Archiv für die Kategorie 'Gesundheit'
Mittwoch 5. Januar 2011 von htm
Mit einem Appell hat sich Präsident Hifikepunye Pohamba an die Jugendlichen des Landes gewandt und diese zu anständigem Verhalten aufgerufen. „Ich möchte vor allem unsere Jugend ermutigen, sich von sozialen Lastern fernzuhalten, wie Alkoholmissbrauch, unverantwortliches sexuelles Verhalten und Beteiligung an Verbrechen“, sagte das Staatsoberhaupt in seiner Neujahrsansprache. Stattdessen sollten sich die jungen Namibier „auf konstruktive Aktivitäten“ konzentrieren, „welche die Entwicklung in unseren Gemeinschaften fördern“, fügte Pohamba hinzu. (Quelle: Google Alkohol News, 04.01.11) az.com.na, 4.1.11
Kategorie: Allgemein, Aufruf, Feste und Feiern, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Politik, Prominenz, Verhaltens-Präv., Verschiedene |
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Dienstag 4. Januar 2011 von htm
Der Konsum von Tabak und Alkohol trägt zu einem wesentlichen Teil zur Entstehung chronischer Erkrankungen bei. Daneben seien Bewegungsmangel und Übergewicht große Risikofaktoren, heißt es im Versorgungs-Report 2011 des WIdO. “Der Anteil durch Rauchen verursachter kardiovaskulärer Todesfälle bei Erwachsenen liegt in den Industriestaaten bei zwölf bis 22 Prozent.” Zudem sei mit 30 Prozent fast jeder dritte Krebstod auf den Konsum von Tabak zurückzuführen.
Auch von einem erhöhten Alkoholkonsum geht eine hohe Gesundheitsgefährdung aus. “Bei einer höheren Alkoholzufuhr steigt sowohl bei Frauen als auch bei Männern die Mortalität an”, heißt es in dem Bericht. Insofern liege eine der bedeutsamsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts darin, “diese Risikofaktoren zu verhindern oder zu verringern, Ressourcen zu stärken und Lebensbedingungen zu optimieren”. (Quelle: Pressemeldung: [aok-bv.de-30.12.10]) verbaende24.net, 3.01.11 unser Online-Kommentar: Diese Diagnose ist seit langem bekannt. Doch die Politik nimmt davon keine Kenntnis oder sucht nach Alibimassnahmen, die nichts bringen. Die Krankenkassen könnten und müssten auf die Politik Einfluss nehmen, dass endlich wirksame Präventionsmassnahmen ergriffen werden, wie sie die WHO in ihrer Alkohol-Strategie aufzeigt. Es genügt nicht, die Resolution zu unterschreiben, man muss sie auch national umsetzen.
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Andere Drogen, Gesundheit, Internationales, Medizin, Politik, Statistik, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie |
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Sonntag 2. Januar 2011 von htm
„The seven key messages of the alcohol industry“. Diese Broschüre ist eben auf Englisch herausgekommen. Aus der Einführung: Die Absicht dieser Broschüre ist es, die Fachleute über die Anstrengungen der Alkoholindustrie zu informieren, mit denen sie die globale Alkoholpolitik zu beeinflussen versuchen, und sie gegen die Methoden der Industrie zu wappnen, die darauf zielen, der Einführung effektiver Massnahmen vorzubeugen. (Quelle: EUCAM, 01/02/11) „The seven key messages of the alcohol industry“ (pdf) Kommentar: Sehr oft sind Fachleute, die nicht direkt mit Verhältnisprävention beschäftigt sind, über dieses Feld nicht informiert. In der politischen Debatte sind sie dann oft hilflos und dem Vertreter der Industrie nicht gewachsen. Diese Broschüre könnte für Abhilfe sorgen.
Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Entwicklungs- und Schwellenländer, Erhältlichkeit, Gesundheit, Internationales, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Sozialkosten, Statistik, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Werbung, WHO globale Alkohol-Strategie, Wirtschaft |
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Mittwoch 29. Dezember 2010 von htm
Nach einem Weihnachtsball in Niedersachsen war die 16-Jährige stark betrunken in einen Graben gefallen und erfroren. In Polen sind diesen Winter bereits 127 Menschen, meist Obdachlose unter Alkoholeinfluss, erfroren. (Quelle: NZZ, 28.12.10)
Kategorie: Allgemein, Armut, Feste und Feiern, Gesundheit, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Statistik |
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Dienstag 28. Dezember 2010 von htm
Neue Zahlen zeigen: Jeder vierte Betrieb im Kanton Zürich verkauft Bier und Schnaps an Minderjährige.
Wo Kontrollen fehlen, ist die Versuchung am grössten. Das gilt für den Raser im Strassenverkehr genauso wie für den Teenager im Schnapsladen. Zu diesem Schluss kommt ein gestern vom Blauen Kreuz veröffentlichter Bericht. Demzufolge verkaufte im vergangenen Jahr jeder vierte getestete Betrieb im Kanton Zürich Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahren. Am schlechtesten schlossen jene Gemeinden ab, in denen erstmals unangekündigte Testkäufe durchgeführt wurden. Die «Erfolgsquote» der Jugendlichen lag dort zum Teil bei über 60 Prozent. Besonders ernüchternd: Seit 2007 bleibt der Anteil jener Betriebe, die illegal Alkohol verkaufen, unverändert hoch. (Quelle: Tages-Anzeiger, 28.12.10) (siehe unsern Leserbrief dazu) unser Online-Kommentar: Es gibt im Kanton Zürich keine Strafen, also nur Gewinne. Deshalb bleibt die Erfolgsquote seit drei Jahren gleich. Einzig die Tankstellenshops, die befürchten, der Alkoholverkauf könnte ihnen ganz entzogen werden, strengen sich mit Erfolg an. Es sind über 300’000 Alkoholkranke, dazu über 100’000 Kinder in alkoholbelasteten Familien! Eine Horrorvorstellung. Antworten auf www.alkoholpolitik.ch.
Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Eltern, Erhältlichkeit, Gesundheit, Jugend, Kinder, Politik, Schweiz, Statistik, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen |
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Dienstag 21. Dezember 2010 von htm
Auch bei den Konsumentenschutz-Organisationen stehen die eidgenössischen Wahlen 2011 ganz oben auf der Agenda. Die Konsumentenschützer wollen die Kandidatinnen und Kandidaten genau unter die Lupe nehmen und aufzeigen, wer sich für Konsumentenanliegen einsetzt und wer nicht. Ein Konsum-Label für Politiker soll Wahlhilfe bieten.
Seit rund einem Jahr ziehen die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) sowie die französisch- und italienischsprachigen Schwesternorganisationen FRC und ACSI in der «Allianz der Konsumentenschutzorganisationen» an einem Strick – mit Erfolg, wie Vertreter der drei Organisationen am Montag an einer Medienkonferenz in Bern erklärten. (Quelle: NZZ, 20./21.12.10) Kommentar:
Eine Charta will u.a. auch die Gesundheit ansprechen. Ich hoffe, dass dabei auch an das in Entstehung begriffene neue Alkoholgesetz gedacht wird. Bekanntlich hat der Bundesrat im Entwurf die WHO-Resolution für eine globale Alkohol-Strategie praktisch ignoriert, obwohl er sie mitunterzeichnet hat. Wäre es nicht sinnvoll, die Umsetzung dieser Alkoholstrategie von den Politikern zu fordern, wie ich es mit meinem Aufruf anstrebe? Alkoholschäden stehen bei den gesundheitlichen Auswirkungen laut WHO an 3. Stelle. Eine neue Untersuchung aus England gemäss ist Alkohol die gefährlichste Droge, wenn man ihre Wirkung auf die Gesellschaft berücksichtigt. Entsprechend dürfte man von Politikern erwarten, dass sie diesen Fakten Rechnung tragen. Auch in der EU gehören Konsumentenschutz und Gesundheit zusammen. Ich hoffe, dass sie ihrer Aufgabe gerecht werden, auch wenn politische Rücksichten im Wege stehen sollten. Es genügt, wenn die Medien und die Behörden das Problem tabuisieren und damit der Bevölkerung keine Chance lassen, ihre Interessen zu vertreten.
Inzwischen wird der Aufruf von namhaften Fach-Institutionen unterstützt. Er soll übrigens bis zur Behandlung des Alkoholgesetzes im Parlament laufen.
Kategorie: Advent-Aufruf, Allgemein, Aufruf, Gesundheit, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., WHO globale Alkohol-Strategie |
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Mittwoch 15. Dezember 2010 von htm
Dass Weisswein und Kirsch zum Käsefondue die Verdauung ankurbeln, ist ein Ammenmärchen. Das zeigt eine Studie von Forschern des Universitätsspitals Zürich.
Wer Alkohol wie Kirsch oder Weisswein zum Fondue trinkt, muss mit Verdauungsproblemen rechnen: Der Alkohol bewirkt, dass der Käse mehrere Stunden länger im Magen liegen bleibt als bei Teetrinkern. (Quelle: Google Alkohol News, 14.12.10) bazonline.ch, 14.12.10 unser Online-Kommentar: Es ist schon erhellend, wie die meisten Kommentare den eigenen Trinkstil verteidigen, dabei hat die Untersuchung doch einfach nur gezeigt, dass Alkoholkonsum zum Fondue die Verdauungszeit um 50% verlängert, und damit das werbebedingte Vorurteil eindrücklich widerlegt, der Alkohol fördere die Verdauung. Die Schädigung des Immunsystems und die Belastung der Leber sind ja längstens bekannt.
Kategorie: Alkoholfreies, Allgemein, Feste und Feiern, Gesundheit, Lebensmittel, Schweiz, Werbung |
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Freitag 10. Dezember 2010 von htm
Europa geht die lebensbedrohlichen Auswirkungen von exzessivem und regelmässigem Alkoholkonsum auf die Gesundheit seiner Bürger nicht genügend an. Schwere Krankheiten wie zum Beispiel Leberzirrhose verzeichnen alarmierende Zuwachsraten und betreffen Menschen in einem jüngeren Alter als in der Vergangenheit. Da eine Reihe der aktuellen politischen Lösungsansätze bei den Gesundheitsproblemen, die in Europa mit Alkohol zusammenhängen, versagt haben, diskutierten Leberexperten eine Reihe praktischer Schritte zur Bekämpfung von mit Alkohol im Zusammenhang stehenden Krankheiten und Todesfällen auf einer monothematischen Konferenz, die heute durch die European Association for the Study of the Liver (EASL) ausgerichtet wurde. (Quelle: Google Alcohol News, 12/1010) presseportal.de, 10.12.10
Kategorie: Allgemein, Diverse, Gesundheit, Internationales, Jugend, Jugendliche, Medizin, Statistik, Veranstaltungen |
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Sonntag 28. November 2010 von htm
Alkohol, Kokain und Cannabis: Wie steht es um den Drogenkonsum der Deutschen? Die Trends haben sich in den vergangenen Jahren geändert. Noch immer gibt es keine einheitliche Linie, wie mit Rauschmitteln gesellschaftlich zu verfahren ist. Experten halten Alkohol für das größte Problem – besonders das Komasaufen unter Jugendlichen. …
Von allen Drogen in Deutschland bleibt Alkohol die meistverbreitete und tödlichste. Mehr als 70 000 Menschen sterben jährlich direkt an den Folgen exzessiven Konsums (Tote durch illegale Drogen pro Jahr insgesamt: rund 1300), die Sucht geht quer durch alle Schichten und Altersgruppen. Zwischen 2000 und 2008 stieg die Anzahl Minderjähriger, die jährlich wegen Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, um fast das Dreifache auf inzwischen 25 700. Aber bindende Absprachen mit den Herstellern, höhere Steuern, eine stärkere Sanktionierung der Werbung? All die Maßnahmen, die dazu führten, dass die Deutschen – gerade die deutschen Jugendlichen – heute deutlich weniger rauchen als noch vor Jahren, finden beim Alkohol keine Anwendung.
Gründe, weshalb der Mann, der in Deutschland als Suchtexperte Nummer eins gilt, seit Jahren Dinge fordert, die jeden Oktoberfest-Fan schmerzen würden: „Ein Bierpreis von mindestens 15, eher 20 Euro pro Maß ist notwendig, dann tut es vielleicht weh“, sagt Raphael Gassmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen in Hamm. Alkohol sei „die bei Weitem gefährlichste Droge der Welt, danach kommt erst Mal lange nichts“. Andererseits habe Alkohol die stärkste Lobby, in der Wirtschaft wie im Volk. Die Alkoholindustrie zählt außerdem zu den Branchen mit den höchsten Werbeetats, die Berichterstattung über Alkohol ist zahm. (Quelle: Google Alkohol News, 27.11.10) welt.de, 27.11.10 Kommentar: Vielleicht der erste Artikel in einer grossen Zeitung, der zum Alkoholproblem Klartext redet. Ob andere jetzt auch den Mut finden, sich anzuschliessen und eine Trendwende herbeizuführen zum Wohle der ganzen Bevölkrung und der Wirtschaft, die sich bis heute selbst schädigt mit ihrer Komplizenschaft? Von den Schäden zu Lasten der Passivtrinker, der Gesellschaft wurde noch gar nicht gesprochen.
Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholkrankheit, Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Gesundheit, Internationales, Jugend, Kinder, Medien, Passivtrinker, Politik, Sozialkosten, Statistik, TOP NEWS, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene, Werbung, Wirtschaft |
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Freitag 26. November 2010 von htm
Vielen Arbeitgebern fällt der richtige und geduldige Umgang mit dem Thema Alkohol am Arbeitsplatz schwer.
Schätzungen zufolge sind etwa fünf Prozent aller Arbeitnehmer alkoholkrank. Wobei die Anzahl der Arbeitnehmer mit einem Alkoholproblem deutlich höher liegen dürfte. Alkohol am Arbeitsplatz kann nicht nur dem Betriebsklima schaden; die betroffenen Arbeitnehmer weisen außerdem einen hohen Krankenstand auf, der die Unternehmen jährlich Milliarden von Euro kostet. Hinzu kommt der volkswirtschaftliche Schaden, den zum Beispiel Unfälle oder die mit dem Alkoholkonsum verbundenen Kosten der Krankenkassen, verursachen. Aber wie verhalten sich Vorgesetzte und Kollegen richtig, wenn sie den Verdacht hegen, ein Kollege könnte Alkohol am Arbeitsplatz konsumieren? Und wie sind die Grenzen zwischen Alkoholmissbrauch und Alkoholsucht definiert? (Quelle: Google Alkohol News, 25.11.10) suite101.de, 25.11.10 Kommentar: Es ist nicht verständlich, warum die Wirtschaft die Alkoholprävention sabotiert, die ihr doch wesentliche Kosteneinsparungen bringen würde. Als Komplize der Alkoholindustrie schadet sie sich selber und der Gesellschaft.
Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Früherkennung, Gesundheit, Internationales, Rehabilitation, Verhaltens-Präv., Wirtschaft |
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