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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Schweiz'

Fondue mit Kirsch – eine schwerwiegende Mischung

Mittwoch 15. Dezember 2010 von htm

Dass Weisswein und Kirsch zum Käsefondue die Verdauung ankurbeln, ist ein Ammenmärchen. Das zeigt eine Studie von Forschern des Universitätsspitals Zürich.
Wer Alkohol wie Kirsch oder Weisswein zum Fondue trinkt, muss mit Verdauungsproblemen rechnen: Der Alkohol bewirkt, dass der Käse mehrere Stunden länger im Magen liegen bleibt als bei Teetrinkern. (Quelle: Google Alkohol News, 14.12.10) bazonline.ch, 14.12.10 unser Online-Kommentar: Es ist schon erhellend, wie die meisten Kommentare den eigenen Trinkstil verteidigen, dabei hat die Untersuchung doch einfach nur gezeigt, dass Alkoholkonsum zum Fondue die Verdauungszeit um 50% verlängert, und damit das werbebedingte Vorurteil eindrücklich widerlegt, der Alkohol fördere die Verdauung. Die Schädigung des Immunsystems und die Belastung der Leber sind ja längstens bekannt.

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CH: Doch kein Alkohol-Weitergabeverbot an Jugendliche in Basel-Stadt

Freitag 10. Dezember 2010 von htm

Der Grosse Rat lehnte ein Alkohol-Weitergabeverbot ab und setzt auf mehr Prävention – und auf neues Bundesrecht.
Die meisten Fraktionen im Grossen Rat kritisierten das Alkohol-Weitergabeverbot als kaum praktikabel im Polizeialltag.
Basel-Stadt muss ohne neues Recht gegen jugendliche Alkoholexzesse angehen: Der Grosse Rat ist am Mittwoch auf eine Gesetzesvorlage, die ein Alkohol-Weitergabeverbot an Jugendliche gebracht hätte, nicht eingetreten. Das Gesetz hätte den vorsätzlichen Verkauf oder die aktive Weitergabe alkoholischer Getränke an Jugendliche unter 16 Jahren sowie von Schnaps an solche unter 18 Jahren unter Strafe gesetzt. (Quelle: Google Alkohol News, 9.12.10) bazonline, 8.12.10 unser Online-Kommentar:
Altbekannte Methode: Jeder gegen jeden, nur nicht für die Bevölkerung. Wenn diese „Volksvertreter“ auf Bern hoffen, sollen sie wenigstens den Advent-Aufruf für eine wirksame Alkoholpolitik unterschreiben, der nächstens veröffentlicht wird. Dies könnte etwas Druck erzeugen, dass die eidgenössischen Politiker endlich etwas Mutiges und Wirksames beschliessen.

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Feiern ohne Kater

Freitag 10. Dezember 2010 von htm

Betriebsessen und Aperitifs von Vereinen und Klubs laden zum Umtrunk. Im Dezember häufen sich die Gelegenheiten, Alkoholisches zu trinken. Wer über die Stränge schlägt, kennt den Brummschädel am Tag danach. Es geht auch ohne. Attraktive, alkoholfreie Getränke machen Lust, das Glas Wein oder Sekt für einmal stehen zu lassen. Sucht Info Schweiz wartet zur Festtagszeit mit Rezepten für katerfreie Drinks auf.
Das Kartenset mit Rezepten für alkoholfreie Cocktails kann bei Sucht Info Schweiz kostenlos bestellt werden (www.sucht-info.ch / Info-Materialien) Medienmitteilung, 9.12.10

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USA: Airports and Airlines Easing Access to Alcohol

Mittwoch 8. Dezember 2010 von htm

Airports and airlines are making alcohol increasingly available, USA Today reported Nov. 30.
Airlines began promoting cocktails and other alcohol more heavily in the past year, according to consultant Jay Sorensen. „What’s happening is airlines are becoming better retailers of products,“ Sorensen said. „They’re doing things to highlight the fact that, ‚Yes, indeed, we do sell alcohol on the airplane.‘ They’re trying to mimic what occurs on the ground in terms of consumer promotions.“
One example includes a „happy hour“ offered by American Airlines for fliers purchasing alcohol on certain flights in the month of December. United Airlines gave passengers in its Economy Plus section free wine this past summer and now offers its own signature cocktail. … (Source: Join Together, 12/07/10) Comment: Swiss Parliament just agreed that airports may sell alcohol duty free to arriving passengers too.

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CH: Nationales Programm Alkohol – Der Zwischenstand

Dienstag 7. Dezember 2010 von htm

Im Fokus des NPA 2008-2012 steht die Reduktion des problematischen Alkoholkonsums und die Minderung dessen negativen Auswirkungen auf das persönliche Umfeld und die Gesellschaft. Priorität hat dabei der Vollzug der bestehenden gesetzlichen Vorschriften, insbesondere im Bereich des Jugendschutzes. Der Zwischenstand der Programmumsetzung (pdf, 14S., 1.4Mb) und ein Ausblick (pdf, 7S., 335Kb) auf die kommenden Herausforderungen und Schwerpunkte sind online auf den Seiten des BA für Gesundheit erhältlich. (Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2010)

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Erster Bericht zur Suchtpolitik und Monitoring des Suchtbereichs Basel-Stadt 2010

Dienstag 7. Dezember 2010 von htm

Erster Bericht zur Suchtpolitik und Monitoring des Suchtbereichs Basel-Stadt 2010 erschienen: Im Jahr 2010 hat die Abteilung Sucht der Gesundheitsdienste im Auftrag des Interdepartementalen Führungsgremiums Sucht (IFS) erstmals einen Monitoringbericht (pdf, 39S., 1.3Mb) über den Suchtbereich im Kanton Basel-Stadt verfasst. Er gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Suchtbereich, fasst die wesentlichen Angebote kantonaler und privater Träger der Suchthilfe zusammen und liefert Kennzahlen hinsichtlich ihrer Nutzung im Jahr 2009. Medienmitteilung des Gesundheitsdepartementes. (Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2010)

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TOP NEWS: CH: Erstes Bundesgerichtsurteil über Lockvogelangebote

Dienstag 7. Dezember 2010 von htm

Praxis der EAV bestätigt: Das Bundesgericht (BGer) hat in seinem Urteil vom 6. Oktober 2010 die Praxis der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) bei der Bekämpfung von Versprechen von Vergünstigungen für Spirituosen gutgeheissen. Das Urteil des BGer stützt die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVGer) und schafft ein wichtiges Präjudiz. Zum ersten Mal äussern sich die Richter in Lausanne zum Thema Lockvogelangebote. Sie anerkennen die bisherige Praxis der EAV und bestärkt die Grundlage für eine wirksame Bekämpfung der Lockvogelpreise, mit denen zum Alkoholkonsum animiert wird. (Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2010) Medienmitteilung der EAV.

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CH: Alkoholpolitik aus der Sicht der offenen Jugendarbeit

Dienstag 7. Dezember 2010 von htm

Die beiden zentralen Gesetze für die schweizerische Alkoholpolitik (Alkoholgesetz und Lebensmittelgesetz) werden momentan totalrevidiert (Infoset berichtete). Der Dachverband offene Jugendarbeit (DOJ) hat einerseits als Mitglied der nationalen Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS an deren Grundposition mitgearbeitet und andererseits in Zusammenarbeit mit VertreterInnen der offenen Jugendarbeit, ein eigenes Positionspapier (Word-Dokument) erarbeitet. (Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2010)

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Schweizer Kampagne: Ich spreche über Alkohol

Dienstag 7. Dezember 2010 von htm

Herzlich willkommen auf der Webseite der neuen Alkoholkampagne
Die Gesellschaft sucht nach einem neuen Umgang mit dem Alkohol: Wie können wir einen genussvollen Umgang mit dem Kulturgut Alkohol praktizieren und vorleben, den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen – und gleichzeitig glaubwürdig den Exzessen und ihren Folgekosten entgegen treten?
Es besteht Diskussionsbedarf!
Philosophie und Idee
Im Rahmen des Nationalen Programm Alkohol (NPA) lädt das Bundesamt für Gesundheit Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Sport und Fachwelt zur Bildung einer gemeinsamen Plattform ein. Es ist eine neuartige Form der Kampagnenführung in deren Mittelpunkt der gesellschaftliche Dialog steht – das Gespräch am Tisch, die Aktion im Quartier. (Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2010) http://www.ich-spreche-über-alkohol.ch/ Kommentar: Dies ist die Webseite der neuen internationalen Kampagne des BAG im Mai 2011. Gemäss WHO ist eine wirksame Prävention zusammen mit der Alkoholindustrie nicht möglich, es hiesse ja Umsatzrückgang. Die Zielsetzung ist bereits unglaubwürdig. Oder sie setzen unsere Projekt Idee um.

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WHO verabschiedet Globale Alkoholstrategie

Montag 6. Dezember 2010 von htm

WHO verabschiedet Globale Alkoholstrategie

Auf ihrer sechsten Weltgesundheitstagung haben die 193 Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 20. Mai 2010 die ungeduldig erwartete Globale Strategie zur Senkung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol einmütig angenommen.

In der zweistündigen Debatte wurde der schädliche Alkoholkonsum als wesentliches Gesundheitsproblem von allen Mitgliedsstaaten anerkannt. Die Delegierten betonten die weltweiten Aspekte dieses Problems und forderten die WHO zu einer höheren Priorisierung der alkoholbedingten Schäden auf und verlangten mehr Mittel zu ihrer Bewältigung und der Umsetzung der neuen globalen Strategie.

Unter den angesprochenen Problemen wurde die weltweite Zunahme des Rauschtrinkens bei Jugendlichen und der wachsende Einfluss der Alkoholwerbung und -vermarktung als besorgniserregend festgestellt. Die Delegierten begrüssten die verschiedenartigen evidenzbasierten Maßnahmen und ihr Potenzial zur Begegnung der Alkoholprobleme, die in die globale Strategie aufgenommen wurden.

Die Resolution wurde mit einer durch Thailand eingebrachten Änderung zur angemessenen finanziellen und materiellen Ausstattung zur Umsetzung der Strategie in Südostasien verabschiedet.

Die WHO schätzt, dass 2004 2,5 Mio. Menschen an alkoholbedingten Ursachen starben (hauptsächlich Herz- und Lebererkrankungen, Verkehrsunfälle, Suizide und verschiedene Krebsarten), die 3,8% aller Todesfälle und 4,6% der weltweiten Erkrankungen ausmachten.

Der schädliche Alkoholkonsum hat ernste Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung und ist eine der Hauptursachen für weltweite schlechte Gesundheit, sagt das Strategiepapier.

Die Resolution fordert die Mitgliedsstaaten der WHO zu politischen Maßnahmen zur Senkung des schädlichen Alkoholkonsums auf. Sie betont die Wirksamkeit alkoholpolitischer Massnahmen zur Preisgestaltung, Verfügbarkeit und Werbung.

Die Empfehlungen der Strategie sind nicht bindend, sie dienen lediglich als Richtlinien für die WHO-Mitgliedsländer.

Kommentare:

www.alkoholpolitik.ch: Nun hat die NZZ wenigstens im letzten Abschnitt auf die Alkohol-Strategie kurz hingewiesen. Unter dem Untertitel “Empfehlung gegen Fast Food”(?). Die Alkohollobby muss einen gewaltigen Druck auf die Medien ausüben, dass diese sich kaum getrauen, das Thema aufzugreifen. (22.5.10)

Dies ist ein Meilenstein im globalen Bestreben für eine lebenswertere Welt. Herzliche Gratulation und grossen Dank für all die Wissenschafter und Public Health Fachleute, die mit unendlicher Geduld und unermüdlichem Einsatz dieses Ergebnis ermöglicht haben. Hoffen wir nun, dass diese Empfehlungen in den Ländern aufgenommen und umgesetzt werden, damit möglichst bald weltweit die Lebensqualität steigen kann. (21.5.10)

Mariann Skar, Generalsekretärin von Eurocare stellte dazu fest: „Wir begrüßen die Globale Alkoholstrategie der Weltgesundheitsversammlung. Dies ist ein Startschuss zur Begegnung der weltweiten Bedrohung der öffentlichen Gesundheit und des sozialen Wohlbefindens durch den schädlichen Alkoholkonsum,“ und sie ergänzte „Europa hat eine starke Position und Verantwortung durch seine Spitzenstellung im Alkoholkonsum und als wichtiger Exporteur alkoholischer Getränke.“ Sie bedauerte, dass „wir unsere Trinksitten und Normen in Länder exportieren, denen es an Kompetenz und Leistungsfähigkeit mangelt, den daraus resultierenden Schäden entgegenwirken zu können.“

Die Global Alcohol Policy Alliance (GAPA) begrüßte die Resolution ebenfalls. Ihr Vorsitzender Derek Rutherford sagte: „Konzertierte Aktionen zur Senkung der globalen Alkoholprobleme sind lange überfällig. Die heutige Entscheidung der Weltgesundheitsversammlung ist ein wichtiger erster Schritt. Die Strategie widmet den transnationalen Aspekten der Alkoholfrage breiten Raum. GAPA schätzt das weite Spektrum unterstützender Statements von WHO-Mitgliedsstaaten aus Industrie- wie Entwicklungsländern in der Diskussion.“

Zur WHO-Alkoholstrategie :: Resolution WHA61.4 – Strategies to reduce the harmful use of alcohol

EUROCARE (The European Alcohol Policy Alliance) ist ein Zusammenschluss von rund 50 Gesundheitsverbänden aus 22 europäischen Ländern zur Prävention und Senkung alkoholbedingter Schäden. Die Mitgliedsorganisationen sind an Politik und Forschung beteiligt, wie auch an der Verbreitung von Informationen und Ausbildung zu Alkoholfragen sowie der Hilfe für Menschen mit alkoholbedingten Problemen.

Quelle: EUROCARE

Kategorie: Advent-Aufruf, Allgemein, Jugendliche, Konsumhaltung, Politik, Religion und Alkohol, Schweiz, Sozialkosten, Statistik, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie, Wirtschaft | Keine Kommentare »

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