Archiv für die Kategorie 'Medizin'
Freitag 6. August 2010 von htm
Boston – Auch nach der Einrichtung des Registers ClinicalTrials.gov enden die Ergebnisse von klinischen Studien häufiger mit einem günstigen Ergebnis, wenn sie von den Herstellern gesponsert wurden. Dies ergab eine Studie in den Annals of Internal Medicine (2010; 153: 158-166), deren Interpretation jedoch schwierig ist. ClinicalTrials.gov wurde 1999 eingerichtet, um zu verhindern, dass Studien mit einem negativen Ausgang von den Herstellern unter den Tisch gefallen lassen werden. Denn dann könnte in den Meta-Analysen, auf die sich zunehmend die Empfehlungen der Leitlinien stützen, ein zu positives Bild von der Wirksamkeit der Medikamente entstehen. (Quelle: aerzteblatt.de, 4.8.10) Kommentar: Wer kontrolliert die Forschung der Alkoholindustrie?
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Montag 2. August 2010 von htm
Allergiker sollten Bier, Wein und Co. mit Vorsicht genießen. „Alkohol verstärkt allergische Beschwerden“, sagte Sonja Lämmel vom Deutschen Allergie- und Asthmabund in Mönchengladbach dem dpa-Themendienst. Dafür gibt es zwei Gründe: Aufgrund des Alkohols werden die Schleimhäute generell durchlässiger. Die Haut ist stärker durchblutet, die Wangen röten sich. Gleichzeitig bewirkt diese Durchlässigkeit aber auch, dass Allergene leichter ins Blut gelangen. Die Beschwerden nehmen deshalb zu.
Zudem sind im Alkohol Histamine enthalten. „Histamin ist ein biogenes Allergen, das die allergischen Reaktionen unter anderem auslöst“, erklärte Lämmel. (Quelle: Google Alkohol News, 1.8.10) aponet.de, 29.7.10
Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Medizin, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen |
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Donnerstag 29. Juli 2010 von htm
Sheffield – Wer häufig Alkohol trinkt, erkrankt einer Studie in Rheumatology (2010; doi: 10.1093/rheumatology/keq202) zufolge seltener an einer rheumatoiden Arthritis (RA). Bei den Rheumapatienten selbst war der Alkoholkonsum mit einer verminderten Krankheitsaktivität assoziiert.
Der Rheumatologe James Maxwell von der Universität Sheffield hat 873 Patienten mit RA und 1004 gesunde Kontrollen befragt und untersuchen lassen. (Quelle: aerzteblatt.de, 28.7.10) mit unserem Online-Kommentar: Wieder eine dieser typischen, angeblich alkoholpositiven Studien. Zuerst wird gross das Ergebnis verkündet und im zweiten Teil wird selbstkritisch zugegeben, dass es erhebliche Zweifel gibt. Diese werden aber, wenn überhaupt, nur sehr kurz erwähnt. (Im obigen Artikel besser) Der Alkoholkonsument sieht sich in seinem Trinkverhalten bestärkt, egal wie viel er trinkt. Für die Alkoholindustrie geht die Rechnung auf.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Diverse, Internationales, Medizin |
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Mittwoch 28. Juli 2010 von htm
Egal ob Wein, Bier oder Spirituosen – Eine groß angelegte Alkohol-Studie kommt zu ernüchternden Ergebnissen: Ein bereits mäßiger Alkohol-Genuss ist verantwortlich für das Auftreten vieler Tumoren in Brust, Leber, Enddarm sowie der oberen Verdauungs- und Atemwege.
Die Epidemiologen der Universität Oxford werteten die Daten von rund 1,3 Millionen Frauen über einen Zeitraum von sieben Jahren aus. Mit zunehmendem Alkoholkonsum stieg auch das Krebsrisiko. Ein geringer bis mäßiger Genuss ist demnach verantwortlich für fast 13 Prozent der Tumoren von Brust, Leber, Enddarm sowie der oberen Verdauungs- und Atemwege. (Quelle: Google Alkohol News, 28.7.10) welt.de, 27.7.10 mit unserem Online-Kommentar: Ich bezweifle, dass all die Kritiker dieser Studie ebenso ironisch und ungläubig auf die vielen Untersuchungen reagiert haben, die alkoholische Getränke in den letzten Jahren als gesund bezeichnet haben und mit grosser Wahrscheinlichkeit von der Alkoholindustrie angeregt und mitfinanziert worden sind. Man lässt sich bekanntlich gerne in seinem eigenen Verhalten bestätigen, egal wie viel man trinkt. Ganz abgesehen davon, dass jene alkoholpositiven Studien echte, gravierende Mängel aufweisen oder nicht zu kontrollieren sind.
Kategorie: Allgemein, Diverse, Internationales, Medizin |
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Mittwoch 28. Juli 2010 von htm
Exzessives Trinken kommt die Kassen teuer zu stehen. Etwa 55 Milliarden Euro investieren die Kassen pro Jahr in die stationären Behandlungen ihrer Mitglieder. Experten bezweifeln, dass alle Ausgaben gerechtfertigt sind. Ihre Argumente lassen sich hören. …
Die häufigste Ursache für eine Einweisung sind psychische Störungen. Sie hätten mit 17,2 Prozent aller Diagnosen inzwischen Herz- und Kreislauferkrankungen von der Spitzenposition verdrängt. Vor allem Depressionen in Verbindung mit Alkohol stellten zunehmend ein Problem dar, sagte Friedrich Wilhelm Schwartz, Vorsitzender des Instituts für Sozialmedizin. „Alkohol ist vor allem bei Männern im mittleren Alter mit Abstand der wichtigste Einweisungsgrund. Hier ist vor allem die Politik gefragt, das Problem in den Fokus zu nehmen,“ betonte Schwartz. Der Anteil der psychischen Störungen an den stationären Behandlungen habe sich im Vergleich zu 1990 mehr als verdoppelt. (Quelle: Google Alkohol News, 28.7.10) focus.de, 27.7.10) aus: „Krankenhausreport 2010“ der Krankenkasse Barmer GEK (mit unserem Online-Kommentar zu Kommentar)
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Medizin, Politik, Statistik, Veröffentlichungen |
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Sonntag 18. Juli 2010 von htm
Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, ist unmittelbar nach Alkoholgenuss besonders hoch. In der ersten Stunde nach dem Drink verdoppelt sich die Gefahr für einen Hirninfarkt. Ein einziges Glas reicht für den potenziell tödlichen Effekt. Darüber berichten US-Forscher in „Stroke: Journal of the American Heart Association“(doi:10.1161/STROKEAHA.110.580092). (Quelle. Google Alkohol News, 17.7.10) netdoktor.de, 16.7.10
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Freitag 16. Juli 2010 von htm
Vielen Ärzten fällt es schwer, Kollegen zu melden, die aus körperlichen oder mentalen Gründen nicht mehr in der Lage sind ihren Beruf auszuüben oder aufgrund einer Alkohol- oder Drogenabhängigkeit ihre Patienten gefährden. In einer Umfrage im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2010; 304: 187-193) gab jeder dritte Arzt an, auf diese Situation nicht vorbereitet zu sein.
Catherine DesRoches vom Massachusetts General Hospital in Boston hatte 3.500 Ärzte aus verschiedenen Fachgruppen befragt. Am häufigsten gaben Anästhesisten und Psychiater (über 75 Prozent) an, dass sie kranke oder unfähige Kollegen melden würden, während Kinderärzte nur zu 58 Prozent Bereitschaft signalisierten. (Quelle: aerzteblatt.de, 14.7.10)
Kategorie: Abhängigkeit, Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Gesundheit, Internationales, Medizin, Verhaltens-Präv. |
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Freitag 25. Juni 2010 von htm
St. Louis – Resveratrol, ein in Rotwein, aber auch in (Traubensaft! Red.), Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen und Erdnüssen vorhandenes Molekül, verhindert bei Mäusen die pathologische Bildung von Blutgefäßen, die bei der diabetischen Retinopathie und der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) zur Erblindung führt. …Die Tiere wurden außerdem mit relativ hohen Dosierungen behandelt, die mehreren Flaschen Rotwein am Tag entsprechen würden und auch mit anderen Nahrungsmitteln nicht zu erzielen seien. Resveratrol könnte aber auch oral verabreicht werden. (Quelle: aerzteblatt.de, 25.6.10) Kommentar: Wenn schon das Deutsche Aerzteblatt im Titel Rotwein schreibt, kann man sicher sein, dass die andern Medien auch wieder die Story vom gesunden Rotwein bringen, ohne die relativierenden Stellen zu erwähnen.
Kategorie: Allgemein, Diverse, Internationales, Medizin |
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Samstag 19. Juni 2010 von htm
Ein hoher Alkohol- und Zigarettenkonsum steigert die Häufigkeit von Spannungskopfschmerzen und Migräne bei Jugendlichen. Zu diesen Erkenntnissen gelangten Forscher um Astrid Milde-Busch von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift The Journal of Head and Face Pain (doi: 10.1111/j.1526-4610.2010.01706.x). (Quelle: Deutsches Aerzteblatt, 17.6.10)
Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Internationales, Jugendliche, Medizin |
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Dienstag 1. Juni 2010 von htm
Forscher untersuchten die Auswirkungen von Alkohol auf Affenhirne. Trinken bis zum Umfallen hat auch langfristige Folgen: Regelmäßiges jugendliches Komasaufen könnte dem Hippocampus schaden, einer wichtigen Struktur des Großhirns. Das legt zumindest eine Untersuchung an Affen nahe, die in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS) veröffentlicht wird. Der Hippocampus ist unter anderem für das Lernen und das Langzeitgedächtnis verantwortlich. (Quelle: Google Alkohol News, 01.06.10) derstandard.at, 31.5.10
Kategorie: Allgemein, Internationales, Jugendliche, Medizin |
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