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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Werbung'

Mehr Werbung am Schweizer Fernsehen?

Dienstag 25. August 2009 von htm

Leserbrief zu „Bund will mehr Unterbrecherspots auf SF erlauben“ vom 25.8.09 im Tages-Anzeiger:
Die in der Schweiz konzessionierten Fernsehsender sollen die gleichen Werbemöglichkeiten erhalten wie die ausländische Konkurrenz. Das würde mehr Unterbrecherwerbung bedeuten.
Die Aussicht, dass die Werbezeit drastisch erhöht wird, ist ein wesentlicher Grund mehr für den Nationalrat, in der kommenden Herbstsession die Vorlage über die Alkoholwerbung am Fernsehen im Zusammenhang mit dem Media-Abkommen CH:EU abzulehnen.
Auch wenn wie bisher Kindersendungen werbefrei bleiben sollen, würde die Zeit, während der Kinder und Jugendliche der Alkoholwerbung ausgesetzt sein würden, massiv erhöht.
Der erste Satz entspricht auch nicht den Tatsachen: Frankreichs öffentliches Fernsehen kennt keine Werbung, das deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen kennt keine oder eingeschränkte Werbezeit, das österreichische Staatsfernsehen hat keine Werbung. Dazu zahlen wir die höchsten Gebühren.
Dass damit den Printmedien das Wasser abgegraben wird, ist staatspolitisch auch nicht sinnvoll.
(veröffentlicht am 28.8.09, letzter Abschnitt gestrichen)

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Soll das Schweizer Fernsehen mehr Werbezeit erhalten?

Dienstag 25. August 2009 von htm

Die in der Schweiz konzessionierten Fernsehsender sollen die gleichen Werbemöglichkeiten erhalten wie die ausländische Konkurrenz. Das würde bedeuten: mehr Unterbrecherwerbung. Zwölf Minuten Werbung pro Stunde. Das Kommunikationsdepartement (Uvek) hat eine Revision der Fernsehverordnung (RTVV) in eine Anhörung gegeben. (Quelle: Tages-Anzeiger, 25.8.09) Kommentar: Die Aussicht, dass die Werbezeit drastisch erhöht wird, ist ein wesentlicher Grund mehr für den Nationalrat, in der kommenden Herbstsession die Vorlage über die Alkoholwerbung am Fernsehen im Zusammenhang mit dem Media-Abkommen CH:EU abzulehnen. Leserbrief an den Tages-Anzeiger pendent

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Alkoholwerbung im Kabelfernsehen erreicht zu viele Jugendliche

Samstag 22. August 2009 von htm

USA: Eine neue Studie des Center on Alcohol Marketing and Youth, in Zusammenarbeit mit UCLA, fand eine auffallende Uebereinstimmung zwischen der Anzahl jugendlicher Zuschauer und der Frequenz von Alkoholwerbung im Kabelfernsehen. Die Ergebnisse zeigen, dass Reklame für Bier, Spirituosen und Alcopops viel öfters gesendet wurde, wenn mehr Jugendliche am Zuschauen waren. (Quelle: Medical News Today, 21.8.09) persoenlich.com, 24.8.09 mit unserem Kommentar:
Der Unterschied zwischen der Schweiz und den USA ist, dass die USA Institute haben, vom Staat finanziert, die ein Monitoring der Alkoholreklame betreiben und so vor Fehlentwicklungen warnen können. Bei uns wird nicht einmal kontrolliert, ob die Schweizer Radio- und Fernsehanstalten ihre Pflicht in Bezug auf alkoholpräventive Sendungen erfüllen. Und die Grauzone der Schleichwerbung für Alkohol wird schamlos ausgenützt.

Kategorie: Alcopops (de), Allgemein, Internationales, Jugend, Jugendliche, Reklame, Statistik, Werbung | Keine Kommentare »

CH: Nationalrat Programm Herbstsession

Samstag 22. August 2009 von htm

Chronologisches Programm Herbstsession und ausserordentliche Session 2009 7. – 25.9.09 z.B.:
9.9.09: MEDIA Programm 2007-2013. Abkommen mit der Europäischen Union
16.9.09: Po. SGK-NR. Gesamtstrategie für die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz
(Quelle: News Service des Schweizer Parlaments, 21.8.09)

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CH: Ständerat Programm Herbstsession

Samstag 22. August 2009 von htm

Chronologisches Programm Herbstsession und ausserordentliche Session 2009: 7. – 25.9.09 z.B.:
17.9.09: MEDIA Programm 2007-2013. Abkommen mit der Europäischen Union (Quelle: News Service des Schweizer Parlaments, 21.8.09)

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Der Verlag „Weltbild“ bietet Trinkspiel an

Montag 17. August 2009 von htm

Ein Brettspiel mit Glasplatte und 16 Gläsern in der Art des „Eile mit Weile“ wird vom Verlag „Weltbild“ für herabgesetzte 19.95 Franken angeboten. Ich habe der Kontaktakdresse kundendienst@weltbild.ch folgendes e-mail gesandt:

In dem uns zugestellten Katalog bieten Sie auf S. 158 das Brettspiel „Nimm’s leicht“ für 19.95 an. Das ist leider ein typisches Trinkspiel, mit dem sich vor allem Jugendliche den Alkoholkonsum angewöhnen können. Das Alkoholproblem ist schon ernst genug, als dass es noch auf diese Weise gefördert werden sollte. Ich bitte Sie dringend, diesen Artikel aus dem Sortiment zu entfernen. Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
www.alkoholpolitik.ch
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Lieber Leser, Es wäre wertvoll, wenn Sie ein ähnliches Mail an die obige Adresse senden würden, vielleicht bewirkt es dann mehr. Besten Dank.

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Antwort des Verlags am 18.8.09:
Grüezi Herr Meyer

Vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wir werden Ihr Anliegen gerne unseren Einkäufern weiterleiten.

Freundliche Grüsse aus Olten
Ihr Weltbild Verlag Team

Tanja Joachim
Kundenservice

Weltbild Verlag GmbH
Industriestrasse 78
4609 Olten
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Replik am 18.8.09

Sehr geehrte Frau Joachim,
Ihre Antwort befriedigt mich nur bedingt. Sie sollten die noch vorhandenen Bestände aus dem Verkauf ziehen, oder die hübsche Glasplatte ohne Gläser verkaufen. Wenn Sie dies nicht einsehen, sollten Sie auf Ihrer Webseite Ihre Firmengrundsätze nachlesen:

Grundpfeiler der Unternehmenskultur
Verantwortung gegenüber Kunden, Gesellschaftern, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit prägt das unternehmerische Denken und Handeln. Christliche Weltanschauung mit den Erfordernissen des Marktes überzeugend in Einklang zu bringen, heißt die tägliche Herausforderung. Die Orientierung an Werten ist Maßstab. Die Gesellschafter der Verlagsgruppe Weltbild sind 12 katholische deutsche Diözesen, der Verband der Diözesen Deutschlands und die Soldatenseelsorge Berlin.

Sie werden ja nicht behaupten wollen, die Förderung des risikohaften Alkoholkonsums sei im Interesse der katholischen Kirche.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
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Rita.Graf@weltbild.ch schrieb:

Guten Tag Herr Meyer

Ihre Bedenken zu diesem Spiel wurden mir weitergeleitet.
Natürlich schreiben wir explizit, dass man Saft oder Wasser trinken soll. In Abwandlung könnte sicher jemand dieses Spiel auch mit anderen Getränken anwenden. Das wäre aber mit jedem Gesellschaftsspiel möglich.

Unser Einkauf findet in unserem Mutterhaus in Augsburg statt und wir nehmen Kontakt auf mit dem zuständigen Einkäufer. Danach entscheiden wir, ob dieses Produkt weiter im Angebot bleibt.

Vielen Dank für Ihren Hinweis

Rita Graf
Geschäftsführung
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Von: Hermann Meyer
An: Rita.Graf@weltbild.ch
Datum: 22.08.2009 10:29
Betreff: Re: Angebot Spiel „nimm’s leicht“

Sehr geehrte Frau Graf,
In Ihrem Katalog steht beim Spiel nur: „Wer herausfliegt, muss einen Schluck trinken.“
Sicher kann bei jedem Spiel eine Trinkaufforderung eingebaut werden. Aber wenn das Trinken zum Spielzweck wird und das Glas dazu bereitsteht, ist die Aufforderung zum Trinken ein Befehl. Das macht nur Sinn mit alkoholischen Getränken, weil da ein gewisser Kitzel vorhanden ist, immer häufiger leider auch der Wille zum Besäufnis. Mit Ihrem Spiel fördern Sie diese heute sehr schlimme Entwicklung. In Deutschland sind ja erst kürzlich wieder gravierende Zahlen bekannt geworden.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
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Rita.Graf@weltbild.ch schrieb:

Guten Tag Herr Meyer

Anbei der Link zu unserem Internet-Angebot.

Die Verantwortung und Entscheidung über unsere Programmauswahl liegt bei den entsprechenden Programm-Leitern. Ihre Hinweise sind dort hinterlegt. Sicher ist Weltbild nicht dafür, dass angebotene Spiele zu Alkoholmissbrauch verführen sollen. Wir schreiben hier ausdrücklich Wasser oder Saft.

Wir sind ganz Ihrer Meinung, dass Alkoholmissbrauch nicht auch noch werblich gefördert werden sollte und es gerade bei jungen Leuten eine Gefahr bedeutet. Die Eigenverantwortung jedes einzelnen können wir mit Spielen, Büchern, Texten, Trinkgläsern oder was immer für Produkten nicht übernehmen.

Unser Programmverantwortliche in Deutschland beurteilt nun Ihre Argumente gegenüber dem Spielwert des Produktes grundsätzlich.

vielen Dank für Ihre Hinweise und auch für Ihr Engagement, auf diese Dinge zu achten.

viele Grüsse aus Olten

http://www.weltbild.ch/3/15834227-1/spielwaren/nimms-leicht.html

Rita Graf
Geschäftsführung
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Sehr geehrte Frau Graf,

Besten Dank für den Link. Ich hatte ihn früher nicht gefunden. Ich habe mich immer auf den Katalog bezogen, dort steht nichts von Wasser oder Saft. Ich denke aber nicht, dass dies eine Rolle spielt.
Ich bin froh, dass Sie wenigstens im Prinzip den Alkoholkonsum Jugendlicher nicht fördern wollen.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
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Kategorie: Allgemein, Interventionen einzeln, Jugend, Schweiz, Werbung | Keine Kommentare »

Flatrate Partys in München: Billig saufen im „Club-Urlaub“

Samstag 8. August 2009 von htm

Der Sommer kommt – und die Clubs gehen wegen der Gäste-Flaute mit den Getränkepreisen runter. Trinken, soviel man kann: Zum Sommer kommen Flatrate-Partys in Münchner Clubs wieder in Mode. Die wollen das aber anders verstanden wissen. Das Kreisverwaltungsreferat kündigt Kontrollen an. (Quelle: Google Alkohol News, 7.8.09) Abendzeitung, 6.8.09
(mit unserem Online-Kommentar)

Kategorie: Allgemein, Internationales, Jugend, Verhältnis-Präv., Werbung | Keine Kommentare »

EU: Direktive Fernsehen ohne Grenzen, 7. Bericht

Sonntag 2. August 2009 von htm

Am 26.6.09 wurde der 7. Bericht der Fernsehen ohne Grenzen Direktive angenommen. Der Bericht handelt von der Ueberprüfung der Anwendung der Direktive in den Mitgliedsländern in den Jahren 2007 und 2008. Der nächste Bericht über den audiovisuellen Markt in Europa wird Ende 2011 erscheinen. Er wird den Start der neuen Audiovisuellen Medien-Service Direktive markieren, welche die Fernsehen ohne Grenzen Direktive ersetzen wird. Es wird erwartet, dass diese bis Dezember 2009 in der ganzen EU eingeführt sein wird. (Quelle: Eurocare Newsletter June-July, 7/28/2009) ec.europa.eu Kommentar: Diese Direktive spielt ein wichtige Rolle in der Debatte des Schweizer Parlaments über das Media-Abkommen mit der EU. Es geht um die Frage, ob die Schweiz Alkoholwerbung der Fernsehanstalten in EU-Ländern akzeptieren soll oder nicht.

Kategorie: Allgemein, Europaparlament / EU-Kommission, Internationales, Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Werbung | Keine Kommentare »

Kompetente Drogenberater?

Sonntag 2. August 2009 von htm

Online-Kommentar zu „Modedroge Alkohol“ in rp-online, 31.7.09
Kompetente Drogenberater?
Der Artikel verlangt eine Klarstellung: Den aktuellen Jugendalkoholismus als Modeerscheinung darzustellen ist fahrlässig. Damit wird stipuliert, man müsse nichts dagegen tun, sie gehe auch so vorbei. Sicher haben sich Trends wie Botellones von Land zu Land und durch das Internet verbreitet, doch ohne die überbordende Alkohol-Scheinkultur der Erwachsenengesellschaft und die dauernde Expansion der Alkohol- und Werbewirtschaft wäre dies nicht denkbar.
Alkohol ist gemessen an den Schäden weit gefährlicher als die andern Drogen. Er ist auch eine Einstiegsdroge für illegale Drogen. Lokale Alkoholverbote sind zwar Symptombekämpfung, haben aber einen präventiven Effekt, indem die Gewalt und die Belastung von Polizei und Notfalldiensten zurückgehen und damit jene der Staatsbudgets.
Nicht nur in andern Ländern, auch in Deutschland hat die Sondersteuer auf Alcopops einen markanten Verkaufsrückgang erzielt. Es ist wissenschaftlich erhärtet, dass mit der Preisgestaltung der Konsum in beide Richtungen beeinflusst wird und dass dies die wirksamste Methode zur Konsumsenkung darstellt. Verharmlosende Kommentare von Drogenfachleuten, die nicht wagen, mit kritischen Kommentaren die Regierung aus dem Busch zu klopfen, helfen mit, die Bevölkerung zu verunsichern, die dann, ungenügend informiert, die Regierung nicht zu wirksamem Handeln drängen kann.

Kategorie: Alcopops (de), Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Leserbriefe, Politik, Verhältnis-Präv., Werbung | Keine Kommentare »

UK: Soziale Marketing Kampagne der Alkoholindustrie

Samstag 18. Juli 2009 von htm

£100 Mio. für Soziale Marketing Kampagne für verantwortungsbewussten Alkoholkonsum in England. Nach einem Treffen von Gordon Brown an der Downing Street mit den Top-Exekutiven der Alkoholindustrie rief er sie auf, ihre beträchtliche Marketing-Stärke auszunützen, um einen Wechsel bei den sozialen Normen und kulturellen Einstellungen dem Alkohol gegenüber in England herbeizuführen. Das Ergebnis war Projekt „N“ – eine Zusammenarbeit der nicht unbedeutenden Mittel von Top-Firmen in ganz England. (Quelle: Medical News Today, 17.7.09) (Mit unserem Kommentar: Die britische Regierung lässt die Alkoholindustrie deren Prävention ausführen. Sie wird keinen Erfolg haben. Aber das grosse Problem besteht darin, dass jetzt die Regierung während fünf Jahren keine eigene Prävention in Auftrag geben kann, da sonst die Evaluation dieses Programms verunmöglicht wird.)

Kategorie: Aktionen, Alkoholindustrie, Allgemein, Internationales, Politik, Verhaltens-Präv., Verschiedene, Werbung | Keine Kommentare »

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