Archiv für die Kategorie 'Preisgestaltung'
Montag 5. April 2010 von htm
Ökonomische Evaluation von Präventionsmassnahmen in der Schweiz
Im Bereich der Prävention liegen international und national verschiedenste Publikationen vor. Sie zeigen auf, dass ausgewählte Präventionsmassnahmen sehr gut wirken. Nur wenige Untersuchungen beschäftigen sich aber mit der Frage, ob diese Massnahmen auch unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten sinnvoll sind. Lohnen sich die Investitionen für Prävention unter Berücksichtigung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses? Um diese Fragen zu klären, hat das BAG – unterstützt von einer national und international zusammengesetzten Expertengruppe – das Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie und das Institut für Wirtschaftsforschung der Universität Neuenburg beauftragt, drei Pionierstudien in den Bereichen Alkohol- und Tabakprävention sowie Prävention von Verkehrsunfällen durchzuführen.
Hauptergebnis der Studien ist eine positive Rendite auf jeden für die Prävention von Verkehrsunfällen, Tabakkonsum und Alkoholmissbrauch eingesetzten Franken. Der geschätzte Return on Investment beträgt das 9,4-fache bei der Prävention von Verkehrsunfällen, das 23-fache bei der Alkoholprävention und 41-fache bei der Tabakprävention. (Quelle: Infoset Newsletter April 2010) BAG, 16.3.10 Kommentar: Ob die weiter vorgesehenen Untersuchungen nicht nur einer Verzögerungstaktik dienen?
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Samstag 16. Januar 2010 von htm
Online-Kommentar zu „Forscher fordern höhere Alkoholsteuer“ im Handelsblatt, 14.1.10
Was die Hamburger Experten vorbringen, ist in Fachkreisen längst klar, auch die WHO und die EU sind in diese Richtung aktiv; nur will es die Politik nicht wissen, weil sie die Interessen der Alkoholwirtschaft statt die des Volkes vertritt. Es sollte eine Lenkungsabgabe nach dem Verursacherprinzip darstellen, keine fiskalische Steuer. Und die Einnahmen sollten zur Deckung der Sozialkosten und für die Prävention eingesetzt werden. Die neue Drogenbeauftragte liegt mit ihrer ablehnenden Äusserung falsch, es treffe die Gesamtbevölkerungk, das sei also die unpassende Lösung. In Wirklichkeit trifft es Jugendliche und starke Konsumenten. Am wenigsten trifft es die Nicht- und Mässigkonsumenten, d.h. die Mehrheit. Sie zahlen keine oder wenig Abgaben und profitieren voll vom Rückgang der Sozialkosten und der Steigerung der Lebensqualität in Familie und Öffentlichkeit. Es wäre schön, wenn die neue Drogenbeauftragte sich mehr von Fachleuten als von ihrer vorgefertigten Ideologie leiten liesse. Allerdings ist von dieser Regierung noch weniger zu erwarten als von der Vorgängerin, die hatte wenigstens noch eine gewisse Fachkompetenz.
Da dieser Artikel im Handelsblatt steht, noch ein Wort zur Wirtschaft. Leider verhält sich die „Wirtschaft“ meist solidarisch mit der Alkoholindustrie, was echte Lösungen meist verunmöglicht. Dabei schneidet sie sich ins eigene Fleisch. Sie leidet auch kostenmässig unter den Alkoholproblemen im Betrieb und Geld, das nicht in den Alkoholkonsum investiert wird, fliesst in andere Branchen oder zu den Banken, wo es investiert wird. Das Spitalpersonal würde einen Rückgang der alkoholbedingten Belastung sicher auch begrüssen.
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Samstag 9. Januar 2010 von htm
von Sally Casswell, Raul Caetano, Thomas Babor, Untertitel: Forschung und Alkoholpolitik, 2005
ISBN 10: 3801719235, ISBN 13: 9783801719234, Erschienen bei: Hogrefe-verlag, EUR 59,95
Aus der Perspektive der Gesundheitsforschung ist Alkohol kein gewöhnliches Konsumgut. Alkohol hat weltweit Folgen für Individuen und Gesellschaften bis hin zu Krankheit und vorzeitigem Tod. Alkohol hat darüber hinaus einen ungünstigen Einfluss auf viele Aspekte des sozialen Lebens. Gesundheitspolitik und Alkoholforschung haben zum Ziel, diesen Auswirkungen sinnvoll zu begegnen. Was sind alkoholpolitische Maßnahmen Warum sind sie wichtig Welche Interventionen sind effektiv Das Buch beleuchtet die neuesten Erkenntnisse zur Effizienz nationaler und internationaler alkoholpolitischer Maßnahmen. Der Fokus liegt auf Empfehlungen hinsichtlich der wichtigsten Strategien: Besteuerung und Preispolitik, Regulierung von Kauf und Verkauf von alkoholischen Getränken, Modifizierung der Trinksituation, Maßnahmen gegen Trunkenheit am Steuer, Regulierung der Werbung für Alkohol, Präventions- und Therapieprogramme. Der deutschen Ausgabe sind drei Kapitel zur Alkoholpolitik in Deutschland, Österreich und der Schweiz beigefügt. Diese Beiträge diskutieren u.a. die Frage ob und wie die Ergebnisse auf den deutschen Sprachraum übertragen und welche Maßnahmen umgesetzt werden können. (Quelle: Google Alkohol Alert, 8.1.10) cgi.ebay.de, 8.1.10 Kommentar: Dies ist das Standardwerk der Alkoholpolitik. Alle Politiker sollten dieses gelesen haben. Englisches Original: Alcohol – No ordinary commodity, 2003
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Donnerstag 10. Dezember 2009 von htm
Die deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat ein Merkblatt herausgegeben, in dem eingehend über Binge Drinking und Präventivmassnahmen informiert wird. Jeder Gesundheitspolitiker sollte diese Angaben kennen und entsprechend handeln. Fact-Sheet der DHS
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Dienstag 3. November 2009 von htm
Chinesische Forscher setzen unreifen Wein unter Strom und beschleunigen damit die Reifung. Das Produkt schneidet im Vergleich zu herkömmlichen Weinen in Blindtests gut ab.
Edler Rotwein, gereift nicht in Monaten und Jahren, sondern, unter Strom gesetzt, binnen weniger Minuten – sieht so die Zukunft der Weinproduktion aus? (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.11.09) Kommentar: Diese Entwicklung könnte das Alkoholproblem in eine neue Dimension führen. Ob die Politiker auch diese verschlafen werden?
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Samstag 27. Juni 2009 von htm
Einer von zehn Todesfällen in Europa ist Studien zufolge auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Besonders dramatisch ist die Situation in Russland: Dort ist die Hälfte der Todesfälle bei Männern von 15 bis 54 Jahren auf exzessiven Alkoholkonsums zurückzuführen, heißt es im Fachjournal „Lancet“. Es veröffentlicht in seiner Ausgabe von diesem Samstag mehrere Analysen zum Thema Alkohol. Der weltweite Durchschnittsverbrauch liege derzeit bei 6,2 Litern puren Alkohols, der europäische bei 11,9 Litern. Weltweit seien unter anderem die billige Massenproduktion und die globalisierte Vermarktung daran schuld, dass immer mehr Alkohol getrunken werde. „Wir stehen einer großen und zunehmenden auf Alkohol zurückzuführenden Last gegenüber – obwohl wir besser denn je wissen, mit welchen Strategien sich die Probleme effektiv und günstig regeln ließen“, kritisieren die Forscher. …(Quelle: Google Alkohol News, 26.6.09) Frankfurter Rundschau, 25.6.09 BBC, 26.6.09 The Lancet, 27.6.09 20minuten, 26.6.09
Studie: „Global burden of disease and injury and economic cost attributable to alcohol use and alcohol-use disorders.“ Jürgen Rehm, Colin Mathers, Svetlana Popova, Montarat Thavorncharoensap, Yot Teerawattananon, Jayadeep Patra. The Lancet, Volume 373, Issue 9682, Pages 2223 – 2233, 27 June 2009
doi:10.1016/S0140-6736(09)60746-7
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Mittwoch 27. Mai 2009 von htm
Online-Kommentar zu Kommentare in sueddeutsche.de, 25.5.09
Kontrabass: Kommentare zur Alkoholwerbungs-Studie
Wenn zwischen „Zusammenhang“ und „Wirkung“ unterschieden wird, ist dies eine übliche Vorsichtsmassnahme bei Wissenschaftern. Am Ergbnis ändert sich nichts. Es wird durch eine ganze Reihe von andern Studien bestätigt. Die Hauptwirkung der Alkoholwerbung geht von der geballten Ladung an alkoholbezüglichen Eindrücken aus, die von der Gesellschaft ausgehend auf die Jugendlichen eindringen. Auch das Vorbild der Erwachsenen gehört dazu. Deshalb sind auch Präventionsprogramme für Jugendliche nicht sehr wirksam, weil die gesellschaftliche Wirklichkeit diesen Botschaften diametral gegenübersteht. Sie sind dadurch unglaubwürdig und deshalb wirkungslos.
– Auf die Peergroups haben die Eltern insofern Einfluss, als sie schon frühzeitig dafür sorgen können, dass ihre Kinder in Kreisen verkehren, die ein weniger grosses Risiko aufweisen, z.B. ausgesuchte Jugendorganisationen, die einen ethischen Hintergrund haben. Das Angebot ist allerdings nicht überall gleich gut. Es nützt aber nichts, dass man die Wichtigkeit der Peergroups hervorhebt und damit die Schädlichkeit der Alkoholwerbung neutralisiert. Das Problem benötigt eine ganze Palette an Massnahmen.
– Der Staat macht soviel, wie seine Bürgerinnen und Bürger zulassen. Wenn die Politiker um ihre Wählerstimmen fürchten müssen, wenn sie unpopuläre Massnahmen einführen, werden sie sich hüten, in diese Richtung vorzustossen und sich um Entscheide drücken. Genau wie es jetzt geschieht. Die Einnahmen des Staates aus dem Alkoholgeschäft sind ein Bruchteil des Schadens, der damit angerichtet wird. Nach dem Verursacherprinzip müssten schmerzhafte Alkoholsteuern eingeführt und für die Deckung der Schäden und für die Prävention eingesetzt werden.
– Wer sich über die unterschiedlichen Glasgrössen aufregt, hat natürlich insofern recht, als es die Alkoholindustrie immer wieder fertig bringt, mit neuen Grössen Verwirrung zu schaffen. Ganz abgesehen davon, dass der Alkoholgehalt ähnlicher Getränke, z.B. Bier, Schnaps, Wein, sehr unterschiedlich sein kann. Die Wissenschaft verwendet den Begriff Standard Drink und vergleicht damit Gläser, die bei verschiedener Getränkeart etwa den gleichen Alkoholgehalt bringt. Die Normen sind aber nicht wirklich einheitlich geregelt. So unterscheiden sich auch die als problemlos empfohlenen täglichen Konsummengen von Land zu Land.
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Samstag 16. Mai 2009 von htm
Jugendliche benützen Flaschen Etiketten zur Wahl des stärksten Getränks zu niedrigsten Preisen. Im Gegensatz zur Position der Alkoholindustrie, dass sichtbare Etiketten das verantwortungsbewusste Konsumieren fördern würden, benützen junge Leute diese sichtbaren Standard-Flaschen-Etiketten dazu, die Alkoholmenge, die sie konsumieren zu erhöhen oder sogar zu maximieren, zu tiefstmöglichen Kosten. (Quelle: Medical News Today, 15.5.09)
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Internationales, Jugend, Jugendliche, Preisgestaltung, Verhältnis-Präv., Werbung |
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Samstag 4. April 2009 von htm
Hauptsache billig: Das scheint für die meisten Deutschen das Motto beim Einkauf zu sein. Beim Kauf von Lebensmitteln, Kleidung, Schuhen und Unterhaltungselektronik achtet die Mehrheit hierzulande vor allem auf den Preis und weniger auf die Marke. Ausnahme: Beim Alkohol schauen 53.5% mehr auf die Marke. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative internationale Umfrage der GfK-Marktforschung in Nürnberg. (Quelle: Google Alkohol Alert, 4.4.09) Kölnische Rundschau, 3.4.09
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Freitag 3. April 2009 von htm
Im Jahr 2008 hat DG SANCO RAND Europa beauftragt, eine Studie über „Die Erschwinglichkeit von Alkoholika in der EU durchzuführen – Die Zusammenhänge zwischen der Erschwinglichkeit von Alkoholika, Konsum und Schäden verstehen.“ Neben einem ausführlichen Studium der Literatur hat RAND Europa für diese Studie eine grosse Zahl von Interessevertretern konsultiert (EU-Mitgliedstaaten, Wirtschaftsführer, NGOs der öffentlichen Gesundheit und andere Generaldirektionen der EU-Kommission). Report pdf (1.9 MB)
Kategorie: Allgemein, Diverse, Europaparlament / EU-Kommission, Internationales, Politik, Preisgestaltung, Statistik, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen |
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