Archiv für die Kategorie 'Erhältlichkeit'
Samstag 9. Juli 2011 von htm
„Ich bin alkoholkrank“: Der CDU-Abgeordnete Schockenhoff bricht mit seinem mutigen Bekenntnis ein Tabu. Trinkende Politiker gibt es in Berlin zuhauf, doch niemand redet gerne darüber. Beginnt jetzt eine neue Debatte über das Thema Sucht und Politik?
Der Abgeordnete Andreas Schockenhoff fiel bislang eher selten auf. Als Außenpolitik-Experte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion arbeitete er ruhig seine Themen ab. Doch nun steht er plötzlich im Rampenlicht. Sein Bekenntnis ist äußerst ungewöhnlich: “ Mir ist bewusst, dass ich alkoholkrank bin“, gab er in einer persönlichen Erklärung zu.
Auslöser für das Geständnis war ein Problem mit der Justiz: Dem stellvertretenden Unionsfraktionsvorsitzenden steht ein Ermittlungsverfahren wegen Unfallflucht und Trunkenheit im Verkehr bevor, seine Immunität soll aufgehoben werden. (Quelle: Google Alkohol News, 9.7.11) spiegel.de, 8.7.11
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Politik, Prominenz, Verkehr, Verschiedene |
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Montag 4. Juli 2011 von htm
Alkoholverbote, Bussen für Littering, Wegweisungen – Schweizer Städte domestizieren ihren öffentlichen Raum
In den Städten geniessen wir die Vorzüge der 24-Stunden-Gesellschaft, doch sobald uns Lärm und Littering stören, rufen wir nach dem Staat. Dieser antwortet mit Verboten und Bussen – und schiesst oft übers Ziel hinaus. … (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 4.7.11) unser Online-Kommentar: Wenn der Kragen platzt.
Immer mehr Gemeinden, Verkehrsbetriebe, Stadien erwägen Massnahmen gegen überbordende Folgen des Alkoholkonsums. Sie ziehen die Notbremse und betreiben Symptombekämpfung. Das gefällt natürlich nicht allen, am wenigsten der Alkoholbranche, die ja am meisten von den krankhaft und risikoreich Konsumierenden verdienen, die etwa 50% des Konsums bestreiten.
Viel besser wäre für alle eine sinnvolle Alkoholpolitik. Damit eine solche aber verwirklicht werden könnte, bräuchte es ein korrekt informiertes Stimmvolk, das seine Interessen wahrnehmen könnte. Das hinwiederum ist gar nicht im Interesse der Alkoholindustrie und ihrer Verbündeten, also wird diese Information verhindert: Von den Medien und der Politik. Die Bevölkerung, die Passivtrinker, wie die WHO sagt, sind die Betrogenen. Sie bezahlt ein Leben lang ungefragt die Sozialkosten und leidet unter den Schäden.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Medien, Passivtrinker, Politik, Schweiz, Sozialkosten, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen |
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Montag 4. Juli 2011 von htm
Kein Geschäft mehr mit dem Durst: Alle Einzelhändler am Hauptbahnhof Hannover verzichten auf den Verkauf von Alkohol an Wochenendnächten. Das Experiment, das gemeinsam mit der Deutschen Bahn, der Stadt und der Polizei gestartet wurde, soll drei Monate dauern. Ziel ist es, die Zahl der Gewalttaten in diesem Bereich einzudämmen. … (Quelle: Google Alkohol News, 4.7.11) haz.de, 3.7.11
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Verhältnis-Präv., Verkehr |
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Samstag 2. Juli 2011 von htm
Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) will Gewalt und Verwahrlosung auf öffentlichen Plätzen eindämmen. Darum soll der Alkoholkonsum auf Bahnhöfen in der Hauptstadt verboten werden.
Der Konsum von Alkohol habe in öffentlichen Verkehrsmitteln nichts zu suchen, sagte Körting Zeitung „Bild“. „Alkohol enthemmt, führt zu Streitereien und Schlägereien. Zum anderen verwahrlost der öffentliche Raum. Bierflaschen liegen herum, werden zerdeppert, sind eine Verletzungsgefahr“, begründete der Senator seinen Vorstoß. Deshalb habe er seine Mitarbeiter gebeten, mit den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) über eine entsprechende Änderung der Hausordnung zu sprechen. … (Quelle: Google Alkohol News, 2.7.11) morgenpost.de, 1.7.11
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Aufruf, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Politik, Prominenz, Sozialkosten, Verhältnis-Präv., Verkehr |
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Samstag 2. Juli 2011 von htm
Ab sofort wird in den Läden am Hauptbahnhof freitags und samstags (jeweils 22 Uhr bis 6 Uhr) kein Alkohol mehr zum Mitnehmen verkauft! Darauf einigten sich Stadt, Bahn und Polizei.
Das Verbot gilt als Testphase bis Ende September. Betroffen sind alle Gaststätten, Kioske, Rossmann, Lidl, Ihr Platz und Nordsee, aber auch Kaufland am Raschplatz. Die Bahn schickt zusätzliches Sicherheitspersonal auf Streife. Der Ausschank in Kneipen bleibt jedoch weiterhin erlaubt.
OB Stephan Weil (52, SPD): „Es gibt nicht das Patentrezept im Kampf gegen Alkohol. Wir wollen vor allem jungen Leuten die Möglichkeit nehmen , sich in der Nachtzeit mit Alkohol einzudecken und sich ‚Nachschub‘ zu besorgen.“ … (Quelle: Google Alkohol News, 2.7.11) bild.de, 1.7.11
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Politik, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verkehr |
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Dienstag 28. Juni 2011 von htm
Der Meinungsstreit zum Alkoholverbot in den Stadien der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga geht quer durch die Gesellschaft. Auch die Innenpolitiker sind sich uneins in ihrer Bewertung.
Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) stößt mit seinem Vorstoß für ein Alkoholverbot in Fußballstadien auf wenig Gegenliebe. Er will mit einem Alkoholverbot in den Stadien Gewaltexzesse eindämmen. Seiner Meinung nach enthemmt erst der Alkoholkonsum viele der späteren Täter. … (Quelle: Google Alkohol News, 27.6.11) blog.nz-online.de, 27.6.11
unser Online-Kommentar: Ein teilweises Alkoholverbot, wie beispielsweise in Stadien, immer oder nur bei Hochrisikospielen, ist eine Art von Symptombekämpfung, die Sinn machen kann, wenn keine besseren Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um die Randalierer vor sich selbst und die Stadien, Bahnen, normalen Fans und Steuerzahler vor denen zu schützen.
Besser wäre natürlich, wenn mittels einer richtigen Alkoholpolitik der Alkoholkonsum und damit die alkoholbedingten Schäden generell heruntergefahren würden. Die von vielen im voraus bejammerte angebliche Freiheitsberaubung geschieht ja nicht beim Konsum sondern beim Erdulden der Schäden und deren Kosten durch die Allgemeinheit – nach dem Motto: Die Profite der Alkoholindustrie, die Schäden der Gesellschaft.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Feste und Feiern, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Politik, Prominenz, Sozialkosten, Sport, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene |
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Dienstag 21. Juni 2011 von htm
Die Probleme mit gewaltbereiten Fußballfans beschäftigt mal wieder die Politik. Auf der Innenministerkonferenz wird über ein generelles Alkoholverbot, auch für die An- und Abreise zu den Spielen, beraten.
In der abgelaufenen Saison kam es in den Stadien, aber auch im Anschluss an die Spiele, zu teils heftigen Ausschreitungen gewalttätiger Fans sowie Zusammenstößen mit der Polizei. Die Politik befürchtet eine weitere Zunahme an Gewalt und hat dabei vor allem die kommende Saison in der 2. Bundesliga im Blick. …
Hessens Innenminister Boris Rhein fordert vor der am Dienstag (21.06.11) beginnenden Innenministerkonferenz der Länder ein flächendeckendes Alkoholverbot in den Fußball-Stadien. Dabei soll auch diskutiert werden, ob das Verbot für Busse, U- und S-Bahnen gilt, in denen Fans zu den Stadien transportiert werden. „Der Konsum muss drastisch reduziert werden, weil er die Fans oft erst völlig enthemmt. Ich halte deshalb ein Alkoholverbot in Fußballstadien und im öffentlichen Nahverkehr für sinnvoll“, sagte der CDU-Politiker. (Quelle: Google Alkohol News, 21.6.11) sportschau.de, 20.6.11
Kategorie: Allgemein, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Politik, Prominenz, Sozialkosten, Sport, Transportation, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene |
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Montag 20. Juni 2011 von htm
Die Polizei hat bei einer Sonderkontrolle in Hannovers Innenstadt 37 betrunkene Minderjährige aufgegriffen. 17 von ihnen wurden vorübergehend in Obhut genommen, 12 ihren Eltern übergeben. Am tiefsten ins Glas geschaut hatte ein 17-Jähriger, bei dem ein Atemtest 2,69 Promille ergab. Eine 16-Jährige hatte 2,51 Promille Alkohol im Blut. (Quelle: Google Alkohol News, 20.6.11) bild.de, 19.6.11 siehe auch ausführlich: welt.de, 20.6.11
Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Eltern, Erhältlichkeit, Geschichten, Gesundheit, Internationales, Jugend, Kinder, Statistik, Verhältnis-Präv. |
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Sonntag 19. Juni 2011 von htm
Betreiber von Bars und Diskotheken in Niedersachsen wollen stärker gegen Gewalt von Jugendlichen vorgehen. Es gehe vor allem darum, den Alkoholkonsum einzudämmen, weil die Gewaltbereitschaft mit dem Alkoholpegel steige, sagte Renate Mitulla vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Hannover. Derzeit laufe die Kampagne «Alkohol, nur wenn’s Recht ist», die Jugendlichen mit Plakaten und Schulungen zeigen solle, dass man auch ohne Alkohol Spaß haben könne, sagte die Dehoga-Geschäftsführerin. … (Quelle: Google Alkohol News, 19.6.11) bild.de, 18.6.11 Kommentar: Mit Plakaten ist da nichts zu machen. Mit weniger Alkohol schon. Aber das heisst weniger Gewinn.
Kategorie: Aktionen, Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Verhaltens-Präv. |
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Samstag 18. Juni 2011 von htm
Das städtische Bürgeramt ging in den letzten Wochen mit minderjährigen Testkäufern für Alkohol und Tabak auf Tour. Dabei wurden 55 Einzelhandelsbetriebe im Stadtgebiet kontrolliert. Die Altergrenzen für den Verkauf der Waren wurden jedoch oftmals einfach ignoriert.
Das gibt zu denken: Bei Testkäufen durch Jugendliche hat das städtische Bürgeramt festgestellt, dass viele Geschäfte harten Alkohol und Zigaretten an Heranwachsende verkaufen, obwohl das gesetzlich verboten ist. Das Ergebnis war selbst für die Behörde in seiner Häufigkeit überraschend: Trotz einer bundesweit umfangreichen Aufklärung und Prävention zu diesem Thema verkauften 62 Prozent der überprüften Betriebe Alkohol oder Zigaretten an Minderjährige. Im Bereich der Lebensmittelgeschäfte lag der Anteil sogar bei 69 Prozent, was bedeutet, dass zwei von drei Betrieben gegen das Jugendschutzgesetz verstießen. Für die Geschäfte zieht das nun Bußgelder nach sich. … (Quelle: Google Alkohol News, 18.6.11) suedkurier.de, 17.6.11
unser Online-Kommentar: Erfreulich, dass die meisten Kommentatoren die Testkäufe unterstützen und die large Handhabung kritisieren. Als Strafmassnahmen würde sicher ein befristeter Lizenzentzug für Alkoholika etwas bringen. Nur das Risiko einer deutlichen Gewinnschmälerung wird dieses katastrophale Testergebnis verbessern.
Sicher ist das Alkoholproblem ein gesellschaftliches Problem. Beauftragt, die Interessen dieser Gesellschaft zu vertreten, sind die Politiker in den Behörden. Sie sollten endlich die nötigen wirksamen Massnahmen ergreifen, die längst bekannt sind und dem Druck der Alkoholindustrie und -Lobby widerstehen. Bei der Atomkraft geht es doch auch. Im Gegensatz zum Atomstromkonsum macht Alkoholkonsum allerdings abhängig.
Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Allgemein, Arbeitsplatz, Eltern, Erhältlichkeit, Jugend, Kinder, Politik, Statistik |
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