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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Prominenz'

D: Alkohol ist das bewährte Schmiermittel der Politik

Montag 1. März 2010 von htm

Ob als Stresskiller oder Lockermacher, Realitätsverscheucher oder Angstzerstäuber, ob als Bagger- oder Einschlafhilfe – Politik ist ohne einen kleinen Schluck weder denk- noch machbar. Das gilt nicht nur für Russland. Alkohol ist fraktions- und generationsübergreifend und auch vom Volk toleriert. (Quelle: Google Alkohol Alert, 28.2.10) welt.de, 28.2.10 Kommentar: Vom Volk nur toleriert, weil es nicht richtig informiert wird.

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Alkohol auf dem Eis: Kanadas Eishockey-Frauen droht Ärger

Samstag 27. Februar 2010 von htm

Ihr Auftritt nach dem 2:0-Finalsieg gegen die USA sorgte beim IOC für wenig Verständnis. Die ausgelassenen Jubelfeiern der kanadischen Eishockey-Frauen nach dem 2:0-Finalsieg gegen die USA könnten für die Olympiasiegerinnen ein Nachspiel haben. Sie waren mit Champagner- und Bierflaschen aufs Eis zurückgekehrt und feierten ausgelassen, indem sie sich gegenseitig abfüllten. Auch die Mindestaltersvorschrift wurde verletzt. (Quelle: Google Alkohol Alert, 26.2.10) tt.com, 26.2.10 Kommentar: Männliche Vorbilder wirken halt doch.

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Zum Rücktritt der EDK-Vorsitzenden Margot Kässmann

Donnerstag 25. Februar 2010 von htm

Aufklärung statt Häme: Die Medien und der Fall Käßmann
«Um Gottes Willen», titelte die «Frankfurter Rundschau». «Der Fall Margot Käßmann», hieß es doppeldeutig über dem «Welt»-Aufmacher. Die Münchner «Abendzeitung» zeigte die Bischöfin mit ausgebreiteten Armen im Talar – darunter: «Die Promille- Sünderin». Und schlicht «Die Alkohol-Nacht» prangte am Mittwoch auf Seite eins der «Bild». Am Tag, nachdem die Boulevardzeitung die Promillefahrt der obersten Protestantin öffentlich machte, widmeten die Zeitungen dem Thema nicht nur häufig den Aufmacher, sondern mehrere Seiten. Doch wenig Skandal und Häme waren zu lesen, eher Analysen, Leitartikel und aufklärende Stücke. Zum Skandal taugt der Fall kaum – der Rücktritt ändert daran wenig. (Quelle: Google Alkohol Alert, 24.2.10) Kommentar: Wahrscheinlich eine der besten Aufarbeitungen dieses Falles in der Presse. Aber sieht man nicht, dass auch auf Ebene Gesellschaft Konsequenzen nötig wären? Noch ein früherer Kommentar

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Drogenbeauftragte M. Dyckmans: Die ersten 100 Tage nicht genutzt

Donnerstag 25. Februar 2010 von htm

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), ist 100 Tage im Amt. Die Kritik an ihrer Amtsführung wird immer lauter. Das betrifft vor allen Dingen ihre Haltung zum Alkoholproblem. Sowohl auf europäischer Ebene als auch bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO), den Verbänden der Suchthilfe und den Kranken- und Rentenversicherern ist das Wissen eindeutig: Wenn man die durch Alkoholkonsum verursachten Probleme in Deutschland reduzieren möchte, so muss man am Gesamtkonsum ansetzen. Jeder Deutsche trank im Jahre 2007 im Durchschnitt mehr als 111 Liter Bier, 20 Liter Wein, 3,7 Liter Sekt und 5,6 Liter Spirituosen.
Obwohl deutlich wird und auch nicht verwunderlich ist, dass dieses Problem vor allen Dingen von der Alkoholindustrie herunter gespielt wird, sprach die Drogenbeauftragte nach ihrem Amtsantritt zunächst einmal mit dem Verband der Spirituosenindustrie und dann dem Deutschen Brauer-Bund, während die Verbände der Suchthilfe auf Gespräche warten. Da wird der Bock zum Gärtner gemacht. Brauer, Brenner und Winzer machen 50 % ihres Umsatzes mit 10 % der Kunden, mit den problematischen Konsumenten. Mit denen, die täglich mehr konsumieren, als es ihnen gut tut. Und mit denen, die abhängig, also behandlungsbedürftig krank sind. „Es stände Frau Dyckmans gut an, zu Beginn ihrer Amtszeit mit den Verbänden der Betroffenen zu sprechen, bevor sie sich gemeinsam mit den Produzenten auf Maßnahmen festlegt, die die Probleme nicht lösen“, so Helmut Krethe, der Bundesvorsitzende der Guttempler in Deutschland.
Während Frau Dyckmans beispielsweise Testkäufe von Alkohol durch Jugendliche ablehnt, berichtet der Niedersächsische Innenminister von Erfolgen. Während Frau Dyckmans noch fordert, dass in den Geschäften auf freiwilliger Basis verstärkt Ausweise kontrolliert werden sollen, negiert sie, dass das eine Selbstverständlichkeit sein muss. Denn jeder Alkohol, der von Kindern und Jugendlichen getrunken wird, geht durch die Hände von Erwachsenen.

Kürzlich auf einer Konferenz in Berlin: Im Grußwort erläutert die Drogenbeauftragte, dass sie keinen Grund sehe, die Alkoholwerbung einzuschränken. Leider verließ sie die Veranstaltung, bevor ihr Fachleute erläutern konnten, wie stark der Zusammenhang zwischen Alkoholwerbung und dem Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen ist.

Frau Dyckmans sagt bei jeder Gelegenheit, dass sie sich einarbeiten müsse und wolle. Und dann äußert sie Positionen, die nicht haltbar sind, gegen das bessere Wissen von Fachleuten. Wenn sie jetzt darauf hinweist, dass sie sich ein Beratungsgremium schaffen will, dann wird sie Unterstützer ihrer Linie nur bei der Alkoholindustrie finden. „Aber es geht doch um die Sache“, so der Sprecher der Guttempler für Alkoholpolitik, Rolf Hüllinghorst, „und da benötigt die Drogenbeauftragte alle mögliche Hilfe und Unterstützung. Nur so können die Hilfe verbessert, die Prävention ausgeweitet und die Kinder geschützt werden“. (Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Guttempler, 25.2.2010)

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Leserbrief zur Alkoholikerkarriere des WEF-Polizeichefs

Donnerstag 25. Februar 2010 von htm

Leserbrief zu „Alkoholsucht des WEF-Polizeichefs war schlimmer als zugegeben“ vom 19.2.10 und
„Bündner SVP fordert eine „Reinhardt-PUK““ vom 20.2.10 beim Tages-Anzeiger

Eine Alkoholikerkarriere, wie sie in der Schweiz zu Hunderttausenden stattfindet, endet wie viele andere auch im Tod. Genau so tragisch und wie oft mit einem ebenso falsch reagierenden Umfeld. Der Unterschied zum „Normalfall“ liegt in der gesellschaftlich exponierten Position des Betroffenen, des damit verbundenen Sicherheitsrisikos und des dadurch zwangsläufig entstandenen Medieninteresses.
Bei den politisch mitbetroffenen Behörden und Parteien wird nun auf Schadensbegrenzung gemacht (FdP) oder versucht, noch Kapital herauszuschlagen (SVP). Beide Parteien würden sich besser darauf konzentrieren, ihre Position in Bezug auf das Alkoholproblem prinzipiell zu überdenken. Sie sind es vor allem, die seit jeher verhindern, dass eine evidenzbasierte, wirksame Alkoholprävention in unserem Land die alkoholbedingten Schäden massiv verringern könnte. Im Mai wird die WHO an ihrer Generalversammlung über eine globale Alkoholstrategie debattieren und entscheiden. Es wäre höchste Zeit, dass die beiden Parteien ihre Verantwortung endlich wahrnehmen und die Umsetzung dieser WHO-Resolution in der Schweiz ermöglichen würden. Dann wäre der WEF-Polizeichef nicht umsonst gestorben.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(ungekürzt veröffentlicht am 25.2.10) (Am 1.3.10 auch von der Neuen Zürcher Zeitung ungekürzt veröffentlicht.)

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Alko-Crash: Neusiedl’s Bürgermeister ist abgetaucht

Dienstag 23. Februar 2010 von htm

Einen schlechteren Zeitpunkt konnte sich Josef Schweinberger (58), Bürgermeister von Neusiedl/Zaya (Bez. Gänserndorf), für seinen „Alko-Ausrutscher“ vor ein paar Tagen gar nicht aussuchen. Drei Wochen vor der Gemeinderatswahl am 14. März knallte er mit 1,8 Promille in der Blutbahn ungebremst zwischen Bullendorf und Ebersdorf (Bez. Mistelbach) mit seinem Pkw gegen einen Traktor. Seitdem ist der Ortschef, für den die Unschuldsvermutung gilt, auf Tauchstation. Im Gemeindehaus ist er „krank“ gemeldet, das private Telefon hebt er nicht ab. Ortspolitiker halten sich mit Kommentaren sehr zurück. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.
2.10) oe24.at, 22.2.10

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EKD Ratsvorsitzende Margot Käßmann: Alkohol am Steuer

Dienstag 23. Februar 2010 von htm

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, ist mit 1,54 Promille Alkohol im Blut am Steuer von der Polizei gestoppt worden. Dies habe die Blutprobe der Bischöfin von Hannover ergeben, sagte Staatsanwalt Jürgen Lendeckel am Dienstag in Hannover. Der 51-Jährigen drohen nun eine Geldstrafe von einem Monatsgehalt sowie ein einjähriger Führerscheinentzug. Die EKD hatte zuvor einen Bericht der „Bild“-Zeitung (Dienstagsausgabe) bestätigt. Demnach wurde Käßmann am Sonnabend gegen 23 Uhr in Hannover von Polizisten angehalten, nachdem sie mit ihrem Dienstwagen, einem VW Phaeton, eine rote Ampel missachtet hatte. Ob das Alkoholvergehen der Bischöfin Konsequenzen für ihr Amt als höchste Repräsentantin der rund 25 Millionen Protestanten nach sich zieht, konnte die EKD noch nicht sagen.
(Quelle: NDR online, 23.2.10) Kommentar: Unfassbar. Traurig. Konsequenzen der Politik? Wohl kaum.

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Die Bündner Regierung hielt sich nicht ans Alkoholkonzept

Montag 15. Februar 2010 von htm

Für Alkoholfälle hat die Bündner Regierung ein Konzept in der Schublade. Im Fall Reinhardt hielt sie sich aber nicht strikt daran. Im Kanton Graubünden will die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Grossen Rates die Affäre um Markus Reinhardt († 61) behutsam aufklären. Ihr Präsident, BDP-Politiker Gian Duri Ratti, nimmt das Ergebnis aber schon mal vorweg. Er gehe nicht davon aus, dass neue Erkenntnisse über den Suizid des Polizeikommandanten ans Tageslicht kommen. Das sagte er diese Woche zur «Südostschweiz». Wirklich nicht? SonntagsBlick-­Recherchen decken auf, wie Justizvorsteherin Barbara Janom Steiner (46, BDP) und ihr Vorgänger Martin Schmid (40, FDP) im Fall von Reinhardt auf das Prinzip Hoffnung setzten und ihn viel zu lange deckten. Ein Verhaltensmuster, das als Co-­Alkoholismus be­zeichnet wird. (Quelle: blick.ch, 14.2.10) Kommentar: Mitschuldig. Jetzt wäre der richtige Moment, die Lehren zu ziehen und in Bern eine wirksame Alkoholpolitik zu fordern. Vorher noch einen Alkohologiekurs absolvieren.

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Die neue EU-Kommission, mit John Dalli, ist im Amt

Freitag 12. Februar 2010 von htm

Hier die Webseite von John Dalli. Bei der Offenlegung seiner Interessen ist zu lesen, dass er in den letzten 10 Jahren eine Position in einer Brauerei hielt.

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Deutsche Alkoholprävention nach Mechthild Dyckmans

Donnerstag 4. Februar 2010 von htm

Die Bundesregierung setzt gegen den Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen auf Aufklärung. Weitere Verbote seien nicht notwendig, sagte Mechthild Dyckmans, Drogenbeauftragte der Bundesregierung.
Mit Aufklärung statt verschärften Gesetzen will die Bundesregierung gegen Alkoholmissbrauch vorgehen. „Ich sehe weitere Verbote im Moment nicht als notwendig an“, sagte die Drogenbeauftragte, die FDP-Politikerin Mechthild Dyckmans, am Dienstag in Frankfurt am Main. Stattdessen müsse die Einhaltung bereits bestehender Verbote konsequent kontrolliert werden. Im Vordergrund stehe aber die Prävention, die Dyckmans vor allem beim Rauschtrinken Jugendlicher und Alkoholverzicht von Schwangeren stärken will. (Quelle: Google Alkohol News, 3.2.10) focus.de, 2.2.10 Unser Online-Kommentar: Die Drogenbeauftragte wollte sich doch einarbeiten.
Sie sagte am Anfang ihrer Tätigkeit, sie wolle sich erst einarbeiten. Jetzt sieht man, wo sie sich Informationen holt: Bei der Spirituosen-Industrie. Sie würde besser den Entwurf für eine Alkoholstrategie der WHO studieren, da findet sie alles nötige evidenzbasiert pfannenfertig. Eltern und Schulen einzubeziehen ist gut als Alibi, sonst bringt es nichts. Kinder, die von den Eltern zum Alkoholkonsum „erzogen“ werden, trinken ausserhalb der Familie ebenfalls, gemäss einer jüngsten Studie in Holland. Die Heraufsetzung des Mindestalters wäre eine positive Massnahme, wobei die Durchsetzungsprobleme die gleichen sein würden wie jetzt. Werbeeinschränkungen, Verkaufsverbote und Testkäufe sind alles effektive Massnahmen. Kritisiert werden sie von der Alkohollobby, weil es die Verkäufe senkt.

Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Internationales, Jugend, Politik, Prominenz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Werbung | Keine Kommentare »

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