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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Jugend'

CH: Infoset Newsletter Juli 2012

Donnerstag 5. Juli 2012 von htm

Infos über alle Suchtformen, vor allem aus der Schweiz.
Newsletter

Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Jugend, Politik, Schweiz, Statistik, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Weltdrogentag: Südeuropäer trinken weniger Alkohol

Donnerstag 28. Juni 2012 von htm

Ein paar Gläser Wein zur ausgedehnten Mittagspause – das gönnen sich immer weniger Südeuropäer. Kürzere Siestas und gestiegene Alkoholpreise sorgen Experten zufolge dafür, dass der Alkoholkonsum in südlichen Ländern sinkt.

Im Trinken sind die Europäer Weltmeister. „Der europäische Alkoholkonsum ist mehr als doppelt so hoch wie der globale“, sagte der Psychologe Jürgen Rehm von der Technischen Universität Dresden am Montag in Berlin. Daran habe sich in den vergangenen zehn Jahren nichts geändert. Allerdings gebe es unter den Ländern deutliche Unterschiede. „Die gesamten südeuropäischen Länder haben in den vergangenen 30 bis 40 Jahren ihren Alkoholverbrauch mindestens halbiert“, berichtete Rehm. In Deutschland tue sich so gut wie nichts und in Osteuropa sei die Tendenz steigend. Die Trinkgewohnheiten in Europa seien allerdings nicht so gefährlich wie in anderen Teilen der Welt. …
(Quelle: Google Alkohol News, 26.6.12) rp-online.de, 25.6.12

Kategorie: Allgemein, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Statistik, Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Weltgesundheits-Org. | Keine Kommentare »

CH: Minderjährige können weiterhin vielerorts Alkohol kaufen

Samstag 23. Juni 2012 von htm

Noch immer gibt es zahlreiche Verkaufsstellen, die Minderjährigen trotz Verbots Alkohol verkaufen – vor allem abends. Dies war in rund 30 Prozent der 5518 Alkoholkauftests der Fall, die letztes Jahr schweizweit und trotz umstrittener Rechtslage durchgeführt wurden.
Gegenüber dem Vorjahr hat die Zahl der Testkäufe um 12 Prozent zugenommen, wie die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) am Donnerstag mitteilte. Praktisch alle Kantone setzten mittlerweile auf dieses Instrument, um die Einhaltung des Verbots zu verbessern. Das gesetzliche Mindestalter für die Abgabe von Spirituosen liegt bei 18, für Bier und Wein bei 16 Jahren.

Im gesamtschweizerischen Durchschnitt ist die Verkaufsrate an Minderjährige letztes Jahr auf 30,4 Prozent gestiegen. 2010 hatte sie mit 26,8 Prozent den tiefsten Wert seit Beginn der Erfassung in der Schweiz erreicht, wie die EAV schreibt. Insgesamt hat sich die Situation aber insofern verbessert, als Anfang 2000 noch eine Verkaufsrate von 83 Prozent registriert wurde.

Erstmals lassen sich die Resultate nach Tageszeit der Testkäufe aufschlüsseln. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Verkaufsrate an Minderjährige liegt tagsüber bei 28 Prozent und nach 19 Uhr bei 50,5 Prozent. Am ehesten wird Jugendlichen im Eventbereich Alkohol verkauft.

Darüber hinaus zeichnet sich ein erheblicher Unterschied zwischen Detailhandel, wo eher ein Ausweis verlangt wird, und der Gastronomie ab. Dieser Aspekt muss nach Ansicht der EAV genauer untersucht und bei der Schulung des Verkaufs- und Servicepersonals berücksichtigt werden. …
(Quelle: Google Alkohol News, 21.6.12) nzz.ch, 21.6.12
Kommentar: Wie lange noch bereichert sich eine ganze Branche auf Kosten der Gesundheit unserer Jugend?

Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Erhältlichkeit, Jugend, Kinder, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Statistik, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

D: Kein Alkohol mehr von der „Tanke“ für Jugendliche

Donnerstag 21. Juni 2012 von htm

Jugendliche versuchen an den 15 000 Tankstellen in Deutschland häufig, für sie verbotene Produkte zu kaufen. Mit einer «Schulungsinitiative Jugendschutz» (Schuju) will die Branche Verkäufer dazu bringen, sich ihre Kunden genau anzusehen.

Dazu gehört, Ausweise zu kontrollieren und keinem Jugendlichen alkoholische Getränke zu verkaufen. «Jugendschutz ist eine gesetzliche und eine moralische Verpflichtung», sagte Geschäftsführerin Angelika Wiesgen-Pick vom Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (BSI) am Dienstag in Frankfurt. Mit dem «Schuju»-Programm seien seit 2007 mehr als 100 000 Mitarbeiter aus Handel, Gastronomie und Tankstellen geschult worden. Strengere Gesetze lehnt die Branche ab.

Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig kontrollieren, empfiehlt die Spirituosenwirtschaft den Verkäufern. Tipps für den Umgang mit schwierigen Kunden gibt es in einer Broschüre: Höflich, aber bestimmt Altersnachweis verlangen, konsequent bleiben, notfalls Kollegen oder andere Kunden hinzuholen. Laut Gesetz dürfen Bier und Wein an Kunden ab 16, Schnaps erst an Erwachsene ab 18 Jahren verkauft werden. …
(Quelle: Google Alkohol News, 20.6.12) welt.de, 19.6.12

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Erhältlichkeit, Jugend, Kinder, Verkehr | Keine Kommentare »

USA: Alkoholabusus und soziale Isolation: Grund statt Folge

Donnerstag 21. Juni 2012 von htm

Washington – Wenn sich Jugendliche auffällig zurückziehen, so ist der Grund dafür häufig ein übermäßiger Alkoholkonsum. Diese Erkenntnis steht im Gegensatz zu bisherigen Vermutungen, dass als Außenseiter deklarierte Jugendliche sich mit dem Alkohol Mut antrinken wollen und der Alkoholabusus somit eine Folge der sozialen Isolation ist. Das haben Wissenschaftler der University of Texas und der Michigan State University herausgefunden und in der Fachzeitschrift Journal of Health and Social Behavior (doi: 10.1177/0022146511433507) publiziert.

Mit dieser Studie wollten die Forscher untersuchen, wie der Alkoholkonsum von Schülern mit ihrem Gefühl für soziale Integration verbunden ist. Demnach fühlt sich eine signifikante Anzahl derjeniger Schüler ausgegrenzt, die regelmäßig Alkohol konsumieren.

Gerade in solchen Schulen, wo die anderen Schüler kaum alkoholische Getränke zu sich nehmen und wo besonders enge Freundschaften zu Gruppenbildung führen, fühlen sich die trinkenden Schüler dann um so mehr wie ein Außenseiter. In der Folge verschlechtern sich auch ihre schulischen Leistungen, was sich zusätzlich negativ auf die soziale Integration auswirkt. …
(Quelle: aerzteblatt.de, 19.6.12)

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CH: Präventiv-Polizisten gegen Alkohol-Sünder

Donnerstag 14. Juni 2012 von htm

Jeder zweite 15-Jährige trinkt gemäss einer aktuellen Studie regelmässig Alkohol. Die Basler Polizei setzt darum auf Prävention: Und zwar nicht nur bei den Jugendlichen selber, sondern in einer schweizweit einzigartigen Aktion auch bei den Inhabern von Quartierläden.

«Die Verkäufer in Familienbetrieben sind sich ihrer Verantwortung oft nicht bewusst», sagt Katja Arnold von der Basler Jugend- und Präventionspolizei. Deshalb besuche ihre Abteilung nun sämtliche Quartierläden der Stadt. Per Flyer werden die Betreiber auf die geltenden Regeln und mögliche Konsequenzen hingewiesen. «Viele Verkäufer sind unsicher, ab welchem Alter sie welche Getränke verkaufen dürfen», so Arnold weiter. Gerade bei Mix-Getränken sei die Beurteilung schwierig. …

(Quelle: Google Alkohol News, 14.6.12) 20min.ch, 13.6.12
Kommentar: Wer fähig ist, einen Laden zu betreiben, sollte auch die entsprechenden Gesetze kennen. So lange keine schmerzhaften Strafen nach Testkäufen folgen, wird sich weiterhin wenig ändern. Möglich sind bekanntlich administrative Strafen, wie Lizenzentzug. Den kann man ja zuerst zeitlich begrenzen.

Kategorie: Alcopops (de), Alkohol-Testkäufe, Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Erhältlichkeit, Jugend, Kinder, Schweiz, Verhaltens-Präv. | Keine Kommentare »

Die Jugend ist die riskanteste Lebensphase

Mittwoch 6. Juni 2012 von htm

Die 1,8 Milliarden Heranwachsenden auf der Erde leben wesentlich ungesünder als alle Generationen vor ihnen

Endlich abnehmen! Endlich rauchfrei! Endlich trocken! Viele Menschen wären gerne von ihrem Laster befreit, doch nur wenigen gelingt das. Zu schwer fällt es, eine meist seit der Jugend bestehende Marotte auszulöschen. Das Gehirn hat sich fatalerweise längst an Unmengen von Zucker, Nikotin oder Alkohol gewöhnt. Zudem hat der jahrelange Raubbau längst Spuren hinterlassen. Selbst wenn man sich bemüht, verschwinden Fettleber und Raucherlunge nicht ganz vollständig. Die Einsicht kommt meist zu spät.

Jedes Jahr sterben 2,8 Millionen Menschen an den Folgen ihres Übergewichts. Als Risikofaktor für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist das Rauchen immer noch die zweithäufigste Todesursache weltweit. Und maßloser Alkoholkonsum schadet Leber, Herz und Gehirn. Wie kann es sein, dass wir zwar Milliarden an Forschungsgeldern ausgeben – aber dann alle Studienergebnisse grob ignorieren?

Die Frage ist nicht mit einem Satz beantwortet, die Ursachen sind zu vielschichtig. Sicher ist aber, dass man sich meist erst dann Gedanken macht, wenn es bereits zu spät ist. Prävention ist also die Stellschraube, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Doch bisher wird viel zu wenig für die Vorsorge getan. Um klarzustellen, dass das Thema in Zukunft brisanter wird, lohnt ein Blick in die Statistiken. Anlässlich der 45. Sitzung der Kommission zur Bevölkerung und Entwicklung im April dieses Jahres hat das Journal „Lancet“ eine vierteilige Serie herausgebracht, die sich den Patienten der Zukunft widmet: den Jugendlichen von heute. …
(Quelle: Google Alkohol News, 6.6.12) welt.de, 5.6.12

unser Online-Kommentar: Der Alkoholkonsum Jugendlicher hätte auch einen eigenen Abschnitt verdient. Seine Gefährlichkeit zeigt sich nicht zuletzt darin, dass viele Krebsarten, HIV, sexuelle Probleme, Suizide mit Alkohol zusammenhängen können. Dieses Lifestyle-Gift ist noch mehr akzeptiert als der Tabak. Seine Bekämpfung ist deshalb noch weit schwieriger und hat auch keine schwergewichtigen Lobbies. Vor allem die Politik ist oft selber alkoholbehindert, was eine wirksame Aufklärung und strukturelle Prävention fast unmöglich macht.

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Armut, Entwicklungs- und Schwellenländer, Gesundheit, Internationales, Jugend, Jugendliche, Politik, Statistik, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

TOP NEWS: Polen: Die katholischen Bischöfe rufen zu Alkohol-Verzicht auf

Donnerstag 31. Mai 2012 von htm

Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft (8. Juni bis 1. Juli in Polen und der Ukraine) haben Polens römisch-katholische Bischöfe die Fans zum Alkohol-Verzicht aufgerufen. „Lasst uns Polen und alle anderen Teams unterstützen, indem wir nüchtern bleiben“, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Statement: „Zeigen wir unseren Gästen, dass wir ein freies Volk sind, das weiß, wie man ohne Alkohol feiert, Spaß hat und das Turnier genießt.“ (Quelle: Google Alkohol News, 30.5.12) welt.de, 29.5.12
Kommentar: Diese Bischöfe wären ein Vorbild auch für westliche Länder. Gerade für jene, die sich mit ihrer Freiheit brüsten, dabei sich der globalen Alkoholindustrie und deren Komplizen unterwerfen und deren Schädigungen ihrer Bevölkerung anlasten.

Kategorie: Alkoholfreies, Alkoholindustrie, Allgemein, Aufruf, Feste und Feiern, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Prominenz, Religion und Alkohol, Sozialkosten, Sport, TOP NEWS, Veranstaltungen, Verbraucherschutz, Verhaltens-Präv., Zitate | Keine Kommentare »

CH: Junge Männer trinken am Samstag zwei Liter Bier

Donnerstag 24. Mai 2012 von htm

Junge Erwachsene kippen sich in der Schweiz am Wochenende viel Alkohol hinter die Binde. Wie viel genau, zeigt eine neue Nationalfonds-Studie. Ein Aspekt beunruhigt die Autoren besonders.

In der Schweiz trinken junge Erwachsene wahrscheinlich doppelt so viel Alkohol wie bisher angenommen. Am meisten Alkohol fliesst an den Wochenenden durch ihre Kehlen. An Samstagabenden genehmigen sich Männer im Durchschnitt zwei Liter Bier.

Dies zeigt ein vom Schweizerischen Nationalfonds unterstütztes Forschungsprojekt, dessen Resultate heute vorgestellt wurden. Der Psychologe Emmanuel Kuntsche und sein Team von Sucht Schweiz in Lausanne haben mit einer Mobiltelefon-Befragung das Trinkverhalten von 183 Westschweizern im Alter zwischen 19 und 26 Jahren bestimmt. ….

Quelle: Google Alkohol News, 235312) bazonline.ch, 23.5.12Tages-Anzeiger.ch, 23.5.12 – Kuntsche, E., Labhart, F., Investigating the drinking patterns of young people over the course of the evening at weekends. Drug Alcohol Depend. (2012).

unser Online-Kommentar bei blick.ch: Diese Studie ist wohl eher geeignet, die Bevölkerung zu verwirren, als sie für das Problem zu sensibilisieren. Die Politiker werden sich mehrheitlich noch mehr bestärkt fühlen, dass keine wirksamen Massnahmen angebracht sind.
Wissenschafter sind meist nicht daran interessiert, was für Schlüsse Laien aus ihrer Arbeit ziehen.
Ich denke, dass hier keine typischen Rauschtrinker erfasst wurden. Laut Statistik sollen etwa 25% der jungen Männer Rauschtrinker sein. Deren Konsum könnte also gegen vier Mal höher liegen als in dieser Studie ausgewiesen. Und dies sollte den Politikern nun doch zu denken geben.

unser Online-Kommentar bei nnz.ch, 23.5.12: Diese Studie ist wohl eher geeignet, die Bevölkerung zu verwirren, als sie für das Problem zu sensibilisieren. Die Politiker werden sich mehrheitlich noch mehr bestärkt fühlen, dass keine wirksamen Massnahmen angebracht sind.
Wissenschafter sind meist nicht daran interessiert, was für Schlüsse Laien aus ihrer Arbeit ziehen.
Ich denke, dass hier keine typischen Rauschtrinker erfasst wurden. Laut Statistik sollen etwa 25% der jungen Männer Rauschtrinker sein. Deren Konsum könnte also gegen vier Mal höher liegen als in dieser Studie ausgewiesen. Und dies sollte den Politikern nun doch zu denken geben.
Welche Massnahmen wirksam sind, ist längst bekannt. Dass Gesundheitsförderung wenig nützt, ebenfalls.

Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Jugend | Keine Kommentare »

D: CDU-Ministerium gibt kurz SPD recht (Nächtliches Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen)

Dienstag 15. Mai 2012 von htm

Die SPD will in Hessen Tankstellen den nächtlichen Alkoholverkauf per Gesetz verbieten. Das CDU-geführte Innenministerium stimmte der Idee der Opposition entgegen dem Ritual im Landtag zu – bis der hr-Korrespondent nachfragte.

Fast jeder kennt vermutlich den Effekt, dass man Dinge doppelt sieht, wenn man zuviel Alkohol getankt hat. Im Landtag kann man nun auch bei klarem Kopf Dinge plötzlich doppelt sehen, wenn es um Alkohol geht.

Nüchtern betrachtet geht es um einen Gesetzentwurf zum Alkohol aus der Feder der SPD-Fraktion. Die Sozialdemokraten schätzen die Tankstelle als Quelle späten Trunks offenbar nicht. Also wollen sie das Ladenöffnungsgesetz ändern, damit Tankstellen, Kioske oder andere Verkaufsstellen zwischen 22 und 5 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen – ausgenommen landwirtschaftliche Betriebe oder Flughäfen. …
(Quelle: Google Alkohol News, 15.5.12) hr-online.de, 12.5.12

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Politik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene | Keine Kommentare »

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