Donnerstag 7. Juli 2011 von htm
Gelsenkirchen. Der Ausschank von Alkohol bei Massenveranstaltungen führt zu Problemen – siehe das Big-4-Konzert in Gelsenkirchen. Hemmungen fallen, die Gefahr steigt. Eine denkbare Lösung für WAZ-Lokalchef Friedhelm Pothoff: Alkoholverbot. Ein Kommentar.
Ein junger Mann aus Emden hat sein Leben verloren, nachdem er in der Veltins-Arena ein Konzert besucht hat. Das ist tragisch und unser Mitgefühl gilt jenen, die um ihn trauern. Die Umstände des Unfalls sind nicht geklärt. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass sich bisher keine Zeugen bei der Polizei meldeten. Die Ermittlungen laufen, es wird sich herausstellen, ob der 23-Jährige allein unterwegs war. Es ist nur schwer vorstellbar, dass niemand beobachtet hat, wie sich der Unfall tatsächlich ereignete. … (Quelle: Google Alkohol News, 6.7.11) derwesten.de, 5.7.11
Kategorie: Allgemein, Feste und Feiern, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv. |
Keine Kommentare »
Donnerstag 7. Juli 2011 von htm
Bei den zurzeit herrschenden sommerlichen Temperaturen pilgern Tausende von Menschen an Seen und Flüsse: der Sprung ins kühle Nass verspricht Spass und Abkühlung. Sobald aber beim Baden Alkohol ins Spiel kommt, steigt das Unfallrisiko. Sucht Info Schweiz erinnert deshalb an die Baderegel der SLRG, beim Wassersport auf Alkohol zu verzichten.
Ein heisser Nachmittag am Flussufer, ein Sprung ins Wasser, ein gemütliches Picknick mit kühl prickelndem Bier, nochmals ein unbeschwerter Sprung in den Fluss, nochmals ein Bier. Zum Glück gehen solche Tage meist so zu Ende, wie jedermann sich das wünscht. Leider kann es auch anders ausgehen: Gemäss der aktuellen Statistik der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG sind in der Schweiz im letzten Jahr 43 Menschen ertrunken. … (Quelle: Sucht Info Schweiz, 5.7.11)
Kategorie: Allgemein, Schweiz, Sport, Statistik, Verbraucherschutz, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen |
Keine Kommentare »
Samstag 2. Juli 2011 von htm
Ab sofort wird in den Läden am Hauptbahnhof freitags und samstags (jeweils 22 Uhr bis 6 Uhr) kein Alkohol mehr zum Mitnehmen verkauft! Darauf einigten sich Stadt, Bahn und Polizei.
Das Verbot gilt als Testphase bis Ende September. Betroffen sind alle Gaststätten, Kioske, Rossmann, Lidl, Ihr Platz und Nordsee, aber auch Kaufland am Raschplatz. Die Bahn schickt zusätzliches Sicherheitspersonal auf Streife. Der Ausschank in Kneipen bleibt jedoch weiterhin erlaubt.
OB Stephan Weil (52, SPD): „Es gibt nicht das Patentrezept im Kampf gegen Alkohol. Wir wollen vor allem jungen Leuten die Möglichkeit nehmen , sich in der Nachtzeit mit Alkohol einzudecken und sich ‚Nachschub‘ zu besorgen.“ … (Quelle: Google Alkohol News, 2.7.11) bild.de, 1.7.11
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Politik, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verkehr |
Keine Kommentare »
Dienstag 28. Juni 2011 von htm
Der Meinungsstreit zum Alkoholverbot in den Stadien der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga geht quer durch die Gesellschaft. Auch die Innenpolitiker sind sich uneins in ihrer Bewertung.
Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) stößt mit seinem Vorstoß für ein Alkoholverbot in Fußballstadien auf wenig Gegenliebe. Er will mit einem Alkoholverbot in den Stadien Gewaltexzesse eindämmen. Seiner Meinung nach enthemmt erst der Alkoholkonsum viele der späteren Täter. … (Quelle: Google Alkohol News, 27.6.11) blog.nz-online.de, 27.6.11
unser Online-Kommentar: Ein teilweises Alkoholverbot, wie beispielsweise in Stadien, immer oder nur bei Hochrisikospielen, ist eine Art von Symptombekämpfung, die Sinn machen kann, wenn keine besseren Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um die Randalierer vor sich selbst und die Stadien, Bahnen, normalen Fans und Steuerzahler vor denen zu schützen.
Besser wäre natürlich, wenn mittels einer richtigen Alkoholpolitik der Alkoholkonsum und damit die alkoholbedingten Schäden generell heruntergefahren würden. Die von vielen im voraus bejammerte angebliche Freiheitsberaubung geschieht ja nicht beim Konsum sondern beim Erdulden der Schäden und deren Kosten durch die Allgemeinheit – nach dem Motto: Die Profite der Alkoholindustrie, die Schäden der Gesellschaft.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Feste und Feiern, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Politik, Prominenz, Sozialkosten, Sport, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene |
Keine Kommentare »
Dienstag 21. Juni 2011 von htm
Die Probleme mit gewaltbereiten Fußballfans beschäftigt mal wieder die Politik. Auf der Innenministerkonferenz wird über ein generelles Alkoholverbot, auch für die An- und Abreise zu den Spielen, beraten.
In der abgelaufenen Saison kam es in den Stadien, aber auch im Anschluss an die Spiele, zu teils heftigen Ausschreitungen gewalttätiger Fans sowie Zusammenstößen mit der Polizei. Die Politik befürchtet eine weitere Zunahme an Gewalt und hat dabei vor allem die kommende Saison in der 2. Bundesliga im Blick. …
Hessens Innenminister Boris Rhein fordert vor der am Dienstag (21.06.11) beginnenden Innenministerkonferenz der Länder ein flächendeckendes Alkoholverbot in den Fußball-Stadien. Dabei soll auch diskutiert werden, ob das Verbot für Busse, U- und S-Bahnen gilt, in denen Fans zu den Stadien transportiert werden. „Der Konsum muss drastisch reduziert werden, weil er die Fans oft erst völlig enthemmt. Ich halte deshalb ein Alkoholverbot in Fußballstadien und im öffentlichen Nahverkehr für sinnvoll“, sagte der CDU-Politiker. (Quelle: Google Alkohol News, 21.6.11) sportschau.de, 20.6.11
Kategorie: Allgemein, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Politik, Prominenz, Sozialkosten, Sport, Transportation, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene |
Keine Kommentare »
Sonntag 19. Juni 2011 von htm
5.6.2011
Redaktion Sonntagsblick
8008 Zürich
per E-Mail
Sehr geehrte Redaktion,
Gerne unterbreite ich Ihnen den nachfolgenden Leserbrief.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
Leserbrief zu „Zwangsabgabe auf jedes Bier“ vom 5.6.11
Eine Lenkungsabgabe auf allen Alkoholika ist sehr sinnvoll. Wissenschaftlich erwiesen und auch bei uns eine Erfahrungstatsache: Alcopopsteuer 2005 brachte einen Konsumrückgang auf diesen Getränken von ca 75%. Weil es keine generelle Steuererhöhung auf allen alkoholischen Getränken gab, wurde leider stark auf andere, auch selbst gemischte harte Sachen, ausgewichen. Auf der andern Seite führte die starke Reduktion der Schnapssteuer zu einem Konsumanstieg.
Um einer generellen Alkoholsteuer politische Akzeptanz zu verschaffen, sollte sie als Lenkungsabgabe geplant werden. D.h. der Ertrag müsste der Prävention dienen, auch kulturelle und sportliche Breitenförderung sind Prävention. Auf www.alkoholpolitik.ch ist eine Projekt-Idee beschrieben, die einen vielleicht gangbaren Weg aufzeigt. Dann müssten Staat, Präventionsfachleute und Medien der Bevölkerung klarmachen, dass es mit einer Alkoholsteuer nur gewinnen kann.
Bisher hält uns die Alkoholindustrie in Geiselhaft. Wir bezahlen ein Leben lang ungefragt die von ihr verursachten immensen Sozialkosten, gegen 500 Franken pro Kopf und Jahr – egal mit wieviel Konsum. Mit den Steuern könnte diese Last stark reduziert werden. Ist die Steuer hoch genug, wird auch ein Konsum- und damit ein Schadensrückgang eintreten, der wiederum die Sozialkosten senken hilft. Eine massive Unterstützung von Kultur und Jugendsport würde diese Entwicklung weiter fördern.
Die Preise für Alkoholika sind im Laufe der Jahrzehnte, gemessen an der Kaufkraft, immer billiger geworden. Dazu werden immer wieder mit Billigaktionen zusätzliche Konsumanreize geboten und die Werbung heizt die Konsumfreudigkeit weiter an. Die Alkoholindustrie entwickelt laufend neue trendige Getränke, die vor allem Jugendliche zu immer früherem Einstieg verleiten und mit ihrem gesüssten Geschmack sogar die Mädchen ansprechen. Bei Saufgelagen übertrumpfen die Mädchen teilweise sogar die Burschen. Dass diese häufige Suche nach dem Rauscherlebnis für unsere Gesellschaft ein bedrohliches Ausmann angenommen hat, sollte jedermann, vor allem die Politiker mit ihrem Auftrag, sich für unser Wohl einzusetzen, stark beschäftigen und veranlassen, nach Auswegen zu suchen und diese zu unterstützen.
(nicht veröffentlicht)
Kategorie: Alcopops (de), Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Jugend, Kinder, Leserbriefe, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Prominenz, Schweiz, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene, Werbung |
Keine Kommentare »
Sonntag 12. Juni 2011 von htm
Wien – Beim Vorhaben, die unterschiedlichen Jugendschutzbestimmungen in den Bundesländern zu vereinheitlichen, gibt es nach wie vor keine Einigung. Zuletzt gab es noch Vorbehalte in Kärnten und Vorarlberg dagegen, dass Ausgehen ab 16 Jahren zeitlich unbegrenzt erlaubt sein soll. In Kärnten pocht man darauf, dass das „scharfe“ Jugendschutzgesetz des Landes beibehalten wird. Für Oberösterreich herrscht außerdem noch Klärungsbedarf in Sachen Alkohol und Rauchen. Aus dem Burgenland heißt es, eine Konsensfindung sei zum Teil „sehr schwierig“. … (Quelle: Google Alkohol News, 12.6.11) derstandard.at, 11.6.11
Kategorie: Allgemein, Erhältlichkeit, Internationales, Jugend, Politik, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verschiedene |
Keine Kommentare »
Samstag 11. Juni 2011 von htm
Warnhinweise über Alkoholkontrollen der Polizei von iPhone-Apps wird es bald nicht mehr geben. Die Verbannung aus dem App Store ist eine Reaktion des Unternehmens aus Cupertino auf eine Forderung von US-Politikern.
Apps wie Trapster warnen Smartphone-Nutzer über Radar- und Laserfallen, Rotlicht-Kameras und Geschwindigkeits-Kameras und nehmen auch Hinweise aus der eigenen Community auf. Zu den Hinweisen gehören offenbar auch Informationen über mögliche Alkoholkontrollen. Doch damit dürfte es bald vorbei sein. Macrumors berichtet, dass Apple Apps, die über mögliche Alkoholkontrollen aufklären, aus dem eigenen Software-Einkaufsladen verbannen möchte. …
Apple hat in Reaktion auf den Brief jetzt seine Aufnahme-Richtlinien für den App Store geändert. In dem aktualisiertem Regelwerk heißt es nun unter anderem, dass Software mit Informationen zu „DUI Checkpoints“ verbannt werde, die nicht von den Exekutivorganen veröffentlicht wurde oder den Fahrer ermutige, unter Alkoholeinfluss Auto zu fahren.
Research in Motion, die Hersteller der BlackBerry-Smartphones, hatte die fraglichen Apps bereits direkt nach dem Brief der Senatoren entfernt; Google wich der Forderung aus. Ob Apple solche Software jetzt tatsächlich aus seinem App Store wirft, bleibt abzuwarten. (Quelle: Google Alkohol News, 11.6.11) netzwelt.de, 10.6.11
Kategorie: Allgemein, Internationales, Medien, Politik, Verbraucherschutz, Verkehr |
Keine Kommentare »
Freitag 10. Juni 2011 von htm
Sie verkaufen Alkohol an Kinder, ihre Seele an Firmen und Frauen für dumm – aber sie verlieren nie ihren Humor: Manche Werber brauchten dafür allerdings drei Martini und anderthalb Gramm Kokain. Im Zuge der Begeisterung für die Serie „Mad Men“ wird ein Report aus der Werbewelt der Sechziger neu aufgelegt. … (Quelle: Google Alkohol News, 10.6.11) sueddeutsche.de, 9.6.11 Kommentar: Die Politik verschliesst die Augen noch immer.
Kategorie: Allgemein, Politik, Verbraucherschutz, Werbung, Wirtschaft |
Keine Kommentare »
Donnerstag 9. Juni 2011 von htm
Der Unfall einer Obersteirerin, die mit 1,8 Promille Alkohol im Blut einen Schulbus mit sechs Kindern lenkte, hätte weit schlimmer enden können. Mit einem Alkolock wäre er hingegen gar nicht passiert, denn er hätte die Frau an der Fahrt mit dem Kleinbus gehindert. Das System wird derzeit erprobt, findet aber nicht nur Zustimmung.
Alkolock? Das System machte zuerst in Schweden Karriere. Dabei muss, bevor ein Auto gestartet wird, in das Mundstück eines kleinen Gerätes geblasen werden, das mit dem Fahrzeug verbunden ist. Wird die Promillegrenze überschritten, blockiert die Zündung.
In Holland müssen seit dem heurigen Jahr alle Lenker, die von der Polizei mit 1,3 Promille und mehr am Steuer erwischt wurden, einen Alkolock in ihr Auto einbauen. In Österreich läuft seit dem vorigen Herbst ein Pilotversuch, an dem sich 26 Transportunternehmen mit 30 Lkw freiwillig beteiligen. Im Herbst wird das Projekt auf wiederholt alkoholisierte Lenker ausgeweitet.
Verkehrsministerin Doris Bures (SP) peilt als Ziel eine gesetzliche Regelung an, nach der alle Berufsfahrer (Bus- und Lkw-Lenker) sowie auch alle mehrfach betrunken ertappte privaten Lenker einen Alkolock in ihr Fahrzeug einbauen müssen. … (Quelle: Google Alkohol News, 9.6.11) kleinezeitung.at, 8.6.11 unser Online-Kommentar: Erprobtes System:
Das System funktioniert. In den USA gibt es eine Studie dazu. Weiter warten kostet nur Menschenleben.
Die Finanzierung müsste gefunden werden, wenn man bedenkt, wie viel Gesundheits- und Todesfallkosten eingespart werden können.
Eine gewisse Toleranz für Betrügereien muss einkalkuliert werden. Dies fällt aber nicht ins Gewicht.
Kategorie: Allgemein, Internationales, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verkehr |
Keine Kommentare »