Samstag 8. Januar 2011 von htm
Buenos Aires – Im biblischen Alter von 108 Jahren hat der Argentinier Gregorio Mosqueda Tipps fürs Älterwerden gegeben. Die Quintessenz: „Kein Alkohol, viele Frauen.“
Er habe 57 Freundinnen gehabt, rechnete der betagte „Latin-Lover“ der Zeitung „Clarin“ (Freitag) akribisch vor. Mosqueda überlebte vier Ehefrauen, zeugte 22 Kinder, hat etwa 60 Enkelkinder und mehrere Urenkel. Die genaue Enkel-Zahl ist unklar, denn einige Söhne und Töchter leben weit weg vom Vater und lassen selten von sich hören. (Quelle: Google Alkohol News, 7.1.11) rhein-zeitung.de, 7.1.11 unser Online-Kommentar: Dass ein geregeltes Sexleben altersverlängernd wirkt, scheint wissenschaftlich nachgewiesen zu sein, Allein schon verheiratet zu sein, verlängere das Leben. Beim Alkohol ist die Lage schwieriger zu beurteilen. Viele alkoholpositive Studien wollen belegen, dass mässiger Alkoholkonsum gesünder sei als Abstinenz. Der gesunde Menschenverstand, aber auch neuere Untersuchungen zeigen jetzt, dass viele dieser Studien falsch angelegt sind, möglicherweise, um die erwünschten Ergebnisse zu erzielen. Dabei geht es vor allem darum, dass nicht mit Langzeit- oder Lebenslang-Abstinenten verglichen wurde, sondern mit solchen, die gesundheitliche Defizite hatten. Dazu wurde nicht auf die sozialen Unterschiede Rücksicht genommen.
Diese Studien erscheinen nicht in den Medien. Warum wohl?
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Dienstag 4. Januar 2011 von htm
Bericht zu Angeboten bei Problemen mit Alkohol und häuslicher Gewalt: Dass Alkohol und Gewalt zusammenhängen können, ist allgemein bekannt. Die genauen Zusammenhänge sind allerdings komplexer, wenig erforscht und erschweren die Hilfe und Beratung. Der Fachverband Sucht hat in Zusammenarbeit mit der Fachstelle gegen Gewalt des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Mann und Frau die Angebote in der Schweiz untersucht, die zu Alkohol, Gewalt und Opfern in der Schweiz bestehen. Es werden Lücken und Entwicklungspfade aufgezeigt. Der Bericht (pdf, 26S., 730Kb) ist online erhältlich. (Quelle: Infoset Newsletter Januar 2011)
Kategorie: Allgemein, Diverse, Gewalt/Kriminalität, Schweiz, Veröffentlichungen |
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Dienstag 4. Januar 2011 von htm
Washington – Wer das Risiko trägt, zum Alkoholiker zu werden, ist auch dem Risiko für Fettleibigkeit in erhöhtem Maße ausgesetzt. Wie Wissenschaftler der Universität in Washington unter der Leitung von Richard Grucza herausfanden, trifft dies auf Männer und auf Frauen zu. Ihre Studie publizierten sie im Fachmagazin Archives of General Psychiatry (doi: 10.1001/archgenpsychiatry.2010.155). (Quelle: aerzteblatt.de, 3.01.11)
Kategorie: Allgemein, Internationales, Konsumhaltung, Medizin |
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Dienstag 4. Januar 2011 von htm
Der Konsum von Tabak und Alkohol trägt zu einem wesentlichen Teil zur Entstehung chronischer Erkrankungen bei. Daneben seien Bewegungsmangel und Übergewicht große Risikofaktoren, heißt es im Versorgungs-Report 2011 des WIdO. “Der Anteil durch Rauchen verursachter kardiovaskulärer Todesfälle bei Erwachsenen liegt in den Industriestaaten bei zwölf bis 22 Prozent.” Zudem sei mit 30 Prozent fast jeder dritte Krebstod auf den Konsum von Tabak zurückzuführen.
Auch von einem erhöhten Alkoholkonsum geht eine hohe Gesundheitsgefährdung aus. “Bei einer höheren Alkoholzufuhr steigt sowohl bei Frauen als auch bei Männern die Mortalität an”, heißt es in dem Bericht. Insofern liege eine der bedeutsamsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts darin, “diese Risikofaktoren zu verhindern oder zu verringern, Ressourcen zu stärken und Lebensbedingungen zu optimieren”. (Quelle: Pressemeldung: [aok-bv.de-30.12.10]) verbaende24.net, 3.01.11 unser Online-Kommentar: Diese Diagnose ist seit langem bekannt. Doch die Politik nimmt davon keine Kenntnis oder sucht nach Alibimassnahmen, die nichts bringen. Die Krankenkassen könnten und müssten auf die Politik Einfluss nehmen, dass endlich wirksame Präventionsmassnahmen ergriffen werden, wie sie die WHO in ihrer Alkohol-Strategie aufzeigt. Es genügt nicht, die Resolution zu unterschreiben, man muss sie auch national umsetzen.
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Andere Drogen, Gesundheit, Internationales, Medizin, Politik, Statistik, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie |
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Montag 27. Dezember 2010 von htm
Die seit Anfang 2009 vom Landkreis Emsland und der Stadt Lingen gemeinsam mit der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim durchgeführten Alkoholtestkäufe werden fortgesetzt. Dies teilte die Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim in einer Presseerklärung mit.
Hintergrund ist der unverminderte Trend des exzessiven Alkoholkonsums bei Jugendlichen. So wurden auch in den vergangenen drei Monaten an fünf Terminen in verschiedenen Gemeinden des gesamten Landkreises sowie an einem Termin in der Stadt Lingen solche Testkäufe durchgeführt. Erfreulicherweise ist nach Polizeiangaben festzustellen, dass das Verkaufspersonal in den kontrollierten Verbrauchermärkten, Kiosken und Tankstellen ein besseres Problembewusstsein entwickelt hat. (Quelle: Google Alkohol News, 26.12.10) noz.de, 26.12.10 Kommentar: Grosse Fortschritte. Doch wie wären Testkäufe mit Bier und Wein? Enthalten die keinen Alkohol?
Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Allgemein, Internationales, Jugendliche, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr |
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Freitag 17. Dezember 2010 von htm
Eine Meta-Analyse. Ischämische Herzkrankheiten (z.B. Angina Pectoris, akuter Myokardinfarkt) sind Erkrankungen des Herzens, die durch eine verminderte Blutzufuhr und den dadurch entstehenden Sauerstoff- und Nährstoffmangel verursacht werden.
(Teilübersetzung von uns):
Gegenwärtige Alkohol-Abstinenten wurden als unpassende Referenzgruppe in epidemiologischen Studien betr. Effekte von Alkohol identifiziert, weil die in der Gruppe enthaltenen früheren Trinker zu einer Überschätzung des schützenden Effekts und einer Unterschätzung des gegenteiligen Effekts des Alkoholkonsums führen könnte.
Die Aufgabe in deser Studie war es, diese Problematik für Ischaemische Herzkrankheiten (IHD) zu quantifizieren.
Elektronische Datenbanken wurde systematisch durchforscht nach relevanten Case-Kontroll- oder Kohort-Studien, die zwischen 1980 und 2010 veröffentlicht worden waren. 38 Artikel erfüllten das Kriterium, d.h. ehemalige Trinker waren enthalten, die total 5613 IHD Fälle und 12097 Kontrollfälle bei Case-Kontroll-Studien und 1387 mit kombinierten Endpunkten und 7183 Fällen, am Endpunkt geschichtet, unter 232’621 Personen mit Risiko bei Kohort Studien zeigten.
Misch-Schätzungen der Teilmengen, geschichtet nach Sex und Endpunkt, zeigten ein markant erhöhtes Risiko unter ehemaligen Trinkern verglichen mit Langzeit-Abstinenten für IHD-Tod. … Für IHD-Krankheit, war die Schätzung für beide Geschlechter nahezu identisch und statistisch nicht signifikant. Die Resultate errwiesen sich in mehreren sensitiven Analysen als robust.
In zukünftigen Studien sollten Forscher ehemalige Alkoholkranke von der Referenz-Gruppe trennen, um unverfälschte Schätzungen zu erhalten. (Quelle: Alcohol Reports, 17.12.10) aje.oxfordjournals.org, Januar 2011 Kommentar: Endlich kommt hier die wissenschaftliche Bestätigung dessen, was wir zu diesen alkoholpositiven Studien schon immer gesagt und geschrieben haben! Dies ist einer der Gründe, warum alkoholpositive Studien im Vergleich mit Abstinenten nicht korrekt sind. Diese Meta-Analyse verglich mit Langzeit-Abstinenten, nicht einmal mit lebenslang alkoholfrei Lebenden. Die Alkohol-Industrie und ihre Lobbies haben es sehr clever angestellt, dass sogar die WHO einige positive Aspekte zugestand. Sie sollte nun darauf zurückkommen. Grosser Dank an die Verfasser, u.a. Jürgen Rehm!
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Freitag 17. Dezember 2010 von htm
San Diego – Ist ein Alkoholrausch der Eltern ein übersehener Risikofaktor für den plötzlichen Säuglingstod (SIDS)? Ein US-Soziologe fand in einer Studie in Addiction (2010; 10.1111/j.1360-0443.2010.03199.x) gleich mehrere Hinweise, darunter war ein dramatischer Anstieg der Todesfälle in der Neujahrsnacht.
David Phillips von der Universität in San Diego hat alle 129.000 SIDS-Fälle aus dem Zeitraum von 1973 bis 2006 kalendarisch mit den Unfallstatistiken abgeglichen, die ein zuverlässiger Indikator für den Alkoholkonsum sind.
Vermehrte Unfälle unter Alkoholeinfluss gibt es in den USA vor allem am Neujahrstag, aber auch am 4. Juli, dem Nationalfeiertag, und dem 20. April. Das ist für US-Jugendliche der “Pot Day”, an dem neben Marihuana auch vermehrt Alkohol getrunken wird. Auch an Wochenenden steigt die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss.
An all diesen Tagen kommt es auch zu einem Anstieg der SIDSs. Besonders deutlich ist dies Neujahr, wenn die Zahl der SIDS um 33 Prozent ansteigt. Gegen einen Zufall und für einen Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum spricht für Phillips auch, dass das SIDS-Risiko bei alkoholkranken Müttern doppelt so hoch ist wie bei anderen Müttern. Unklar ist für ihn, wie der Alkohol das SIDS-Risiko erhöht. …(Quelle: aerzteblatt.de, 16.12.10)
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Mittwoch 15. Dezember 2010 von htm
In Deutschland zeichnet sich ein positiver Trend ab: Jugendliche rauchen insgesamt weniger und trinken nicht mehr so viel Alkohol wie in den Vorjahren – mit unerfreulichen Ausnahmen.
Ob es gute Vorbilder, eine abschreckende Aufklärung oder schlicht und ergreifend Vernunft ist: Jugendliche verhalten sich Rauschmitteln gegenüber zurückhaltender. Diesen Schluss legt eine aktuelle Befragung von 3600 Schülern an verschiedenen Schulen im Bundesland Hessen nahe. Das Forschungszentrum Demografischer Wandel (FZDW) der Fachhochschule Frankfurt am Main führte diese Untersuchung im Rahmen einer internationalen Gesundheitsstudie der Weltgesundheitsorganisation durch. Die Teilergebnisse aus Hessen liegen nun vor und lassen insgesamt einen positiven Trend für Deutschland vermuten. (Quelle: Google Alkohol News, 14.12.10) focus.de, 14.12.10 unser Online-Kommentar: Dieser abnehmende Trend im Gesamtkonsum der Jugendlichen läuft seit ein paar Jahren und hat teilweise mit der Alkopopsteuer zu tun. Dieses regelmässige Rauschtrinken bei vielen an jedem Wochenende hingegen ist besorgniserregend. Wenn sich jeder Vierte so verhält, wird das die Gesellschaft später ganz schön belasten, z.B. bei der Qualität der dringend benötigten qualifizierten Arbeitskräfte.
Kategorie: Allgemein, Jugendliche, WHO |
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Mittwoch 15. Dezember 2010 von htm
Dass Weisswein und Kirsch zum Käsefondue die Verdauung ankurbeln, ist ein Ammenmärchen. Das zeigt eine Studie von Forschern des Universitätsspitals Zürich.
Wer Alkohol wie Kirsch oder Weisswein zum Fondue trinkt, muss mit Verdauungsproblemen rechnen: Der Alkohol bewirkt, dass der Käse mehrere Stunden länger im Magen liegen bleibt als bei Teetrinkern. (Quelle: Google Alkohol News, 14.12.10) bazonline.ch, 14.12.10 unser Online-Kommentar: Es ist schon erhellend, wie die meisten Kommentare den eigenen Trinkstil verteidigen, dabei hat die Untersuchung doch einfach nur gezeigt, dass Alkoholkonsum zum Fondue die Verdauungszeit um 50% verlängert, und damit das werbebedingte Vorurteil eindrücklich widerlegt, der Alkohol fördere die Verdauung. Die Schädigung des Immunsystems und die Belastung der Leber sind ja längstens bekannt.
Kategorie: Alkoholfreies, Allgemein, Feste und Feiern, Gesundheit, Lebensmittel, Schweiz, Werbung |
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Freitag 10. Dezember 2010 von htm
Europa geht die lebensbedrohlichen Auswirkungen von exzessivem und regelmässigem Alkoholkonsum auf die Gesundheit seiner Bürger nicht genügend an. Schwere Krankheiten wie zum Beispiel Leberzirrhose verzeichnen alarmierende Zuwachsraten und betreffen Menschen in einem jüngeren Alter als in der Vergangenheit. Da eine Reihe der aktuellen politischen Lösungsansätze bei den Gesundheitsproblemen, die in Europa mit Alkohol zusammenhängen, versagt haben, diskutierten Leberexperten eine Reihe praktischer Schritte zur Bekämpfung von mit Alkohol im Zusammenhang stehenden Krankheiten und Todesfällen auf einer monothematischen Konferenz, die heute durch die European Association for the Study of the Liver (EASL) ausgerichtet wurde. (Quelle: Google Alcohol News, 12/1010) presseportal.de, 10.12.10
Kategorie: Allgemein, Diverse, Gesundheit, Internationales, Jugend, Jugendliche, Medizin, Statistik, Veranstaltungen |
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