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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Werbung'

D: Suchtexperten raten Eltern

Dienstag 29. Juni 2010 von htm

Alkohol nicht tabuisieren.
Im internationalen Vergleich des Pro-Kopf-Konsums von Alkohol liegt Deutschland hinter Ungarn und Irland mit an der Spitze. Schon das Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen lässt Alarmglocken schrillen. Experten raten nun zu einem offenen Umgang mit der Bedrohung. Mehr als 25.000 junge Menschen zwischen zehn und 20 Jahren mussten 2008 wegen einer Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt werden. Das entspreche einem Anstieg von 170 Prozent seit dem Jahr 2003, heißt es dazu im Jahrbuch Sucht 2010 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in Hamm. Junge Menschen würden immer früher auffällig, sagte DHS-Sprecherin Christa Merfert-Diete dem epd: „Jugendliche haben erkannt, wie leicht es ist, an Alkohol heranzukommen.“ Sie kritisiert die allgemeine Verfügbarkeit alkoholischer Getränke: „Der Zugang muss dringend minimiert werden. (Quelle: Google Alkohol News, 29.6.10) domradio.de, 28.6.10

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Weinprobe in der Kirche

Montag 28. Juni 2010 von htm

Gestern fand um 19.00 Uhr zum ersten Mal eine biblisch-musikalisch-kulturelle Weinprobe in der katholischen Kirche Romanshorn statt. Zu Gast waren ein Experte für biologischen Weinbau, musikalische Trauben, und der Pfarrer verriet, was es mit dem Wein in der Bibel und der Kirche auf sich habe. (Quelle: St. Galler Tagblatt, 27.6.10) Kommentar: Dann sind wir wohl nicht mehr weit davon entfernt, dass nicht mehr benötigte Kirchen in Trattorias oder Pubs umgewandelt werden. Wie alkoholfreundlich der Pfarrer die Bibel auslegt, kann man sich vorstellen. Dabei hätte gerade die katholische Kirche allen Grund, zur Droge Nr. 1 ein neues Verhältnis aufzubauen: Im Sinne der Diakonie zum Wohle der Bevölkerung, in Nachfolge von Jesus, dem Sozialrevolutionär, für echte Lebensfreude ohne chemisches Doping. Vielleicht ist es auch ein Wettstreit um Publicity. Der reformierte Amtskollege profilierte sich vor Jahren mit seinen jährlichen Töff-Gottesdiensten.

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Nochmals: Outox, gefährlicher Drink gegen den Alkoholrausch

Mittwoch 23. Juni 2010 von htm

Der Softdrink Outox soll den Abbau von Alkohol beschleunigen – so wirbt der Hersteller. Doch das angebliche Wundermittel birgt Gefahren.
Eine Dose Limonade gegen den Alkoholrausch – das klingt für trinkfreudige Genossen sehr verlockend. Outox, so der Name des neuen Softdrinks aus Belgien, soll den Promillegehalt im Blut nach einer durchzechten Nacht erheblich senken. Eine nüchterne Heimfahrt und ein Erwachen ohne Kater – alles kein Problem, versprechen die Hersteller. „Eine Dose Outox beschleunigt den Abbau des Alkoholpegels im Blut und erlaubt es, schneller wieder den Normalzustand zu erlangen“, warb das belgische Unternehmen „Lifestyle Drinks“. (Quelle: Google Alkohol News, 22.6.10) welt.de, 21.6.10 mit ausführlichen Kommentaren

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Trinken ohne Reue? – Getränk soll Alkohol abbauen

Samstag 19. Juni 2010 von htm

In Frankreich sorgt ein Getränk für Aufregung, das angeblich den Abbau von Alkohol im Blut beschleunigt. Der vermeintliche Zaubertrank Outox soll von Freitag an im Internet erhältlich sein. (Quelle: Google Alkohol News, 18.6.10) kleinezeitung.at, 17.6.10 auch Tages-Anzeiger, 19.6.10 Kommentar: Die Wissenschaft sei skeptisch.

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TOP NEWS: Regierung verabschiedet Alkohol-Aktionsplan

Freitag 11. Juni 2010 von htm

Für 20 Prozent der Menschen in der Schweiz ist der Alkoholkonsum ein Problem. Damit belasten sie sich selbst, ihre Familien und die Gesellschaft. Die Regierung es Kantons St. Gallen handelt und hat bis 2014 einen Aktionsplan mit konkreten Vorschlägen zur Reduktion des Alkoholkonsums verabschiedet. (Quelle: Google Alkohol News, 11.6.10) suedostschweiz.ch, 10.6.10 //Der Aktionsplan 1010 – 2014 wurde am 26.5.2010 von der St. Galler Regierung verabschiedet. Kommentar: Ausser bei der Absicht, die Aussenwerbung auf öffentlichem Grund und auf privatem Grund, der öffentlich einsehbar ist, zu reglementieren, was andere Kantone schon lange machen, scheint der Aktionsplan stark auf den Jugendschutz ausgerichtet zu sein. Ausser mit Aufklärung werden die Erwachsenen kaum behelligt. Und ob dies die bisherige ziemlich nutzlose Information ist, oder ob sie das Ziel hat, Verhältnisprävention möglich zu machen, steht nicht geschrieben.

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Leserbrief zum Service Public des Schweizer Fernsehens

Dienstag 8. Juni 2010 von htm

Redaktion
Winterthurer Zeitung

Per e-mail
Leserbrief zu: Was ist „Service Public“? vom 26.5.10
Nationalrätin Natalie Rickli ist Vizepräsidentin der Aktion Medienfreiheit und zieht recht forsch über die SRG her. Bei einigen Punkten zum Programm kann ich ihre Kritik auch unterstützen, aber mich stört, dass sie nur von freiem Wettbewerb träumt, aber nicht daran denkt, was damit für negative Folgen produziert werden können. Sie will „grösstmögliche Freiheiten (z.B. keine Werbeverbote)“. Dank ihr und ihrer Partei hat das Parlament erstmals in der Geschichte des Schweizer Fernsehens Alkoholwerbung eingeführt. In der heutigen Zeit des Komasaufens eine Dummheit sondergleichen.
Der Medienspezialist Prof. Roger Blum hat am gleichen Tag im Tages-Anzeiger die Medien als vierte Macht im Staat bezeichnet, die massgeblich unsere Politik bestimmt. Eine SRG mit „grösstmöglichen Freiheiten“ würde diese Macht noch mehr missbrauchen, als sie es heute schon tut. Sie ist genau wie die grossen Pressehäuser auch schon unter der Fuchtel der Wirtschaftsverbände, welche gegen ihre eigenen Interessen die Alkoholindustrie unterstützen. Natalie Rickli, ihre SVP und die Aktion Medienfreiheit sind im gleichen Lager. Sie sprechen von Medienfreiheit und helfen mit, die Freiheit der Medien zu unterdrücken, damit das Volk nicht merkt, wie es manipuliert wird, und sich nicht wehren kann. Die Medienfreiheit, die sie meint, raubt der Bevölkerung die Freiheit, sich objektiv orientieren zu können und entsprechend informiert, politisch zu handeln.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor einer Woche an ihrer Generalversammlung in Genf eine historische Resolution für eine globale Alkoholstrategie einstimmig verabschiedet. Darin wird die Bedeutung des Alkoholproblems für uns aufgezeigt und den Mitgliedstaaten die effektiven Massnahmen empfohlen, die sie zur Verbesserung der Situation übernehmen sollten. Die Schweizer Medien haben, offenbar unter dem Druck dieser Alkohollobby, die Bevölkerung darüber nicht informiert. Die Gewalt, welche diese vierte Macht dem Volk antut, ergibt für alle eine verminderte Lebensqualität und die ungefragte Bezahlung an die enormen alkoholbedingten Sozialkosten, ein Leben lang. Auf diesen Service Public würde ich gerne verzichten. Die andern wahrscheinlich auch, wenn sie informiert wären. Unabhängige Informationen dazu findet man bei www.alkoholpolitik.ch.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)

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Artikel betr. Bundesrat vertagt das Alkoholgesetz

Dienstag 8. Juni 2010 von htm

20.5.2010

Tages-Anzeiger
Redaktion der Seite „Analyse“
8021 Zürich

Per E-Mail

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bitte Sie, den folgenden Text auf Ihrer Seite „Analyse“ zu veröffentlichen. Meine Webseite und meine während vieler Jahre vom Tages-Anzeiger veröffentlichten Leserbriefe weisen mich als Kenner dieser Materie aus. Besten Dank und freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
www.alkoholpolitik.ch

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Der Bundesrat vertagte gestern  die Behandlung des Alkoholgesetzes. Als Grund wird die starke Lobbyarbeit der Wirtschaft vermutet, deren Vertreter ihre Anstrengungen im Interview bei „10 vor 10“ auch bestätigt. Diese Vertagung ist nicht unbedingt ein Nachteil. So können die Bundesräte die Resolution der WHO für eine Alkoholstrategie in ihre Überlegungen einbeziehen, die dieser Tage in Genf an der WHO-GV verabschiedet werden sollte. Vielleicht sind auch die departementsübergreifenden Verhandlungen Finanzdepartement (EAV) /Departement des Innern (BAG) / Verkehrs-Departement. noch nicht abgeschlossen. Man sollte doch erwarten können, dass nun endlich einmal eine ausgewogene Alkoholpolitik Einzug hält.

Dass die Wirtschaft sich immer noch gegen wirksame Präventivmassnahmen in die Bresche wirft, ist nicht nachvollziehbar. Sie schädigt sich selber, nur um eine einzelne Branche und den Handel vor der Notwendigkeit neuer Innovationen und Strukturanpassungen zu schützen, wie sie in der Wirtschaft allenthalben vorkommen. Auch die Wirtschaft gehört zu den „Passivtrinkern“, wie die WHO all jene bezeichnet, welche unter den alkoholbedingten Schäden leiden, d.h. uns alle. Sie hat auch nicht begriffen, dass Gelder, die nicht in den Alkoholkonsum fliessen, im Wirtschaftskreislauf verbleiben und diesen anzukurbeln helfen, sei es durch Konsum oder als Sparkapital zur Investition durch die Banken. Auf www.alkoholpolitik.ch, der weltweit wahrscheinlich besten Informationsquelle zum Thema, wurde eine Projekt-Idee entwickelt, die der Alkohol- und der Werbebranche ermöglichen würde, ohne Schaden den erhofften Umsatzrückgang auf Alkoholika zu bewältigen.

Mit „Passivtrinker“ meint die WHO natürlich in erster Linie die breite Bevölkerung, die auch noch nicht gemerkt hat, dass sie nicht nur unter den alkoholbedingten Schäden leidet und ein Leben lang ungefragt die horrenden alkoholbedingten Sozialkosten mitbezahlt, sondern selber massgeblich dafür verantwortlich ist, weil sie politisch nicht eingreift und den Politikern nicht den Rücken stärkt. Gerade die mässigen und die Nicht-Konsumenten, welche die Mehrheit bilden, hätten es in der Hand, das Land von dieser schweren sozialen Hypothek zu entlasten. Sie sind es auch, die am meisten von einem Schadenrückgang profitieren würden, denn sie hätten die geringste Belastung durch zusätzliche Steuern zu tragen. Die Behauptung der Gegner, sie würden bestraft, ist völlig falsch. Das Gegenteil trifft zu.

Die im „10 vor 10“-Beitrag erwähnten Mindestpreise für Alkoholika sollten übrigens nicht ein Hauptthema bei den Massnahmen sein, sondern in Verbindung mit generellen Alkoholsteuern, damit diese nicht unterlaufen werden können. Die Steuern wären in erster Linie zur Deckung der alkoholbedingten Schäden und für die Prävention einzusetzen. Das Alkoholgesetz betrifft nur die gebrannten Wasser. Steuerliche Massnahmen auf diesem Gebiet sollten bald von einer allgemeinen Alkoholsteuer mit Mindestpreisen ergänzt werden, damit nicht wieder ein Ausweichen auf andere Alkoholika provoziert wird. Wichtig wäre auch, dass die ganze Gesellschaft betroffen wird und nicht nur die Jugendlichen. Sie prägt ja das Bild einer alkoholfreudigen Erwachsenenwelt, die von einem Teil der Jugend als Vorbild für ihr Trinkverhalten wahrgenommen wird.

Gleichentags wurde in den Medien wieder über die steigenden Gesundheitskosten geklagt, und es sei kein Ende des Anstiegs abzusehen. Alkoholbedingte Gesundheitskosten fallen stark ins Gewicht. Sie zu senken, würde unser Gesundheitssystem merklich entlasten und die Lebensqualität steigern. Wer hat den Mut, das Tabu zu brechen und der Bevölkerung endlich klaren Wein einzuschenken?

Anstiegs abzusehen. Alkoholbedingte Gesundheitskosten fallen stark ins Gewicht. Sie zu senken, würde unser Gesundheitssystem merklich entlasten und die Lebensqualität steigern. Wer hat den Mut, das Tabu zu brechen und der Bevölkerung endlich klaren Wein einzuschenken?
(Quelle: Schweizer Fernsehen, „10 vor 10“, 19.5.10)
(Bis heute nicht veröffentlicht.)

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FIFA: Gesundheit durch Fussball – Meide Drogen und Alkohol

Dienstag 8. Juni 2010 von htm

Lektion 4 – Kernbotschaften:
* Drogen und Alkohol zu konsumieren, ist Deine eigene Entscheidung; Du kannst diese Suchtmittel also auch meiden.
* Du kannst dem Druck, Drogen und Alkohol zu konsumieren, standhalten.
* Du kannst Drogen und Alkohol meiden, indem Du Dich mit Leuten umgibst, die Dich unterstützen und denen Du wichtig bis.
* Alkoholmissbrauch ist in Afrika ein Problem, auch wenn der Alkoholkonsum für Erwachsene legal ist.
* Wenn Du oder jemand, den Du kennst, ein Drogen- oder Alkoholproblem hat, so kannst Du eine lokale Helpline anrufen oder zu einem Treffen von „Narcotics Anonymous“ gehen.
Du bist dran
Zeichne eine Karte Deiner Gemeinde und markiere
* die sicheren Orte, wo Dich niemand unter Druck setzt, Drogen oder Alkohol zu konsumieren,
* die gefährlichen Orte, wo Drogen und Alkohol konsumiert werden.

„Stürmer suchen sich ihren Weg durch die gegnerische Verteidigung. Mach auch Du Deinen Weg, und verzichte auf Drogen und Alkohol.“ Cristiano Ronaldo (Portugal) (Quelle: Google Alkohol News, 8.6.10) fifa.com, Lektion 4 mit Video mit Ronaldo Kommentar: Diese Lektion 4 würde glaubhafter wirken, wenn die FIFA auf Alkohol-Sponsoring verzichten würde. Jedes Public Viewing ist nach ihr ein „gefährlicher Ort, wo Drogen und Alkohol konsumiert werden“. So wirkt diese Lektion 4 wie pure Heuchelei. Übrigens, auch in der westlichen Welt ist Alkohol ein Problem. Für den Walliser Sepp Blatter ist Wein natürlich kein Alkohol.

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Fußball-WM: Ungesunde Sponsoren: Coca Cola und Budweiser

Mittwoch 2. Juni 2010 von htm

Die FIFA hat nach Ansicht des World Cancer Research Fund bei der Auswahl ihrer Sponsoren das erste Eigentor der kommenden Fußballweltmeisterschaft geschossen.
Allein in Großbritannien, in dessen Hauptstadt der World Cancer Research Fund seinen Sitz hat, könnten jedes Jahr 19.000 Krebserkrankungen durch ein gesundes Körpergewicht vermieden werden, heißt es in der Pressemitteilung. McDonalds, Coca Cola und Budweiser stehen nach Ansicht der Krebsforscher nicht gerade für eine gesunde Ernährung und es stünde der FIFA besser an, sie als Sponsoren auszuschließen.
Die den Sponsoren eingeräumten Werbebeiträge würde insbesondere auf Kinder und Jugendliche eine negative Wirkung ausüben, befürchtet der World Cancer Research Fund, der sich deshalb für ein Werbeverbot für Süßgetränke und ungesunde Nahrungsmittel einsetzt. (Quelle: © rme/aerzteblatt.de, 1.6.10 mit unserem Online-Kommentar: Wie gehabt. Bereits im Juni 2006 forderte die „Global Resolution to End Alcohol Promotion in World Cup Events“. (Wir waren dabei.) Aber die FIFA hat offensichtlich kein Einsehen. Sepp Blatter ist ein Walliser. Für ihn ist Alkohol normal, möglicherweise auch ein gesellschaftliches „Schmiermittel“.

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Zur Debatte über den Alkoholkonsum von Minderjährigen

Sonntag 30. Mai 2010 von htm

Können wir Minderjährige besser vor Alkoholmissbrauch schützen?
Minderjährige Jugendliche können immer noch trotz Jugendschutzgesetz problemlos Alkohol bekommen. Entweder kaufen Sie das Zeug in kleineren Läden selbst oder sie schicken einen Älteren vor, der den Alkohol legal kaufen kann. Immer wieder erlebe ich in Supermärkten – immerhin wird dort mittlerweile der Ausweis kontrolliert, wenn junge Leute Alkohol kaufen wollen-, dass Gruppen von Jugendlichen, die offensichtlich noch keine 16 Jahre alt sind, sich in der Spirituosenabteilung bedienen, einen älteren dabeihaben, der dann an der Kasse den Gesamteinkauf bezahlt. Die ersten Flaschen werden dann meist noch vor dem Supermarkt geöffnet. Das muss endlich ein Ende haben. …
Antwort von Prof. Michael Klein, Köln, Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) an der Katholischen Hochschule NRW:
Sie machen sich berechtigte Sorgen um die Kinder und Jugendlichen, die exzessiv Alkohol trinken und sich damit in Gefahr für Leib und Leben bringen. Auch wenn der Alkoholkonsum unter Jugendlichen insgesamt seit vielen Jahren leicht rückläufig ist, gibt es auf der anderen Seite Subgruppen von Kindern und Jugendlichen, die immer härtere Konsumstile, im Volksmund „Komasaufen“ genannt, zeigen. Diese Jugendlichen sind zwar eine Minderheit – Untersuchungen gehen von bis zu 15 Prozent der 16- bis 18-Jährigen aus, die regelmäßig exzessives Trinken zeigen. Aber trotz der Tatsache, dass die Mehrheit der Jugendlichen mit Alkohol angemessen umzugehen vermag, sind Alkoholexzesse, bei denen junge Menschen zu Schaden kommen, tragisch und dürfen nicht passieren. … (Quelle: Google Alkohol News, 30.5.10) tagesspiegel.de, 29.5.10 mit unserem Online-Kommentar

Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder, Medien, Politik, Religion und Alkohol, Verhältnis-Präv., Werbung | Keine Kommentare »

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