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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Neues Alkoholgesetz (CH)'

Margot Käßmann erhält den Europäischen Kulturpreis für Zivilcourage

Sonntag 13. Februar 2011 von htm

Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann (52), erhält für ihren Rücktritt nach einer Trunkenheits-Fahrt den Europäischen Kulturpreis für Zivilcourage. Wie der «Spiegel» am Samstag vorab berichtete, wird die von der Kulturstiftung Pro Europa ausgelobte Auszeichnung am 4. März in der Frankfurter Paulskirche verliehen. (Quelle: Google Alkohol News, 12.02.11) bild.de, 12.02.11 Kommentar: Nichts gegen diese Preisverleihung. Trotzdem meine Frage: Wann erhält eine europäische Regierung diesen Preis, weil sie dem Druck der Alkohollobby widerstanden und die Alkohol-Strategie der WHO in ihrer Gesetzgebung umgesetzt hat?

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Zur Schweizer Alkoholpolitik

Freitag 11. Februar 2011 von htm

Zur Website der Zeitschrift SuchtMagazin. Vor fast 125 Jahren wurde in der Schweiz das erste Alkoholgesetz verabschiedet. Die »Trunksucht« war zu jener Zeit zu einem zentralen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Problem geworden. Das Alkoholgesetz ist seither nur einmal, im Jahre 1932, total revidiert worden. »Höchste Zeit also für die gegenwärtige Totalrevision«, meint auch Marcel Krebs im Editorial der soeben erschienenen neuen Ausgabe des SuchtMagazins (Nr. 1/2011).
Doch wie steht es um das neue Alkoholgesetz? Auf Druck des intensiven politischen Lobbyings der Alkoholwirtschaft wurde in der Vorlage die Einführung preislicher Maßnahmen wieder entfernt. Die Botschaft des Bundesrates ist für die zweite Jahreshälfte 2011 angekündigt. Danach beginnen vermutlich 2012 die parlamentarischen Debatten, die Inkraftsetzung des Gesetzes ist zum Jahresbeginn 2013 geplant. Diese Ausgabe des SuchtMagazins liefert Hintergrundinformationen und notwendige Argumente, um sich bis dahin an der Debatte zu beteiligen: … (Quelle: zeitschrift-rausch.de, 4.2.11) – SuchtMagazin 1/2011 Kommentar: Endlich kommt nun auch von professioneller Seite der Argumente-Input für eine öffentliche Diskussion. Wie lange wird es wohl noch dauern, bis die Medien ihre Pflicht erfüllen?

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Sportsponsoring kurbelt den Alkoholkonsum an

Dienstag 1. Februar 2011 von htm

Bierwerbung ist bei Fussball- und Eishockeyspielen allgegenwärtig. Die Bierbranche unterstützt die meisten Klubs der obersten Spielligen – und dies nicht ohne Eigeninteresse. Da das Sponsoring den Konsum vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen beeinflusst, fordert Sucht Info Schweiz den Verzicht des Sponsorings an Sportveranstaltungen.
Die meisten Sponsorengelder fliessen in der Schweiz in den Sport. Pro Jahr sind es gut 500 Millionen Franken. Dass der Sport auch für das Sponsoring der Alkoholindustrie sehr wichtig ist, zeigt eine aktuelle Analyse von Sucht Info Schweiz. Sie ist Teil einer umfassenden Untersuchung der Alkoholwerbung, welche Sucht Info Schweiz im Rahmen eines europäischen Projekts durchführt. Wie funktioniert die Werbung, welche Trends gibt es, werden die Werbevorschriften beachtet? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus der Beobachtungen…. (Quelle: Sucht Info Schweiz, 31.01.11) Kommentar: Unsere Projekt-Idee zeigt, wie die Sponsorengelder ersetzt werden könnten.

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F: Der Vater aller Wutbürger

Mittwoch 5. Januar 2011 von htm

Mit 93 Jahren sorgt der linke französische Intellektuelle Stéphane Hessel für eine Sensation: Sein Manifest beflügelt das Wutbürgertum. «Auf dieser Welt gibt es unerträgliche Dinge. Die Empörung ist der Schlüssel zum Engagement»: Stéphane Hessel.
In Frankreich reden sie von einem einzigartigen Verlagserfolg, einer wahren Sensation. Und von einem Gesellschaftsphänomen obendrein. Ein kleines politisches Büchlein, 32 Seiten dünn und nur 3 Euro teuer, mit dem imperativen Titel «Indignez-vous!» («Empört euch!») hat sich in den letzten Wochen 500’000-mal verkauft. Der Verlag druckt gerade weitere 300’000 Exemplare. Aus zehn Ländern sind schon Anfragen für die Rechte am Buch eingetroffen. Französische Buchhändler erzählen, zu Weihnachten sei die Nachfrage so gross gewesen, dass sie viele Kunden aufs neue Jahr hätten vertrösten müssen. Alle wollen sie dieses quasirevolutionäre Pamphlet von Stéphane Hessel lesen. Der linke Intellektuelle, eingebürgerter Sohn einer jüdischen Familie aus Berlin, avanciert zum Avantgardisten einer Bewegung, zu einer Art Popstar. Vor allem unter den Jungen. Und das mit 93 Jahren. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.1.11) unser Online-Kommentar: Die Unterdrückung einer offenen Diskussion über das Alkoholproblem und die Verbesserungsmöglichkeiten durch Behörden und Medien könnte auch Wutbürger erzeugen. Aber eben nur die Informierten.

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„Die 7 Schlüssel-Botschaften der Alkohol-Industrie“

Sonntag 2. Januar 2011 von htm

„The seven key messages of the alcohol industry“. Diese Broschüre ist eben auf Englisch herausgekommen. Aus der Einführung: Die Absicht dieser Broschüre ist es, die Fachleute über die Anstrengungen der Alkoholindustrie zu informieren, mit denen sie die globale Alkoholpolitik zu beeinflussen versuchen, und sie gegen die Methoden der Industrie zu wappnen, die darauf zielen, der Einführung effektiver Massnahmen vorzubeugen. (Quelle: EUCAM, 01/02/11) „The seven key messages of the alcohol industry“ (pdf) Kommentar: Sehr oft sind Fachleute, die nicht direkt mit Verhältnisprävention beschäftigt sind, über dieses Feld nicht informiert. In der politischen Debatte sind sie dann oft hilflos und dem Vertreter der Industrie nicht gewachsen. Diese Broschüre könnte für Abhilfe sorgen.

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Leserbrief zu „Kinder erhalten problemlos Alkohol“, im Kanton Zürich

Dienstag 28. Dezember 2010 von htm

28.12.2010

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Kinder erhalten problemlos Alkohol“, am 28.12.10

Die Tatsache, dass Kinder im Kanton Zürich problemlos Alkohol erhalten, kommentiert Liliane Minor unter der Überschrift „Ein dreifacher Skandal“. In Wahrheit ist der Skandal noch weit grösser. Man muss ja davon ausgehen, dass in all den Gemeinden, in denen noch keine Testkäufe durchgeführt werden, d.h. in ¾ der Gemeinden, auch zu über 60% Alkohol abgegeben wird. Ein Skandal ist aber auch, dass von den Jugendlichen erwartet wird, dass sie sich an ein Gesetz halten, das nur sie einschränkt, die Erwachsenen sich aber einen Sport daraus machen, Gesetze nach Möglichkeit zu umgehen. (z.B. Strassenverkehr, Steuerpflicht) Auch treffen sie keine Anstalten, die Umwelt für die Jugendlichen weniger alkoholbelastet erscheinen zu lassen, damit Prävention für Jugendliche glaubwürdiger wird. Da wird sofort auf das Recht auf persönliche Freiheit gepocht, sogar auf das Recht auf Selbstzerstörung.
Dass die Medien diese alkoholfreundliche Haltung noch unterstützen, indem sie wichtigste Informationen zurückhalten und der Bevölkerung gar nicht erst die Chance geben, eine andere Sicht der Dinge zu gewinnen, ist wohl der grösste Skandal. Wenn es am Mangel an Fachjournalisten liegt, brauchen sie ja nur auf meine Webseite www.alkoholpolitik.ch hinzuweisen. Dort sind die Informationen zu finden und auch Wege, die aus dem Schlamassel herausführen.
Übrigens, was wäre, wenn nicht Abstinentenverbände vor über 10 Jahren (!) mit Testkäufen begonnen hätten?

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(am 30.12.10 gekürzt veröffentlicht)

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Leserbrief zu „Die FDP aus Liebe zur Schweiz“

Donnerstag 23. Dezember 2010 von htm

13.12.2010

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Die FDP aus Liebe zur Schweiz“, Inserat am 13.12.10

Mit einem Inserat auf der Titelseite des Tages-Anzeigers behauptet die FDP: „Die FDP redet Klartext – Aus Liebe zur Schweiz.“
Bereits gestern in der TV-Sendung Giacobbo/Müller durfte FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger dazu als Gast einen Werbespot anbringen.
Wenn die FDP Klartext aus Liebe zur Schweiz reden möchte, dann sollte sie dringend in Bern für eine wirksame Alkoholpolitik sorgen. Sie könnte eine Mehrheit erreichen. Den wichtigsten Präventionsfachmann hätten sie in den eigenen Reihen, wie auch den zuständigen Bundesrat. Die Neufassung des Alkoholgesetzes böte jetzt die beste Gelegenheit dazu. Bisher haben sie stets genau das Gegenteil dessen erreicht, was für die Schweiz gut ist. Gut war es nur für die Alkoholindustrie und ihre Lobby. Schlecht war es auch für die übrige Wirtschaft. Die Ideologie der grenzenlosen Selbstverantwortung hat ausgedient. Denken ist gefragt.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht. Inserenten darf man nicht mit einem Leserbrief vergraulen.)

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CH: Das Wahljahr aus Konsumentensicht

Dienstag 21. Dezember 2010 von htm

Auch bei den Konsumentenschutz-Organisationen stehen die eidgenössischen Wahlen 2011 ganz oben auf der Agenda. Die Konsumentenschützer wollen die Kandidatinnen und Kandidaten genau unter die Lupe nehmen und aufzeigen, wer sich für Konsumentenanliegen einsetzt und wer nicht. Ein Konsum-Label für Politiker soll Wahlhilfe bieten.
Seit rund einem Jahr ziehen die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) sowie die französisch- und italienischsprachigen Schwesternorganisationen FRC und ACSI in der «Allianz der Konsumentenschutzorganisationen» an einem Strick – mit Erfolg, wie Vertreter der drei Organisationen am Montag an einer Medienkonferenz in Bern erklärten. (Quelle: NZZ, 20./21.12.10) Kommentar:
Eine Charta will u.a. auch die Gesundheit ansprechen. Ich hoffe, dass dabei auch an das in Entstehung begriffene neue Alkoholgesetz gedacht wird. Bekanntlich hat der Bundesrat im Entwurf die WHO-Resolution für eine globale Alkohol-Strategie praktisch ignoriert, obwohl er sie mitunterzeichnet hat. Wäre es nicht sinnvoll, die Umsetzung dieser Alkoholstrategie von den Politikern zu fordern, wie ich es mit meinem Aufruf anstrebe? Alkoholschäden stehen bei den gesundheitlichen Auswirkungen laut WHO an 3. Stelle. Eine neue Untersuchung aus England gemäss ist Alkohol die gefährlichste Droge, wenn man ihre Wirkung auf die Gesellschaft berücksichtigt. Entsprechend dürfte man von Politikern erwarten, dass sie diesen Fakten Rechnung tragen. Auch in der EU gehören Konsumentenschutz und Gesundheit zusammen. Ich hoffe, dass sie ihrer Aufgabe gerecht werden, auch wenn politische Rücksichten im Wege stehen sollten. Es genügt, wenn die Medien und die Behörden das Problem tabuisieren und damit der Bevölkerung keine Chance lassen, ihre Interessen zu vertreten.
Inzwischen wird der Aufruf von namhaften Fach-Institutionen unterstützt. Er soll übrigens bis zur Behandlung des Alkoholgesetzes im Parlament laufen.

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CH: Doch kein Alkohol-Weitergabeverbot an Jugendliche in Basel-Stadt

Freitag 10. Dezember 2010 von htm

Der Grosse Rat lehnte ein Alkohol-Weitergabeverbot ab und setzt auf mehr Prävention – und auf neues Bundesrecht.
Die meisten Fraktionen im Grossen Rat kritisierten das Alkohol-Weitergabeverbot als kaum praktikabel im Polizeialltag.
Basel-Stadt muss ohne neues Recht gegen jugendliche Alkoholexzesse angehen: Der Grosse Rat ist am Mittwoch auf eine Gesetzesvorlage, die ein Alkohol-Weitergabeverbot an Jugendliche gebracht hätte, nicht eingetreten. Das Gesetz hätte den vorsätzlichen Verkauf oder die aktive Weitergabe alkoholischer Getränke an Jugendliche unter 16 Jahren sowie von Schnaps an solche unter 18 Jahren unter Strafe gesetzt. (Quelle: Google Alkohol News, 9.12.10) bazonline, 8.12.10 unser Online-Kommentar:
Altbekannte Methode: Jeder gegen jeden, nur nicht für die Bevölkerung. Wenn diese „Volksvertreter“ auf Bern hoffen, sollen sie wenigstens den Advent-Aufruf für eine wirksame Alkoholpolitik unterschreiben, der nächstens veröffentlicht wird. Dies könnte etwas Druck erzeugen, dass die eidgenössischen Politiker endlich etwas Mutiges und Wirksames beschliessen.

Kategorie: Allgemein, Eltern, Erhältlichkeit, Jugend, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

CH: Alkoholpolitik aus der Sicht der offenen Jugendarbeit

Dienstag 7. Dezember 2010 von htm

Die beiden zentralen Gesetze für die schweizerische Alkoholpolitik (Alkoholgesetz und Lebensmittelgesetz) werden momentan totalrevidiert (Infoset berichtete). Der Dachverband offene Jugendarbeit (DOJ) hat einerseits als Mitglied der nationalen Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik NAS an deren Grundposition mitgearbeitet und andererseits in Zusammenarbeit mit VertreterInnen der offenen Jugendarbeit, ein eigenes Positionspapier (Word-Dokument) erarbeitet. (Quelle: Infoset Newsletter Dezember 2010)

Kategorie: Allgemein, Dokumente, Jugend, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

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