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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Wirtschaft'

Oft versteckter Alkohol in Lebensmitteln

Donnerstag 18. November 2010 von htm

In vielen Lebensmitteln ist Alkohol zur Konservierung enthalten. Das belegt eine Untersuchung, die von Konsumentenschutzlandesrat Rudi Anschober (Grüne) initiiert wurde. Die Gefahr für trockene Alkoholiker sei groß, warnen Experten.
Alkohol gilt rechtlich als völlig normale Zutat von Lebensmitteln. Weingeist wird bei Süßigkeiten und anderen Lebensmitteln häufig als Konservierungsmittel eingesetzt. … (Quelle: Google Alkohol News, 17.11.10) ooe.orf.at, 17.11.10

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UK: Ein Traum für Lobbyisten

Montag 15. November 2010 von htm

Das britische Gesundheitssystem ist schwer defizitär, und die Regierung aus Konservativen und Liberaldemokraten, die mit einem „Budget Blitz“ die Sanierung der Staatsfinanzen plant, will gerade in diesem Bereich massiv einsparen. Gesundheitsminister Andrew Lansley setzte nun fünf Arbeitsgruppen ein, die neue Regeln für eine effizientere Gesundheitsvorsorge festlegen sollen.
Die Zusammensetzung sorgt allerdings für große Aufregung. Wie die Zeitung „Guardian“ am Samstag berichtete, setzen sich die Gruppen zum Großteil aus Vertretern der Lebensmittelindustrie zusammen, darunter McDonald’s, Kraft Foods, Unilever, Kellogg’s und Pepsi. Mehrere Arbeitsgruppen werden sogar von den Industrievertretern, die als die Hauptverursacher der Probleme gelten, geleitet. Fünf Themengruppen gibt es: Jene, die sich mit dem Thema Alkohol befasst, wird demnach vom Chef des britischen Wein- und Spirituosenverbands geleitet. In der Lebensmittelgruppe, die sich Ernährungsproblemen wie Fettleibigkeit widmet, sitzen zahlreiche Vertreter der Fast-Food-Industrie. … (Quelle: Google Alkohol News, 14.11.10) orf.at, 14.11.10 Kommentar: Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht. Die WHO sagte schon vor Jahren, wirksame Alkoholprävention könne nicht mit der Alkoholindustrie gemacht werden. Selbstregulierungen haben bisher kaum Ergebnisse gebracht. Anderseits ist dieses Vorgehen nicht viel schlechter als in andern Ländern, wo die Regierungen unter ständigem Druck der Alkoholindustrie stehen und deshalb auch keine Verbesserungen erzielen wollen oder können. Hier ist der Einfluss offengelegt.

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CH: Günstige Zigaretten und Alkohol auch für Einreisende

Sonntag 14. November 2010 von htm

National- und die Wirtschaftskommission des Ständerates befürworten zollfreies Einkaufen in Duty-Free-Läden auch bei Reiseankunft. Die Gegner sehen in der Massnahme einen Widerspruch zur Drogenprävention. (Quelle: Google Alkohol News, 12.11.10) Tages-Anzeiger, 12.11.10 unser Online-Kommentar: Prävention heisst vorbeugen. Diese neue Regelung fördert das Gegenteil, den Alkohol- und Tabakkonsum. Dies widerspricht den Interessen der gesamten Bevölkerung, denn sie bezahlt ein Leben lang an die horrenden alkohol- und tabakbedingten Sozialkosten und leidet unter der verminderten Lebensqualität. Die WHO nennt uns deshalb Passivtrinker. So sieht unsere Freiheit aus.

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A: Alkohol am Arbeitsplatz: Unternehmen steuern dagegen

Sonntag 14. November 2010 von htm

Jeder Zehnte trinkt heimlich im Büro. Worüber die Betriebe früher schwiegen, wird – auch aus Kostengründen – immer häufiger angesprochen. Die Nachfrage nach Frühintervention steigt.
Herr R. denkt an die Vergangenheit und schüttelt den Kopf. Früher einmal, vor einem Jahr also, war er Teamleiter in der österreichischen Entwicklungsabteilung eines bekannten Maschinenbauers aus den USA. Heute schläft er im Obdachlosenasyl. R.’s Hang zum Alkohol kostete ihn den hoch dotierten Job. Lange drückten Kollegen und Vorgesetzte alle Augen zu, niemand sprach darüber. Bis es schließlich nicht mehr ging, und der hoch qualifizierte Mittvierziger die Kündigung erhielt. … (Quelle: Google Alkohol News, 11.11.10) diepresse.com, 11.11.10

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CH: Lebensmittel werden erschwinglicher

Samstag 13. November 2010 von htm

Schweizer Haushalte haben im zweiten Weltkrieg über 35 Prozent ihres Budgets für Lebensmittel ausgegeben, heute sind es noch rund 7, mit Alkohol und auswärtiger Verpflegung 13 Prozent. Jede achte beschäftigte Person in der Schweiz hat beruflich mit Nahrungsmitteln zu tun. … Dies geht aus der Publikation „Vom Feld bis auf den Teller. Übersicht über die Lebensmittelkette“ hervor, die das Bundesamt für Statistik veröffentlicht hat. …Für die auswärtige Verpflegung kamen weitere 460 Franken und für alkoholische Getränke 70 Franken monatlich dazu. In der Gastronomie wuchs die Zahl der Beschäftigten um 3,4 Prozent. Das ist eine Folge des Trends zur vermehrten Ausser-Haus-Verpflegung. Die Zahlen betreffen das Jahr 2008. (Quelle: Google Alkohol News, 12.11.10) bielertagblatt.ch, 11.11.10 Kommentar: Interessant wird der Vergleich nach der Rauchereinschränkung. Die laufende Verbilligung der alkoholischen Getränke durch die Inflation ist ein ärgerlicher Faktor, der den Konsum vor allem auch der Jugendlichen steigert. Preiserhöhungen gibt es praktisch nur zu Gunsten der Industrie, statt dass sie über Steuern an den von ihr verursachten Sozialkosten beteiligt wird. Der Entwurf zum neuen Alkoholgesetz ist auch in dieser Hinsicht enttäuschend.

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CH: Volles Sortiment für Tankstellenshops 24h

Samstag 13. November 2010 von htm

Die Wirtschaftskommissionen von National- und Ständerat haben sich für eine parlamentarische Initiative entschlossen, die den Tankstellenshops wieder ermöglichen soll, ihr Geschäft mit vollem Sortiment während 24 Stunden zu betreiben. (Quelle: NZZ, 13.11.10) Kommentar: Dass damit der Alkoholverkauf mit ermöglicht wird, kommt in keinem Bericht vor, ist aber wohl das Hauptmotiv für die Bemühungen. Prävention hin oder her.

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CH: Armutskonferenz. So will Burkhalter die Armut bekämpfen

Mittwoch 10. November 2010 von htm

Didier Burkhalter rief heute zur Unterstützung von Mittellosen in der Schweiz auf.
«Heute wollen wir zusammen den Grundstein für eine effizientere Armutsbekämpfung legen»: Bundesrat Didier Burkhalter hat am Dienstag in Bern zur Eröffnung der – live im Internet übertragenen – Armutskonferenz dazu aufgerufen, Nägel mit Köpfen zu machen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.11.10) unser Online-Kommentar: Einmal mehr zeigt sich, dass in der Armutsdiskussion die Prävention vernachlässigt wird. Dass ein beträchtlicher Teil der Armut alkoholbedingt ist, wird weiter tabuisiert. Es könnte ja jemand auf die Idee kommen, der Alkoholkonsum müsste dringend gesenkt werden! Das brächte unsere bürgerlichen Politiker in echte Schwierigkeiten. Und die Alkoholindustrie müsste Einbussen in Kauf nehmen zu Gunsten der Bevölkerung, statt wie bisher immer umgekehrt.

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Leserbrief zu „Versalzener Neustart“

Dienstag 9. November 2010 von htm

4.11.10.2010

Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Versalzener Neustart“ am 4.11.10

René Zeller beklagt fast eine ganze Seite lang den Auftritt von Bundesrätin Calmy-Rey beim SP-Parteitag. Als grösste Schweizer Zeitung mit Schwerpunkt Wirtschaft wäre die NZZ wohl in der Lage zu bestätigen, was Calmy-Rey meinte, als sie sagte, Economiesuisse sei im Bundesrat vertreten. Dies besonders, seit deren vorheriger Vizepräsident in den Bundesrat gewählt worden ist. Dazu ist es ja sonnenklar, dass die meisten Parlamentarier und Bundesräte der bürgerlichen Parteien dauernd die Interessen der Wirtschaft vertreten. Die Frage ist einzig, hat Calmy-Rey richtig gehandelt, dies deutlich auszusprechen.? Und warum steht die NZZ nicht dazu?
Dazu muss man sich in die Lage unserer Aussenministerin versetzen. Jahrelang miterleben zu müssen, wie die bürgerlichen Bundesräte und Parlamentarier ihre Eigeninteressen durchsetzen und z.B. bei der Alkoholpolitik entgegen der wissenschaftlichen Beweislast sogenannt politische Entscheide treffen, die dem Wohl der Bevölkerung zuwiderlaufen, braucht gute Nerven. Ab und zu muss das Ventil geöffnet werden und der aufgestaute Ärger auch abziehen können.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(Nur leicht gekürzt am 9.11.10 veröffentlicht)

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Die Swiss Indoors wechseln vom Tabak zum Alkohol

Donnerstag 4. November 2010 von htm

Seit 1994 war Davidoff Hauptsponsor der Swiss Indoors. Jetzt wird die Bindung vor allem auf Drängen der französischen Anti-Tabak-Lobby gelöst. Davidoff CEO Reto Cina kann nicht verstehen, warum nun mit einer Biermarke ein Fünfjahresvertrag abgeschlossen wurde. Alkohol sei doch für Jugendliche eher gefährlicher als Zigarren. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.11.10) Kommentar: Auch wir können es nicht verstehen. – Wie manch anderes nicht in Bezug auf Alkohol und Sport.

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CH: Departementsübergabe im Volkswirtschaftsdepartement

Donnerstag 4. November 2010 von htm

Die Schlüsselübergabe von Bundespräsidentin Leuthard an Bundesrat Schneider-Ammann verlief standesgemäss. Die bisherige übergab dem neuen Departementsvorsteher (und Weinbergbesitzer) eine Flasche Wein und eine SuisseID. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.11.10) Kommentar: BR Schneider-Ammann mag bestreiten, dass er von der Economiesuisse ferngesteuert werde. Zusammen mit der Weinkultur im Rücken oder im Unterbewusstsein wird er es immer schwer haben, eine Alkoholpolitik zum Wohle der Bevölkerung zu unterstützen. Ob ihm die SuisseID dazu eine Hilfe sein wird?

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