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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Entwicklungs- und Schwellenländer'

TOP NEWS: Anti-Alkohol- und Tabak-Kampagne der UNO

Mittwoch 21. September 2011 von htm

Mit schweren Vorwürfen gegen die Tabak-, Alkohol- und Lebensmittelindustrie haben die Vereinten Nationen eine globale Gesundheits-Kampagne gestartet.
Bewegung, gesunde Ernährung, moderater Alkoholkonsum und der Abschied von der Zigarette könnten jährlich Millionen Menschen vor dem Tod bewahren, mahnte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Auftakt der ersten UN-Konferenz gegen nichtansteckende Krankheiten (NCD). … (Quelle: Lebensmittel Praxis, 20. September 2011)

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Drei Tage landesweites Alkoholverbot in Ecuador

Dienstag 19. Juli 2011 von htm

Weil 23 Menschen an gepanschtem Alkohol starben und über hundert im Krankenhaus liegen, gilt in ganz Ecuador der Ausnahmezustand – mit landesweitem Alkoholverbot.
Nach dem Tod von 23 Menschen nach dem Konsum von gepanschten Alkohol ist in ganz Ecuador der Ausnahmezustand und ein landesweites Alkoholverbot verhängt worden. Das Verbot, das sowohl den Verkauf als auch den Konsum von Alkohol betrifft, gelte 72 Stunden lang, teilte das Gesundheitsministerium in Quito am Sonntagabend (Ortszeit) mit. (Quelle: Google Alkohol News, 19.7.11)welt.de, 18.7.11

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UNO: Der vergessene Faktor bei der Armut in Familien

Donnerstag 26. Mai 2011 von htm

Bei der Bekämpfung der Armut in Familien braucht es eine evidenz-basierte Alkoholpolitik.
In seiner Botschaft zum Internationalen Tag der Familien 2011 sagt der UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon:“ An diesem Internationalen Tag der Familien lasst uns entschlossen unterstützen, denn sie ziehen die Jungen auf, sorgen für die Alten und fördern starke Gemeinden.“
Die UNO hat eine lange Geschichte der Anstrengungen zum Schutz der Familien, vor allem von Frauen und Kindern. Das Thema dieses Jahres ist sehr wichtig, da es Entwicklungshilfe-Organisationen und Regierungen erlaubt, die Scheinwerfer auf eine versteckte Schlüsselfrage zu richten –
die Belastung von Familien durch Alkoholmissbrauch. Wirksame Aktion auf diesem Gebiet wird die Bedingungen und zukünftigen Perspektiven von Kindern, Frauenund Familien allgemein radikal verbessern. …. (Quelle: IOGT International, 16.5.11) (englisch) Kommentar: In der Schweiz wird dieser Faktor in der Armutsdiskussion immer vergessen. Die Arbeit wird kompliziert, wenn man sich auch noch mit der Alkoholfrage herumschlagen muss. Sollen das doch andere tun, die keine Rücksichten nehmen müssen.

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Bahrein: Frauenstimmrecht und Alkohol

Samstag 19. Februar 2011 von htm

Das sunnitische Königshaus in Bahrain setzt auf Reformen, nicht zuletzt, um sich im Westen beliebt zu machen. Die mehrheitlich schiitische Bevölkerung fühlt sich aber weiterhin diskriminiert. … Der Tourismus boomt, vor allem aus umliegenden arabischen Ländern. Besonders beliebt ist Bahrain bei den benachbarten Saudis. Alkohol, Frauen, alles, was im strengreligiösen Saudiarabien verboten ist, ist für die Saudis im nur wenige Kilometer entfernten Bahrain erhältlich. Die Möglichkeit, ausgelassen zu feiern, ist aber auch Zündstoff für die konservativen Kräfte in Bahrain. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.02.11) Kommentar: Der Artikelschreiber ist sich wahrscheinlich nicht bewuss, dass Alkohol und Frauenstimmrecht auch in Europa und Amerika sehr eng miteinander verbunden waren. Durch den Kampf gegen die Alkoholnot haben die Suffragetten in England und den USA um die Jahrhundertwende 19./20. Jh. den Frauen das Stimmrecht erstritten. Die Schweizer Frauen hatten keine Chance, sie mussten bis 1970 warten, weil die Liberalen ein Alkoholgesetz einführten, das liess die Frauen leer laufen. Die heutigen „Liberalen“ gehören zu den stärksten Bremsern bei der Alkoholprävention.

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TOP NEWS: Jährlich 2,5 Millionen Tote durch Alkohol

Dienstag 15. Februar 2011 von htm

Alkohol tötet weltweit jährlich 2,5 Millionen Menschen. Die meisten davon sterben durch alkoholbedingte Unfälle, viele aber auch an Krebs, Herzkreislauf-Erkrankungen oder Leberzirrhose. Das geht aus dem jüngsten Report zu Alkohol und Gesundheit hervor, den die Weltgesundheitsorganisation WHO am Freitag in Genf veröffentlichte.
Der meiste Alkohol wird demnach in den Industrieländern der Nordhalbkugel getrunken, aber auch in Argentinien, Australien und Neuseeland. Am niedrigsten ist der Konsum in den Ländern, in denen viele Menschen aufgrund ihres islamischen Glaubens abstinent leben – etwa in Nordafrika, dem Nahen Osten und Südasien. (Quelle: Google Alkohol News, 13.02.11) handelsblatt.com, 13.2.11 WHO: Global status report on alcohol and health analyses

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Die erste Industrie im Südsudan: Brauerei von SAB-Miller

Donnerstag 20. Januar 2011 von htm

Am südlichen Stadtrand von Juba steht der einzige Industriebetrieb des neuen Staates. SAB-Miller sei darauf spezialisiert, in aufstrebenden Märkten zu investieren. Aus dem Norden droht keine Konkurrenz, die Scharia verbietet den Konsum von Alkohol. Der Betrieb beschäftigt 280 einheimische und 11 ausländische Mitarbeiter. Die ausländischen seien vor allem mit der Ausbildung der einheimischen beschäftigt. An einem normalen Tag werden 150 000 Halbliterflaschen produziert, im Jahr maximal 180 000 hl. Eine Erweiterung soll die Kapazität um 50% erhöhen. Hopfen und Malz werden aus der EU importiert. Die Zusammenarbeit mit den Behörden wird gelobt. Die Brauerei sei während der zweijährigen Anlaufzeit von Steuern befreit gewesen, zahle aber eine Alkoholsteuer, die sie selber angeregt hätte. (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 20.1.11) (nicht online) Kommentar: Wir haben am 30.11.10 eine Meldung über diese weltweit zweitgrösste Brauerei gebracht, die aufzeigte, wie sie es versteht, mit geringsten Steuern die Gewinne nach Europa zu schleusen. Nun hat sie ein neues Gebiet gefunden, wo sie die Ärmsten in den Teufelskreis des Alkohols hineinziehen kann. Ein soziales Auffangnetz oder eine Alkoholpolitik kennen die ja nicht. Unsere Entwicklungshilfe entsorgt als Bierdividenden.

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„Die 7 Schlüssel-Botschaften der Alkohol-Industrie“

Sonntag 2. Januar 2011 von htm

„The seven key messages of the alcohol industry“. Diese Broschüre ist eben auf Englisch herausgekommen. Aus der Einführung: Die Absicht dieser Broschüre ist es, die Fachleute über die Anstrengungen der Alkoholindustrie zu informieren, mit denen sie die globale Alkoholpolitik zu beeinflussen versuchen, und sie gegen die Methoden der Industrie zu wappnen, die darauf zielen, der Einführung effektiver Massnahmen vorzubeugen. (Quelle: EUCAM, 01/02/11) „The seven key messages of the alcohol industry“ (pdf) Kommentar: Sehr oft sind Fachleute, die nicht direkt mit Verhältnisprävention beschäftigt sind, über dieses Feld nicht informiert. In der politischen Debatte sind sie dann oft hilflos und dem Vertreter der Industrie nicht gewachsen. Diese Broschüre könnte für Abhilfe sorgen.

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Newsletter November 2010 – d –

Dienstag 30. November 2010 von htm

www.alkoholpolitik.ch Newsletter November  2010 (per 30.11.10)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Wir freuen uns, Ihnen den neuen Newsletter im 10. Erscheinungsjahr der Webseite unterbreiten zu dürfen und hoffen, dass er für Sie nützlich ist. Wenn Sie Anregungen für Verbesserungen haben, sind wir für Ihr Feedback dankbar, und wir werden deren technische Umsetzung gerne versuchen. Wir haben nur noch wenige Unterteilungen vorgenommen und eine kleine Auswahl mit gekürzten Meldungen getroffen. Mit Hilfe der Links in den Ueberschriften, können Sie die ausführlichere und verwandte Meldung leicht finden. Um den Newsletter weiter zu kürzen, haben wir zwei getrennte Ausgaben nach den Sprachen Deutsch und Englisch verfasst. Wir würden uns über ein Feedback freuen, ob diese Form für Sie nützlich ist. Auf der Webseite finden Sie weitere Kapitel, z.B. Leserbriefe, Interventionen, Zitate. In der englischen Abteilung sind mehrheitlich Artikel notiert, die in der deutschen Version nicht  vorhanden sind. Es lohnt sich, auch dort zu stöbern.

Bitte überprüfen Sie, ob unsere Adresse in der Liste der akzeptierten Adressen enthalten ist, damit Ihr Spam-Filter unsern Newsletter nicht zurückweist.

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Sollten Sie den Newsletter nicht mehr zu erhalten oder ihn für jemand anderen zu bestellen wünschen, senden Sie bitte eine kurze Mitteilung an htmeyer(at)alkoholpolitik.ch

Um das Mail leicht zu halten, verzichten wir auf die pdf-Beilage.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer
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Begleittext Newsletter November 2010

Während in Deutschland noch laufend Alkohol-Testkäufe trotz mehrmaliger Aktionen mit über 50% fehlbaren Verkäufen stattfinden, hat nun erstmals eine grosse Zeitung das Alkoholproblem ohne Scheuklappen angesprochen: „Der grosse Rausch“ in „Die Welt“. Ob andere Presseerzeugnisse nun folgen werden? Das Tabu wäre mindestens gebrochen. In der Schweiz warten wir noch immer auf den Pionier, der mithilft zu verhindern, dass die Bundespolitiker weiterhin für Volk und Staat schädliche, alkoholindustrie-freundliche Formulierungen in den Entwurf für ein neues Alkoholgesetz einbauen können.

Alkohol schadet nicht nur dem Körper des Konsumenten, sondern vor allem zwischenmenschlichen Beziehungen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie, die in deutschen Medien grosse Beachtung fand. Dabei ist das Alkoholproblem schon seit langem als das sozial-medizinische Problem Nr. 1 bekannt. Nur haben es die Politiker tunlichst vermieden, dies entsprechend zu berücksichtigen und präventiv zu entschärfen. Die Interessen der Alkoholindustrie galten immer mehr als jene der Bevölkerung und des Staates. Diese Untersuchung passt sehr schön zur Anklage von Bundesrätin Calmy-Rey, die Bundesräte der Mitteparteien stünden unter dem Einfluss der Economiesuisse. Diesem Einfluss ist es wiederum zu “verdanken”, dass ein völlig ungenügender Entwurf eines neuen Alkoholgesetzes in die Vernehmlassung geschickt wurde. Ob der Bundesrat bei der Auswertung der Vernehmlassungsantworten jene der Fachleute und der Wissenschaft nun höher gewichten wird als diejenigen der Alkoholindustrie und der Wirtschaftsverbände, wird sich zeigen. Er müsste ja nur die globale Alkohol-Strategie der WHO, die er im Mai mitunterzeichnet hat, in das neue Gesetz einfliessen lassen und die Parlamentarier überzeugen, dass dies der richtige Weg wäre, um ein Jahrhundertproblem zum Wohle der ganzen Bevölkerung wirksam zu entschärfen

In Deutschland mehren sich die Meldungen, dass das Alkoholproblem in Ländern und Städten auch die bürgerlichen Politiker und die Verkehrsunternehmen beunruhigt. Die Rede ist von Alkoholverboten in Bussen und Bahnen, auf städtischen Plätzen, von Verboten der Flatrate-Parties in Bayern, usw.  Ein Antrag am CDU-Parteitag möchte sogar das Mindestalter für vergorene Getränke hinaufsetzen. Inzwischen geht das Komasaufen fröhlich weiter; auf den Strassen und anderswo wird alkoholbedingt geprügelt, gemordet, sexuell missbraucht, aber die Politik hat Zeit. Vieles ist wichtiger, vor allem die Beziehungen zur Alkohollobby.

Den Politikern, deren Parteiname immer noch mit einem *C* geschmückt wird, wünsche ich eine besonders gnadenbringende Advents- und Weihnachtszeit – mit viel Besinnung auf die Unmöglichkeit, eine derart schadenbringende Industrie – wie die Alkoholindstrie – zu unterstützen.

Freundliche Grüsse und meine besten Wünsche für eine stressfreie Advents- und Weihnachtszeit.
Ihr Auch-Passiv-Trinker
Hermann T. Meyer
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TOP NEWS

D: Der große Rausch – 28. November 2010
Alkohol, Kokain und Cannabis: Wie steht es um den Drogenkonsum der Deutschen? Die Trends haben sich in den vergangenen Jahren geändert. … Aber bindende Absprachen mit den Herstellern, höhere Steuern, eine stärkere Sanktionierung der Werbung? All die Maßnahmen, die dazu führten, dass die Deutschen – gerade die deutschen Jugendlichen – heute deutlich weniger rauchen als noch vor Jahren, finden beim Alkohol keine Anwendung.
Gründe, weshalb der Mann, der in Deutschland als Suchtexperte Nummer eins gilt, seit Jahren Dinge fordert, die jeden Oktoberfest-Fan schmerzen würden: “Ein Bierpreis von mindestens 15, eher 20 Euro pro Maß ist notwendig, dann tut es vielleicht weh”, sagt Raphael Gassmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen in Hamm. Alkohol sei “die bei Weitem gefährlichste Droge der Welt, danach kommt erst Mal lange nichts”. Andererseits habe Alkohol die stärkste Lobby, in der Wirtschaft wie im Volk. Die Alkoholindustrie zählt außerdem zu den Branchen mit den höchsten Werbeetats, die Berichterstattung über Alkohol ist zahm. (Quelle: Google Alkohol News, 27.11.10) welt.de, 27.11.10 Kommentar: Vielleicht der erste Artikel in einer grossen Zeitung, der zum Alkoholproblem Klartext redet. Ob andere jetzt auch den Mut finden, sich anzuschliessen und eine Trendwende herbeizuführen zum Wohle der ganzen Bevölkrung und der Wirtschaft, die sich bis heute selbst schädigt mit ihrer Komplizenschaft? Von den Schäden zu Lasten der Passivtrinker, der Gesellschaft wurde noch gar nicht gesprochen.

Deutscher Fiskus kassiert mehr als 3 Mia.€ Alkoholsteuern – 10. November 2010
Der Staat verdient am Alkoholgenuss der Verbraucher gut mit: 3,3 Milliarden Euro hat der Staat im vergangenen Jahr durch Steuern auf alkoholische Getränke eingenommen. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Gewinne allerdings deutlich zurück. (Quelle: Google Alkohol News, 9.11.10) spiegel.de, 9.11.10 presseportal.de, 9.11.10 Kommentar: Die Steuereinnahmen stehen in keinem Verhältnis zu den horrenden alkoholbedingten Sozialkosten. Sie nehmen auch inflationsbedingt ständig ab. Von einem Gewinn für den Staat zu sprechen ist Betrug am Volk. …

Alkohol ist gefährlicher als Heroin und Crack – 2. November 2010
Alkohol schadet nicht nur dem Körper des Konsumenten, sondern vor allem zwischenmenschlichen Beziehungen. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie. Sie rät trotzdem, Alkohol nicht zu verbieten. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.11.10) unser Online-Kommentar: Seit Jahrzehnten wird Alkohol bei uns als sozial-medizinisches Problem bezeichnet. Diese Studie ist ein weiterer Beweis zur rechten Zeit. In einer Zeit, in der Regierungen sich weigern, die von ihnen mitunterzeichnete Alkohol-Strategie der WHO (Mai 2010) umzusetzen. Auch unser Bundesrat mit seinem völlig ungenügenden Entwurf für ein neues Alkoholgesetz. Diese Korruption kostet täglich Leben. (siehe auch im englischen Teil.) (siehe noch ausführlicher: spiegel.de, 1.11.10) siehe Lancet-Artikel bei wissenschaft-online.de, 5.11.10

TOP NEWS: CH: Bundesrätin M. Calmy-Rey kritisiert ihre KollegInnen – 1. November 2010
Die Aussenministerin hält die Bundesräte der Mitteparteien für Vertreter des Wirtschaftsverbands Economiesuisse und spricht von «Minderheitsregierung».
Mit überraschend scharfen Worten hat Micheline Calmy-Rey am SP-Parteitag ihre Bundesratskollegen attackiert. …
Damit nicht genug: Calmy-Rey gab noch einen drauf und warf ihren Bundesratskollegen vor, der verlängerte Arm des Wirtschaftsverbands Economiesuisse zu sein. Wörtlich sagte sie: «Economiesuisse hat seine Vertreter im Bundesrat. (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.11.10 Kommentar: Das ist nicht erst seit der Departementsverteilung Tatsache. In der Alkoholfrage gibt Economiesuisse ebenso den Kurs an. Auch bei der bürgerlichen Parlamentsmehrheit. Und das komischerweise gegen ihre eigenen Interessen. Wann rebellieren die Aktionäre? (siehe auch die Reaktion der Angefeindeten; und unsern Online-Kommentar)Tages-Anzeiger, 2.11.10)

SCHWEIZ

Zürich: Ein Taxifahrer als Gefahr – 27. November 2010
Ein Zürcher Taxichauffeur hat während der Arbeit gekifft und Alkohol getrunken. Und fuhr weiterhin in der Stadt herum. Nun wurde er verurteilt.
Der heute 46-jähriger Taxilenker geriet vor zwei Jahren während der Arbeit aufgrund der verdächtigen Fahrweise in eine Polizeikontrolle. Das Ergebnis der Blutprobe war erschreckend. So hatte der Lenker am helllichten Tag nicht nur 1,15 Promille Alkohol im Blut, sondern wies auch eine beachtliche Menge Marihuana im Blut auf. (Quelle: Google Alkohol News, 26.11.10) Tages-Anzeiger, 26.11.10

Warum wird Alkohol toleriert und nur der Tabakkonsum angegriffen? – 25. November 2010
Unsere Antwort auf www.gutefrage.net
Als nach der industriellen Revolution die Massenproduktion von Alkohol (Kartoffelschnaps) die Armen noch ärmer machte, wurden erste Antialkoholgesetze erlassen. In Amerika und England waren es die Frauen, (Suffragetten) die auf der Strasse damit ihre politischen Rechte erkämpften. In der Schweiz waren es die Liberalen, die das Alkoholgesetz durchbrachten.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Alkohol das grosse Geschäft von globalen Konzernen, die mit immer raffinierteren Marketingmethoden zuerst die Frauen, dann auch die Jugendlichen und Kinder zum Alkoholkonsum verführten. Die Politik hat sich darauf beschränkt, je nach Land bescheidene Alkoholsteuern vor allem auf Spirituosen zu erheben, um das Budget zu entlasten, nicht um damit die alkoholbedingten Schäden zu verringern. (Ausnahme: Schweizer Alkoholzehntel in bescheidenem Umfang) …

ie Urteilssprüche gegen die Schweizer Schläger von München – 22. November 2010
Mit Haftstrafen zwischen knapp drei und sieben Jahren werden die Prügelschüler bestraft. Ivan Z. darf dabei auf ein baldiges Ende seiner Strafe hoffen.
Das Landgericht München verhängte gegen die drei Schläger aus dem Kanton Zürich zwar mehrjährige Haftstrafen, doch das Gericht blieb deutlich unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Statt der geforderten sechs bis neun Jahre müssen Mike B. sieben, Benji D. vier Jahre und zehn Monate und Ivan Z. zwei Jahre und zehn Monate hinter Gitter.
Diese Strafen müssen die drei jedoch nur bis zum Ende absitzen, wenn sie sich in der Haft nicht gut benehmen. Ivan Z. darf bereits «in einem Monat eine Haftentlassung beantragen». … (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.11.10)

Schweizer Wein für Schweizer Botschaften – 19. November 2010
10.3838 – Motion: Offizielle Schweizer Anlässe im Ausland mit Schweizer Wein und Spirituosen. Eingereicht von Hurter Thomas Hurter, Nationalrat: Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, bei Auftritten der Schweiz sowie offiziellen Schweizer Anlässen im Ausland, die aus Bundesmitteln (mit-)finanziert werden, Schweizer Weine und Spirituosen zu servieren.
Begründung: Am offiziellen Schweizer Tag der Weltausstellung in Schanghai, 12. August 2010, mussten die geladenen Delegationen im Städtepavillon von Zürich, Genf und Basel mit spanischem Wein anstossen. . ..
Antwort des Bundesrates vom 17.11.2010:
Der Bundesrat verpflichtet sich, bei der Förderung von Schweizer Weinen und anderen Produkten im Ausland mit gutem Beispiel voranzugehen. Erklärung des Bundesrates vom 17.11.2010. Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 19.11.10) Curia Vista siehe auch ähnliche Motion 10.3820 – Motion
Pflicht zum Ausschank von Schweizer Weinen in den Botschaften Kommentar: Warum nicht auch Verpflichtung zum Kredenzen von exquisitem Schweizer Traubensaft? Zum Beispiel Zürcher Staatskeller? Immerhin lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung alkoholfrei.

CH: Erfolgreiche Alkoholprävention für Jugendliche? – 19. November 2010
In den Gemeinden des Bezirks Winterthur haben illegale Alkoholverkäufe an Jugendliche abgenommen. Dies sei auch dem Projekt «Klarsicht 16/18» zu verdanken, teilte die Stadt am Donnerstag mit.
Die Suchtpräventionsstelle Winterthur hat im März 2008 zusammen mit 15 Gemeinden des Bezirks Winterthur das Jugendschutzprojekt «Klarsicht 16/18» lanciert. Das Projektziel lautete: Kindern und Jugendlichen wird kein Alkohol abgegeben oder verkauft. (Quelle: Google Alkohol News, 18.11.10) Zürcher Unterländer, 18.11.10 Kommentar: Das tönt erfreulich. Sieht man aber die letzte Meldung aus Winterthur an, wird man skeptisch: Testkäufe in Winterthur kaum besser. Dienstag 5. Oktober 2010 von htm:
Nachdem im Frühling 7 von 10 Betrieben Alkohol an Jugendliche verkauft hatten, waren es kürzlich 6 von 10 Lokalen. Sie wurden verzeigt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.10.10) Kommentar: Da müssten die Behörden wohl etwas härter durchgreifen und auch mehr Betriebe aufsuchen, sonst ist die Wahrscheinlichkeit, kontrolliert zu werden, viel zu gering, um abschreckend oder motivierend zu wirken. — In 2 1/2 Jahren ist es nicht gelungen die Erfolgsrate in Winterthur unter 50% zu drücken. Das wird nun schöngeredet.

Anwohner im Zürcher Kreis 5 leiden unter der Party-Szene – 18. November 2010
Wegen der starken Lärmbelästigung durch Party-Gänger haben zwei Gemeinderätinnen den Stadtrat angefragt, was er dagegen zu tun gedenke. In seiner Antwort weist dieser darauf hin, dass nicht nur ein Club daran schuld sei, würden sich doch am Wochenende in diesem 17’000 Seelen-Quartier jeweils bis zu 50’000 Personen tummeln. Neben kleinen Verbesserungen durch den Club-Besitzer müssten aber weitere Massnahmen geprüft werden. (Quelle: NZZ, 18.11.10) Kommentar: Der Stadtrat könnte z.B. den Bewohnern Oropax verteilen oder Gutscheine, damit sie auch an den Parties teilnehmen können. Ob nach der Prüfung weiterer Massnahmen etwas Wirksames übrigbleibt? Wie sagte doch die WHO? “Wir sind alle Passivtrinker.”

CH: Gewaltig gefährdet – wenn Alkohol im Spiel ist (Aktionstag) – 18. November 2010
Am 18. November 2010 ist Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. Alkohol und Gewalt sind häufig miteinander verbunden. Unter dem Motto „Gewaltig gefährdet“ sensibilisieren Alkoholfachstellen Betroffene und die Bevölkerung in der ganzen Schweiz für das erhöhte Gewaltrisiko bei Alkoholmissbrauch. …
Zwar führt ein problematischer Alkoholkonsum nicht automatisch zu Gewaltakten. Alkohol und Gewalt treten aber häufig zusammen auf. Für häusliche Gewalt gilt: 30 bis 40% der Delikte werden unter Alkoholeinfluss verübt. Auch bei Sportanlässen, am Wochenende oder im Nachtleben ist bei Gewaltvorfällen oft Alkohol im Spiel. Die Ursachen von Gewalt sind stets komplex; Alkoholkonsum kann, nebst anderen Faktoren, eine Rolle spielen. … (Quelle: Pressemitteilung Sucht Info Schweiz, 15.11.10) Kommentar: Noch vor ein paar Jahren wurde ich von einer Fachperson massiv angefeindet, weil ich auf den Zusammenhang von Alkohol und Gewalt hinwies. Und die Behörden in Zürich hüllten sich nach meiner diesbezüglichen Intervention im Fall Schwamendingen in Schweigen. Der Wind hat nun offensichtlich gedreht, dieses Tabu ist gebrochen.

CH: Jetzt muss Annina Frey (SF “glanz&gloria”) büssen! – 18. November 2010
TV-Frau Annina Frey (29) wurde mit 0,55 Promille am Steuer erwischt, musste ihren Mini stehen lassen und gab dafür im Internet Gas. Jetzt hat sie sich laut «Tagi» bei den «Bulldoggen-ähnlichen Staatsangestellten», die sie anfangs November kontrollierten, brieflich entschuldigt. Vom Zürcher Statthalteramt droht ihr eine Busse in Höhe von 500 Franken, mit Schreibgebühren wird die Summe vierstellig. (Quelle: Google Alkohol News, 17.11.10) blick.ch, 17.11.10

CH: Rapperswil-Jona verzichtet noch auf Alkohol-Testkäufe – 16. November 2010
Wegen der unsicheren Rechtslage verzichtet die Stadt vorläufig auf Alkohol-Testkäufe. Man will das revidierte Alkohol-Gesetz abwarten, das die Rechtsgrundlage schaffen soll. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.11.10) Kommentar: Wenn schon bekannt ist, dass zeitweise mehr als die Hälfte der Restaurants und Läden Alkohol an Minderjährige abgibt, würde sich eine vorsorgliche Aktion auch ohne Bestrafung sicher lohnen. Mindestens bei den Gutwilligen hätte man Erfolg. Die andern müsste man sich besonders merken und durch die Polizei kontrollieren lassen. Das Verbot besteht ja bereits.

CH: Vernehmlassungsantwort von KIM (Kinder im Mittelpunkt), Allschwil – 15. November 2010
Vernehmlassung[KIM] zum Entwurf des Alkoholgesetzes.

CH: Günstige Zigaretten und Alkohol auch für Einreisende – 14. November 2010
National- und die Wirtschaftskommission des Ständerates befürworten zollfreies Einkaufen in Duty-Free-Läden auch bei Reiseankunft. Die Gegner sehen in der Massnahme einen Widerspruch zur Drogenprävention. (Quelle: Google Alkohol News, 12.11.10) Tages-Anzeiger, 12.11.10 unser Online-Kommentar: Prävention heisst vorbeugen. Diese neue Regelung fördert das Gegenteil, den Alkohol- und Tabakkonsum. Dies widerspricht den Interessen der gesamten Bevölkerung, denn sie bezahlt ein Leben lang an die horrenden alkohol- und tabakbedingten Sozialkosten und leidet unter der verminderten Lebensqualität. Die WHO nennt uns deshalb Passivtrinker. So sieht unsere Freiheit aus.

CH: Sessionsprogramm Ständerat – 14. November 2010
Wintersession, 29. November – 17. Dezember 2010
Alkoholpolitisch eventuell relevante Themen:
2.12.10 Volksinitiative Jugend und Musik
7.12.10 Einkauf von Waren in Zollfreiläden auf Flughäfen
8.12.10 Sportförderungsgesetz

CH: Sessionsprogramm Nationalrat – 14. November 2010
Wintersession, 29. November – 17. Dezember 2010
Kommentar: Keine alkoholpolitischen Traktanden ersichtlich.

CH: Lebensmittel werden erschwinglicher – 13. November 2010
Schweizer Haushalte haben im zweiten Weltkrieg über 35 Prozent ihres Budgets für Lebensmittel ausgegeben, heute sind es noch rund 7, mit Alkohol und auswärtiger Verpflegung 13 Prozent. Jede achte beschäftigte Person in der Schweiz hat beruflich mit Nahrungsmitteln zu tun. … Dies geht aus der Publikation “Vom Feld bis auf den Teller. Übersicht über die Lebensmittelkette” hervor, die das Bundesamt für Statistik veröffentlicht hat. …Für die auswärtige Verpflegung kamen weitere 460 Franken und für alkoholische Getränke 70 Franken monatlich dazu. In der Gastronomie wuchs die Zahl der Beschäftigten um 3,4 Prozent. Das ist eine Folge des Trends zur vermehrten Ausser-Haus-Verpflegung. Die Zahlen betreffen das Jahr 2008. (Quelle: Google Alkohol News, 12.11.10) bielertagblatt.ch, 11.11.10 Kommentar: Interessant wird der Vergleich nach der Rauchereinschränkung. Die laufende Verbilligung der alkoholischen Getränke durch die Inflation ist ein ärgerlicher Faktor, der den Konsum vor allem auch der Jugendlichen steigert. Preiserhöhungen gibt es praktisch nur zu Gunsten der Industrie, statt dass sie über Steuern an den von ihr verursachten Sozialkosten beteiligt wird. Der Entwurf zum neuen Alkoholgesetz ist auch in dieser Hinsicht enttäuschend.

CH: Volles Sortiment für Tankstellenshops 24h – 13. November 2010
Die Wirtschaftskommissionen von National- und Ständerat haben sich für eine parlamentarische Initiative entschlossen, die den Tankstellenshops wieder ermöglichen soll, ihr Geschäft mit vollem Sortiment während 24 Stunden zu betreiben. (Quelle: NZZ, 13.11.10) Kommentar: Dass damit der Alkoholverkauf mit ermöglicht wird, kommt in keinem Bericht vor, ist aber wohl das Hauptmotiv für die Bemühungen. Prävention hin oder her.

CH: Beim Spitalpersonal übertrifft die Zuwanderung die Ausbildung – 12. November 2010
Laut einer gestern veröffentlichten Studie des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) verlässt sich die Schweiz zu sehr auf die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte.
Laut diesem Bericht kommen je nach Jahr auf zehn in der Schweiz ausgebildete Ärztinnen und Ärzte jeweils vier bis vierzehn im Ausland ausgebildete Ärztinnen und Ärzte ins Land. Pro zehn im Inland ausgebildete höhere Pflegefachkräfte wandern zwischen zwei und über neun Pflegefachkräfte mit ausländischem Diplom ein. (Quelle: NZZ, 11./12.11.10) unser Online-Kommentar: Wie wäre es, wenn die Nachfrage gesenkt und damit weniger Personal gebraucht würde. Eine reale Möglchkeit wäre die Alkohol-Prävention. Nur müssten wirksame Massnahmen getroffen werden, keine der üblichen Alibiübungen.

CH: Der Effretikoner Gemeinderat ist für Alkohol-Testkäufe – 12. November 2010
Das Gemeindeparlament hat mit grosser Mehrheit ein Postulat eines Mitglieds der Jungliberalen an den Stadtrat überwiesen, mit dem die Wiedereinführung von Alkohol-Testkäufen in Gastrobetrieben verlangt wird. Seit Juli wurde auf solche verzichtet. (Quelle: Tages-Anzeiger, 12.11.10)

Zürcher Kantonsrats-Kommission knapp für Alkohol-Testkäufe – 12. November 2010
Eine parlamentarische Initiative wurde von der zuständigen Kantonratskommission mit 8 zu 7 Stimmen unterstützt, obwohl die Regierung sich dagegen ausgesprochen hatte. Die Regierung möchte abwarten, bis der Bund im neuen Alkoholgesetz die gesetzliche Grundlage liefert. (Quelle: NZZ, Tages-Anzeiger, 12.11.10) Kommentar: Die Regierung hofft wahrscheinlich auf den St. Nimmerleins-Tag. Wer weiss, was Bern wann ausbrüten wird. Wenn viele Kantone aktiv werden, merkt vielleicht der Bund, dass eine einheitliche Lösung sinnvoll wäre.

CH: Armutskonferenz. So will Burkhalter die Armut bekämpfen – 10. November 2010
Didier Burkhalter rief heute zur Unterstützung von Mittellosen in der Schweiz auf.
«Heute wollen wir zusammen den Grundstein für eine effizientere Armutsbekämpfung legen»: Bundesrat Didier Burkhalter hat am Dienstag in Bern zur Eröffnung der – live im Internet übertragenen – Armutskonferenz dazu aufgerufen, Nägel mit Köpfen zu machen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.11.10) unser Online-Kommentar: Einmal mehr zeigt sich, dass in der Armutsdiskussion die Prävention vernachlässigt wird. Dass ein beträchtlicher Teil der Armut alkoholbedingt ist, wird weiter tabuisiert. …

CH: Infoset Newsletter November 2010 – 5. November 2010
Der Infoset-Newsletter bring Informationen zu allen Suchtgebieten, vorwiegend aus der Schweiz. be-/abbestellen

Die Swiss Indoors wechseln vom Tabak zum Alkohol 4. November 2010
Seit 1994 war Davidoff Hauptsponsor der Swiss Indoors. Jetzt wird die Bindung vor allem auf Drängen der französischen Anti-Tabak-Lobby gelöst. Davidoff CEO Reto Cina kann nicht verstehen, warum nun mit einer Biermarke ein Fünfjahresvertrag abgeschlossen wurde. Alkohol sei doch für Jugendliche eher gefährlicher als Zigarren. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.11.10) Kommentar: Auch wir können es nicht verstehen. – Wie manch anderes nicht in Bezug auf Alkohol und Sport.

CH: Departementsübergabe im Volkswirtschaftsdepartement – 4. November 2010
Die Schlüsselübergabe von Bundespräsidentin Leuthard an Bundesrat Schneider-Ammann verlief standesgemäss. Die bisherige übergab dem neuen Departementsvorsteher (und Weinbergbesitzer) eine Flasche Wein und eine SuisseID. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.11.10) Kommentar: BR Schneider-Ammann mag bestreiten, dass er von der Economiesuisse ferngesteuert werde. Zusammen mit der Weinkultur im Rücken oder im Unterbewusstsein wird er es immer schwer haben, eine Alkoholpolitik zum Wohle der Bevölkerung zu unterstützen. Ob ihm die SuisseID dazu eine Hilfe sein wird?

Online-Kommentar zur Studie “Alkohol, die gefährlichste Droge” – 2. November 2010
Alkohol, das sozial-medizinische Problem Nr. 1
Seit Jahrzehnten wird Alkohol bei uns als 1. sozial-medizinisches Problem bezeichnet. Diese Studie ist ein weiterer Beweis zur rechten Zeit. In einer Zeit, in der Regierungen sich weigern, die von ihnen mitunterzeichnete Alkohol-Strategie der WHO (Mai 2010) umzusetzen. Sie stehen unter ständigem Druck der Alkoholindustrie, keine Massnahmen zuzulassen, die den Konsum und damit die Schäden reduzieren könnten. Diese Art Korruption kostet täglich Leben und schädigt die ganze Bevölkerung, die von der WHO als Passivtrinker bezeichnet wurde, weil sie unabhängig von ihrem Konsum ein Leben lang ungefragt die immensen alkoholbedingten Sozialkosten bezahlt und unter der verminderten Lebensqualität leidet. Die Bevölkerung kann sich nicht wehren, weil ihr die nötigen Informationen vorenthalten werden.
PS für die Schweiz: Diese Untersuchung passt sehr schön zur Anklage von Bundesrätin Calmy-Rey, die Bundesräte der Mitteparteien stünden unter dem Einfluss der Economiesuisse. Diesem Einfluss ist es zu “verdanken”, dass ein völlig ungenügender Entwurf eines neuen Alkoholgesetzes in die Vernehmlassung geschickt wurde. Wie wäre das doch wunderbar, wenn nun der Bundesrat bei der Auswertung der Vernehmlassungsantworten jene der Fachleute und der Wissenschaft höher gewichten würde als diejenigen der Alkoholindustrie und der Wirtschaftsverbände. Sie müssten ja nur die globale Alkohol-Strategie der WHO, die sie im Mai mitunterzeichnet haben, in das neue Gesetz einfliessen lassen und die Parlamentarier überzeugen, dass dies der richtige Weg wäre, um ein Jahrhundertproblem zum Wohle der ganzen Bevölkerung wirksam zu entschärfen.

INTERNATIONAL

Verkauf dein Bier am Äquator. Und zahle deine Steuern in Zug – 30. November 2010
Die Buchhaltungstricks der Grosskonzerne kosten Entwicklungsländer Milliarden. Eine neue Studie über den Bierkonzern SAB Miller zeigt: Steueroptimierung ist lukrativ. Kinderleicht. Und ganz legal. Bier ist in Afrika sehr beliebt. Und für die Brauer ausserordentlich lukrativ. Das zeigt eine Fallstudie, die das britische Hilfswerk Action Aid gestern publizierte. Das Beispiel ist der zweitgrösste Bierkonzern der Welt: SAB Miller, aktiv auf allen Kontinenten. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 30.11.10) Kommentar: Was der Steuerwettbewerb in der föderalen Schweiz bringt, wird hier global demonstriert. Jetzt wird auch deutlich, wohin unsere Entwicklungsgelder hinfliessen. Wir haben schon mehrmals darauf hingewiesen. Gegenüber dem ärmsten Kontinent ist diese Taktik besonders stossend. Aber mit Moral und Ethik hat diese Branche bekanntlich ohnehin ihre liebe Mühe.

D: Weinwissenschaftlerin mit 2,5 Promille unterwegs – 30. November 2010
Eine Weinwissenschaftlerin aus Südtirol ist gestern Abend in Ingolstadt auf einen BMW aufgefahren.
Verletzt wurde niemand. Allerdings stellte die Polizei bei der 34-jährigen Önologin 2,5 Promille Alkohol im Blut fest. Da sie die Sicherheitsleistung von 3.000 Euro nicht bar bezahlen konnte, wurde sie vorübergehend in Gewahrsam genommen. (Quelle: Google Alkohol News, 29.11.10) radio-in.de, 29.11.10 Kommentar: Erübrigt sich.

EU-Ratspräsident würdigt Rolle der Brauwirtschaft in Europa – 30. November 2010
Gerade hat sich der amtierende EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy anlässlich einer Gala des Bierclubs des Europäischen Parlaments sehr positiv über die Rolle der Brauwirtschaft in Europa geäußert.
Auf der Veranstaltung bei der rund 400 Vertreter der Brauwirtschaft mit Regierungsverantwortlichen im letzten Monat in Brüssel zusammenkamen, wurde insbesondere über die Herausforderungen der europäischen Brauwirtschaft und die damit direkt oder indirekt Millionen Arbeitsplätze referiert und diskutiert. Dabei wurden auch Steuerfragen, alkoholpolitische begründete Regulierungsbestrebungen der Politik und Maßnahmen zur Verbesserung des verantwortungsbewussten Alkoholkonsums aufgegriffen. (Quelle: Google Alkohol News, 29.11.10) Pressemitteilung brauer-bund.de, 29.11.10 unser Online-Kommentar: Selbstverständlich hat er als höflicher Diplomat kein Wort über die Auswirkungen der Bierwirtschaft fallen lassen. Auch hat er bei der Aufzählung der Arbeitsplätze jene der Sparten Gesundheit, Justiz, Wohlfahrt, Sozialversicherungen, usw. nicht erwähnt. Auch nicht die vermeidbaren alkoholbedingten Personalunkosten der Wirtschaft. Die Zahlen hätte ihm sein EU-Kommissär für Public Health sicher gerne geliefert. Siehe auch die Meldung über die Steuerpolitik des Brauereigiganten SAB Miller in Afrika und Europa.

Dresscode, Duzen, Alkohol: Die wichtigsten Regeln für die Weihnachtsfeier – 27. November 2010
Die renommierte Knigge-Beraterin Karin F. Hallinger gibt Tipps für ein gelungenes Fest mit Kollegen und Chefs.
Viele Firmen in Deutschland laden ihre Mitarbeiter jedes Jahr aufs Neue zur Weihnachtsfeier ein, um den Teamzusammenhalt …
Zurückhaltung ist auf der Firmen-Weihnachtsfeier auch beim Alkoholkonsum angesagt. Allzu oft sind die guten Vorsätze nach dem ersten Glas vergessen. Dann ist man schnell mit dem Chef per Du und mit dem netten Kollegen auf Tuchfühlung – bevor am nächsten Morgen das böse Erwachen kommt. “Übermäßiger Alkoholkonsum kann schnell im Desaster enden. Also lieber nur in Maßen genießen!” Letztendlich kann jeder selbst am besten einschätzen, wie viel er oder sie verträgt. Wer nicht bis an seine Grenze geht, sondern lieber früher aufhört zu trinken, bleibt promilletechnisch auf der sicheren Seite. Noch ein Tipp von Karin F. Hallinger: “Zwischendurch immer mal wieder ein Glas Wasser oder Apfelschorle trinken!” (Quelle: Google Alkohol News, 26.11.10) pressemitteilung.ws, 26.11.10

Lampenfieber bei Musikern ist heilbar – 27. November 2010
Wenn bei Musikern kurz vor dem Auftritt das Herz bis zum Hals schlägt und der Atem rast, dann ist die Diagnose eindeutig: Lampenfieber. Diese Angst kann so groß werden, dass manch ein Musiker nicht mehr auftreten kann. Hilfe finden die Betroffenen jetzt im Universitätsklinikum Bonn. Dort gibt es seit kurzem die nach Angaben der Universität deutschlandweit erste Lampenfieberambulanz speziell für Musiker. (Quelle: Google Alkohol News, 26.11.10) welt.de, 26.11.10

D: Testkäufe im Neckar-Odenwald-Kreis – 27. November 2010
Jugendliche kommen viel zu leicht an Alkohol. Diese These wurde jetzt im Rahmen von Testkäufen durch Jugendliche auch für den Neckar-Odenwald-Kreis bestätigt. Ingesamt 40 Verkaufsstellen, darunter 22 Discounter, 5 Getränkehandlungen und 13 Tankstellen wurden im Stadtgebiet Mosbach sowie in den Städten und Gemeinden Hardheim, Walldürn und Buchen aufgesucht. Das traurige Ergebnis: 19 Mal gelangten die Jugendlichen ohne Probleme an branntweinhaltige Getränke. (Quelle: Google Alkohol News, 26.11.10) nokzeit.de, 26.11.10

D: Testkäufe in Osnabrück – 27. November 2010
Jugendliche Tester auf Alkoholeinkauf: In einer gemeinsamen Aktion von Polizei und Stadt Osnabrück haben zwei Teams aus Fachoberschülern zum sechsten Mal überprüft, ob Minderjährigen unter 18 Jahren hochprozentige Alkoholika verkauft werden. Mitarbeiter der Polizei und des städtischen Fachbereiches Bürger und Ordnung begleiteten sie bei den Tests in 35 Einzelhandelsgeschäften an zwei Tagen. In 12 Geschäften erhielten sie den Schnaps, das sind 34%. (Quelle: Google Alkohol News, 26.11.10) noz.de, 26.11.10 Kommentar: Für die sechste Runde ist das Ergebnis immer noch schlecht. Es lohnt sich offenbar immer noch.

D: Testkäufe im Landkreis Aschaffenburg – 27. November 2010
Zwei minderjährige Testkäufer kamen in den meisten Läden im Landkreis Aschaffenburg problemlos an Schnaps und Zigaretten. Nur in zwei Geschäften bekamen sie keinen harten Alkohol. (In 12 von 14 Geschäften, d.h. in 85% erhielten sie Schnaps.) In diesem Jahr wurden bereits 30 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht. (Quelle: Google Alkohol News, 26.11.10) br-online.e, 26.11.10 Kommentar: Wahrlich ein Spitzenresultat.

D: Leben zwischen Alkohol und Mordphantasien – 26. November 2010
Jan O. sitzt in einer Einzelzelle in einem Knast mit höchster Sicherheitsstufe. Laut seinem Anwalt will er in Kürze den Mord an zwei Teenagern in Bodenfelde gestehen. Aus seinem Umfeld werden nun immer mehr Details bekannt: Sein Leben war geprägt von Drogen, Alkohol und Gewalt. (Quelle: Google Alkohol News, 11/25/10) spiegel.de, 25.11.10

Autofahrer: Finger weg von alkoholischen Heißgetränken – 25. November 2010
Auf dem Weihnachtsmarkt müssen Auto- und Motorradfahrer auf Alkohol verzichten.
Mit dem Start der Weihnachtsmarkt-Saison haben Glühwein, Punsch und Jagertee wieder Hochsaison. Die Getränke sind nicht nur schmackhaft und wärmend, sie enthalten auch jede Menge Alkohol, der rasch zu Kopf steigt. Denn durch die Wärme der Getränke wird die Durchblutung im Magen-Darm-Trakt angeregt und die Alkoholaufnahme beschleunigt. Nach einem langen Arbeitstag und auf nüchternen Magen läuft der Fahrer selbst bei nur einem Glas Gefahr, die verbotene 0,5-Promille-Marke zu erreichen. (Quelle: Google Alkohol News, 24.11.10) motorzeitung.de, 24.11.10

Sexuelle Gewalt: Wenn sie zum Opfer wird – 25. November 2010
Früher, so Ute Fischer, hätte sie gesagt, dass die Hauptgründe für Gewalt an Frauen Alkohol und Armut sind. Inzwischen würde sie zumindest den zweiten Aspekt nicht mehr hervorheben. “Denn heute wissen wir, dass Gewalt an Frauen in allen Gesellschaftsschichten und Altersgruppen vorkommt”, so die Vorsitzende des Landesfrauenrates in Sachsen-Anhalt. Der Alkohol spiele dabei immer wieder eine Rolle.
Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen veranstaltet der Landesfrauenrat eine Gedenkstunde im Landtag. … (Quelle: Google Alkohol News, 24.11.10) mz-web.de, 24.11.10 unser Online-Kommentar: Wo ist die Prävention?
Der SPD-Politiker möchte die Hilfsangebote verbessern. Besser wäre doch, dafür zu sorgen, dass weniger Gewalt auftreten würde. Eine wirksame Methode wäre Alkoholprävention, …

Berlin: Zahl jugendlicher Koma-Trinker steigt dramatisch – 23. November 2010
320 betrunkene Jugendliche wurden im ersten Halbjahr 2010 bewusstlos in Berliner Kliniken eingeliefert. Immer öfter sind die Koma-Trinker noch nicht einmal 15 Jahre alt.
Ein großes Problem besteht darin, dass Minderjährigen in Berlin fast überall Alkohol verkauft wird. In Kneipen, am Kiosk und im Spätverkauf werden Ausweiskontrollen vernachlässigt. (Quelle: Google Alkohol News, 22.11.10) morgenpost.de, 22.11.10 Kommentar: Da helfen in erster Linie sofortige Test-Käufe mit massiven Strafandrohungen. Und dann müsste die gesellschaftliche Akzeptanz für Alkohol generell vermindert werden. Auch ist Alkohol viel zu billig und überall erhältlich.

Behörde berichtet von betrunkenen Fahrern bei US-Atomwaffentransporten – 23. November 2010
Alkohol und Autofahren passen nicht zusammen: Das ist eigentlich selbstverständlich. Trotzdem scheinen sich Fahrer von US-Atomwaffentransportern nicht immer an diese Richtlinie zu halten. Ein Bericht des US-Energieministeriums führt die brisantesten Vorfälle auf. (Quelle: Google Alkohol News, 11/22/10) spiegel.de, 22.11.10 mit unserem Online-Kommentar: In Amerika werden die Promillewerte in Prozenten angegeben. Die hier erwähnten 0,02 Promille sind wahrscheinlich als Prozente gemeint, das wären dann 0,2 Promille. (Der Spiegel hat die Angabe umgehend korrigiert.)

D: Über Politik und Alkohol spricht man nicht – 22. November 2010
Im Glashaus: Über Politik und Alkohol spricht man nicht – außer, es lässt sich gar nicht mehr vermeiden. Die Alkoholfahrt des hannoverschen CDU-Chefs Dirk Toepffer.
Zwischen Vorsicht und Volksnähe ist es für viele Politiker ein schmaler Grat. Deshalb hält man den Umgang mit Alkohol aus allen Debatten heraus – „Kodex“.
Ja, sagen die Gesprächspartner aus Kommunal- und Landespolitik, man könne wohl über Politik und Alkohol reden und auch ein bisschen über den Anlass der Anfrage, die Alkoholfahrt des hannoverschen CDU-Chefs Dirk Toepffer. Aber nur ohne Namensnennung. Dafür sei die Sache zu knifflig. Weil man eigentlich nur Falsches sagen könne. (Quelle: Google Alkohol News, 21.11.10) haz.de, 20.11.10 unser Online-Kommentar: Vorbildfunktion, Glaubwürdigkeit, Verantwortungsbewusstsein, das sind alles Stichwörter in diesem Zusammenhang. Aber ein Problem wurde nicht angesprochen: Wie kann ein solcher Spitzenpolitiker eine wirkungsvolle Alkohol-Präventionspolitik unterstützen, (die dringend nötig wäre) wenn er derart an Alkohol gewöhnt ist und das als normal empfindet? Und erst recht bedenklich: Es sind wahrscheinlich die meisten so, sonst sähe es anders aus in der Alkoholfrage. Und dann kommt noch der Druck der Alkoholindustrie dazu.

Alkohol am Steuer: Australischer Politiker rät zu Minzdrops – 20. November 2010
Melbourne — Mit seinem Tipp, Alkohol am Steuer mit Pfefferminzbonbons zu bekämpfen, hat sich der ehemalige Regierungschef des südostaustralischen Bundesstaats Victoria keinen Gefallen getan. Jeff Kennett verriet einem örtlichen Radiosender, dass er in den “seltenen Fällen”, in denen er trotz zu viel Alkoholkonsums Auto fahre, zu Minzdrops greife. … (Quelle: Google Alkohol News, 11/18/10) google.com 11/18/10

D: Ausschank von Alkohol bei öffentlichen Veranstaltungen – 20. November 2010
„Richtlinien für Ausschankkriterien bei Veranstaltungen in der Öffentlichkeit“ gelten nach dem Votum des Gemeinderates in Zukunft für öffentliche Veranstaltungen in Neuhausen. Sie gelten als Auflage bei der Gestattung beziehungsweise sind Bestandteil des Mietvertrages für die Homburghalle in Neuhausen und die Bürgersäle in Schwandorf und Worndorf. Das jetzt verabschiedete Papier ist das Produkt einer im vergangenen Jahr in Neuhausen begonnenen „lokalen Alkoholpolitik“. Bei dieser Aktion arbeiteten Gemeinderat, Verwaltung, Polizeidirektion Tuttlingen, Einzelhandel, Gastronomie, Vereine, die Schule und Bürger zusammen und trafen sich zu insgesamt vier Gesprächsrunden. Die neuen Bestimmungen gelten vom 1. Januar 2011 an. (Quelle: (Google Alkohol News, 19.11.10) suedkurier.de, 19.11.10 unser Online-Kommentar: Soweit so gut. Ich vermisse Angaben über die Kontrolle des Mindestalters und welche Sanktionen bei Fehlverhalten anfallen.

D: Leberkrebs nimmt zu – Alkohol größtes Risiko – 18. November 2010
In Thüringen erkranken mehr Menschen an Leberkrebs. Im Jahr 2008 wurden in den Thüringer Krankenhäusern 428 Patienten wegen eines bösartigen Lebertumors behandelt. Dies entsprach einer Zunahme von 45 Prozent innerhalb von drei Jahren, wie die Krankenkasse DAK am Mittwoch mitteilte. (Quelle: Google Alkohol News, 17.11.10) dnews, 17.11.10 unser Online-Kommentar: Wenn die Krankenkasse wirklich erreichen möchte, dass weniger Personen alkoholbedingt an Leberkrebs erkranken, muss sie schon mehr unternehmen, als Ernährungstipps abgeben, die niemanden interessieren. Die Krankenkassen hätten miteinander wahrscheinlich genügend Gewicht, um die Politik zum Handeln zu bewegen. Nur diese kann den Alkoholkonsum mit wirksamen Massnahmen drosseln.

D: Komasaufen: Mehr Jugendliche in Klinik – 18. November 2010
Immer mehr Jugendliche müssen nach ausgeprägtem Alkoholkonsum im Krankenhaus behandelt werden. Zwischen dem Jahr 2000 und 2008 sei die Zahl an Behandlungen von 12- bis 21-Jährigen wegen der Folgen eines Vollrauschs um 166 Prozent gestiegen. (Quelle: Google Alkohol News, 17.11.10) bild.de, 17.11.10

Oft versteckter Alkohol in Lebensmitteln – 18. November 2010
In vielen Lebensmitteln ist Alkohol zur Konservierung enthalten. Das belegt eine Untersuchung, die von Konsumentenschutzlandesrat Rudi Anschober (Grüne) initiiert wurde. Die Gefahr für trockene Alkoholiker sei groß, warnen Experten. Alkohol gilt rechtlich als völlig normale Zutat von Lebensmitteln. Weingeist wird bei Süßigkeiten und anderen Lebensmitteln häufig als Konservierungsmittel eingesetzt. … (Quelle: Google Alkohol News, 17.11.10) ooe.orf.at, 17.11.10

D: Forschungsförderung Suchtmittelkonsum während Schwangerschaft – 17. November 2010
Zur weiteren Verhinderung pränataler Schädigungen hat das Bundesministerium für Gesundheit eine Förderung unter dem Titel „Neue Präventionsansätze zur Vermeidung und Reduzierung von Suchtmittelkonsum in Schwangerschaft und Stillzeit“ ausgeschrieben. Nähere Informationen finden Sie hier.
Gegenstand der Förderung sind Modellprojekte, die neue und zielgruppenspezifische Ansätze zur Prävention, vor allem von Tabak- und/oder Alkoholkonsum, im Einzelfall auch von Drogenkonsum in der Schwangerschaft und Stillzeit, entwerfen und umsetzen. (Quelle: DHS Newsletter 9-10)

D: 3000 Flaschen Alkohol aus Tschechien geschmuggelt – 17. November 2010
Eigentlich sah alles ganz harmlos aus auf der Ladefläche des Lastwagens: Acht Paletten Mineralwasser standen dort, wie auf den Zollpapieren angegeben. Zielort des Lasters, der aus Tschechien über die Grenze nach Deutschland gekommen war: Stuttgart. Die Fahnder des Zollamts schauten trotzdem noch einmal genauer hin, als sie den 45-jährigen Fahrer auf der A3 bei Würzburg kontrollierten. Als sie eine der Flaschen öffneten, stellten sie fest, dass die durchsichtige Flüssigkeit doch kein Wasser war – sondern klarer Alkohol. (Quelle: Google Alkohol News, 16.11.10) sueddeutsche.de, 16.11.10

D: Sechs von zehn Testkäufern bekommen in Lörrach Alkohol – 16. November 2010
Wird das Jugendschutzgesetz in Lörrach eingehalten? Polizei, Stadt und das Zentrum für Suchtprävention haben Testkäufer losgeschickt, um hochprozentigen Alkohol zu erwerben. Das Ergebnis war ernüchternd.
Die Testkaufgruppen besuchten insgesamt 19 Super- und Getränkemärkte, Kioske und Tankstellen. Bei über 60 Prozent der Testkäufe erhielten die 17-jährigen Kunden problemlos Spirituosen, obwohl die Aktion angekündigt worden war. (Quelle: Google Alkohol News, 15.11.10) badische-zeitung.de, 15.11.10

Vettel: Meine Turbo-Party-Nacht (fast) ohne Alkohol – 16. November 2010
Ich habe den ganzen Flug nach München geschlafen! Da ist die ganze Anspannung zum 1. Mal von mir abgefallen. Ich hatte keinen Kater – weil ich quasi nichts getrunken hatte. Noch so ein abgedroschener Spruch, der aber nun mal der Wahrheit entspricht: Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben. Ich war in meinem ganzen Leben noch nie wirklich betrunken! (Quelle: Google Alkohol News, 15.11.10) bild.de, 15.11.10

D: Weniger Fahranfänger in Unfälle verwickelt – 16. November 2010
Die Einführung des absoluten Alkoholverbots für Fahranfänger hat offensichtlich Erfolg: Die Unfallzahlen und Alkoholverstöße gingen merklich zurück.
Seit dem 1. August 2007 gilt für Fahranfänger: Sie dürfen keinen Schluck Alkohol trinken, wenn sie am Steuer sitzen. (getrunken haben, htm) Laut Gesetz handelt derjenige ordnungswidrig, der in der Probezeit oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres im Straßenverkehr alkoholische Getränke zu sich nimmt oder die Fahrt antritt, obwohl er unter der Wirkung eines solchen Getränks steht. Einer neuen Studie zufolge wirkt diese Regelung. ..(Quelle: Google Alkohol News, 15.11.10) zeit.de, 15.11.10

D: Suchtmediziner fordert radikale Entmystifizierung der Drogen – 15. November 2010
Der Suchtmediziner und Schriftsteller Jakob Hein hat scharfe Kritik an dem Umgang unserer Gesellschaft mit Alkohol und Drogen geübt. Es sei äußerst problematisch, Kindern und Jugendlichen klarzumachen, sie sollten keine Drogen nehmen, wenn die Erwachsenen um sie herum selbst ihrer jeweiligen Sucht nachgehen, sagte der an der Berliner Charité arbeitende Psychiater dem Nachrichtenmagazin “Focus”. … (Quelle: Google Alkohol News, 14.11.10) news-adhoc.com, 14.11.10

UK: Ein Traum für Lobbyisten – 15. November 2010
Das britische Gesundheitssystem ist schwer defizitär, und die Regierung aus Konservativen und Liberaldemokraten, die mit einem „Budget Blitz“ die Sanierung der Staatsfinanzen plant, will gerade in diesem Bereich massiv einsparen. Gesundheitsminister Andrew Lansley setzte nun fünf Arbeitsgruppen ein, die neue Regeln für eine effizientere Gesundheitsvorsorge festlegen sollen.
Die Zusammensetzung sorgt allerdings für große Aufregung. Wie die Zeitung „Guardian“ am Samstag berichtete, setzen sich die Gruppen zum Großteil aus Vertretern der Lebensmittelindustrie zusammen, darunter McDonald’s, Kraft Foods, Unilever, Kellogg’s und Pepsi. Mehrere Arbeitsgruppen werden sogar von den Industrievertretern, die als die Hauptverursacher der Probleme gelten, geleitet. Fünf Themengruppen gibt es: Jene, die sich mit dem Thema Alkohol befasst, wird demnach vom Chef des britischen Wein- und Spirituosenverbands geleitet. … (Quelle: Google Alkohol News, 14.11.10) orf.at, 14.11.10 Kommentar: Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht. Die WHO sagte schon vor Jahren, wirksame Alkoholprävention könne nicht mit der Alkoholindustrie gemacht werden. Selbstregulierungen haben bisher kaum Ergebnisse gebracht. Anderseits ist dieses Vorgehen nicht viel schlechter als in andern Ländern, wo die Regierungen unter ständigem Druck der Alkoholindustrie stehen und deshalb auch keine Verbesserungen erzielen wollen oder können. Hier ist der Einfluss offengelegt.

D: Gefährliche Alkohol- und Kräutermischung bei Jugendlichen – 15. November 2010
Am Samstag, 13.11.2010, gegen 17.45 Uhr, teilte ein Passant der Polizei mit, dass in einem Einkaufszentrum in Kirchheim mehrere Jugendliche Alkohol getrunken und sich auch schon übergeben hätten. Die Polizei fand vor Ort zwei 16-Jährige bewusstlos auf einer Parkbank vor. Ein dritter Jugendlicher im Alter von 17 Jahren saß auf einer weiteren Parkbank und war noch ansprechbar. Der 17-Jährige gab an, dass sie sich getroffen hätten, um gemeinsam Alkohol zu trinken. Zudem hätten sie noch eine Mischung aus Kräutern geraucht. Dabei handelt es sich eigentlich um Kräuter, die zum Räuchern, aber nicht zum Rauchen, angeboten werden. Daraufhin wurde es den Jugendlichen sehr übel und sie verloren teilweise das Bewusstsein. …(Quelle: Google Alkohol News, 14.11.10) nachrichten-muenchen.de, 14.11.10 ausführlicher sueddeutsche.de, 14.11.10


UK: Capello sagt, Fußballer sollen weniger Alkohol trinken
– 15. November 2010
Englands Fußball-Nationaltrainer Fabio Capello hat seine Spieler vor den negativen Folgen von übermäßigem Alkoholgenuss auf ihre Karrieren gewarnt.
«Wenn ein Spieler eine Menge trinkt, ist seine Karriere kürzer. Die Spieler müssen verstehen, welche Auswirkungen Alkohol auf ihre Körper hat», sagte Capello. «Ich glaube nicht, dass es möglich ist, ein Topathlet zu sein und nach jedem Spiel viel zu trinken», wandte sich der Italiener gegen die im englisches Fußball immer noch weit verbreitete «Trinkkultur». …(Quelle: Google Alkohol News, 14.11.10) newsticker.sueddeutsche.de, 14.11.10

Bayerns Städte wollen Saufgelage stoppen – 14. November 2010
Städte und Gemeinden fordern eine Sperrstunde um 2 Uhr nachts und ein Verbot von Flatrate-Partys, auf denen Jugendliche unbegrenzt Alkohol trinken können. ‘Wir wollen gewiss keine Spaßbremse sein, die den Jugendlichen die Freude am Feiern nimmt’, sagt der Vorsitzende des bayerischen Städtetags und Regensburger OB Hans Schaidinger (CSU). ‘Aber inzwischen nehmen die Saufgelage Ausmaße an, die wir nicht länger akzeptieren können – und zwar egal ob in Gaststätten oder im Freien.’ (Quelle: Google Alkohol News, 13.11.10) sueddeutsche.de, 13.11.10

D: Das Phänomen Komasaufen bleibt ein Problem – 14. November 2010
Der Junge konnte nicht mehr laufen. Mitten in der Woche, nachmittags um fünf. 2,14 Promille hatte der Schüler im Blut, als Polizisten ihn Anfang Oktober in Fürstenwalde (Oder-Spree) aufgriffen. Der 14-Jährige kam in ein Krankenhaus, anschließend wurde das Jugendamt informiert.
In Berlin wäre der Junge ein Fall für die „Soko Suff“. Seit zwei Jahren sind 24 Mitarbeiter des Bezirksamtes Berlin-Neukölln jedes Wochenende auf der Straße und in Kneipen unterwegs, um betrunkene Minderjährige aufzulesen. Insgesamt 303 alkoholisierte Jugendliche hat die Berliner Sonderkommission bereits aufgegriffen. Allein in diesem Jahr wurden zudem 59 Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz in Gaststätten und Verkaufsstellen geahndet. …(Quelle: Google Alkohol News, 13.11.10) maerkischeallgemeine.de, 13.11.10

D: Anträge zu Handen des CDU-Parteitages – 14. November 2010
Bundesadler ins Grundgesetz, Sonder-Briefmarke für Helmut Kohl – beim CDU-Parteitag gibt es allerlei bizarre Anträge. Einer beschäftigt sich sogar mit vergorenem Alkohol. Das Mindestalter für den Verkauf soll dafür angehoben werden. Der Kreisverband Schwarzwald-Baar wird wohl mit dem Vorschlag scheitern. (Quelle: Google Alkohol News, 12.11.10) fr-online.de, 12.11.10 Kommentar: Die Rufer in der Wüste werden Spott ernten. Ein kleiner Lichtblick in dieser CDU-Finsternis.

Nürnberg: Kein Alkohol mehr in Bussen und Bahnen – 14. November 2010
Das Alkoholverbot in Nürnberger Bussen & Bahnen ist beschlossene Sache: Bereits ab 1. Januar 2011 soll das Trinkverbot im gesamten VAG-Bereich gelten. Der VAG-Aufsichtsrat stimmte den Plänen zu, die Hausordnung zu ändern. (Quelle: Google Alkohol News, 11.11.10) nordbayern.de/nuernberger-zeitung, 12.11.10

A: Alkohol am Arbeitsplatz: Unternehmen steuern dagegen – 14. November 2010
Jeder Zehnte trinkt heimlich im Büro. Worüber die Betriebe früher schwiegen, wird – auch aus Kostengründen – immer häufiger angesprochen. Die Nachfrage nach Frühintervention steigt.
Herr R. denkt an die Vergangenheit und schüttelt den Kopf. Früher einmal, vor einem Jahr also, war er Teamleiter in der österreichischen Entwicklungsabteilung eines bekannten Maschinenbauers aus den USA. Heute schläft er im Obdachlosenasyl. R.’s Hang zum Alkohol kostete ihn den hoch dotierten Job. Lange drückten Kollegen und Vorgesetzte alle Augen zu, niemand sprach darüber. Bis es schließlich nicht mehr ging, und der hoch qualifizierte Mittvierziger die Kündigung erhielt. … (Quelle: Google Alkohol News, 11.11.10) diepresse.com, 11.11.10

D: Gesundheitsminister: Bei Prävention wollen wir neue Wege gehen – 12. November 2010
Stärkere Gesundheitsvorsorge könnte Milliarden Euro an Therapiekosten und viel Leid durch Krankheit sparen. Seit Jahren ist es aber ein frommer Wunsch wechselnder Bundesregierungen, hier zu durchgreifenden Verbesserungen zu kommen. Jetzt kündigt Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa einen neuen Anlauf an.
Seit Jahren beißen sich Bundesgesundheitsminister die Zähne am Ziel verstärkter Prävention aus – was wollen Sie jetzt anders machen?
Rösler: “Der Begriff Prävention ist leider in der Gesundheitspolitik oftmals inflationär verwendet worden. Das ist wie mit dem Begriff Integration in der Gesellschaftspolitik. Dabei ist echte Prävention und echte Integration unabdingbar. Deswegen wollen wir hier neue Wege gehen: Wir wollen nicht nur diejenigen erreichen, die heute schon Gesundheitskurse – von der Rückenschule bis zu Kochkursen – besuchen und sich um ihre Gesundheit kümmern. Für uns stellt sich die Frage: Wie erreiche ich die Menschen, die sich noch nicht oder zu wenig mit Vorsorge beschäftigen? Die Menschen sollen gar nicht erst krank werden. Dafür wollen wir einen Bewusstseinswandel anstoßen, dem dann auch eine Verhaltensänderung folgen soll.” (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, 1.11.10) Kommentar: Da sollte er sich mit Alkohol und den Politikern seiner Koalition beschäftigen.

Hamburgs Innensenator Vahldieck: Kein Alkohol in Zügen und Bussen – 11. November 2010
Heino Vahldieck (CDU) setzt sich für ein generelles Alkoholverbot im öffentlichen Personennahverkehr ein. Einen entsprechenden Vorschlag wird Vahldieck nach Informationen von NDR 90,3 als Vorsitzender der Innenministerkonferenz in der nächsten Woche seinen Länderkollegen unterbreiten. (Quelle: Google Alkohol News, 10.11.10) ndr.de, 10.11.10

In Holland wird „Alkoholschloss“ 2011 Pflicht für betrunkene Fahrer – 11. November 2010
Wenn holländische Autofahrer Alkohol im Blut haben, könnte ihr Wagen künftig automatisch streiken. Dafür sollen ab Mai 2011 sogenannte Alkoholschlösser sorgen, deren Einbau für Promillesünder Pflicht wird. Nur wer dann beim Atemtest in seinem Wagen nüchtern ist, kann ihn starten. Das kündigte die für den Straßenverkehr zuständige Ministerin für Infrastruktur und Umwelt, Melanie Schultz van Haegen, am Mittwoch an. (Quelle: Google Alkohol News, 11.11.10) tt.com, 10.11.10

D: Party ja, Flatrate nein: Gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen – 10. November 2010
Das sogenannte “Komasaufen” fordert seine Opfer: Mehr als 700 Jugendliche aus Sachsen-Anhalt wurden 2008 mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Die Initiative “Pro Party – contra Flatrate” setzt jetzt auf Selbstverpflichtungen der Veranstalter, solche Lockangebote zu unterlassen. Die ersten haben bereits unterschrieben. (Quelle: Google Alkohol News, 9.11.10) volksstimme.de, 9.11.10

Emma Watson zum Zweiten – 9. November 2010
“Harry Potter”-Schauspielerin Emma Watson hat enthüllt, dass ihre Eltern Chris und Jacqueline, die sich trennten, als sie fünf war, sie immer wie eine Erwachsene behandelten und ihr schon im Kindesalter Wein (mit Wasser, Red.) zum Essen erlaubten. Die mittlerweile 20-Jährige ist davon überzeugt, dass sie es der Einstellung ihrer Eltern zu verdanken hat, dass sie als Jugendliche nicht zur exzessiven Trinkerin geworden ist, wie viele ihrer Freunde. Sie erklärt: “Mein Vater erlaubte dieses ganze Kinderzeug nicht… (Quelle: Google Alkohol News, 8.11.10) showbiz.de, 8.11.10 unser Online-Kommentar: Schon eigenartig: Ein Tag, nachdem berichtet wurde, Emma Watson habe ein Jahr lang an der Uni auf Alkohol vezichtet, wird diese Story nachgeliefert. Hat hier die Alkoholindustrie reagiert? ….

Emma Watson trank in den USA keinen Alkohol – 8. November 2010
‘Harry Potter’-Schauspielerin Emma Watson (20) erklärt nun, in ihrem ersten Jahr an der Brown University in den USA keinen Alkohol getrunken zu haben, da es “respektlos” gewesen wäre. (Quelle: Google Alkohol News, 7.11.10) showbiz.de, 7.11.10 mit unserem Online-Kommentar: Hut ab! Ihr gilt mein Respekt. Gerade an amerikanischen Unis werden die entsprechenden Versuchungen zahlreich sein. Als Promi hat sie es wahrscheinlich leichter, sich gegen aufdringliche Trinkangebote zu wehren. Mit ihrem Vorbild erleichtert sie es aber auch andern, einmal nein zu sagen.

Aktion “Weisse Weihnacht” – 6. November 2010
Weiße Weihnacht ist eine Solidaritätsaktion mit Kindern aus alkoholbelasteten Familien.
Im Sinne der Punktnüchternheit wird darum gebeten, im Zusammensein mit Kindern während der Weihnachtsfeiertage auf Alkohol zu verzichten. Die Aktion wird im Internet präsentiert (http://www.weisse-weihnacht.info), wo die Zahl der UnterstützerInnen laufend aktualisiert wird. Für 2010 wollen wir die Zahl 100.000 erreichen.

Mannheim: Alkohol-Testkäufe mit schlechtem Ergebnis 6. November 2010
Mannheim. Die von der Stadt und Polizei zum ersten Mal durchgeführten Alkohol-Testkäufe in Mannheim haben ein schlechtes Ergebnis für den Einzelhandel ergeben. Laut Aussage der Stadt konnten die 16-jährigen Testkäufer in 20 von 41 Fällen Alkohol kaufen, der erst an über 18-Jährige ausgegeben werden darf. Die Fehlbaren wurden verwarnt, ein besonders Uneinsichtiger verzeigt. (Quelle: Google Alkohol News, 5.11.10) morgenweg.de, 5.11.10 siehe auch presse-service.de, 5.11.10

The European System on Alcohol and Health (EUSAH) – 5. November 2010
Auf der Global Information System on Alcohol and Health Datenbank (GISAH) können international vergleichbare Daten zum Alkoholkonsum und alkoholbedingten Problemen aus über 190 Ländern abgerufen werden. Somit können länderspezifische und globale Entwicklungen der Alkoholproblematik verfolgt werden. Die EUSAH Datenbank baut auf die GISAH auf, beinhaltet aber noch weiterführende Informationen, welche auf die Situation der EU-Länder zugeschnitten sind. (Quelle: Infoset Newsletter, 5.11.10)

A: Vodka zum Quadrat. Maturareisen mit Vodka inklusive – 5. November 2010
Veranstalter der gefragten Maturareisen werben in Schulklassen mit hartem Gratis-Alkohol. Die Schulbehörde sieht darin kein Problem.
… Von den österreichweit 40.000 jährlichen Maturanten buchen heute fast 70 Prozent den rauschenden All-inclusive-Trip in die Türkei, rund 50 Prozent treten die Reise auch tatsächlich an (siehe Kasten Seite 36): eine Woche Vollgas der Marke Ballermann für rund 1000 Euro. … (Quelle: Google Alkohol News, 4.11.10) profil.at, 4.11.10 mit unserem Online-Kommentar: Sie haben völlig recht. Ich frage mich, warum die Behörden hier nicht schon lange eingegriffen haben. Das ist ein fertiger Skandal. Gibt es in Österreich keine Stellen, die für den Jugendschutz aktiv sind?

D: SPD-Fraktion fordert Alkohol-Blutproben ohne Richterbeschluss – 5. November 2010
Die Hamburger SPD-Fraktion fordert einen Verzicht auf die richterliche Anordnung für Blutproben bei Alkoholsündern im Straßenverkehr. ‘Es kann nicht sein, dass betrunkene Autofahrer ungeschoren davonkommen, weil die Strafverfolgungsbehörden vor unnötige und in der Praxis häufig unüberwindliche Hürden gestellt werden’, sagte SPD-Innenexperte Andreas Dressel am Donnerstag.
… Dies sei einer der Gründe, warum die Zahl der Bluttests zur Überprüfung des Alkoholgehalts in Hamburg von 5.362 im Jahr 2009 auf 2.724 bis zum Oktober 2010 gesunken sei. (Quelle: Google Alkohol News, 4.11.10) ad-hoc-news.de, 4.11.10

AB InBev, weltgrösster Bierproduzent, im 3. Quartal – 4. November 2010
Der weltgrösste Bierkonzern hat im 3. Quartal 2010 den Umsatz um 4.1% gesteigert. Die Regionen waren unterschiedlich beteiligt. Schwellenländer wie Russland, Brasilien und China legten kräftig zu, Nordamerika (-1,5%) und Westeuropa (-5%) gingen zurück. Totaler Umsatz 107 Mio. hl Getränke, davon 96 Mio. hl Bier. (Quelle: NZZ, 4.11.10)

D: Testkäufe – Auf dem Wasen fragt niemand nach – 4. November 2010
Seit April 2010 sind in Baden-Württemberg Testkäufe zugelassen: … Das genaue Ergebnis wollen Stadt und Polizei erst in den nächsten Tagen vorstellen, so viel steht aber schon fest: “Die Beanstandungsquote ist nicht geringer als im Rems-Murr-Kreis”, sagt Sauter. Einen traurigen Rekord hält dabei der Cannstatter Wasen: Hier fielen alle Betriebe durch. Fünf Festzelte und vier Außenbetriebe wurden von den 17-Jährigen getestet, und in allen Fällen wurde ihnen anstandslos hochprozentiger Alkohol ausgeschenkt. (Quelle: Google Alkohol News, 3.11.10) stuttgarter-zeitung.de, 3.11.10

D: Alkohol! Skispringer Schmitts Trainer gefeuert – 3. November 2010
Ski-Boss: „Er hat sich mehrfach daneben benommen“. Marc Nölke (37), der Co-Trainer der deutschen Skispringer um Super-Star Martin Schmitt (32), wurde vom deutschen Ski-Verband fristlos gefeuert. Nölke, früher auch Mitarbeiter beim TV-Sender RTL, wechselte erst im Mai aus Österreich zurück nach Deutschland und war Assistent von Bundestrainer Werner Schuster. Grund für den Rauswurf: Ein peinlicher Auftritt in einem Hotel, bei dem Nölke anscheinend stark alkoholisiert war. (Quelle: Google Alkohol News, 3.11.10) bild.de, 2.11.10

TV-Hinweis: Mein Mann, der Trinker (0.00 Uhr auf ORF 2) – 2. November 2010
Sensibles Portrait einer verlorenen Seele, ergreifend verkörpert von Robert Atzorn. (D 2008 – Drama von Bodo Fürneisen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 2.11.10)

D: Martinimarkt ohne Alkohol bleibt friedlich – 1. November 2010
Nottuln – Es soll einen friedlichen Martinimarkt geben, einen, auf dem sich alle Besucher – auch Mütter und Väter mit (kleinen) Kindern – wohlfühlen. Dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen wird, ist nach den positiven Erfahrungen in den Jahren 2008 und 2009 mehr als nur wahrscheinlich. Die Polizei und das Ordnungsamt zeigten verstärkte Präsenz – und das werden sie auch vom 6. bis 8. November 2010 tun. … (Quelle: Google Alkohol News, 31.10.10) westfaelische-nachrichten.de, 31.10.10

D: Jugendliche werden in Mainz testweise Alkohol kaufen – 1. November 2010
Mainz – “Schon 18? Den Ausweis bitte.” Die Flasche Wodka darf an der Supermarktkasse nicht in zu junge Hände geraten.
Jugendliche kaufen wieder testweise Alkohol. Die letzten Kontrollen waren im Jahr 2006 – mit erschreckenden Ergebnissen. In 80 Prozent der Fälle konnten die jugendlichen Tester ungehindert Alkohol kaufen. Mit jugendlichen Testkäufern soll in Mainz deshalb auch künftig kontrolliert werden, ob Geschäfte sich an den Jugendschutz halten. “Wir werden das mit Sicherheit in den nächsten zwei, drei Monaten wieder machen”, erklärte Hajo Kunkel, Jugendschutzbeauftragter der Landeshauptstadt. (Quelle: Google Alkohol News, 31.10.10) rhein-zeitung.de, 31.10.10 Kommentar: Nicht zu glauben, nach einer 80% Erfolgsquote warten die vier Jahre bis sie wieder an neue Testkäufe denken!

D: Trinksport Bierball – 1. November 2010
Rennen, saufen, siegen. Ein skurriles Promille-Spiel erobert die Republik: Bierball. Ein bisschen Geschicklichkeit, viel Alkohol – die Spieler betonen den sportlichen Charakter, doch wenn die Jungs und Mädchen loslegen, zählt, wer am schnellsten schlucken kann. (Quelle: Google Alkohol News, 31.10.10) spiegel.de, 30.10.10 unser Online-Kommentar: Von der Wiege bis zur Bahre wurden schon immer gute Gründe für das sich Besaufen gefunden, nun auch diese Variante, die offenbar sogar von intelligenten jungen Erwachsenen betrieben wird. Auch sie Teil einer hochgejubelten Scheinkultur, die durch die Passivität der Politik noch gefördert wird. Die Schäden trägt die Bevölkerung, den Profit heimst die Alkoholindustrie ein.

D: Jugendlichen Alkohol verkauft – 1. November 2010
Eine hohe Beanstandungsquote verzeichnete die Polizeidirektion Tuttlingen auch in der am Donnerstag durchgeführten, vierten Runde von Alkoholtestkäufen durch Jugendliche. Die Testkäufer, die begleitet von Kriminalbeamten das Abgabe-Verhalten des Einzelhandels überprüfen, waren in Tuttlingen, Immendingen und Geisingen unterwegs. In 4 von 9 Fällen (44%) wurde Alkohol verkauft. … (Quelle: Google Alkohol News, 31.10.10) suedkurier.de, 30.10.10 Kommentar: Bei Bussen von maximal 300€ ist auch keine grosse Verbesserung zu erwarten. In der vierten Runde müsste ein Verkaufsverbot möglich sein.

FORSCHUNG

Alkohol am Arbeitsplatz mit Konfrontationsgesprächen begegnen – 26. November 2010
Vielen Arbeitgebern fällt der richtige und geduldige Umgang mit dem Thema Alkohol am Arbeitsplatz schwer.
Schätzungen zufolge sind etwa fünf Prozent aller Arbeitnehmer alkoholkrank. Wobei die Anzahl der Arbeitnehmer mit einem Alkoholproblem deutlich höher liegen dürfte. Alkohol am Arbeitsplatz kann nicht nur dem Betriebsklima schaden; die betroffenen Arbeitnehmer weisen außerdem einen hohen Krankenstand auf, der die Unternehmen jährlich Milliarden von Euro kostet. Hinzu kommt der volkswirtschaftliche Schaden, den zum Beispiel Unfälle oder die mit dem Alkoholkonsum verbundenen Kosten der Krankenkassen, verursachen. Aber wie verhalten sich Vorgesetzte und Kollegen richtig, wenn sie den Verdacht hegen, ein Kollege könnte Alkohol am Arbeitsplatz konsumieren? Und wie sind die Grenzen zwischen Alkoholmissbrauch und Alkoholsucht definiert? (Quelle: Google Alkohol News, 25.11.10) suite101.de, 25.11.10 Kommentar: Es ist nicht verständlich, warum die Wirtschaft die Alkoholprävention sabotiert, die ihr doch wesentliche Kosteneinsparungen bringen würde. Als Komplize der Alkoholindustrie schadet sie sich selber und der Gesellschaft.

Medikamente und Alkohol helfen kaum bei Flugangst – 26. November 2010
Wer unter Flugangst leidet, lässt während einer Reise mit dem Flieger besser die Finger vom Alkohol und auch von Medikamenten. Laut “Flugangst-Studie 2009″ des Deutschen Flugangst-Zentrums in Düsseldorf. haben 43 % der Flugangstbetroffenen schon Medikamente gegen ihr Leiden genommen. Ebenso viele wären bereit, solche Präparate auszuprobieren, 13% lehnen sie dagegen völlig ab. (Quelle: Google Alkohol News, 25.11.10) dmm.travel/news, 25.11.10

Alkohol-Exzesse als Herzinfarktrisiko – 25. November 2010
Die unter­schied­lichen Trinkgewohnheiten dies- und jenseits des Ärmelkanals sollen einer Studie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2010; 341: c6077) zufolge erklären, warum Menschen in Nordirland doppelt so häufig an einem Herzinfarkt erkranken wie in Frankreich. In Großbritannien wird der Alkohol vor allem am Feierabend und an Wochenenden, dann aber häufig exzessiv getrunken. Bier und Schnaps werden bevorzugt.
In Frankreich gehört ein gutes Glas Rotwein zur jeder Mahlzeit. Sturzbetrunkene Menschen sieht man seltener, auch wenn das „Komasaufen“ unter französischen Jugendlichen wie in anderen Ländern zum Problem geworden ist. (Quelle: aerzteblatt.de, 24.11.10)

Neuer Ansatz bei Alkohol- und Nicotinsucht – 23. November 2010
Alkoholkonsum und Rauchen sind für viele Erkrankungen große Risikofaktoren. Forscher der Universität San Francisco haben nun herausgefunden, dass Medikamente, die an die Subtypen 3 und 4 des nicotinergen Acetylcholin-Rezeptors (nAChR) binden, den Alkohol- und Nicotinkonsum von süchtigen Ratten vermindern können. Die Erkenntnisse sollen helfen, beide Laster mit nur einem Wirkstoff zu behandeln. (Quelle: Google Alkohol News, 22.11.10) deutsche-apotheker-zeitung.de, 22.11.10

Süße Gefahr: Energy Drinks fördern Alkoholsucht – 18. November 2010
Energy Drinks können das Risiko für Alkoholabhängigkeit steigern. Zu diesem Schluss kam ein US-amerikanisches Forscherteam der University of Maryland und Johns Hopkins University. Die Ergebnisse der Untersuchung sind online in der Fachzeitschrift “Alcoholism: Clinical & Experimental Research” erschienen (doi: 10.1111/j.1530-0277.2010.01352.x).
Für die Studie verwendeten die Wissenschaftler Daten von mehr als 1000 Studenten, die über ihr Trinkverhalten bezüglich Energy Drinks und Alkohol in den vergangenen zwölf Monaten befragt worden waren. (Quelle: netdoktor.de, 18.11.10)

USA: SMS-Schreiber sind gewaltbereiter und anfälliger für Drogen – 10. November 2010
Einer Studie zufolge sind Jugendliche gewaltbereiter und anfälliger für Drogen, wenn sie viele SMS verschicken. Diese Jugendlichen hätten auch eher Sex und tränken häufiger Alkohol, so die Studie. Auch die Nutzer von Online-Netzwerken wurden untersucht. (Quelle: Google Alkohol News, 9.11.10) focus.de, 9.11.10

D: Unsere Kids: Sie saufen immer mehr – 8. November 2010
Alkoholmissbrauch stieg innerhalb von acht Jahren um 166 Prozent. Die einen werden von Depressionen übermannt, die anderen von Stress und Problemen erdrückt – und greifen hemmungslos zur Flasche. Und das schon mit Zwölf. Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover beobachten einen besorgniserregenden Trend: Alkoholsucht und psychische Störungen entwickeln sich zu einer Volkskrankheit unter Jugendlichen. (Quelle: Google Alkohol News, 7.11.10) berlinonline.de, 7.11.10

CH: Regionale Unterschiede beim Unfallgeschehen – 2. November 2010
Eine Studie der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) hat markante regionale Unterschiede beim Unfallgeschehen ergeben: In der Romandie gibt es besonders viele Temposünder. Die meisten Unfälle passieren aber anderswo. Mühe bekundet die lateinische Schweiz mit Alkohol am Steuer: Jeder fünfte Unfall geschieht in der Romandie unter Alkoholeinfluss. Während 2007 in der Deutschschweiz 11 Prozent aller Unfälle mit Toten oder Schwerverletzten auf Alkohol zurückzuführen waren, lag der Anteil im Tessin bei 19 und in der Romandie bei 21 Prozent. (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.11.10)
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Herausgeber:
Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307 Effretikon, Schweiz
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Copyright © 2001-2010: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Texte von Drittpersonen geben nicht in jedem Fall unsere Meinung wieder. Wenn Sie unsere Texte weiterverwenden, bitten wir um Quellenangabe.
Letzter Eintrag 30.11.2010


Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Diverse, Entwicklungs- und Schwellenländer, Erhältlichkeit, Europaparlament / EU-Kommission, Geschichten, Internationales, Jugend, Kinder, Neues Alkoholgesetz (CH), Passivtrinker, Politik, Schweiz, Sozialkosten, Sport, Statistik, TOP NEWS, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene, Weltgesundheits-Org., Werbung, Wirtschaft | Keine Kommentare »

Verkauf dein Bier am Äquator. Und zahle deine Steuern in Zug

Dienstag 30. November 2010 von htm

Die Buchhaltungstricks der Grosskonzerne kosten Entwicklungsländer Milliarden. Eine neue Studie über den Bierkonzern SAB Miller zeigt: Steueroptimierung ist lukrativ. Kinderleicht. Und ganz legal. Bier ist in Afrika sehr beliebt. Und für die Brauer ausserordentlich lukrativ. Das zeigt eine Fallstudie, die das britische Hilfswerk Action Aid gestern publizierte. Das Beispiel ist der zweitgrösste Bierkonzern der Welt: SAB Miller, aktiv auf allen Kontinenten. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 30.11.10) Kommentar: Was der Steuerwettbewerb in der föderalen Schweiz bringt, wird hier global demonstriert. Jetzt wird auch deutlich, wohin unsere Entwicklungsgelder hinfliessen. Wir haben schon mehrmals darauf hingewiesen. Gegenüber dem ärmsten Kontinent ist diese Taktik besonders stossend. Aber mit Moral und Ethik hat diese Branche bekanntlich ohnehin ihre liebe Mühe.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Armut, Entwicklungs- und Schwellenländer, Geschichten, Internationales | Keine Kommentare »

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