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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Medien'

CH: Szenen einer disziplinierten Gesellschaft

Montag 4. Juli 2011 von htm

Alkoholverbote, Bussen für Littering, Wegweisungen – Schweizer Städte domestizieren ihren öffentlichen Raum
In den Städten geniessen wir die Vorzüge der 24-Stunden-Gesellschaft, doch sobald uns Lärm und Littering stören, rufen wir nach dem Staat. Dieser antwortet mit Verboten und Bussen – und schiesst oft übers Ziel hinaus. … (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 4.7.11) unser Online-Kommentar: Wenn der Kragen platzt.
Immer mehr Gemeinden, Verkehrsbetriebe, Stadien erwägen Massnahmen gegen überbordende Folgen des Alkoholkonsums. Sie ziehen die Notbremse und betreiben Symptombekämpfung. Das gefällt natürlich nicht allen, am wenigsten der Alkoholbranche, die ja am meisten von den krankhaft und risikoreich Konsumierenden verdienen, die etwa 50% des Konsums bestreiten.
Viel besser wäre für alle eine sinnvolle Alkoholpolitik. Damit eine solche aber verwirklicht werden könnte, bräuchte es ein korrekt informiertes Stimmvolk, das seine Interessen wahrnehmen könnte. Das hinwiederum ist gar nicht im Interesse der Alkoholindustrie und ihrer Verbündeten, also wird diese Information verhindert: Von den Medien und der Politik. Die Bevölkerung, die Passivtrinker, wie die WHO sagt, sind die Betrogenen. Sie bezahlt ein Leben lang ungefragt die Sozialkosten und leidet unter den Schäden.

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D: Facebook-Partys droht jetzt ein Verbot

Samstag 2. Juli 2011 von htm

Mehrere Innenminister fordern Verbote von Facebook-Partys, weil es dabei zunehmend zu Sachbeschädigungen und Gewaltexzessen kommt. In Wuppertal endete eine solche Feier kürzlich mit 16 Verletzten. Von den 800 Gästen nahm die Polizei 41 vorübergehend in Gewahrsam, es gab drei Festnahmen wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung. (Quelle: Google Alkohol News, 2.7.11) morgenpost.de, 2.7.11

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D: „bunt statt blau“: Plakatwettbewerb gegen Alkoholmissbrauch

Dienstag 28. Juni 2011 von htm

12.000 Mädchen und Jungen haben sich seit Februar am bundesweiten Plakatwettbewerb der Krankenkasse DAK gegen das Rauschtrinken beteiligt. Als Bundessieger gewählt wurde am Montag der 17-jährige Schüler Jean-Pascal Haas aus Baden-Württemberg. Er gewann mit einem Comicbild voller Geier, die auf jugendliche Alkoholopfer warten, 500 Euro. Den zweiten Platz belegte eine Berliner Schülerin mit einem abgewandelten Beatles-Cover. Dritte wurde eine Schülerin aus Hessen mit einem Bild, das in einer Flasche Gefangene zeigt. … (Quelle: aerzteblatt.de, 27.6.11)

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D: Gesünder leben: Weniger Alkohol trinken

Dienstag 14. Juni 2011 von htm

Sendetermin Dienstag, 07. Juni 2011, 18.20 – 18.50 Uhr .
Wiederholungstermin Mittwoch, 08. Juni 2011, 13.00 – 13.30 Uhr (Wdh.).

Video: Gesünder leben: Weniger Alkohol trinken (29:37), 07.06.2011
Wir trinken ihn zum Essen, Entspannen, Feiern, Geselligsein, gegen den Durst, als kleinen Tröster und Muntermacher: Rund 110 Liter Bier, 25 Liter Wein und Sekt und 6 Liter harte Spirituosen trinkt durchschnittlich jeder in Deutschland lebende Volljährige jährlich. Das ist einiges weniger, als wir noch vor zehn Jahren tranken. Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der stationär behandelten Alkoholräusche allerdings verdoppelt. Ob bei Jugendlichen oder bei Erwachsenen: Der Alkoholkonsum geht zurück, aber der Umgang mit dem berauschenden Stoff wird vielfach härter. Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland sind alkoholabhängig, knapp 2 Millionen konsumieren Alkohol in gesundheitsgefährdender Weise. … (Quelle: Google Alkohol News, 14.6.11) wdr.de, 7.6.11

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Bier, Schnaps und Cocktails: Bei diesen Spielen sorgt Alkohol für Spaß

Montag 13. Juni 2011 von htm

Ein Mafia 2-Leben ohne Schnaps, eine Mass Effect 2-Bar ohne alkoholhaltige Cocktails und ein The Witcher 2-Geralt ohne Met: Undenkbar! Wir zeigen euch heute Spiele, in denen der Alkohol zum guten Ton gehört.
In Spielen schlagen wir gerne über die Stränge. Sei es bei Schießereien, beim Rasen oder beim Thema Alkohol. Viele PC-Spiele wie Mafia 2, The Witcher 2 oder GTA 4 bieten als spaßiges Extra die Möglichkeit, sich zu betrinken – in vielen Fällen sogar richtig! Besucht man als Niko Bellic in Grand Theft Auto 4 die Kneipe und lässt es sich so richtig gut gehen, rächt es sich spätestens beim Autofahren. Hier bringt es nichts, in der Realität vor dem Bildschirm nüchtern zu bleiben: Wilde Kameraschwenks und großzügige Ausfalltritte des Hauptcharakteres beim Verlassen der Bar sorgen für ein authentisches Trunkenheits-Gefühl. … (Quelle: Google Alkohol News, 13.6.11) pcgames.de, 11.6.11 Kommentar: Im wirklichen Leben hört der Spass oft sehr schnell auf.

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App Store: Apple entfernt Alkohol-Apps

Samstag 11. Juni 2011 von htm

Warnhinweise über Alkoholkontrollen der Polizei von iPhone-Apps wird es bald nicht mehr geben. Die Verbannung aus dem App Store ist eine Reaktion des Unternehmens aus Cupertino auf eine Forderung von US-Politikern.
Apps wie Trapster warnen Smartphone-Nutzer über Radar- und Laserfallen, Rotlicht-Kameras und Geschwindigkeits-Kameras und nehmen auch Hinweise aus der eigenen Community auf. Zu den Hinweisen gehören offenbar auch Informationen über mögliche Alkoholkontrollen. Doch damit dürfte es bald vorbei sein. Macrumors berichtet, dass Apple Apps, die über mögliche Alkoholkontrollen aufklären, aus dem eigenen Software-Einkaufsladen verbannen möchte. …
Apple hat in Reaktion auf den Brief jetzt seine Aufnahme-Richtlinien für den App Store geändert. In dem aktualisiertem Regelwerk heißt es nun unter anderem, dass Software mit Informationen zu „DUI Checkpoints“ verbannt werde, die nicht von den Exekutivorganen veröffentlicht wurde oder den Fahrer ermutige, unter Alkoholeinfluss Auto zu fahren.
Research in Motion, die Hersteller der BlackBerry-Smartphones, hatte die fraglichen Apps bereits direkt nach dem Brief der Senatoren entfernt; Google wich der Forderung aus. Ob Apple solche Software jetzt tatsächlich aus seinem App Store wirft, bleibt abzuwarten. (Quelle: Google Alkohol News, 11.6.11) netzwelt.de, 10.6.11

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CH: Infoset Newsletter Juni 2011

Montag 6. Juni 2011 von htm

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TOP NEWS: CH: Der Rausch und die Politik

Samstag 4. Juni 2011 von htm

Warum Politiker privat zwar Wein trinken dürfen, aber öffentlich Wasser predigen sollten.
Es geschah spätnachts in einem Zürcher Restaurant. Die Wahlfeier lag in den letzten Zügen, die Feiernden waren erschöpft. Ein frisch Gewählter mit gläsernen Augen und schwerer Zunge fuchtelte unkontrolliert in der Gegend herum und schmiss ein Weinglas zu Boden, wo es klirrend zersprang. Andere lachten. Anwesende Journalisten auch. Es war klar, dass darüber nie eine Zeile in der Zeitung stehen würde.
Angesäuselte Politiker sind so normal, dass sich niemand darüber wundert, geschweige denn darüber schreibt. So soll es unter Bundeshaus-Journalisten ein «Gentleman’s Agreement» gegeben haben, nichts über den grossen Weissweinkonsum von Bundesrat Jean-Pascal Delamuraz zu schreiben. Was in Frankreich die sexuellen Eskapaden der Mächtigen, sind hierzulande deren Trinkgewohnheiten: Privatsache.
Trinkende Politiker sind nicht nur normal, Alkohol scheint geradezu das Schmiermittel der Schweizer Politik zu sein. Und manchmal wird auch etwas zu stark geschmiert, da kräht kein Hahn danach. Der Griff zum Glas ist für Exekutivpolitiker, die in ihrer Arbeit ersaufen, naheliegend. An gesellschaftlichen Anlässen steht der Wein zuvorderst auf dem Apéro-Buffet, Anstossen wird erwartet. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.6.11) Kommentar: Leider muss man sagen, dass die Politiker zu den Berufsgruppen mit hohem Alkoholiker-Risiko gehören. Das ist nicht nur bei uns so. Vor einigen Jahren hatte einer meiner Freunde, selbständiger Alkoholberater, ein Mandat im Deutschen Bundestag. Diese Investition würde sich auch in Bern lohnen. In der gleichen Nummer veröffentlicht der Tages-Anzeiger meinen ausführlichen Leserbrief. Gestern mein Porträt mit Foto. Mir scheint, dass unsere grösste Nicht-Boulevard-Zeitung das Thema Alkohol plötzlich ernster nimmt.

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Winterthur: Ein Hoch des Stadtrats auf den Rausch

Freitag 3. Juni 2011 von htm

Winterthurs Sozialvorsteher Nicolas Galladé (SP) stösst mit seinem Lob auf den Rauschzustand auf Kritik.
Die Aussage erstaunt und polarisiert: «Selbst der Rausch hat positive Seiten», sagte Winterthurs Stadtrat Nicolas Galladé (SP) in einem Interview im «Landboten» vom Mittwoch. Der Sozialvorsteher, der auch für Prävention und Suchthilfe in der Stadt zuständig ist, sprach freimütig über «Sonnenseiten und Schattenseiten des Alkoholkonsums» und darüber, dass die Menschheit schon immer den Rausch gesucht habe.
So hätte das Galladés Vorgängerin im Stadtrat, Nationalrätin Maja Ingold (EVP), niemals gesagt. «Das kann als Steilpass zum Rauschtrinken verstanden werden», sagt sie und verweist auf das Jugendschutzkonzept Winterthurs, das einen «risikoarmen Alkoholkonsum» postuliert. «Ein Rausch ist auf jeden Fall riskant. Der Betroffene gefährdet sich selbst und eventuell Dritte.» … (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.6.11) Kommentar: Mehrere kritische Stimmen kommen zu Wort, dann kann sich der Stadtrat ausführlich verteidigen. Er merkt leider nicht, dass seine Haltung jedwelchen Alkoholkonsum fördert. Den Ist-Zustand zu verteidigen ist keine Prävention. Dabei wäre sein Vorbild als Sozialvorsteher und das seiner Stadtratskollegen in die andere Richtung gefragt.

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Interview in eigener Sache

Freitag 3. Juni 2011 von htm

Der Tages-Anzeiger, Seite Zürcher Oberland, veröffentlichte heute ein Interview mit Foto, das ich einem jungen Journalisten gab. In einer Art Kurzbiographie bringt er einige Stationen meines Lebens, schreibt über meine Motivation für diese Arbeit, die Entstehung und das bevorstehende Ende der regelmässigen Aktivitäten dieser Webseite nach vollen 10 Jahren Freiwilligenarbeit. Bemerkenswert, dass das Interview überhaupt erschien, dass es nur auf der Regionalseite erschien, dass es im Internet (bis jetzt) nur über die Suchmaschine zu finden ist, dass gleichzeitig in der Vollausgabe ein ebenso grosser Artikel über einen Winterthurer Stadtrat veröffentlicht wurde, der in der Regionalzeitung „Der Landbote“ den Rausch als auch positiv dargestellt hatte. Es kommen darin kritische Stimmen zu Wort und der Stadtrat verteidigt seine Position. (Siehe unsern Artikel und Leserbrief dazu.)

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