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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Gesundheit'

CH: Nationalrat lehnt wissensbasierte Steuerung der Gesundheitspolitik ab

Sonntag 13. März 2011 von htm

05.448 Parlamentarische Initiative Heim Bea. Wissensbasierte Steuerung der Gesundheitspolitik
Einreichungsdatum 07.10.05(!) (Amtliches Bulletin, 8.3.11) Kommentar: Studien dürfen nichts kosten. Auf nicht vorhandene Studien muss man auch keine Rücksicht nehmen, dann kann man noch leichter „politische“ Entscheide fällen.

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A: Ein Phantom namens „Alkohol-Sondersteuer“

Donnerstag 10. März 2011 von htm

„Stadt Linz plant Sondersteuer auf Alkohol“ – diese Schlagzeile brachte am Wochenende eine Kettenreaktion in Gang, die einen unglaublichen Aufruhr unter Politikern, Wirten und Getränkeherstellern im ganzen Land verursachte. Erst nach vier Tagen ist langsam klar geworden: Hier wurde ein Phantom durch die Gassen gejagt, die Steuer wird wahrscheinlich nicht einmal in Linz kommen. … (Quelle: Google Alkohol News, 09.03.11) krone.at, 09.03.11 Kommentar: Dass die Gegner auf die Barrikaden steigen, ist ja klar. Wo sind die Befürworter geblieben? Die WHO sagte schon vor Jahren, Alkohol-Prävention müsse ohne die interessierte Alkohollobby geschehen. Die Presse berichtet über den Aufruhr, aber selber recherchieren und sachlich informieren liegt nicht drin. Sie fürchten wie die Politiker um ihren Anhang. Die Gesundheit des Volkes und die Sozialkosten sind egal. Unsere Projekt-Idee scheint doch die einzige Lösung zu sein.

Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Medien, Politik, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Wirtschaft | Keine Kommentare »

Fastenzeit 2011: Verzicht auf Alkohol – so klappt es

Donnerstag 10. März 2011 von htm

Von Aschermittwoch (9. März 2011) bis Karsamstag (23. April 2011) wollen 78 Prozent der Deutschen auf Alkohol verzichten. Das ergab eine aktuelle Studie der Krankenkasse DAK. Aber wie hält man den guten Vorsatz durch? Diplom-Psychologin Susanne Ploog gibt Tipps, damit es klappt. …(Quelle: Google Alkohol News, 09.03.11) suite101.de, 09.03.11

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A: Experten warnen vor Kindersnacks mit Alkoholgehalt

Mittwoch 9. März 2011 von htm

Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) hat mehrere Lebensmittelprodukte analysieren lassen und festgestellt, dass in zahlreichen Kindersnacks und Lebensmitteln versteckter Alkohol enthalten ist.
Das Ergebnis der österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit überrascht und schockiert zugleich. Zahlreiche der getesteten Lebensmittelprodukte haben Alkohol enthalten, bei den Süßigkeiten seien lediglich zwei von 19 untersuchten Artikeln alkoholfrei gewesen, berichtet die Ages. (Quelle: Google Alkohol News, 08.03.11) heilpraxisnet.de, 08.03.11noows.de, 08.03.11 unser Online-Kommentar: Die Alkoholindustrie hat es geschafft, in die Küchen einzudringen und in allen Bereichen ihre Produkte unterzubringen. Gerade bei Desserts und Pralinen findet man nur nach intensiver Nachforschung, manchmal mit der Lupe ein Produkt ohne Alkohol. Für Eltern mit Verantwortungsgefühl eine wahre Zumutung. Es geht nicht nur um den im Lebensmittel enthaltenen Restalkohol, sondern darum, dass sich bereits Kinder an den Geschmack gewöhnen und später eher zu Alkoholkonsumenten werden.

Kategorie: Allgemein, Eltern, Gesundheit, Internationales, Jugend, Kinder, Verbraucherschutz | Keine Kommentare »

D: DAK startet Plakatwettbewerb gegen Komasaufen

Samstag 5. März 2011 von htm

Unter dem Motto «bunt statt blau» hat die DAK Bayern am Donnerstag einen Plakatwettbewerb gegen das Komasaufen gestartet. Die landesweite Aktion soll Kinder- und Jugendliche zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol ermuntern. .. (Quelle: Google Alkohol News, 03.03.11) bild.de, 03.03.11 Kommentar: Etwas zu unternehmen, gibt ein gutes Gefühl. Effektvoller wäre, sich an den evidenz-basierten Massnahmen zu orientieren. Man muss ja nicht unbedingt die Politiker zufriedenstellen!

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CH: Alkohol-Problem an Lozärner Fasnacht

Dienstag 1. März 2011 von htm

An den rüüdigen Tagen wird einiges an Alkohol getrunken. Die Suchtprävention gibt Eltern Tipps für diese Zeit.
Noch wenige Tage, dann gehts los mit der Lozärner Fasnacht. Ein Anlass, der aber nicht nur für Freude sorgt, sondern vielen Eltern die Sorgenfalten ins Gesicht treibt: Sie befürchten, dass ihre Kinder während der Fasnachtszeit (übermässig) Alkohol konsumieren. Herbert Willmann ist Leiter der Fachstelle für Suchtprävention in Luzern und kennt diese Ängste der Eltern. «Dass Jugendliche an der Fasnacht beim Alkohol über die Stränge schlagen, ist nach wie vor das grösste Problem.» … (Quelle.: Google Alkohol News, 28.2.11) urnerzeitung.ch, 28.2.11 Kommentar: Wie wäre es, wenn die Suchtprävention auch die Erwachsenen zur Mässigung aufrufen würde? Die geben nämlich das schlechte Beispiel für die Jungen ab. So sieht es aus, als hätten nur die Jugendlichen ein Alkoholproblem und nicht die ganze Gesellschaft.

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CH: Zur Dialogwoche Alkohol im Mai 2011

Sonntag 27. Februar 2011 von htm

Wir schauen gebannt auf die historischen Vorgänge im arabischen Raum, wo die Geburtsstunde der Demokratie schlägt oder zumindest Geburtswehen eingesetzt haben, und selber sind wir nicht fähig, uns aus den Ketten der Knechtschaft der Alkoholindustrie zu befreien.

Das Eidgenössische Bundesamt für Gesundheit hat nun für Mai ein Mitwirken an der Alkoholwoche angekündigt, die auch in Deutschland, Liechtenstein und Österreich stattfinden wird. Das Motto in Deutschland heisst: „Alkohol? Weniger ist besser.“ In der Schweiz heisst es bescheiden: „Dialogwoche Alkohol“. Im Einleitungstext auf seiner Webseite schreibt das Bundesamt: „Die Gesellschaft sucht nach einem neuen Umgang mit dem Alkohol: Wie können wir einen genussvollen Umgang mit dem Kulturgut Alkohol praktizieren und vorleben, den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen – und gleichzeitig glaubwürdig den Exzessen und ihren Folgekosten entgegen treten? Es besteht Diskussionsbedarf!“

Die Quadratur des Kreises wird angestrebt: „Den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen.“ Jene der grossen Alkoholmultis werden nicht erwähnt. Warum wohl? Immerhin, mit unserer Projekt-Idee könnte es gelingen. Aber sonst …..? Auf die Botschaften aus dem Ausland, von internationalen Fachgremien, hört ein „rechter“ Schweizer schon gar nicht. In Deutschland ist es nicht anders.

Wir sind gespannt, wie viel Dialog möglich sein wird, ob es nur eine Alibi-Pflichtübung wird und ob überhaupt lokale Gruppen gefunden werden, die sich dafür interessieren und engagieren. Ja, wer müsste sich eigentlich angesprochen fühlen?

Z. B.     –  die Kirchen: Ein Werk der Diakonie, Stichworte: Nächstenliebe, Menschenwürde, Gerechtigkeit

–  die Liberalen: Sie brachten der Schweiz die erste Alkoholgesetzgebung. Sie kämpfen für die persönliche Freiheit. Die aufgezwungene Alkoholnot, deren Folgen alle tragen, müsste ihnen ein Gräuel sein

–  die Polizeigewerkschaften: Die Polizisten leiden direkt unter dem Stress durch Überzeitarbeit und Gewalt

–  das Spitalpersonal: Auch hier Stress durch Überzeit, Personalknappheit, Kostendruck, Gewalt

–  der Justizapparat: Arbeitsüberlastung, lange Verfahrenszeiten, fehlende Plätze für Jugendliche

–  die Wirtschaft: Eine Milliarde zusätzliche Personalkosten, Belastung des Betriebsklimas, Qualitätseinbussen

–  die Gemeinden und Städte: Alkoholbedingte Sozialkosten belasten die Rechnungen, die Steuerzahler

–  die Entwicklungshilfe-Organisationen: Ihre von Spendern finanzierten Hilfeleistungen werden durch die Aktivitäten der Alkohol-Multis zum Teil zunichte gemacht. Und deren Gewinne fliessen nach Norden ab

–  die Parteien: Sie haben es in ihren Parteiprogrammen fixiert. Sie wollen für unser Land arbeiten, für seine Bevölkerung. Politiker werden dafür gewählt. Sie leisten sogar darauf einen Amtseid

– Noch einige weitere: Jugendverbände, Kinderschutz-Organisationen, Sportverbände, Kulturorganisationen, Lehrerinnen- und Lehrer, Institutionen der Alkohol-Prävention und -Rehabilitation, Aidshilfe, Psychologen, Psychiater, Lehrlingsämter und -Betreuer, Hilfsorganisationen wie Caritas, und, und, und….

– und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger. Sie leiden direkt und indirekt unter den alkoholbedingten Schäden – ein Leben lang, ungefragt. Sie zahlen jährlich Milliarden. Die WHO nennt uns „Passivtrinker“.
(Quelle: Unser Begleittext zum Newsletter Februar 2011)

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Armut, Dokumente, Gerichtsfälle, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder, Konsumhaltung, Kultur, Passivtrinker, Politik, Rehabilitation, Religion und Alkohol, Schweiz, Sozialkosten, Sport, Unterricht, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene, Weltgesundheits-Org., WHO globale Alkohol-Strategie, Wirtschaft | Keine Kommentare »

Alkohol: Weniger Herzinfarkte durch mehr HDL-Cholesterin

Donnerstag 24. Februar 2011 von htm

Calgary – Die kardioprotektive Wirkung eines mäßigen Alkoholkonsums wird in einer Meta-Analyse im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2011; 342: d636) auf einen Anstieg des HDL-Cholesterins und auf andere Laborparameter zurückgeführt. Eine weitere Meta-Analyse (BMJ 2011; 342: d671) enthält aktuelle Berechnungen zum Ausmaß der protektiven Wirkung.
Die Schutzwirkung eines mäßigen Alkoholkonsums ist niemals in einer randomisierten klinischen Studien untersucht worden. Brauereien und Weinkelterer dürfen deshalb nicht mit gesundheitlichen Vorzügen ihrer Getränke werben. Es wird sie auf absehbare Zeit auch nicht in der Apotheke auf Rezept geben, obwohl bekanntlich nicht wenige Medikamente Alkohol enthalten, wenn auch nicht als Wirkstoff. (Sondern als Lösungsmittel (htm)) (Quelle: aerzteblatt.de, 23.02.11) unser Online-Kommentar: Bisher hiess es immer, Resveratrol sei die Wirksubstanz, welche die positiven Ergebnisse bringe. Nun ist es plötzlich der Alkohol. Hat es die Alkoholindustrie durchgesetzt, dass jetzt wieder alle Alkoholika am positiven Ergebnis beteiligt sein dürfen? Die grosse Zahl der miteinbezogenen Untersuchungen erinnert einen an die Meta-Analyse von Kaye Fillmore, die bei den meisten Studien nachgewiesen hatte, dass sie nicht sauber waren.

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D: Rettungseinsatz auf Jugendparty im südlichen Kreis

Donnerstag 24. Februar 2011 von htm

Gütersloh (ots) – (CK) – In der Nacht zum letzten Sonntag (20.02.) mussten drei 15 und 16 Jahre alte Jugendliche wegen Alkoholmissbrauchs rettungsdienstlich behandelt werden. Zwei von ihnen wurden stationär in Krankenhäuser eingeliefert.
Die Jugendlichen waren Gäste einer Party, über die die Eltern der Gastgeber Aufsicht führten. Diese hatten den Ausschank von hochprozentigem Alkohol ausdrücklich untersagt.
Dennoch konsumierte das jugendliche Trio wohl ohne Wissen der Erwachsenen Wodka und Likör. Entsprechende leere Flaschen wurden später aufgefunden.
Als es den Jugendlichen infolge des erheblichen Alkoholkonsums immer schlechter ging, wurde der Rettungsdienst verständigt. Ein Mädchen und ein Junge mussten stationär behandelt werden und wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt weiter. (Quelle: Google Alkohol News, 23.02.11) presseportal.de, 23.02.11

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D: Alkohol am Steuer – Ungeheuer

Sonntag 20. Februar 2011 von htm

Auch in diesem Jahr können die Party-Besucher in Potsdam, sowie im gesamten Land Brandenburg, Freitags und Samstags zwischen 20 Uhr und 08 Uhr in der Nacht für die Hälfte Taxi fahren. Mit dem Angebot „Fifty-Fifty-Taxi“ wollen das Land Brandenburg, die AOK und die Taxi Genossenschaft Potsdam e.G. einen Anreiz mehr geben, das Auto nach dem Konzert- oder Discobesuch am Wochenende stehen zu lassen. Nutznießer des Angebots sind Jugendliche und Heranwachsende zwischen 16 und 25 Jahre. .. (Quelle: Google Alkohol News, 19.02.11) potsdamnews.de, 19.02.11 unser Online-Kommentar: Auf den ersten Blick eine positive Aktion, die Leben retten kann. Andererseits wahrscheinlich auch ein Anreiz, mehr zu trinken, was längerfristig gesundheitliche und gesellschaftliche Probleme bringen wird. Den Profit ziehen die Wirte daraus, welche die Aktion bezahlen müssten, nicht die Krankenkassen, die später zur Kasse gebeten werden. Prävention für die Gesundheit ist das jedenfalls nicht. Eine Art Verzweiflungstat, weil man nicht fähig ist, wirksame Alkoholprävention zu leisten.

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