Archiv für die Kategorie 'Schweiz'
Samstag 6. August 2011 von htm
Wissenschaftliche Erkenntnisse sind selten ein Grund, um darauf anzustossen. Doch diesmal könnte der eine oder andere eine Ausnahme machen. Denn eine neue Studie besagt, dass nach einem Trinkgelage mit anschliessendem «Blackout» keine Hirnzellen absterben. Bisher hatte die Wissenschaft das Gegenteil behauptet.
Was landläufig als «Blackout» oder «Filmriss» bezeichnet wird, birgt nicht nur die Gefahr, sich an peinliche Aktionen nicht mehr erinnern zu können. Ebenso gross ist die Angst, dass der hohe Alkoholkonsum unzählige Gehirnzellen hat absterben lassen – so dachte man bislang. Forscher der Washington University in St. Louis im US-amerikanischen Bundesstaat Missouri konnten diese Annahme nun widerlegen. (Quelle: Google Alkohol News, 4.8.11) tagesschau.sf.tv, 4.8.11 Online-Kommentar: Eigenartig. Da drängen sich einige Fragen auf: Wer hat die Studie finanziert? Warum bringt das Schweizer Fernsehen jetzt eine alkoholpositive Studie, nachdem es seit über einem Jahr wichtigste, für die Alkoholindustrie negative Meldungen, verschwiegen hat?
Alkohol sei ein Zellgift, wurden wir schon lange belehrt. Sind menschliche Hirnzellen immun gegen dieses Zellgift? Ist das menschliche Gehirn nicht etwas höher entwickelt und deshalb empfindlicher gegen Gifte als das Ratten-Gehirn?
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Medien, Medizin, Schweiz, Veröffentlichungen |
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Donnerstag 4. August 2011 von htm
Brauer dürfen ihr Bier nicht als gesundheitsfördernd bewerben. Mit Blick auf entsprechende Darstellungen auf der Internetseite des Brauer-Bundes hat das Berliner Landgericht in einer am Montag veröffentlichten Entscheidung verboten, die schönheitsfördernde Wirkung von Bier hervorzuheben. Auch dürften Vorbeugeeffekte des Getränks gegen Herzerkrankungen, Gallen- und Harnstein sowie Osteoporose nicht angepriesen werden. (Quelle: netdoktor.de, 2.8.11)Kommentar: Wie würden unsere Gerichte in der Schweiz entscheiden? Warum gab es noch keine entsprechende Klagen gegen die Wein- und Bierlobby?
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Gerichtsfälle, Gesundheit, Internationales, Schweiz, Verhältnis-Präv., Werbung |
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Donnerstag 28. Juli 2011 von htm
Schweizer Absinth-Produzenten verärgern Franzosen mit Anspruch auf Namensschutz.
Nachdem das französische Parlament kürzlich das Absinth-Verbot aus dem Gesetz gestrichen hat, droht den Produzenten neue Unbill. Die Schweizer Kollegen im Val-de-Travers wollen den Namen schützen. Das stösst in Frankreich auf Unverständnis. (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 28.7.11)
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Schweiz, Werbung |
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Donnerstag 28. Juli 2011 von htm
Es geschah am helllichten Tag: Mit über 3 Promille Alkohol im Blut fuhr am Dienstag ein Automobilist durch Meggen LU unter hinterliess seine Spuren. Mehrere Autos und Bootsanhänger wurden beschädigt, selbst die Zugstrecke Küssnacht-Luzern blieb für eine Stunde blockiert.
Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft ereignete sich die Karambolagenfahrt kurz nach 13.30 Uhr. Der 43-jährige Schweizer prallte bei seiner Fahrt durch das Dorf in mehrere parkierte Autos, fegte einen Busch um, streifte auf einer Gartenterrasse Tische und Stühle und fuhr dann in mehrere leere Bootsanhänger. Diese wurden aufs Bahngleis geschoben. (Quelle: Google Alkohol News, 27.7.11) bielertagblatt.ch, 26.7.11
Kategorie: Allgemein, Schweiz, Verkehr |
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Donnerstag 21. Juli 2011 von htm
Die Zürcher Getränkeimport-Firma Bevis versuchte die Alcopop-Steuer zu umgehen, indem sie „Conelly-Cocktails“ importieren wollte. Diese kommen in sogenannten Twin-Cans – zwei mit einem Plastikring verbundenen Dosen. Die eine enthält Alkohol, die andere Fruchtsaft. Das Mischen übernimmt der Konsument. Die Eidg. Alkoholverwaltung stufte die Cocktails als Alcopops ein. Bevis legte beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein. Dieses entschied nach eingehender Untersuchung mit Degustationen am 8. Juli zu Gunsten der EAV. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.7.11, Kehrseite, nicht online)
Kategorie: Alcopops (de), Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gerichtsfälle, Jugend, Schweiz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen |
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Dienstag 19. Juli 2011 von htm
Für eine «Healthy Economy» im Verbund mit staatlichen Akteuren. Von Thomas Mattig
Im Zentrum der 64. WHO-Weltversammlung, die Ende Mai 2011 in Genf stattgefunden hat, standen die Prävention und die Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation hat diesen Fokus mit gutem Grund gewählt: Nichtübertragbare Krankheiten haben sich weltweit zur Todesursache Nummer eins entwickelt, darunter vor allem Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebserkrankungen, Krankheiten der Atmungsorgane und Diabetes. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung lässt sich durch einen gesunden Lebensstil massgeblich reduzieren. Damit sich diese Erkenntnis in unserer Gesellschaft langfristig durchsetzt, müssen Prävention und Gesundheitsförderung im Gesundheitssystem der Zukunft einen viel höheren Stellenwert bekommen. Nur dann kann die nötige Aufklärung geleistet werden. Und nur dann können die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass alle die Möglichkeit haben, ein gesundes Leben zu führen. So lässt sich der ungute Aufwärtstrend bei den nichtübertragbaren Krankheiten stoppen und unser Gesundheitssystem langfristig entlasten. … (Quelle: NZZ, 19.7.11)Kommentar: Ein wichtiger Faktor beim Kampf gegen die nichtübertragbaren Krankheiten ist der Alkoholkonsum.
Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Nichtübertragbare Krankheiten, Schweiz, Veröffentlichungen, Weltgesundheits-Org. |
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Sonntag 17. Juli 2011 von htm
Beim Montreux Jazz Festival ist es in drei Nächten zu grösseren Auseinandersetzungen zwischen Festivalbesuchern und Sicherheitsleuten gekommen. Ein Sicherheitsmitarbeiter wurde ernsthaft verletzt. Zudem gab es grösseren Sachschaden.
Gemäss Polizeiangaben vom Sonntag gingen in den Nächten auf Samstag und Sonntag jeweils mehrere Gruppen von insgesamt rund 300 alkoholisierten Festivalbesuchern auf Sicherheitsleute und Polizisten los. Dabei flogen Flaschen, Steine und ähnliche Gegenstände. Die Randalierer verursachten grösseren Sachschaden, unter anderem auch an parkierten Autos. … (Quelle: sonntagszeitung.ch, 17.7.11)
Kategorie: Allgemein, Feste und Feiern, Gewalt/Kriminalität, Kultur, Schweiz, Sozialkosten, Veranstaltungen |
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Samstag 16. Juli 2011 von htm
Schwere Schlägereien, verdreckte Strassen: Die Stadtpolizei verstärkt ihre Präsenz um den Bahnhof Winterthur. Und spannt mit Clubbetreibern zusammen. … Die Stadtpolizei verzeichnete in Bahnhofsnähe einen markanten Anstieg an Schlägereien: Von 69 im Jahr 2007 auf 102 im letzten Jahr, teils mit massiven Körperverletzungen. „Das Risiko für Konflikte ist gross, vor allem wenn Alkohol im Spiel ist“, sagte Polizeivorstand Künzle. … Für die zusätzlichen Aufgaben wird die Polizei im Herbst um drei Personen aufgestockt. Drei weitere Stellen werden im Budget 2012 beantragt. .. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.7.11, nicht online) Kommentar: Wieder Symptombekämpfung, die Steuerpflichtigen bezahlen. Aber eben: Der Rausch hat ja auch Positives, wie der Winterthurer Sozialvorstand Galladé im Mai gross verkündet hat. – Vor allem für die Alkoholindustrie.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Politik, Prominenz, Schweiz, Sozialkosten, Statistik, Verhältnis-Präv. |
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Samstag 16. Juli 2011 von htm
Seit zwei Jahren arbeitet die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) gemeinsam mit den Fussball- und Eishockeyclubs an der Verbesserung des Jugendschutzes in Bezug auf Alkohol. Kernstück dieses Projekts, das Teil des Runden Tisches über die Sicherheit im Sport und des Nationalen Programms Alkohol 2008-2012 ist, bilden die Durchführung von Alkoholtestkäufen sowie eine Erhebung umgesetzter Massnahmen im Umgang mit Alkohol. Die bisherigen Anstrengungen beginnen erste Früchte zu tragen. So sank die Alkoholverkaufsrate an Minderjährige innerhalb eines Jahres von 61,6 auf 34,4 Prozent. Die EAV wird ihr Projekt in der Sportsaison 2011-2012 fortsetzen. (Quelle: Google Alkohol News, 16.7.11) news.admin.ch, 15.7.11
Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Allgemein, Arbeitsplatz, Erhältlichkeit, Jugend, Kinder, Schweiz, Sport, Statistik, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv. |
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Dienstag 12. Juli 2011 von htm
Mit einem dreiteiligen Konzept will die Stadt Langenthal die Alkohol- und Drogenszene zwischen Coop und Wuhrplatz verkleinern. Dazu beitragen sollen auch konsequentere Polizeieinsätze.
Das Pärkli am Langentenufer vis-à-vis vom Wuhrplatz soll nach Abschluss der Bauarbeiten kein Szenetreff mehr sein und wird deshalb zum Kiesplatz umgestaltet. Diese flankierenden Massnahmen sind Teil des gemeinderätlichen «Konzeptes zur Reduktion der Drogenszene im Stadtbild». … (Quelle: Google Alkohol News, 10.7.11) bernerzeitung.ch, 9.7.11
unser Online-Kommentar: Einmal mehr wird mit teuren Überwachungsmassnahmen Symptombekämpfung betrieben. Der uninformierte Steuerzahler (er)trägt es. Ein Leben lang, klaglos. Wirkungsvolle Prävention käme viel günstiger. Aber welcher Politiker wagt es schon, dem Volk klaren Wein einzuschenken? Wenn mehrere verschiedener Parteien zusammen den Mut aufbrächten, könnte es gelingen.
Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Schweiz, Verhältnis-Präv., Verschiedene |
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