Donnerstag 26. August 2010 von htm
Wer Alkohol in Maßen geniessen kann, profitiert gesundheitlich davon.
Mediziner können sich nicht einigen, ob Alkohol direkt ins Verderben führt oder doch eher der Gesundheit zuträglich ist. Eine neue Langzeitstudie attestiert wieder positive Effekte.
Es gibt Studien, die dem mäßigen Alkoholkonsum lebensverlängernde Wirkung zuschreiben – sofern die Freunde von Bier, Wein oder Spirituosen sich nicht mehr als ein bis zwei Drinks pro Tag gönnen. Manche Mediziner halten die vermeintlichen Gesundheitseffekte von Alkohol jedoch für maßlos übertrieben. Eine Langzeitstudie, die den Alkoholkonsum älterer Menschen 20 Jahre lang beobachtete und mit ihrer Lebenserwartung in Verbindung brachte, stützt nun die Aussage, dass Alkohol in Maßen das Sterberisiko reduziert – allerdings weniger als in den optimistischen Studien angenommen, und vielleicht sogar eher als Begleiterscheinung eines allgemein lebensverlängernden Lebensstils. (Quelle: Google Alkohol News, 26.8.10) focus.de, 25.8.10 unser Kommentar (Zum Teil Online): Nun hat also diese Studie gebracht, was ich schon immer zu diesen alkoholpositiven Studien gesagt habe: Die jeweils herbeigezogenen „Abstinenten“ waren nicht lebenslang alkoholfrei Lebende, sondern ehemalige Alkoholiker, Diabetiker, usw., die mit verschiedenen Gesundheitsrisiken lebten. Ganz klar, dass mässige Alkoholkonsumenten, die sonst gesundheitsbewusst leben, eine bessere Lebenserwartung haben, weil der Körper geringe Mengen Alkohols ohne bleibende Schäden verarbeiten kann.
Es ist deshalb irreführend, wenn der Artikel wie gewohnt titelt: Ein Prost auf langes Leben. Lebenslang Abstinente leben länger, weil sie ihr Immunsystem nicht durch Alkoholkonsum belasten, sich oft auch sonst gesundheitsbewusst ernähren, wenn es ihr sozialer Status erlaubt und sie nicht unter zu grossem Stress leiden. Nicht umsonst leiden viele Abstinentengruppen an Überalterung. Zwei der ersten drei Sätze sind ebenfalls irreführend. Die Studie belegt gerade das Gegenteil: Dass die bisherigen alkoholpositiven Studien Abstinente zu unrecht als valable Kontrollgruppen beigezogen haben. Lebenslang Abstinente hätten ein anderes Ergebnis erbracht. Nur sind die heutzutage schwieriger zu finden. Jetzt sollte die Presse ehrlich genug sein, diesen Sachverhalt wahrheitsgemäss wiederzugeben. Mässiger Alkoholkonsum ist selbstverständlich besser als unmässiger. Das ist der einzige positive Effekt. Die zweite Lehre aus der Studie: Lebenslange Abstinenz ist gesundheitlich mindestens so empfehlenswert wie mässiger Alkoholkonsum. Ob die Medien dies nun auch so hartnäckig vertreten werden?
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Mittwoch 25. August 2010 von htm
Bei Personen mit Hypertonus können Trinkgelage das Risiko für einen Schlaganfall drastisch erhöhen. Gleiches gilt für das Risiko an einer kardiovaskulären Erkrankung zu sterben. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Jae Woong Sull von der Yonsei University in Seoul. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Stroke (doi: 10.1161/STROKEAHA.110.586347). (Quelle: aerzteblatt.de, 24.8.10)
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Mittwoch 25. August 2010 von htm
Alkohol erhöht das Risiko für hormonempfindlichen Brustkrebs, der von den Drüsenlappen ausgeht. Der Genuss von Hochprozentigem scheint nur die Entwicklung der so genannten lobulären Karzinome zu fördern. (Quelle: netdoktor.de, 24.8.10)
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Montag 23. August 2010 von htm
Wer von der Familie sachte an den Alkohol herangeführt wird, neigt seltener zum Vollrausch-Trinker. Was beweist: Das Verbotene lockt. Jugendliche und junge Erwachsene, die in ihren Familien zum Essen eine geringe Menge an alkoholischen Getränken konsumieren dürfen, betrinken sich als Erwachsene seltener bis zum Vollrausch und werden seltener alkoholkrank als Jugendliche, die einem Alkoholverbot unterliegen. Das berichten Forscher um Lee Strunin von der Boston University (US-Staat Massachusetts) im Journal „Addiction, Research and Theory“. (Quelle: Google Alkohol News, 21.8.10) welt.de, 20.8.10 mit unserem Online-Kommentar: Auf www.alkoholpolitik.ch sind mehrere Studien aufgelistet mit Links zur Quelle, welche diese Studie widerlegen. Z.B. eine aus Holland im Januar: https://www.alkoholpolitik.ch/2010/01/29/kinder-die-von-den-eltern-zu-verantwortungsvollem-alkoholkonsum-erzogen-werden-haben-trotzdem-alkoholprobleme/8922/
Auch in den USA liegen ähnliche Studen vor.
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Freitag 20. August 2010 von htm
…wenn es nicht so viele Wenn und Aber gäbe. (Kommentar Red.)
Ein moderater Weinkonsum geht mit einer besseren Leistungsfähigkeit des Gehirns einher. Diesen Zusammenhang zeigen die Ergebnisse einer Studie, die norwegische Forscher mit mehr als 5000 Probanden durchgeführt haben. Sie hatten getestet, wie der Konsum verschiedener Mengen unterschiedlicher alkoholischer Getränke mit der Wahrnehmungs- und Erinnerungsfähigkeit der Versuchsteilnehmer zusammenhing. Dabei schnitten diejenigen, die regelmäßig moderate Mengen Wein konsumierten, am besten ab – bei anderen alkoholischen Getränken konnten die Forscher dagegen keinen positiven Effekt nachweisen. Die Autoren um Kjell Arntzen von der Universität in Tromso schränken jedoch ein: «Die positiven Auswirkungen könnten auch auf den allgemeinen Lebensstil zurückzuführen sein.» Ihre Studie veröffentlichen die Wissenschaftler im Fachmagazin «Acta Neurologica Scandinavica» (Bd. 122, Zusatzveröffentlichung 190, S. 23). (Quelle: netdoktor.de, 18.8.10) (siehe auch Deutsches Aerzteblatt) Kommentar: Dass solche zugegebenermassen unsichere Forschungsresultate in einer Aerztezeitschrift unkritisch kommentarlos kolportiert werden, ist bedenklich.
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Mittwoch 18. August 2010 von htm
Wer gerne Bier trinkt, hat ein erhöhtes Risiko, Schuppenflechte zu bekommen. Schuld ist vermutlich das Malz im Gerstensaft. Leichtbiere stellen keine Gefahr dar.
Schuppenflechte ist eine Autoimmunerkrankung der Haut, die viele Faktoren und Substanzen auslösen und verschlimmern können. Alkohol gilt zum Beispiel schon seit Längerem als ein Kandidat, der die Erkrankung forciert. Wissenschaftler der Harvard-Universität haben nun den Einfluss verschiedener Alkoholika auf die Schuppenflechte untersucht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass Wein, hochprozentige alkoholische Getränke, aber auch kalorienarmes „Light“-Bier keine Rolle spielen – im Gegensatz zu normal gebrautem Vollbier. (Quelle: Google Alkohol News, 18.8.10) focus.de, 17.8.10 Kommentar: Die Studie hat das Risiko von Frauen untersucht. (Source: Medical News Today, 8/16/10)
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Samstag 14. August 2010 von htm
Eine strenge, kontrollierende Erziehung kann Jugendliche vor übermäßigem Trinken schützen. Das zeigt eine US-Studie, die untersuchte, welcher Erziehungsstil dem sogenannten Binge-Drinking (Rauschtrinken) vorbeugen kann.
Zugleich sollten Eltern neben klaren Regeln aber auch Fürsorge und Geborgenheit nicht vergessen. Bei der Untersuchung wurden knapp 5000 Schüler im Alter von 12 bis 19 Jahren zu Alkoholkonsum, Erziehungsstil und dem Alkoholkonsum ihrer Freunde befragt. Als Binge-Drinking wird der Konsum von fünf oder mehr alkoholischen Getränken an einem Abend klassifiziert. (Quelle: Google Alkohol News, 13.8.10) maerkischeallgemeine.de, 12.8.10
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Samstag 14. August 2010 von htm
Eine Forschergruppe um Prof. Kurt Imhof, Universität Zürich, zieht eine sehr kritische Bilanz zur Schweizer Medienlandschaft. Sie sieht die nachhaltige Information über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefährdet. Dies wiederum habe negative Auswirkungen auf das demokratische Gemeinwesen. (Quelle: NZZ, 13.8.10) Kommentar: Printmedien-Vertreteter im Fernsehen und in der Presse weisen diese Darstellung mehr oder weniger deutlich zurück. Genau so wie der Schweizer Presserat meine damalige Beschwerde zurückgewiesen hat, die Medien würden das Alkoholproblem nicht recherchieren und damit eine wirkliche Diskussion in der Öffentlichkeit verunmöglichen. Diese Untersuchung wäre doch eine praktische Begründung für die Ablehnung dieser Beschwerde. Prof. Imhof hat es offenbar unterlassen, die Frage zu prüfen, ob und welche Themen nicht richtig zur Darstellung gelangen, weil die Verlage von Lobbyisten unter Druck gesetzt werden. Vielleicht ist dies Thema eines nächsten Jahrbuchs? siehe auch tink.ch, 31.8.10
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Donnerstag 12. August 2010 von htm
Die Anpassung von Alkoholsteuern an die Inflation würde jährlich im US-Bundesstaat Florida zwischen 600 und 800 Menschen retten, die an den Folgen von übermäßigen Alkoholkonsum sterben. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Universität Florida. Die Alkoholsteuern wurden dort zuletzt im Jahr 1983 erhöht.
Die Studie, die Sterblichkeitsrate und Steuererhebung von 1969 bis 2004 analysiert, ist in der Fachzeitschrift Alcoholism: Clinical and Experimental Research (ACER) erschienen. (Quelle: Google Alkohol News, 11.8.10) nichttrinker.com, 10.8.10
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Internationales, Preisgestaltung, Verhältnis-Präv. |
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Donnerstag 12. August 2010 von htm
Eine neue Studie stellt dem Lebenswandel der Deutschen ein schlechtes Zeugnis aus: Zu wenig Bewegung, zu viel Alkohol. Dabei sind Hauptschul-Absolventen überdurchschnittlich fit, während Akademiker schlechter abschneiden. (Quelle: Google Alkohol News, 11.8.10) sueddeutsche.de, 10.8.10)
Kategorie: Allgemein, Diverse, Internationales |
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