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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für Mai 2012

D: CDU-Ministerium gibt kurz SPD recht (Nächtliches Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen)

Dienstag 15. Mai 2012 von htm

Die SPD will in Hessen Tankstellen den nächtlichen Alkoholverkauf per Gesetz verbieten. Das CDU-geführte Innenministerium stimmte der Idee der Opposition entgegen dem Ritual im Landtag zu – bis der hr-Korrespondent nachfragte.

Fast jeder kennt vermutlich den Effekt, dass man Dinge doppelt sieht, wenn man zuviel Alkohol getankt hat. Im Landtag kann man nun auch bei klarem Kopf Dinge plötzlich doppelt sehen, wenn es um Alkohol geht.

Nüchtern betrachtet geht es um einen Gesetzentwurf zum Alkohol aus der Feder der SPD-Fraktion. Die Sozialdemokraten schätzen die Tankstelle als Quelle späten Trunks offenbar nicht. Also wollen sie das Ladenöffnungsgesetz ändern, damit Tankstellen, Kioske oder andere Verkaufsstellen zwischen 22 und 5 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen – ausgenommen landwirtschaftliche Betriebe oder Flughäfen. …
(Quelle: Google Alkohol News, 15.5.12) hr-online.de, 12.5.12

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Politik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene | Keine Kommentare »

Scotland sets sights on 50 pence per unit minimum price & agrees ’sunset clause‘

Dienstag 15. Mai 2012 von htm

The Scottish Health Secretary Nicola Sturgeon has announced a 50 pence per unit target minimum through the Minimum Pricing Scotland Bill.
Announcing the decision, Nicola Sturgeon said:

„Too many Scots are drinking themselves to death. The problem affects people of all walks of life. It’s no coincidence that as affordability has increased, alcohol-related hospital admissions have quadrupled, and it is shocking that half of our prisoners now say they were drunk when they committed the offence… Introducing a minimum price per unit will enable us to tackle these problems, given the clear link between affordability and consumption.“

The Scottish government were recently reported to have agreed to a „sunset clause“ in the planned legislation, under a deal to win Conservative support. Minimum pricing will be ditched after six years if it fails to have an impact, which Sturgeon deemed „a perfectly reasonable and legitimate position to take.“ …
(Source: Alcohol Policy UK, 05/14/12)
see also: bbc.co.uk,

Kategorie: Addiction, Allgemein, consumption, Global, mortality, Parliaments / Governments, Politics, Prevention, Price, Social Costs, societal effects, Violence and crimes | Keine Kommentare »

Alcohol consumption and social inequality at the individual and country levels

Montag 14. Mai 2012 von htm

—results from an international study.
International comparisons of social inequalities in alcohol use have not been extensively investigated. The purpose of this study was to examine the relationship of country-level characteristics and individual socio-economic status (SES) on individual alcohol consumption in 33 countries.

Data on 101 525 men and women collected by cross-sectional surveys in 33 countries of the GENACIS study were used. Individual SES was measured by highest attained educational level. Alcohol use measures included drinking status and monthly risky single occasion drinking (RSOD). The relationship between individuals’ education and drinking indicators was examined by meta-analysis. In a second step the individual level data and country data were combined and tested in multilevel models. As country level indicators we used the Purchasing Power Parity of the gross national income, the Gini coefficient and the Gender Gap Index. ….
(Source: Alcohol Reports, 05/11/12)

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Russland will Alkohol-Transport aus dem All kontrollieren

Montag 14. Mai 2012 von htm

In Russland sollen nun die Lieferungen von Äthylalkohol über Navigationssatelliten überwacht werden. Für das Projekt zur Erarbeitung eines entsprechenden automatischen Systems sollen 97 Millionen Rubel (umgerechnet rund 2,5 Millionen Euro) ausgegeben werden, schreibt die russische Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Samstag.

Diese Initiative der Behörde für die Regelung des Alkoholmarktes (Rosalkoholregulirowanije) soll dem unkontrollierten Alkohol-Transport ein Ende setzen, der Experten zufolge dazu führt, dass rund 40 Prozent der Alkoholproduktion auf dem russischen Markt illegal hergestellt wird. …
(Quelle: Google Alkohol News, 13.5.12) de.ria.ru, 12.5.12

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Internationales, Politik, Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

CH: Leserbrief zu „Alkohol- und Tabakprävention wird trotz Kritik fortgesetzt“

Montag 14. Mai 2012 von htm

10.5.2012

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Alkohol- und Tabakprävention wird trotz Kritik fortgesetzt“ vom 10.5.2012

Endlich wird einmal von einer neutralen Stelle Klartext gesprochen. Was man schon seit Jahren wissenschaftlich erhärtet weiss, dass die von unsern staatlichen Stellen betriebene Alkoholprävention wenig bis nichts nützt, ist nun deutlich geworden. Leider wird das unsere bürgerlichen Wirtschaftsvertreter in Bundesrat und Parlament wenig erschüttern, denn das ist ja gerade, was sie wollen.

Dass das BAG die kritisierten Punkte, d.h. die allein wirksamen Massnahmen zu Erhältlichkeit und Preisgestaltung nicht weiter verfolgen will, da politisch nicht mehrheitsfähig, ist verständlich. Diese Leute wollen ja ihren Job behalten. Also müsste Druck von aussen kommen, damit sich etwas ändert. Aber aus welcher Richtung? Nicht einmal die Kirchen wagen es, öffentlich gegen König Alkohol aufzutreten. Der Tenor „Man kann ja doch nichts machen“ ist weit verbreitet.

Sollte nun, wie im Artikel angedeutet, auch der Vorschlag eines Alkoholverkaufsverbotes in der Nacht zurückgezogen worden sein, sind im neuen Alkoholgesetz-Entwurf alle zusätzlichen Massnahmen gestrichen worden, die eine Mitverantwortung der Gesellschaft berücksichtigen. Damit würde sich der Bundesrat, der die Resolution für eine globale Alkoholstrategie 2010 in Genf bei der WHO mitunterzeichnet hat, desavouieren und als Heuchler dastehen. In der Politik heisst das pragmatisches Verhalten.

Heute, am 10. Mai 2012, ist Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. „Mit der Frage „Und wo ist das Problem?“ wollen Alkoholfachstellen den öffentlichen Dialog anregen. Betroffene, Nahestehende, Fachleute und weitere Stimmen aus der Bevölkerung zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Alkoholproblemen. Allzu oft wird weggeschaut. Der Aktionstag will das Schweigen brechen.“
Dass auch die wirksame Prävention angesprochen wird, ist eher zweifelhaft. Dafür gibt es keine Lorbeeren, denn die bürgerliche Mehrheit regiert die Schweiz.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer

(mit einigen Kürzungen und Umformulierungen am 14.5.12 veröffentlicht)

Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Leserbriefe, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Religion und Alkohol, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene, Weltgesundheits-Org., Wirtschaft | Keine Kommentare »

THE GLOBE – Issue 2 – 2012

Freitag 11. Mai 2012 von htm

In this issue:

NCD Alcohol Target Dropped to Placate Drinks Industry

Corporate Social Responsibility initiatives used “to undermine alcohol control policies”

Free trade agreements “threaten public health”

Global Alcohol Policy Conference – DECLARATION

Adults in Europe consume three standard alcoholic drinks per day on average New report on alcohol in European Union
and more….
THE GLOBE No. 2, 2012

Kategorie: Addiction, adults, Advertising, Alcohol industry, Allgemein, Availability, consumption, Development, Events, Global, Health, Parliaments / Governments, Politics, Prevention, Price, Publications, Research, Watchdogs | Keine Kommentare »

Dutch teens happy and mostly sober

Donnerstag 10. Mai 2012 von htm

Alcohol consumption among Dutch 11 and 13-year-olds has decreased substantially in the past five years. Dutch kids are also the happiest in both Europe and North America.

This is the conclusion of a major international survey into the health and welfare of children between the age of 11 and 15, the results of which were published on Wednesday.

The survey, entitled Health Behaviour in School-Aged Children (HBSC), shows that young Dutch teenagers drink less, smoke less cannabis and tobacco and engage less often in unsafe sex than most of their peers in the 39 countries covered by the HBSC report. Just five years ago, they were still among the top ten.
(Source: Alcohol Reports, 05/10/12) Radio Netherlands, 05/02/12

Kategorie: Allgemein, Children, consumption, Global, Health, Other Drugs, Research, societal effects, Statistics, WHO, Youth | Keine Kommentare »

TOP NEWS: CH: Alkohol- und Tabakprävention wird trotz Kritik fortgesetzt

Donnerstag 10. Mai 2012 von htm

Eine vom Bund bestellte neue Studie stellt seinen Präventionsprogrammen ein schlechtes Zeugnis aus. Der Bundesrat lässt sie trotzdem verlängern.

Nach Ansicht des Bundesrates wird in der Schweiz zu viel geraucht, getrunken und gegessen und zu wenig Sport getrieben. Um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, lancierte die Regierung 2008 drei Präventionsprogramme: je eines für die Themenbereiche Alkohol und Tabak sowie ein gemeinsames für Ernährung und Bewegung. Gestern beschloss nun der Bundesrat, diese Ende Jahr auslaufenden Programme bis 2016 zu verlängern. Sie hätten sich «bewährt» und «Fortschritte gebracht», heisst es in einer Medienmitteilung. Für die neuen Projekte sollen jährlich 4,5 Millionen Franken bereitgestellt werden.

Zwei vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) jüngst publizierte Evaluationsberichte lassen indes Zweifel an der Effektivität aufkommen. Dies gilt vor allem für die Programme gegen Alkohol und Tabak, die vom Institut Interface in einem gemeinsamen Bericht beurteilt wurden. Unter anderem kommen die Autoren zu folgenden Schlüssen: Verfehlte Ziele: Weder Alkohol- noch Tabakprogramm werden die wichtigsten ihrer Ziele – soweit sie messbar sind – für Ende 2012 erreichen. Dies ist vor allem beim Tabakprogramm der Fall….

Vor allem beim Alkoholprogramm wird die fehlende Messbarkeit als „Schwachpunkt“ kritisiert. Ein allfälliges Nachfolgeprogramm müsse machbarer, konkreter und überprüfbarer sein». Auch das Tabakprogramm verfüge insgesamt über «kein logisches Zielsystem». …
Beim Alkoholprogramm hätten vor allem «Meinungsverschiedenheiten » zwischen dem BAG und der Eidgenössischen Alkoholverwaltung dazu geführt, dass man in der Umsetzung weniger weit sei als geplant.

¬¬ Fehlende Massnahmen: Generell litten die Programme unter dem politischen Umfeld, das kaum wirksame Präventionsmassnahmen zulasse. So mussten die ursprünglich angedachten Steuererhöhungen für Alkoholika oder die kürzeren Ladenöffnungszeiten wegen des politischen Widerstands fallen gelassen werden. Die Projektverantwortlichen hätten es anschliessend verpasst, ihre Oberziele entsprechend anzupassen, monieren die Studienautoren. Sie empfehlen, bei den Nachfolgeprogrammen einige der umstrittenen Massnahmen wieder aufzugreifen.
Das BAG will den Kritikpunkten Rechnung tragen. Die empfohlenen repressiven Regulierungen hält man aber für «zurzeit politisch nicht mehrheitsfähig».

(Quelle: Tages-Anzeiger, 10.5.12) (Nicht im Internet, nur im Internet-Archiv)
siehe auch: Der Bundesrat setzt weiter auf Gesundheitsförderung (Medienmitteilung des BAG, 9.5.12)

Kommentar: Endlich einmal Klartext! Wir versuchen es mit einem Leserbrief (pendent). Die letzten drei wurden nicht veröffentlicht.
Heute, am 10. Mai 2012, ist Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. „Mit der Frage „Und wo ist das Problem?“ wollen Alkoholfachstellen den öffentlichen Dialog anregen. Betroffene, Nahestehende, Fachleute und weitere Stimmen aus der Bevölkerung zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Alkoholproblemen. Allzu oft wird weggeschaut. Der Aktionstag will das Schweigen brechen.“
Dass auch die wirksame Prävention angesprochen wird, ist eher zweifelhaft. Dafür gibt es keine Lorbeeren, denn die bürgerliche Mehrheit regiert die Schweiz. Siehe obiger Artikel.
Siehe auch unser Leserbrief dazu.

Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Erhältlichkeit, Medien, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, TOP NEWS, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene | Keine Kommentare »

Britische Mädchen gefügig gemacht und vergewaltigt

Donnerstag 10. Mai 2012 von htm

Sie wurden mit Alkohol gefügig gemacht und in Gruppen von Männern „herumgereicht“: Mehrere Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren wurden in Großbritannien Opfer einer Bande. Nun sind die Männer, darunter Familienväter, zu langen Haftstrafen verurteilt worden.

(Quelle: FOCUS Online, 9.5.12)

Kategorie: Allgemein, Gerichtsfälle, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Kinder | Keine Kommentare »

9 May: A Better Europe Is Possible

Mittwoch 9. Mai 2012 von htm

Three easy ways for a stronger, more just and freer Europe
Europe celebrates today the 62nd anniversary of the Schumann Declaration, the first move towards the European Union, which still faces an unprecedented economic, social and political crisis. Young Europeans and youth organizations are disproportionately exposed to the negative effects of this crisis.
But there are three simple and effective ways towards a stronger, fairer and freer Europe, as the European youth organization Active – sobriety, friendship and peace, through the President Andrea Lavesson is outlining today:

“The first one is stronger youth organizations in Europe to harness their role and power in protecting youth, combating the crisis and achieving the EU2020 targets and in promoting innovation and democracy.” …

“The second one is a new and better EU alcohol strategy to protect children and young people from the tremendous alcohol harm in Europe, to improve the productivity of the EU and to secure the European Social Model.” …

“A new and better EU alcohol strategy will contribute to making Europe more productive, protecting the Social Model and saving and improving the lives of young Europeans,” says Andrea Lavesson.

“And last but not least, the third one is a stronger commitment to making the Human Rights of children and youth in Europe a lived reality in policy making to prevent them from growing up in poverty.” …

(Source: Press Release Active, 05/9/12)

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