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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Kultur'

A: Stadt Linz fehlt Geld: Pläne für Alkohol-Sondersteuer

Montag 7. März 2011 von htm

Alkoholische Getränke in der Gastronomie sollen um 15 Prozent teurer werden. So will die Stadt den Wegfall der Getränkesteuer kompensieren. Es geht um elf Millionen Euro an zusätzlichen Steuern.
Wie Graz hat sich Linz den Titel Europäische Kulturhauptstadt einiges kosten lassen. Und wie in Graz blieb in Linz ein veritables Budgetproblem. Ein Problem, das die Kunden der Gastronomie zumindest teilweise lösen sollen. (Quelle: Google Alkohol News, 05.03.11) diepresse.com, 05.03.11unser Online-Kommentar:
Ich frage mich, warum nur die Gastronomie betroffen sein soll. Eine grosse Gefahr geht doch von den Billigaktionen in den Läden aus.
Wenn die Steuer deutlich genug ist, kann der Rückgang des Konsums auch die alkoholbezüglichen Schäden reduzieren. 15% ist nicht sehr viel. Am meisten würden die moderaten Konsumenten profitieren. Am wenigsten Steuern zahlen, aber voll profitieren. Sie protestieren jeweils am lautesten und merken nicht, um was es geht.

Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Internationales, Kultur, Politik, Prominenz, Sozialkosten, Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

CH: Zur Dialogwoche Alkohol im Mai 2011

Sonntag 27. Februar 2011 von htm

Wir schauen gebannt auf die historischen Vorgänge im arabischen Raum, wo die Geburtsstunde der Demokratie schlägt oder zumindest Geburtswehen eingesetzt haben, und selber sind wir nicht fähig, uns aus den Ketten der Knechtschaft der Alkoholindustrie zu befreien.

Das Eidgenössische Bundesamt für Gesundheit hat nun für Mai ein Mitwirken an der Alkoholwoche angekündigt, die auch in Deutschland, Liechtenstein und Österreich stattfinden wird. Das Motto in Deutschland heisst: „Alkohol? Weniger ist besser.“ In der Schweiz heisst es bescheiden: „Dialogwoche Alkohol“. Im Einleitungstext auf seiner Webseite schreibt das Bundesamt: „Die Gesellschaft sucht nach einem neuen Umgang mit dem Alkohol: Wie können wir einen genussvollen Umgang mit dem Kulturgut Alkohol praktizieren und vorleben, den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen – und gleichzeitig glaubwürdig den Exzessen und ihren Folgekosten entgegen treten? Es besteht Diskussionsbedarf!“

Die Quadratur des Kreises wird angestrebt: „Den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen.“ Jene der grossen Alkoholmultis werden nicht erwähnt. Warum wohl? Immerhin, mit unserer Projekt-Idee könnte es gelingen. Aber sonst …..? Auf die Botschaften aus dem Ausland, von internationalen Fachgremien, hört ein „rechter“ Schweizer schon gar nicht. In Deutschland ist es nicht anders.

Wir sind gespannt, wie viel Dialog möglich sein wird, ob es nur eine Alibi-Pflichtübung wird und ob überhaupt lokale Gruppen gefunden werden, die sich dafür interessieren und engagieren. Ja, wer müsste sich eigentlich angesprochen fühlen?

Z. B.     –  die Kirchen: Ein Werk der Diakonie, Stichworte: Nächstenliebe, Menschenwürde, Gerechtigkeit

–  die Liberalen: Sie brachten der Schweiz die erste Alkoholgesetzgebung. Sie kämpfen für die persönliche Freiheit. Die aufgezwungene Alkoholnot, deren Folgen alle tragen, müsste ihnen ein Gräuel sein

–  die Polizeigewerkschaften: Die Polizisten leiden direkt unter dem Stress durch Überzeitarbeit und Gewalt

–  das Spitalpersonal: Auch hier Stress durch Überzeit, Personalknappheit, Kostendruck, Gewalt

–  der Justizapparat: Arbeitsüberlastung, lange Verfahrenszeiten, fehlende Plätze für Jugendliche

–  die Wirtschaft: Eine Milliarde zusätzliche Personalkosten, Belastung des Betriebsklimas, Qualitätseinbussen

–  die Gemeinden und Städte: Alkoholbedingte Sozialkosten belasten die Rechnungen, die Steuerzahler

–  die Entwicklungshilfe-Organisationen: Ihre von Spendern finanzierten Hilfeleistungen werden durch die Aktivitäten der Alkohol-Multis zum Teil zunichte gemacht. Und deren Gewinne fliessen nach Norden ab

–  die Parteien: Sie haben es in ihren Parteiprogrammen fixiert. Sie wollen für unser Land arbeiten, für seine Bevölkerung. Politiker werden dafür gewählt. Sie leisten sogar darauf einen Amtseid

– Noch einige weitere: Jugendverbände, Kinderschutz-Organisationen, Sportverbände, Kulturorganisationen, Lehrerinnen- und Lehrer, Institutionen der Alkohol-Prävention und -Rehabilitation, Aidshilfe, Psychologen, Psychiater, Lehrlingsämter und -Betreuer, Hilfsorganisationen wie Caritas, und, und, und….

– und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger. Sie leiden direkt und indirekt unter den alkoholbedingten Schäden – ein Leben lang, ungefragt. Sie zahlen jährlich Milliarden. Die WHO nennt uns „Passivtrinker“.
(Quelle: Unser Begleittext zum Newsletter Februar 2011)

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Armut, Dokumente, Gerichtsfälle, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder, Konsumhaltung, Kultur, Passivtrinker, Politik, Rehabilitation, Religion und Alkohol, Schweiz, Sozialkosten, Sport, Unterricht, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie, Wirtschaft | Keine Kommentare »

Narrenspiel ohne Brummschädel

Dienstag 22. Februar 2011 von htm

Die Fasnacht gehört in den Kalender der grossen Feste. Wer die „schönste Zeit des Jahres“ geniessen und die Risiken im Griff behalten will, verzichtet auf einen übermässigen Alkoholkonsum. Auch Organisatoren können Massnahmen ergreifen, um Alkoholprobleme zu vermindern. Die Präventionstipps von Sucht Info Schweiz liefern Hinweise für eine ungetrübte Fasnachtsfreude. … (Quelle: Sucht Info Schweiz, 22.2.11)

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D: Alkohol am Steuer – Ungeheuer

Sonntag 20. Februar 2011 von htm

Auch in diesem Jahr können die Party-Besucher in Potsdam, sowie im gesamten Land Brandenburg, Freitags und Samstags zwischen 20 Uhr und 08 Uhr in der Nacht für die Hälfte Taxi fahren. Mit dem Angebot „Fifty-Fifty-Taxi“ wollen das Land Brandenburg, die AOK und die Taxi Genossenschaft Potsdam e.G. einen Anreiz mehr geben, das Auto nach dem Konzert- oder Discobesuch am Wochenende stehen zu lassen. Nutznießer des Angebots sind Jugendliche und Heranwachsende zwischen 16 und 25 Jahre. .. (Quelle: Google Alkohol News, 19.02.11) potsdamnews.de, 19.02.11 unser Online-Kommentar: Auf den ersten Blick eine positive Aktion, die Leben retten kann. Andererseits wahrscheinlich auch ein Anreiz, mehr zu trinken, was längerfristig gesundheitliche und gesellschaftliche Probleme bringen wird. Den Profit ziehen die Wirte daraus, welche die Aktion bezahlen müssten, nicht die Krankenkassen, die später zur Kasse gebeten werden. Prävention für die Gesundheit ist das jedenfalls nicht. Eine Art Verzweiflungstat, weil man nicht fähig ist, wirksame Alkoholprävention zu leisten.

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Bahrein: Frauenstimmrecht und Alkohol

Samstag 19. Februar 2011 von htm

Das sunnitische Königshaus in Bahrain setzt auf Reformen, nicht zuletzt, um sich im Westen beliebt zu machen. Die mehrheitlich schiitische Bevölkerung fühlt sich aber weiterhin diskriminiert. … Der Tourismus boomt, vor allem aus umliegenden arabischen Ländern. Besonders beliebt ist Bahrain bei den benachbarten Saudis. Alkohol, Frauen, alles, was im strengreligiösen Saudiarabien verboten ist, ist für die Saudis im nur wenige Kilometer entfernten Bahrain erhältlich. Die Möglichkeit, ausgelassen zu feiern, ist aber auch Zündstoff für die konservativen Kräfte in Bahrain. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.02.11) Kommentar: Der Artikelschreiber ist sich wahrscheinlich nicht bewuss, dass Alkohol und Frauenstimmrecht auch in Europa und Amerika sehr eng miteinander verbunden waren. Durch den Kampf gegen die Alkoholnot haben die Suffragetten in England und den USA um die Jahrhundertwende 19./20. Jh. den Frauen das Stimmrecht erstritten. Die Schweizer Frauen hatten keine Chance, sie mussten bis 1970 warten, weil die Liberalen ein Alkoholgesetz einführten, das liess die Frauen leer laufen. Die heutigen „Liberalen“ gehören zu den stärksten Bremsern bei der Alkoholprävention.

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Was befindet sich im Fässchen des Bernhardiners?

Dienstag 15. Februar 2011 von htm

Antwort: Luft. Das Schnapsfässchen des Bernhardiners, der Lawinenopfer mit der wärmenden Flüssigkeit vor dem Tod rettet, gilt heute als Mythos. Keines der erhalten gebliebenen Fässchen hat eine Öffnung; sie wurden vermutlich nur als Symbol für die geleistete Hilfe getragen. … (Quelle: Migros Magazin, 14.2.11, Frage der Woche)

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Margot Käßmann erhält den Europäischen Kulturpreis für Zivilcourage

Sonntag 13. Februar 2011 von htm

Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann (52), erhält für ihren Rücktritt nach einer Trunkenheits-Fahrt den Europäischen Kulturpreis für Zivilcourage. Wie der «Spiegel» am Samstag vorab berichtete, wird die von der Kulturstiftung Pro Europa ausgelobte Auszeichnung am 4. März in der Frankfurter Paulskirche verliehen. (Quelle: Google Alkohol News, 12.02.11) bild.de, 12.02.11 Kommentar: Nichts gegen diese Preisverleihung. Trotzdem meine Frage: Wann erhält eine europäische Regierung diesen Preis, weil sie dem Druck der Alkohollobby widerstanden und die Alkohol-Strategie der WHO in ihrer Gesetzgebung umgesetzt hat?

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CH: Sessionsprogramm Nationalrat, Frühjahrssession

Samstag 5. Februar 2011 von htm

28.2. – 18.3.11
u.a. Jugendförderung und Jugendschutz, Sportförderungsgesetz, Jugendmedienschutz

Kategorie: Allgemein, Jugend, Kinder, Kultur, Medien, Politik, Schweiz, Verschiedene, Werbung | Keine Kommentare »

CH: Sessionsprogramm Ständerat, Frühjahrssession

Samstag 5. Februar 2011 von htm

28.2. – 18.3.11
u.a. Sportförderungsgesetz, Jugend und Musik, Jugendförderung, Jugend-Medienschutz

Kategorie: Allgemein, Jugend, Kinder, Kultur, Medien, Politik, Schweiz, Sport, Verschiedene, Werbung | Keine Kommentare »

D: Karneval ist nicht Verführer Nummer 1

Donnerstag 3. Februar 2011 von htm

Da alkoholbedingte Ausfälle bei Kindern und Jugendlichen immer gefährlicher werden, hat die Drogenhilfe mit Blick auf den Karneval ein Vorbeugungsprogramm präsentiert. Dabei gilt der Karneval bei den Experten nicht als der größte Verführer.
Hilflose Kinder und Jugendliche, die zu Silvester und Karneval am Rande der Festmeilen volltrunken in der Ecke liegen, bereiten den Verantwortlichen der Stadt immer größere Sorgen. Nach neuesten Zahlen landen in Köln jährlich 800 Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Mit Blick auf den Straßenkarneval Anfang März hat die Drogenhilfe deshalb ein umfangreiches Vorbeugungsprogramm entwickelt, das Elterninformationen, Lehrerfortbildung und telefonische Hotlines umfasst. (Quelle: Google Alkohol News, 02.02.11) ksta.de, 2.2.11

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