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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Medien'

CH: „Freiheitliche Werte zur publizistischen Orientierung“

Dienstag 12. April 2011 von htm

Die Neue Zürcher Zeitung bringt auf einer ganzen Seite die bearbeitete Fassung einer Rede des Präsidenten ihres Verwaltungsrates, Konrad Hummler, die er am 9.4.11 vor Aktionariat, Gästen und Mitarbeitern der NZZ-Mediengruppe im Zürcher Kongresshaus gehalten hat.
Die Untertitelung: „Die Medienwelt ist geprägt von der schleichenden Auflösung publizistischer Werteorientierung. Es braucht in der Schweiz und im deutschsprachigen Raum eine Mediengruppe wie die NZZ, die sich ohne Wenn und Aber zu freiheitlichen Werten bekennt und bereit ist, in diese zu investieren.“ Daraus die zwei hervorgehobenen Zitate: „Eine Einmischung des Herausgebers in das Tagesgeschäft und in einzelne Artikel darf und wird es deshalb nicht geben.“ Und „Wir müssen für die vielen Mitglieder der Bürgergesellschaft zum Leuchtturm und zur Quelle täglicher Inspiration werden.“

Kommentar: Die Medienzaren haben in letzter Zeit immer wieder mit hehren Werte-Deklamationen geglänzt. Geändert hat sich bis jetzt wenig Erkennbares in der Praxis. Denn ….“um Macht und nicht viel anderes geht es bei fast allen Medien – auf der richtigen Seite zu stehen. Freiheit bedeutet nicht das Einnehmen einer spezifischen Machtposition – etwa des bürgerlichen Mittelstandes -, sondern das Eintreten für die Abwesenheit von Macht. ….Abwesenheit von Macht hinwiederum heisst, dass aller Anmassung von Macht mit reflexartiger Skepsis zu begegnen ist. Das ist es, was wir von unseren Redaktionen verlangen dürfen bzw. müssen: grundsätzliche Skepsis gegenüber allen versuchten oder tatsächlichen Äusserungen von Macht.“ Wunderbar, die NZZ wird sich der Macht der Alkohollobby nicht mehr beugen, ein neues, goldenes Zeitalter bricht an. Sie wird uns aus den Ketten der Alkoholindustrie befreien. …Denn sie ist „im Zweifel für den gesunden Menschenverstand“ und „im Zweifel für das Experimentieren“; sie ist „im Zweifelsfall für weniger Steuern und gegen neue Zwangsabgaben ohne Elimination bestehender“. …“Ausser in echten Notlagen wie Kriegen oder Katastrophen ist der Grundsatz immer richtig.“ Das wäre eine echte Begründung unseres Projekt-Idee-Experimentes: Eine generelle Lenkungsabgabe auf Alkoholika, welche Mehrwertsteuer-Erhöhung rückgängig machen würde, die alkoholbedingten Sozialkosten für alle vermindern und eine echte Notlage lindern würde. Das müsste doch den gesunden Menschenverstand erfreuen! Vielen Dank, Herr Verwaltungsrats-Präsident.

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Leserbrief zur schweizerischen Schülerbefragung zum Suchtverhalten

Dienstag 12. April 2011 von htm

31.3.2011

Redaktion
Neue Zürcher Zeitung
8001 Zürich

Per e-mail
Leserbrief zu „Wenig verändertes Suchtverhalten“ vom 30.3.2011
Wenn man den Verlauf des Alkoholkonsums vergleicht, wird klar, dass bei den 15-Jährigen der wöchentliche Konsum seit der letzten Befragung 2006 zugenommen hat. Vergleicht man mit der Zeit vor der Alkopop-Hausse, sieht man, dass auch hier ein Anstieg festzustellen ist.
In den 90-er Jahren ist die staatliche Prävention angetreten, den Jugendalkoholismus zu vermindern. Wir haben immer noch einen Anstieg. Die staatlich verordnete Prävention setzte voll auf die neu erfundene Gesundheitsförderung, d.h. die Verhaltensprävention und vernachlässigte die strukturelle-, heute Verhältnisprävention genannt, weitgehend. Ausnahmen sind die lange sträflich verzögerte Herabsetzung der Promillegrenze und die nur auf die Jugend zielende Alkopopsteuer. Die Kantone und Gemeinden versuchten, mit Testkäufen den Jugendschutzgesetzen Nachachtung zu verschaffen, aber die unklare Rechtslage verhinderte auch hier ein befriedigendes Resultat. Die Alkopopsteuer erwies sich als isoliertes Heilmittel insofern als ungenügend, weil die Jugendlichen auf selbstgemixte Getränke auswichen und sich dem billigen Importschnaps zuwandten. Immerhin hat sie einmal mehr bewiesen, dass mit dem Preis der Konsum gesteuert werden kann.
Nun wird in den Medien wieder zur Tagesaktualität gewechselt, der Jugendalkoholismus ist wieder einmal erwähnt worden, aber Fragen werden keine verfolgt. Man macht sich keine Gedanken darüber, was mit diesen rauschtrinkenden Jugendlichen in einigen Jahren geschieht, obwohl bereits Untersuchungen vorliegen. Wirkende Alkoholsteuern dürfen nicht thematisiert werden, sie könnten dem Alkoholgewerbe schaden. Dafür darf vom Bundesrat eine Verteuerung der Autobahnvignette um über 100% vorgeschlagen werden, die als Kopfprämie Wenig- und Vielfahrer gleich treffen würde. Eine lebensrettende Verteuerung alkoholischer Getränke ist tabu. – Die Liberalen haben plötzlich gemerkt, dass die Eigenverantwortung bei der Atomkraft nicht funktioniert. Wann merken sie es beim Alkoholproblem?
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

Gleicher Text auch an Redaktion Zürcher Oberländer
Redaktion Der Landbote
(In der NZZ nicht erschienen, bei den andern unbekannt)

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Zitat: Der Journalist ist der Wahrheit und dem Leser verpflichtet

Montag 11. April 2011 von htm

Zitat aus: „Der Boulevard führt direkt auf den Marktplatz“ im Tages-Anzeiger vom 8.4.11:
Dominique von Burg, Präsident des Presserates hält fest: „Der Journalist ist in erster Linie der Wahrheit und dem Leser verpflichtet. Erst in zweiter Linie seinem Arbeitgeber.“ Der Artikelverfasser fährt fort: “ In Zeiten des Strukturwandels und des Personalabbaus ein hehrer Grundsatz. Doch mancher Journalist wird, ob bewusst oder unbewusst, bei der Wahl seiner Themen und der Gewichtung seiner Geschichten auf die Beteiligungsstruktur seines Arbeitgebers Rücksicht nehmen. „Innere Zensur“, heisst das unter Kollegen jeweils entschuldigend.“ Kommentar: Neben Strukturwandel und Personalabbau gibt es bekanntlich noch andere Gründe: Korruption, Machtausübung, Volksverdummung, Angst vor der Alkohollobby. Warum nicht online?

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CH: Infoset Newsletter April 2011

Dienstag 5. April 2011 von htm

Informationen zu allen Suchtformen vor allem aus der Schweiz. Hier bestellen.

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Heute blau, morgen blau: Wann wird Alkohol gefährlich?

Dienstag 5. April 2011 von htm

„Menschen bei Maischberger“, Das Erste, Heute 22:45 – 00:00 (75 Min.)
Zu Gast:
Gunter Gabriel (Sänger), Marlies Wank (war alkoholkrank), Tina Wolf (TV-Moderatorin, Vater Alkoholiker), Peter Richter (Autor, Über das Trinken ), Dr. Johannes Lindenmeyer (leitet Suchtklinik). (Quelle: ARD, 5.4.11) Kommentar: Da wird von wirklicher Prävention wieder kaum die Rede sein. Der Alkoholindustrie wird es gefallen. Denn so kann sich nichts ändern. Die Hälfte des Konsums geht auf Kosten der Alkoholkranken.

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CH: Internetplattform mit Gesprächsforen für Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien

Montag 4. April 2011 von htm

Sucht Info Schweiz lanciert erste nationale Internetplattform mit Gesprächsforen für Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien
Donnerstag, 14. April 2011, 11 Uhr, Bern, Casino, Herrengasse 25, www.casinobern.ch
Kinder mit einem alkoholabhängigen Elternteil erleben einen schwierigen Familienalltag, ohne Normalität und Sicherheit. Sie tragen ein höheres Risiko, selbst abhängig zu werden. Alkoholprobleme in der Familie sind ein Tabu. Aus Loyalität gegenüber den Eltern sprechen die meisten Kinder mit niemandem über ihre Sorgen, sondern leiden im Stillen. Sucht Info Schweiz will gemeinsam mit ihren Partnern die Isolation dieser Kinder überwinden! Zum zweiten Mal lädt Sucht Info Schweiz die kantonalen Partner zu einer Vernetzungs- und Weiterbildungsplattform ein.
Im Mediengespräch – als Auftakt zu diesem Treffen – erfahren Sie mehr über neue Angebote in der Schweiz und die ab Mitte April verfügbare erste nationale Internetplattform von Sucht Info Schweiz mit Gesprächsforen für betroffene Kinder und Jugendliche. Anmeldung hier.

Kategorie: Allgemein, Jugend, Kinder, Medien, Schweiz, Veranstaltungen, Verhaltens-Präv. | Keine Kommentare »

Neue Konkurrenz für uns im Web – Irrtum – befreundete Kreise

Montag 4. April 2011 von htm

Ein Blog www. alkoholpolitik.de ist neu aufgetaucht. In einem Artikel werden wirksame Ausweispflicht und -Kontrollen für Minderjährige gefordert. Teilnahme am Diskussionsforum verlangt ein Login. (Quelle: Google Alkohol News, 4.04.11) alkoholpolitik.de Kommentar: Nicht die Alkoholindustrie steckt dahinter, sondern befreundete Kreise, die sich jetzt gemeldet haben. Ich wünsche viel Erfolg und werde mich gelegentlich dort zeigen.

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Zitat: Vergesst die Eigenverantwortung!

Dienstag 22. März 2011 von htm

Artikel im Tages-Anzeiger vom 21.3.11 von Liliane Minor über Energiesparen nach der Atomkatastrophe in Japan. „Man hat keine Wahl. … Selbst wenn wir wirklich eine Wahl hätten, wäre die Eigenverantwortung in der Energiepolitik das falsche Konzept. Denn mit der Wahlfreiheit räumt man Menschen notwendigerweise auch das Recht ein, sich eben nicht vernünftig zu verhalten. Wenn sie sich damit bloss selbst schaden, ist das nicht weiter schlimm. Beim Energieverbrauch aber schaden die Unverantwortlichen auch allen anderen. Und das darf nicht einfach hingenommen werden, dafür ist die Lage zu ernst.“ Kommentar: Das trifft doch haargenau auf die Eigenverantwortung beim Alkoholproblem zu. Wann wird das in der Presse auch einmal derart gross thematisiert? (Natürlich gab es viele negative Kommentare dazu.)

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Hemmungsloser Alkohol- und Drogenkonsum in Games

Montag 14. März 2011 von htm

Sie versprechen den schnellen Kick und die Lösung aller Probleme: Drogen sind auch in Videospielwelten allgegenwärtig. Häufig verbessert ihr Verzehr die Gesundheit oder erhöht vorübergehend die Statuswerte der Spielfigur, wird allerdings auch mit unerwünschten Nebenwirkungen quittiert. Wir zeigen Ihnen nachfolgend Games, in denen Alkohol – und Drogenkonsum thematisiert wird. (Quelle: Google Alkohol News, 13.3.11) pcgames.de, 12.3.11

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A: Ein Phantom namens „Alkohol-Sondersteuer“

Donnerstag 10. März 2011 von htm

„Stadt Linz plant Sondersteuer auf Alkohol“ – diese Schlagzeile brachte am Wochenende eine Kettenreaktion in Gang, die einen unglaublichen Aufruhr unter Politikern, Wirten und Getränkeherstellern im ganzen Land verursachte. Erst nach vier Tagen ist langsam klar geworden: Hier wurde ein Phantom durch die Gassen gejagt, die Steuer wird wahrscheinlich nicht einmal in Linz kommen. … (Quelle: Google Alkohol News, 09.03.11) krone.at, 09.03.11 Kommentar: Dass die Gegner auf die Barrikaden steigen, ist ja klar. Wo sind die Befürworter geblieben? Die WHO sagte schon vor Jahren, Alkohol-Prävention müsse ohne die interessierte Alkohollobby geschehen. Die Presse berichtet über den Aufruhr, aber selber recherchieren und sachlich informieren liegt nicht drin. Sie fürchten wie die Politiker um ihren Anhang. Die Gesundheit des Volkes und die Sozialkosten sind egal. Unsere Projekt-Idee scheint doch die einzige Lösung zu sein.

Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Medien, Politik, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Wirtschaft | Keine Kommentare »

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