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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Prävention'

D: Alkohol-Testkäufe: Zu wenige verlangten Ausweise

Mittwoch 27. April 2011 von htm

Melle. In den vergangenen Tagen führten Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes gemeinsam mit Polizeibeamten zahlreiche Alkohol-Testkäufe durch, bei denen zwei minderjährige Testpersonen die Hauptrollen spielten.
Die Kontrollen erfolgten an insgesamt 21 Stellen im Einzelhandel, an Kiosken sowie Tankstellen, insbesondere um gerade hier im Vorfeld der 1.Mai-Feiern die Problematik zu verdeutlichen. Die Verstoßquote sank dabei von zuletzt 55 Prozent im Jahr 2010 auf nun 38 Prozent. Als Testkäufer wurden zwei Jugendliche eingesetzt. Sie wurden durch Polizei und Stadtverwaltung so eng begleitet, dass sie selbst nicht gefährdet waren. (Quelle: Google Alkohol News, 27.4.11) noz.de, 26.4.11

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Litauen: Simpsons-Aus wegen illegaler Alkohol-Werbung?

Sonntag 24. April 2011 von htm

Wird die Biermarke „Duff“ dem Erfolg der Simpsons etwa zum Verhängnis? Die gelbe Familie erfreut sich ja auf der ganzen Welt großer Beliebtheit – in Litauen könnte ihre Bekanntheit jedoch bald der Vergangenheit angehören.
Laut krone.at hat ein dort ansässiger Verlag den Druck der beliebten Comics einstellen müssen. Der Grund dafür ist das Duff-Bier, welches Homer gern trinkt. In Litauen ist es verboten für Alkohol zu werben und da das Duff-Bier nicht nur im Comic, sondern in einigen Ländern auch real existiert und zum Verkauf geboten wird, hat man dem Media Incognito Verlag eine Geldstrafe aufgebrummt. (Quelle: Google Alkohol News, 24.4.11) promiflash.de, 23.4.11 unser Online-Kommentar:
Da wird massenhaft Unsinn hin und her diskutiert. Das eigentliche Problem interessiert niemand: Kinder und Jugendliche werden durch Fernsehsendungen zum Alkoholkonsum angeregt, man kann auch sagen verführt. Das bestätigen immer wieder neue Studien. Litauen hat offenbar einen gesetzliche Riegel geschoben, der nun einmal Folgen hat. Die meisten Länder in Europa, mit Ausnahme Frankreichs, Schwedens und mindestens Norwegens haben die Alkoholwerbung kaum eingeschränkt. Die Alkoholindustrie ist ihnen wichtiger als ihre Jugend. Nur interessiert das die wenigsten. Sie haben sofort Angst, es gehe um ihren Alkoholkonsum und sehen rot. Von gesellschaftlicher Mitverantwortung keine Spur. Dabei zahlen sie ein Leben lang ungefragt an die horrenden alkoholbedingten Sozialkosten, die ihnen ihr tägliches Bier mehr als doppelt so viel kosten lässt. Aber um Hintergründe zu hinterfragen, braucht es eben einen klaren Kopf. Freunde sagen, dieses binging responsible sei die schönste Veräppelung von Heinekens Responsibility-Kampagne.

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D: DHS-Newsletter

Freitag 22. April 2011 von htm

u.a. mit Informationen zur „Alkohol? Weniger ist besser!“ Aktionswoche Alkohol vom 21.-29. Mai 2011
www.aktionswoche-alkohol.de
(Quelle: DHS, 21.4.11)

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Alkoholverbot im Hauptbahnhof Hannover?

Donnerstag 21. April 2011 von htm

Die Bahn plant ein striktes Alkohol-Verbot im Hauptbahnhof Hannover. Das Unternehmen will dazu von seinem Hausrecht Gebrauch machen und Alkohol-Trinker des Gebäudes verweisen. Damit wäre Hannover bundesweit die erste Stadt, in der eine solche Regelung greifen würde. Angeregt hatte das Verbot die Bundespolizei. Gerade am Wochenende gebe es regelmäßig Probleme mit betrunkenen Jugendlichen, so ein Behörden-Sprecher. Wer schon einmal abends am Hauptbahnhof in Hannover war, kennt das Bild: Jugendliche und auch Erwachsene, die mit der Bierflasche in der Hand durch die Ladenstraße laufen. (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11) ndr.de, 21.4.11 unser Online-Kommentar: Alkoholkonsum generell hinterlässt Spuren. Beim Individuum und in der Gesellschaft. Bisher hat sich die Gesellschaft weitgehend um die Schäden nicht gekümmert. Der Profit der Industrie durfte nicht in Frage gestellt werden. Alle, egal wie viel wir Alkohol konsumieren, zahlen jährlich ungefragt eine beträchtliche Summe an diese alkoholbedingten Sozialkosten.
Wenn nun die Bahn die Notbremse zieht, profitieren alle davon. Auch jene, die nicht über ihren Glasrand hinausschauen können. Auch werden einige schmerzhafte Schlägereien und sogar Todesfälle vermieden. Siehe auch Beiträge auf http://alkoholpolitik.ch

Kategorie: Allgemein, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Sozialkosten, Sport, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

D: Alkohol sorgt für die meisten Führerscheinentzüge

Donnerstag 21. April 2011 von htm

Etwa zwei Drittel aller Führerscheinentzüge gehen auf das Konto von Alkoholsündern. Das teilte das Kraftfahrtbundesamt der MZ (Donnerstag-Ausgabe) mit. 2009 wurde 120375 Autofahrern der Führerschein entzogen, 86789 von ihnen hatten zuvor Alkohol oder Drogen zu sich genommen. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11) mz-web.de, 20.4.11 unser Online-Kommentar: Die Zahl der Führerscheinentzüge ist rückläufig. Darüber sind sicher alle froh. Aber so lange viele tausend Entzüge pro Jahr zu verzeichnen sind, kann man nicht zufrieden die Hände in den Schoss legen, sondern muss weiter jede mögliche Massnahme ergreifen, den Alkohol aus dem Verkehr zu ziehen. Gegenwärtig sind die Promillegrenze und Alkolocks im Gespräch. Untersuchungen haben grosse Bevölkerungsmehrheiten für politisches Handeln ergeben. Wann handelt die Politik? Und bitte ohne Rücksichtnahme auf die Alkoholindustrie! Es geht um das Leben Tausender.

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D: Umfrage: Mehrheit für Wegfahrsperren bei Alkohol

Donnerstag 21. April 2011 von htm

Der Plan der Bundesregierung, elektronische Wegfahrsperren für Alkoholsünder einzuführen, findet in der Bevölkerung offenkundig großen Zuspruch. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Aris für den Hightech-Branchenverband Bitkom befürworten 37 Prozent der Bundesbürger so genannte „Alcolocks“ für Fahrer, die bereits mit Alkohol am Steuer erwischt wurden. Jeder zweite Deutsche (49 Prozent) würde sogar noch weiter gehen und ist für einen grundsätzlichen Alkoholtest für alle Autofahrer vor jedem Fahrtantritt. (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11) finanznachrichten.de, 20.4.11

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D: Wie viel Promille dürfen es sein?

Donnerstag 21. April 2011 von htm

Die Regierung hält an der 0,5-Promille-Grenze fest, doch zwei von drei Deutschen sind für ein striktes Alkoholverbot für Autofahrer. Würde das so viel bringen?
Eine ganze Reihe von Gruppen unterstützt die Forderung nach einer schärferen Promille-Regelung. Dazu zählen der Automobil Club Europa (ACE), die Verkehrswacht und die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die Mehrheit der Bevölkerung haben sie dabei hinter sich. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine repräsentative Umfrage, die kürzlich im Auftrag eines Versicherungsunternehmens gemacht wurde. Zwei von drei Befragten sprachen sich dort für ein absolutes Alkoholverbot im Straßenverkehr aus. Vor allem viele Frauen halten demnach die Null-Lösung für richtig. Aber auch bei den Männern sprach sich immerhin noch mehr als jeder Zweite dafür aus. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11)

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Die Bundesregierung befürwortet eine Einführung elektronischer Wegfahrsperren für Alkoholsünder auf EU-Ebene.

Donnerstag 21. April 2011 von htm

Allerdings sollten sogenannte Alkolocks nicht verpflichtend für alle Autofahrer eingeführt werden, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums am Mittwoch in Berlin. Für bereits wegen Alkohol am Steuer aufgefallene Verkehrsteilnehmer sei eine freiwillige Lösung jedoch sinnvoll. Auch der TÜV unterstützt entsprechende Überlegungen aus den Koalitionsfraktionen von Union und FDP. In anderen EU-Ländern laufen bereits Versuche. (Quelle: Google Alkohol News, 21.4.11) de.reuters.com, 20.4.11 – tagesschau.de, 20.4.11 Kommentar: Nach einer Untersuchung in den USA ging die Rate der Wiederholungstäter bei 200’000 eingebauten Alkolocks um 67% zurück.

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D: Bocholter Discounter verkaufen erneut Alkohol an Minderjährige

Mittwoch 20. April 2011 von htm

Erneut sind in Bocholt einzelne Supermärkte und ein Kiosk aufgefallen, weil sie Alkohol und Tabak an Minderjährige verkauft haben. Jugendliche Testkäufer der Stadt erhielten an drei von 15 Verkaufsstellen Waren, die unter den Jugendschutz fallen. … (Quelle: Google Alkohol News, 20.4.11) bbv-net.de, 19.4.11

Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Allgemein, Internationales, Jugend, Kinder, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

TOP NEWS: «Moderater Alkoholkonsum hat keinen lebensverlängernden Effekt»

Mittwoch 20. April 2011 von htm

Epidemiologe Jürgen Rehm sagt, auf das tägliche Glas Wein oder Bier zu verzichten, könne sinnvoll sein. (Interview)
Herr Rehm, für viele überraschend, zeigte kürzlich eine grosse Studie, dass selbst moderates Trinken von Alkohol das Krebsrisiko erhöht (TA vom 14. 4.). Ist dieser Zusammenhang gesichert, oder gibt es dazu noch eine Debatte?
Der Zusammenhang kann heute als gesichert gelten. Die International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon ist eine Unterorganisation der Vereinten Nationen, die sich ausschliesslich mit Krebs und Risikofaktoren für Krebs beschäftigt. Sie hat den Konsum alkoholischer Getränke ohne Wenn und Aber als Kausalfaktor für bestimmte Krebsarten klassifiziert. Im Bericht von 2010 wird ausdrücklich festgehalten, dass es dabei keinen Schwellenwert gibt. Das heisst, dass jeder Konsum von Alkohol mit einem bestimmten Risiko behaftet ist. IARC-Berichte entstehen aufgrund von gut vorbereiteten Treffen der wissenschaftlichen Spezialisten. Im Falle des Restrisikos für Krebs auch bei moderatem Konsum gab es Einstimmigkeit. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.4.11) Kommentar: Freude herrscht! Der Tages-Anzeiger hat den Einstieg ins Thema gefunden und recherchiert. Jürgen Rehm ist einer der führenden Wissenschafter auf diesem Gebiet mit Verbindung zu Zürich. Wir haben ihn schon mehrmals erwähnt. Dürfen wir annehmen, dass unser ständiges Drängen mit Newsletter, Webseitenkommentaren und Leserbriefen zu dem positiven Umschwung beigetragen haben? Vielleicht auch, dass der Konkurrent NZZ trotz grossen Wertedeklamationen noch immer in Abwarteposition verharrt? Egal, Hauptsache, eine gute Basis ist gelegt. Päventive Gedanken müssten eigentlich automatisch folgen. Die kommende nationale Dialogwoche und das neue Alkoholgesetz wären passende Aufhänger. Aber bitte kritisch!

Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Medien, Medizin, Neues Alkoholgesetz (CH), Schweiz, TOP NEWS, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

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