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