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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Eltern'

Leserbrief zum 24-h-Alkoholverkauf in Zürich

Mittwoch 28. Juli 2010 von htm

14.7.2010

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Der HB ist das grösste Jugendhaus der Schweiz“ vom 13.7.2010

Eine wirklich gelungene Wortschöpfung oder Neudefinierung: Die Alkoholindustrie wird zum Freizeitgewerbe hochstilisiert. Was England mit seinem 24-Stundenbetrieb eingeführt und die entsprechenden voraussehbaren Folgen erlebt hat, wird nun hier mit Erstaunen und Betroffenheit auch festgestellt. Wir haben auf Drängen des Wirteverbandes und seiner Lobbyisten im Kantonsrat das Gastgewerbegesetz vor 15 Jahren liberalisiert und damit die Mitverantwortung der Gesellschaft aufgegeben. Als „Passivtrinker“ (gemäss WHO) tragen wir nur noch die Folgen.
Natürlich kommen aus allen Ecken wohlgemeinte Ratschläge, was zu tun wäre, aber auf die Fachleute hört niemand. Auch einem Prof. Martin Killias wird Weltfremdheit vorgeworfen, wenn er eine Rückkehr zur Polizeistunde andenkt. Dabei hat er das gemacht, was jeder Politiker tun müsste: Eine negative Entwicklung nüchtern analysieren und nach geeigneten Gegenstrategien suchen.
Sein Beispiel zur Verantwortung der Eltern ist besonders interessant. Die Veränderung der Strukturen im viel grösseren Angebot an Ausgehmöglichkeiten verunmöglichen den Eltern, ihre Rolle zu spielen. Also müsste der Staat diese Strukturen wieder so zurechtbiegen, dass die Verhältnisse normalisiert werden können.
In der Alkoholprävention sprach man deshalb früher von strukturellen Massnahmen, heute ist das die Verhältnisprävention. Die WHO hat im Mai eine riesige Untersuchung mit einer Resolution für eine globale Alkohol-Strategie abgeschlossen, die auch von der Schweizer Regierung mitunterzeichnet wurde. Darin sind die wirksamen Massnahmen detailliert und evidenz-basiert aufgezeigt, welche zu einer sinnvollen Alkoholprävention gehören. Es müsste ein ganzes Paket geschnürt werden. Bisher hiess es immer bei einer vorgeschlagenen Massnahme, dies geht nicht, man sollte jenes tun. Wichtig wäre aber einmal, dass man sich über das Ziel einig ist.
Bei den illegalen Drogen gab es vor Jahren einen parteiübergreifenden Konsens, was zu tun ist. Beim Alkohol, der bei uns viel schädlicher wirkt, besteht die Einigkeit unter den bürgerlichen Mehrheits-Parteien vor allem darin, nichts zu tun oder nur etwas, das die Jugend betrifft, die Erwachsenen aber, in ihrem ebenso risikohaften Trinkverhalten, wenn möglich noch bestärkt. Auf keinen Fall darf das Alkoholgewerbe darunter leiden, und wir alle bleiben die Dummen – auch die Jugendlichen, die ihre Gesundheit, ihre Berufsaussichten und die Chancen ihrer zukünftigen Kinder riskieren. Auch unsere Gesellschaft und die Wirtschaft hätte Bedarf an weniger alkoholbelasteten zukünftigen Stimmbürgerinnen, Stimmbürgern und Arbeitskräften.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)

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Setzen Sie als Eltern klare Grenzen!

Mittwoch 28. Juli 2010 von htm

Immer mehr Kinder und Jugendliche trinken zu viel, schon die Hälfte der 12-Jährigen hat Alkohol-Erfahrung. Wie sollen Eltern mit dem Thema Alkohol umgehen?
• Bringen Sie Ihre Kinder so spät wie möglich mit Alkohol in Kontakt. Je später sie damit in Berührung kommen, umso größer ist die Wahrscheinlickeit, dass sie Alkohol später nur in Maßen trinken. Generell gilt: Unter 14 Jahren sollten Kinder keinen Alkohol trinken, auch keinen „Probeschluck“ bei Familienfeiern, unter 18 keine Spirituosen.
• Seien Sie ein gutes Vorbild! Trinken Sie zu Hause nicht regelmäßig, schon gar nicht vor Ihren Kindern. (Quelle: Google Alkohol News, 28.7.10) bild.de, 27.7.10 mit unserem Online-Kommentar: Diese Ratschläge sind gut. Es gibt aber noch einige andere, die Eltern beherzigen können, wenn sie wirklich wollen. Sie können ihre Kinder in eine Jugendgruppe schicken, die ethische Grundlagen besitzt, am besten natürlich eine Abstinentengruppe. Sie sollten die Betreuer in Jugendgruppen kennenlernen und betr. Alkoholbräuchen beeinflussen. Auch bei Schulfesten und -Ausflügen auf alkoholfreie Durchführung dringen. Die Kinder bei Schularbeiten ermuntern, das Thema Alkohol zu wählen und ihnen bei der Suche nach gutem Quellenmaterial behilflich sein. (z.B. www.alkoholpolitik.ch)

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Bayern: Alkoholfreies müsste billiger als Alkohol sein

Dienstag 27. Juli 2010 von htm

Eine aktuelle Stichprobe der Verbraucherzentrale Bayern zeigt, dass sich nicht alle Gaststätten an die gesetzliche Regelung zur Preisgestaltung bei alkoholfreien Getränken halten. Gastwirte sind verpflichtet, mindestens ein alkoholfreies Getränk nicht teurer als das billigste alkoholische Getränk anzubieten. Der Preisvergleich wird dabei auf der Basis des hochgerechneten Literpreises vorgenommen. Von 50 zufällig ausgewählten Gaststätten in ganz Bayern boten neun das billigste alkoholfreie Getränk teurer an als das billigste alkoholhaltige. (Quelle: Google Alkohol News, 24.7.10) sueddeutsche.de, 23.7.10

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Bei Wunsch nach Kindern kein Alkohol

Montag 12. Juli 2010 von htm

Schädigt Alkohol in den ersten Wochen der Schwangerschaft? Viele Frauen trinken während den ersten Wochen noch Alkohol, weil ihnen nicht bewusst ist, dass sie schwanger sind. Zumindestens für die ersten zwei Wochen geben Gynäkologen eine Entwarnung. Doch grundsätzlich gilt: Bei Kinderwunsch sollte Alkohol tabu bleiben! (Quelle: Google Alkohol News, 11.7.10) heilpraxisnet.de, 10.7.10

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Alkohol in Familien: Der Suff ist vorprogrammiert

Samstag 10. Juli 2010 von htm

Die Eltern trinken, sind aggressiv und lassen ihre Wut am Nachwuchs aus: Keine schöne Vorstellung, aber bittere Realität. Das Schlimme daran: Die Kinder werden genauso. Schon ab dem dritten Lebensjahr übernehmen sie die Muster. Kinder von Alkoholikern sind laut einem US-Forscher besonders anfällig, in späteren Jahren selber zur Flasche zu greifen.
Trübes Deutschland: Einer aktuellen Studie des Robert-Koch-Instituts in Berlin zufolge gilt derzeit jedes zehnte Kind in der Bundesrepublik als psychisch krank. Insgesamt 20 Prozent der deutschen Kinder sollen psychische Auffälligkeiten zeigen.
Aber was ist der Auslöser dafür, dass der Nachwuchs immer häufiger gegen Ängste, Depressionen oder Aggressionen ankämpft? Einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Kinder haben die Bedingungen und Lebensumstände, unter denen ein Kind in den ersten drei Jahren aufwächst – die Schwangerschaft miteingerechnet. (Quelle: Google Alkohol News, 9.7.10) news.de, 6.7.10 unser Online-Kommentar:
Sicher werden nicht alle Kinder, die in einer alkoholbelasteten Familie aufwachsen, die gleichen Verhaltensmuster übernehmen. Einige lernen, sich abzugrenzen und finden anderswo Hilfe oder Kompensation. Tatsache ist leider, dass in Deutschland über eine Million Kinder so aufwachsen müssen, das ist eine gewaltige, dauernde Belastung für die Gesellschaft. Erschwerend kommt dazu, dass diese Kinder schwer zu finden sind, ihnen deshalb nicht geholfen werden kann, denn Alkoholkranke und ihre Familien sind Meister im sich Verstecken. So werden die Kinder in der Schule meist falsch eingeschätzt.

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D: Suchtexperten raten Eltern

Dienstag 29. Juni 2010 von htm

Alkohol nicht tabuisieren.
Im internationalen Vergleich des Pro-Kopf-Konsums von Alkohol liegt Deutschland hinter Ungarn und Irland mit an der Spitze. Schon das Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen lässt Alarmglocken schrillen. Experten raten nun zu einem offenen Umgang mit der Bedrohung. Mehr als 25.000 junge Menschen zwischen zehn und 20 Jahren mussten 2008 wegen einer Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt werden. Das entspreche einem Anstieg von 170 Prozent seit dem Jahr 2003, heißt es dazu im Jahrbuch Sucht 2010 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in Hamm. Junge Menschen würden immer früher auffällig, sagte DHS-Sprecherin Christa Merfert-Diete dem epd: „Jugendliche haben erkannt, wie leicht es ist, an Alkohol heranzukommen.“ Sie kritisiert die allgemeine Verfügbarkeit alkoholischer Getränke: „Der Zugang muss dringend minimiert werden. (Quelle: Google Alkohol News, 29.6.10) domradio.de, 28.6.10

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Liebevoll strenges Elternhaus schützt vor zu viel Alkohol

Freitag 25. Juni 2010 von htm

Der Erziehungsstil spielt eine Rolle, wenn es um mehr als nur ein oder zwei Drinks geht
Weder zu streng noch zu nachgiebig sollten Eltern sein, wenn sie ihre Kinder vor allzu ausschweifendem Trinken schützen möchten. Eine Studie amerikanischer Forscher zeigt: Am wenigsten anfällig für starken Alkoholkonsum sind Jugendliche, deren Eltern zuverlässig sind, sich durchaus verantwortungsbewusst zeigen, aber gleichzeitig ein warmes und liebevolles Zuhause bieten. Eher nachsichtige Eltern, ebenso wie vorwiegend strikte, erhöhen hingegen das Risiko für starkes Trinken merklich. Der Erziehungsstil hat zwar wenig Einfluss darauf, ob Jugendliche überhaupt mal Alkohol versuchen. Doch was dessen übermäßigen Genuss anbelangt, scheint er durchaus eine Rolle zu spielen, berichten die Wissenschaftler im „Journal of Studies on Alcohol and Drugs“. (Quelle: Google Alkohol News, 24.6.10) wissenschaft-aktuell.de, 24.6.10

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Theaterprojekt: Wenn Alkohol den Alltag beherrscht

Freitag 25. Juni 2010 von htm

Schüler erzählen in einem Stück von drei Tagen im Leben von Jugendlichen mit suchtkranken Eltern.
Die Eltern waren betrunken und May (Desireé Thein) konnte nicht schlafen. Kein Wunder, dass sie im Unterricht müde ist. Judith (Kristina Walz) versucht, mit der Situation klarzukommen.
Wie sie da liegen und friedlich schlafen, wie sie aufwachen, weil über die Bühne, in die Stille hinein, Flaschen rollen – das geht an die Nieren. Dazu singt Xavier Naidoo: „Sie verdienen einen besonderen Schutz.“ Die jungen Teilnehmer eines außergewöhnlichen Theaterprojekts haben sich für den Einstieg in das Stück „Mein schönster Tag“ eine beeindruckende Szene ausgewählt. (Quelle: Google Alkohol News, 24.6.10) infranken.de, 23.6.10

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D: Schulprävention mit Alkohol-Praxis

Freitag 25. Juni 2010 von htm

Ein kleines Bier oder ein Gläschen Sekt, serviert vom Lehrer im Schulunterricht der 9. oder 10. Klasse? Was nach verkehrter Welt klingt, ist in Brandenburg erlaubt.
Trinkexperimente in Schulen oder Clubs sind dort ein neuer Ansatz der Suchtprävention, um Jugendliche vom «Komasaufen» abzuhalten. Andere Bundesländer schauen mit Interesse nach Potsdam. Denn die Probleme sind überall gleich: Ein Teil der Jugendlichen trinkt seit Jahren viel zu viel. Doch nicht alle Präventionsstrategen sind von der Idee begeistert. Die Hauptstadt Berlin, in der fast jede Woche Jugendliche mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus kommen, sieht sie kritisch. (Quelle: Google Alkohol News, 24.6.10) sueddeutsche.de, 23.6.10 // tagesspiegel.de, 23.6.10 mit unserem Online-Kommentar: Den Teufel mit Belzebub austreiben, nach dem Motto: Trink mit Verstand, aber trink! Die Industrie freut’s, der Kundennachschub ist gesichert. Die Erwachsenengesellschaft kann sich weiter vor ihrer Verantwortung drücken.

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Kampagne in Norditalien schockt mit Fötus im Cocktailglas

Donnerstag 27. Mai 2010 von htm

Dieses Bild schockt Italien! Ein brauner Cocktail mit Eis und Zitrone, in dem sich ein menschlicher Fötus krümmt. Mit einer Kampagne der besonders unappetitlichen Art wollen die Behörden im norditalienischen Treviso Schwangere vom Alkohol abhalten, berichtet „AOL News“.
„Die Mutter trinkt, das Baby trinkt“, steht über der Fotomontage. Sie ist derzeit in Straßen, Krankenhäusern und auf Toiletten in Bars und Clubs in Treviso zu sehen.
Das Gesundheitsamt in Treviso hat die Kampagne gestartet.
Alarmiert wurden die Behörden offenbar durch die Statistik. Demnach sollen zwei Drittel aller schwangeren Frauen in Italien Alkohol trinken. (Quelle: Google Alkohol News, 27.5.10) bild.de, 26.5.10

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