Mittwoch 8. Juni 2011 von htm
München – Die deutsche Volkswirtschaft verliert mit 225 Milliarden Euro jährlich rund ein Zehntel des Bruttoinlandproduktes durch kranke Arbeitnehmer. Der durch reine Fehlzeiten bedingte Betrag von 1.197 Euro pro Mitarbeiter und Jahr erfasst dabei nur rund ein Drittel dieser Kosten.
Der erheblich höhere Teil entsteht dadurch, dass Arbeitnehmer trotz Krankheit am Arbeitsplatz erscheinen (Präsentismus). Ihre eingeschränkte Einsatzfähigkeit vermindert die Arbeitsqualität, erhöht die Fehleranfälligkeit und Anzahl von Unfällen. Das berichtet die Strategieberatung Booz & Company aufgrund einer Studie für die Felix Burda Stiftung.
Laut der Untersuchung schafft eine betriebliche Gesundheitsvorsorge strategische Wettbewerbsvorteile und kann die Kosten massiv senken, die Unternehmen und Volkswirtschaft jedes Jahr durch kranke Arbeitnehmer entstehen. (Quelle: aerzteblatt.de, 7.6.11) unser Online-Kommentar: Eine kürzliche schweizerische Untersuchung kam auf 2% alkoholbedingte Personalkosten, 14’000 Franken pro Person, total eine Milliarde. Diese Studie hier legt nahe, dass diese Kosten weit höher sind wegen des Präsentismus. Gerade beim Alkohol im Betrieb wird oft sehr lange gewartet, bis das Problem eines Mitarbeiters erkannt wird und auch Massnahmen ergriffen werden. Prävention im Betrieb ist deshalb sehr profitabel.
Ein anderes, unverständliches Kapitel ist die Komplizenschaft der Wirtschaft mit der Alkoholindustrie. Mindestens in der Schweiz bekämpfen die Wirtschaftsverbände seit jeher jede wirksame Alkoholprävention. Dabei würden ihre Betriebe damit nur gewinnen. Die Aktionäre sind blind und taub.
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Mittwoch 1. Juni 2011 von htm
Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren? Das Gehirn sieht das wohl anders. Selbst geringe Mengen Alkohol schädigen das Gehirn sofort, wenigstens aber nicht dauerhaft. Dies ergab die aktuelle Studie einer chinesischen Forschungsgruppe. Von ihren Ergebnissen berichteten die Wissenschaftler auf dem 21. Jahreskongress der Europäischen Neurologen-Gesellschaft (ENS) in Lissabon.
Teilnehmer der Studie waren junge, gesunde Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Die Freiwilligen wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen aufgeteilt. Sie erhielten entweder ein Placebo, eine geringe Alkoholdosis oder hohe Alkoholmengen. Wie der Alkoholkonsum sich aufs Gehirn auswirkte, wurde mittels Magnetresonanztomografie untersucht. … (Quelle: netdoktor.de, 31.5.11)
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Donnerstag 26. Mai 2011 von htm
Forschung und Wissenschaft geniessen hohes Ansehen. Doch scheinbar gesicherte Erkenntnisse basieren oft auf weit verbreiteten Mythen und lieb gewordenen Irrtümern. … Buchbesprechung: Ernst Peter Fischer: Warum Spinat nur Popeye stark Macht. Mythen und Legenden in der modernen Wissenschaft. (Quelle: Tages-Anzeiger, 26.5.11, nicht online) Kommentar: Ohne das Buch zu kennen, möchte ich doch den Schlusssatz des Artikels zitieren: „Das alles macht den neuen Band des Wissenschaftlers und Buchautors zur erfreulichen Lektüre und einmal mehr zu Aufforderung, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.“ – Das gilt sicher auch für viele Alkohol-Studien. Eigenartig ist nur, dass unsere Presse hauptsächlich jene Studien verbreitet, die alkoholfreundliche Resultate liefern. Z.B. ist die neue, bahnbrechende Krebsstudie, im Gegensatz zu Deutschland, hierzulande praktisch nirgends erwähnt worden. Der gesunde Menschenverstand genügt offensichtlich nicht.
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Dienstag 24. Mai 2011 von htm
The popular, formerly caffeinated, fruity alcoholic beverage, Four Loko, has been blamed for the spike in alcohol-related hospitalizations, especially throughout college campuses.
Initially, caffeine was deemed the culprit and the Food and Drug Administration ordered all traces of caffeine to be removed from Four Loko and all other similar beverages. However, according to an upcoming evaluation in Perspectives on Psychological Science, a journal of the Association for Psychological Science, caffeine might not be the primary cause of the spike in hospitalizations. … (Source: Alcohol Reports, 5/23/11) psychologicalscience.org, 5/23/11
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Montag 23. Mai 2011 von htm
Bier, Wein und Schnaps enthalten Histamin – deshalb sollten Heuschnupfengeplagte auf Alkohol verzichten. Denn Histamin kann die Symptome verschlimmern, sagt Harald Morr, Präsident der Deutschen Lungenstiftung. „Histamin agiert im menschlichen Körper als einer mehrerer Signalstoffe, die während einer allergischen Reaktion ausgeschüttet werden und die typischen allergischen Symptome verursachen.“ … (Quelle: Google Alkohol News, 23.5.11) welt.de, 22.5.11
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Sonntag 22. Mai 2011 von htm
Von 600 Trunkenheitsfahrten wird durchschnittlich nur eine entdeckt. Das teilte Professor Dr. Dieter Müller von der Sächsischen Polizei. 0,19 Prozent aller Führerscheinbesitzer in Deutschland mussten sich im vergangenen Jahr der Medizinisch Psychologischen Untersuchung (MPU) wegen und Alkohol-, Drogen-, Verkehrs- und Strafdelikten unterziehen. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.5.11) auto. t-online.de, 20.5.11
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Samstag 21. Mai 2011 von htm
Wer regelmäßig exzessiv Alkohol konsumiert, fügt seinem Gehirn gewaltigen Schaden zu – Komasäufer können Informationen viel schlechter abspeichern. Regelmäßiges Komasaufen kann das Lernvermögen erheblich beeinträchtigen. Spanische Forscher entdeckten bei Studenten einen klaren Zusammenhang zwischen exzessivem Alkoholgenuss und der verminderten Fähigkeit, Neues anhand mündlicher Informationen zu erlernen.
Das sogenannte deklarative Gedächtnis arbeitet bei Komasäufern merklich schlechter, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Alcoholism: Clinical & Experimental Research“. Dieser Teil des Gedächtnisses macht es möglich, Neues zu lernen, denn hier wird explizites Wissen ebenso abgespeichert wie bewusste Erinnerungen zu Ereignissen und Fakten. … (Quelle: Google Alkohol News, 17.5.11) welt.de, 16.5.11 – aerzteblatt.de, 17.5.11
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Mittwoch 4. Mai 2011 von htm
Alkohol ist ein Gift für den Körper. Mit geringen Mengen Bier, Wein & Co. kann der Organismus fertig werden. Wer aber zu viel davon trinkt, muss dafür zum Beispiel mit einer gestörten Wahrnehmung, Konzentrationsproblemen, Kopfschmerzen und Übelkeit büßen. Solche Katersymptome sind Vergiftungserscheinungen, die mit steigendem Promille-Konsum immer schwerwiegender ausfallen. Ein sehr hoher Blutalkoholspiegel kann sogar zum Koma führen und tödlich enden.
Wie schnell und massiv Alkohol seine Wirkung entfaltet, hängt in erster Linie von folgenden Faktoren ab: … (Quelle: netdoktor.de, 27.4.11)
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Sonntag 1. Mai 2011 von htm
Schon einmaliger Alkoholkonsum kann die Herzfunktion beeinträchtigen. Das ist das Ergebnis einer deutsch-belgischen Studie, die auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurde.
Die Forscher der Kardiologischen Klinik Bad Oeynhausen, des Krankenhauses Ludmillenstift, Meppen, und des Universitätskrankenhauses Gasthuisberg im belgischen Leuven untersuchten 19 herzgesunde Partyteilnehmer vor und zwölf bis 16 Stunden nach dem Konsum von Alkohol. Die mittlere Spitzenalkoholkonzentration lag bei 1,4 Promille. …„Unsere Studie weist erstmals eine signifikante dosisabhängige Verschlechterung der linksventrikulären Funktion nach Alkohol nach“, fassen die Studienautoren den Stellenwert der Untersuchung zusammen. Die linksventrikuläre Funktion ist der Prozess, bei dem das Herz das mit Sauerstoff angereicherte Blut in die Gefäße pumpt. (Quelle: Google Alkohol News, 1.5.11) focus.de, 30.4.11 unser Online-Kommentar: Oh, diese Kommentare!
Nachdem die Alkohollobby uns seit einem Jahrzehnt mit alkoholpositiven Untersuchungen eingedeckt hat, dreht sich das Blatt nun ziemlich eindrücklich. Und viele Kommentatoren sind nun eigenartigerweise vom Wert wissenschaftlicher Arbeit nicht mehr überzeugt. Man will doch nur das lesen, das einen in seinem Verhalten bestärkt. Lieber zahlt man weiter ein Leben lang die alkoholbedingten horrenden Sozialkosten und verbleibt in der Hörigkeit einer skupellosen Alkohollobby.
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Freitag 29. April 2011 von htm
Alkoholkonsum unter Aufsicht führt bei Teenagern nicht dazu, dass sie verantwortungsbewusster mit Alkohol umgehen, sondern eher zum Gegenteil.
Zu diesem Ergebnis ist ein amerikanisch-australisches Forscherteam mit einer Studie an rund 1900 Siebt- bis Neuntklässlern gekommen. (Quelle: Google Alcohol News, 04/29/11) suedostschweiz.ch, 29.4.11 Kommentar: Siehe den englischen Artikel mit Links zu den Originalen. Die Schulversuche mit Alkoholausschank durch Lehrer werden wohl das gleiche Ergebnis bringen. Wie rechtfertigen sich wohl diese Lehrer für den Schaden, den sie anrichten?
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