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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Abhängigkeit'

CH: Alkohol am Arbeitsplatz kostet eine Milliarde

Donnerstag 3. Februar 2011 von htm

Etwa 70’000 Personen in der Schweiz trinken während der Arbeit zu viel Alkohol. Die Folgen dieses problematischen Konsums kosten die Arbeitgeber pro Jahr eine Milliarde Franken.
Wer vor oder während der Arbeit Alkohol trinkt, leistet weniger. Erstmals haben Experten nun für die Schweiz berechnet, wie teuer dies die Arbeitgeber zu stehen kommt. Problematischer Alkoholkonsum am Arbeitsplatz verursacht demnach jährlich Kosten von einer Milliarde Franken.
Der grösste Teil der Kosten – vier Fünftel – entfällt auf Produktivitätseinbussen, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Mitteilung schreibt. Menschen, die während der Arbeit trinken, leisten gemäss Studie rund 15 Prozent weniger als nüchterne Personen. Neben der entgangenen Produktivität führt der problematisch Alkoholkonsum auch zu Kosten wegen vermehrter Absenzen sowie wegen Unfällen. Quelle: Google Alkohol News, 1.2.11) SR DRS, 1.2.11 / BAG Schlussbericht Kommentar:
Bisher wurde von ca 5% Mitarbeitern mit Alkoholproblemen ausgegangen. Diese Untersuchung ist wohl sehr vorsichtig vorgegangen. Immerhin eine Milliarde Kosten für die Arbeitgeber ist auch nicht ohne. Unverständlich, dass die Wirtschaftsverbände bisher immer alkoholpräventive Massnahmen torpedierten. Wenn es dagegen um Verbesserungen bei den Sozialleistungen geht, wird um jedes Promille gekämpft. Wann wird die Wirtschaft endlich vernünftig?

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Studie: Männer unterliegen dem Alkohol doppelt so schnell wie Frauen

Dienstag 11. Januar 2011 von htm

An Statistiken konnte man es schon lange sehen: Männer sind anfälliger für Alkoholsucht als Frauen. Warum dies so ist, fanden nun Wissenschaftler der University of Columbia und Yale heraus.
Demnach liegt das Problem im Gehirn des Mannes. Beim Verzehr von alkoholischen Getränken wird im männlichen Gehirn das Glückshormon Dopamin stärker ausgeschüttet als im weiblichen. (Quelle: Google Alkohol News, 10.1.11) shortnews.de, 10.1.11

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TOP News: Ischaemische Herzkrankheiten bei ehemaligen Alkoholkranken

Freitag 17. Dezember 2010 von htm

Eine Meta-Analyse. Ischämische Herzkrankheiten (z.B. Angina Pectoris, akuter Myokardinfarkt) sind Erkrankungen des Herzens, die durch eine verminderte Blutzufuhr und den dadurch entstehenden Sauerstoff- und Nährstoffmangel verursacht werden.
(Teilübersetzung von uns):
Gegenwärtige Alkohol-Abstinenten wurden als unpassende Referenzgruppe in epidemiologischen Studien betr. Effekte von Alkohol identifiziert, weil die in der Gruppe enthaltenen früheren Trinker zu einer Überschätzung des schützenden Effekts und einer Unterschätzung des gegenteiligen Effekts des Alkoholkonsums führen könnte.
Die Aufgabe in deser Studie war es, diese Problematik für Ischaemische Herzkrankheiten (IHD) zu quantifizieren.
Elektronische Datenbanken wurde systematisch durchforscht nach relevanten Case-Kontroll- oder Kohort-Studien, die zwischen 1980 und 2010 veröffentlicht worden waren. 38 Artikel erfüllten das Kriterium, d.h. ehemalige Trinker waren enthalten, die total 5613 IHD Fälle und 12097 Kontrollfälle bei Case-Kontroll-Studien und 1387 mit kombinierten Endpunkten und 7183 Fällen, am Endpunkt geschichtet, unter 232’621 Personen mit Risiko bei Kohort Studien zeigten.

Misch-Schätzungen der Teilmengen, geschichtet nach Sex und Endpunkt, zeigten ein markant erhöhtes Risiko unter ehemaligen Trinkern verglichen mit Langzeit-Abstinenten für IHD-Tod. … Für IHD-Krankheit, war die Schätzung für beide Geschlechter nahezu identisch und statistisch nicht signifikant. Die Resultate errwiesen sich in mehreren sensitiven Analysen als robust.

In zukünftigen Studien sollten Forscher ehemalige Alkoholkranke von der Referenz-Gruppe trennen, um unverfälschte Schätzungen zu erhalten. (Quelle: Alcohol Reports, 17.12.10) aje.oxfordjournals.org, Januar 2011 Kommentar: Endlich kommt hier die wissenschaftliche Bestätigung dessen, was wir zu diesen alkoholpositiven Studien schon immer gesagt und geschrieben haben! Dies ist einer der Gründe, warum alkoholpositive Studien im Vergleich mit Abstinenten nicht korrekt sind. Diese Meta-Analyse verglich mit Langzeit-Abstinenten, nicht einmal mit lebenslang alkoholfrei Lebenden. Die Alkohol-Industrie und ihre Lobbies haben es sehr clever angestellt, dass sogar die WHO einige positive Aspekte zugestand. Sie sollte nun darauf zurückkommen. Grosser Dank an die Verfasser, u.a. Jürgen Rehm!

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Plötzlicher Säuglingstod: Risikofaktor Alkohol?

Freitag 17. Dezember 2010 von htm

San Diego – Ist ein Alkoholrausch der Eltern ein übersehener Risikofaktor für den plötzlichen Säuglingstod (SIDS)? Ein US-Soziologe fand in einer Studie in Addiction (2010; 10.1111/j.1360-0443.2010.03199.x) gleich mehrere Hinweise, darunter war ein dramatischer Anstieg der Todesfälle in der Neujahrsnacht.
David Phillips von der Universität in San Diego hat alle 129.000 SIDS-Fälle aus dem Zeitraum von 1973 bis 2006 kalendarisch mit den Unfallstatistiken abgeglichen, die ein zuverlässiger Indikator für den Alkoholkonsum sind.
Vermehrte Unfälle unter Alkoholeinfluss gibt es in den USA vor allem am Neujahrstag, aber auch am 4. Juli, dem Nationalfeiertag, und dem 20. April. Das ist für US-Jugendliche der “Pot Day”, an dem neben Marihuana auch vermehrt Alkohol getrunken wird. Auch an Wochenenden steigt die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss.
An all diesen Tagen kommt es auch zu einem Anstieg der SIDSs. Besonders deutlich ist dies Neujahr, wenn die Zahl der SIDS um 33 Prozent ansteigt. Gegen einen Zufall und für einen Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum spricht für Phillips auch, dass das SIDS-Risiko bei alkoholkranken Müttern doppelt so hoch ist wie bei anderen Müttern. Unklar ist für ihn, wie der Alkohol das SIDS-Risiko erhöht. …(Quelle: aerzteblatt.de, 16.12.10)

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Alkohol-Exzesse als Herzinfarktrisiko

Donnerstag 25. November 2010 von htm

Die unter­schied­lichen Trinkgewohnheiten dies- und jenseits des Ärmelkanals sollen einer Studie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2010; 341: c6077) zufolge erklären, warum Menschen in Nordirland doppelt so häufig an einem Herzinfarkt erkranken wie in Frankreich. In Großbritannien wird der Alkohol vor allem am Feierabend und an Wochenenden, dann aber häufig exzessiv getrunken. Bier und Schnaps werden bevorzugt.
In Frankreich gehört ein gutes Glas Rotwein zur jeder Mahlzeit. Sturzbetrunkene Menschen sieht man seltener, auch wenn das „Komasaufen“ unter französischen Jugendlichen wie in anderen Ländern zum Problem geworden ist. (Quelle: aerzteblatt.de, 24.11.10)

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Neuer Ansatz bei Alkohol- und Nicotinsucht

Dienstag 23. November 2010 von htm

Alkoholkonsum und Rauchen sind für viele Erkrankungen große Risikofaktoren. Forscher der Universität San Francisco haben nun herausgefunden, dass Medikamente, die an die Subtypen 3 und 4 des nicotinergen Acetylcholin-Rezeptors (nAChR) binden, den Alkohol- und Nicotinkonsum von süchtigen Ratten vermindern können. Die Erkenntnisse sollen helfen, beide Laster mit nur einem Wirkstoff zu behandeln. (Quelle: Google Alkohol News, 22.11.10) deutsche-apotheker-zeitung.de, 22.11.10

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D: Komasaufen: Mehr Jugendliche in Klinik

Donnerstag 18. November 2010 von htm

Immer mehr Jugendliche müssen nach ausgeprägtem Alkoholkonsum im Krankenhaus behandelt werden. Zwischen dem Jahr 2000 und 2008 sei die Zahl an Behandlungen von 12- bis 21-Jährigen wegen der Folgen eines Vollrauschs um 166 Prozent gestiegen. (Quelle: Google Alkohol News, 17.11.10) bild.de, 17.11.10

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Süße Gefahr: Energy Drinks fördern Alkoholsucht

Donnerstag 18. November 2010 von htm

Energy Drinks können das Risiko für Alkoholabhängigkeit steigern. Zu diesem Schluss kam ein US-amerikanisches Forscherteam der University of Maryland und Johns Hopkins University. Die Ergebnisse der Untersuchung sind online in der Fachzeitschrift „Alcoholism: Clinical & Experimental Research“ erschienen (doi: 10.1111/j.1530-0277.2010.01352.x).
Für die Studie verwendeten die Wissenschaftler Daten von mehr als 1000 Studenten, die über ihr Trinkverhalten bezüglich Energy Drinks und Alkohol in den vergangenen zwölf Monaten befragt worden waren. (Quelle: netdoktor.de, 18.11.10)

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D: Unsere Kids: Sie saufen immer mehr

Montag 8. November 2010 von htm

Alkoholmissbrauch stieg innerhalb von acht Jahren um 166 Prozent. Die einen werden von Depressionen übermannt, die anderen von Stress und Problemen erdrückt – und greifen hemmungslos zur Flasche. Und das schon mit Zwölf. Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover beobachten einen besorgniserregenden Trend: Alkoholsucht und psychische Störungen entwickeln sich zu einer Volkskrankheit unter Jugendlichen. (Quelle: Google Alkohol News, 7.11.10) berlinonline.de, 7.11.10

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TOP NEWS: Alkohol ist gefährlicher als Heroin und Crack

Dienstag 2. November 2010 von htm

Alkohol schadet nicht nur dem Körper des Konsumenten, sondern vor allem zwischenmenschlichen Beziehungen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Sie rät trotzdem, Alkohol nicht zu verbieten. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.11.10) unser Online-Kommentar: Seit Jahrzehnten wird Alkohol bei uns als sozial-medizinisches Problem bezeichnet. Diese Studie ist ein weiterer Beweis zur rechten Zeit. In einer Zeit, in der Regierungen sich weigern, die von ihnen mitunterzeichnete Alkohol-Strategie der WHO (Mai 2010) umzusetzen. Auch unser Bundesrat mit seinem völlig ungenügenden Entwurf für ein neues Alkoholgesetz. Diese Korruption kostet täglich Leben. (siehe auch im englischen Teil.) (siehe noch ausführlicher: spiegel.de, 1.11.10) siehe Lancet-Artikel bei wissenschaft-online.de, 5.11.10

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