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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für Mai 2010

Wie gesund ist (alkoholfreies) Bier?

Montag 17. Mai 2010 von htm

Fußball und Alkohol. Zwei Begriffe, die – nicht nur in der Werbung – oft in einem Atemzug genannt werden. Im Amateurfußball ist der kühle Gerstensaft am Spielfeldrand und nach dem Abpfiff immer präsent. Unterschätzt werden dabei oft die negativen Auswirkungen von Alkoholkonsum auf die Leistungsfähigkeit und die Regenerationsfähigkeit nach dem Spiel. (Quelle: Google Alkohol News, 17.5.10) fussifreunde-hamburg.de, 16.5.10 mit unserem Online-Kommentar: Guter Artikel bis auf den letzten Abschnitt. Es ist nicht einzusehen, warum regelmässige Alkoholzufuhr nötig ist, um in gute Stimmung zu kommen. Gute Freunde haben sich auch ohne Alkohol genug zu sagen und gerade bei Sporterlebnissen ist die Freude über den Erfolg und das Gemeinschaftserlebnis so gross, dass keine chemischen Mittel zur Euphoriesteigerung nötig sind. Dieser Kniefall vor der Alkoholindustrie und möglichen Sponsoren ist bedauerlich. Die Sparte alkoholfreies Bier ist übrigens bei den Brauereien oft die einzige mit positiven Zuwachsraten.

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Geschwister bauen, jeder für sich, Alkoholunfälle

Montag 17. Mai 2010 von htm

Das hatten die Beamten der Polizeistation Bad Wildungen wohl noch nicht erlebt: Ein 27 Jahre alter Mann aus Waldeck und seine vier Jahre ältere Schwester verursachten nahezu zeitgleich bei Bad Wildungen und in Affoldern Unfälle unter Alkoholeinfluss. (Quelle: Google Alkohol News, 17.5.10) hna.de, 16.5.10

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Jugendliche reduzieren Rauschtrinken nach Kurzintervention

Montag 17. Mai 2010 von htm

Jugendliche mit einem problematischen Alkoholkonsum können in Gruppensitzungen dazu motiviert werden, weniger zu trinken. Dies zeigt eine Studie der Fachstelle Suchtprävention Mittelschulen und Berufsbildung Zürich, welche im 2008 mit der damaligen Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme – heute Sucht Info Schweiz – gestartet wurde. Die Untersuchung ist eine der ersten, welche die Wirksamkeit einer solchen präventiven Massnahme bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen analysierte. (Quelle: Sucht Info Schweiz, 17.5.10)

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Alkohol beschleunigt den Verlauf von HIV/Aids

Sonntag 16. Mai 2010 von htm

HIV-Patienten, die tägliche mehr als zwei Gläser Alkohol trinken, müssen damit rechnen, dass sich ihre Infektion schneller ausbreitet als bei Abstinenten.
Eine Gruppe von Wissenschaftlern verschiedener US-Universitäten hat in einer Studie mit 241 HIV-Patienten den Einfluss von Alkohol auf deren Krankheitsentwicklung untersucht. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Infektion sich schneller im Körper ausbreitet, wenn der Betroffenen regelmäßig Alkohol trinkt, und zwar mehr als zwei Gläser täglich. (Quelle: Google Alkohol News, 16.5.10) focus.de, 15.5.10

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Frequent Alcohol Use And Faster HIV Disease Progression

Samstag 15. Mai 2010 von htm

HIV disease tends to progress at a faster rate in infected individuals who consume two or more alcoholic drinks a day, according to an important new paper in AIDS Research and Human Retroviruses, a peer-reviewed journal published by Mary Ann Liebert, Inc. The article is available free online.
The article, entitled „Alcohol Use Accelerates HIV Disease Progression,“ clearly demonstrates that frequent alcohol use, defined as two or more drinks daily, is associated with declining CD4+ cell counts (which indicate a weakened immune system) in individuals with HIV disease who either are or are not receiving antiretroviral therapy (ART). (Source: Medical News Today, 5/14/10)

Kategorie: Allgemein, Global, HIV, Publications, Research, Treatment | Keine Kommentare »

D: Peer-Aktion klärt Jugendliche über Alkohol-Risiken auf

Samstag 15. Mai 2010 von htm

Deutsche Jugendliche trinken zu viel Alkohol. Darauf hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Vorfeld ihrer diesjährigen Peer-Aktion hingewiesen. So konsumieren 16- bis 17jährige Jungen laut der aktuellen BZgA-Drogenaffinitätsstudie durchschnittlich fast 130 Gramm reinen Alkohol pro Woche.
„Das entspricht rund drei Litern Bier, womit sogar die Grenze des risikoarmen Alkoholkonsums für Erwachsene überschritten wird“, warnte die BZgA. Obwohl Mädchen dieser Altersgruppe mit durchschnittlich 46 Gramm pro Woche deutlich weniger tränken, seien sie ebenfalls gesundheitlich gefährdet. Denn der weibliche Körper baut laut BZgA Alkohol anders ab, so dass geringere Mengen zu einem Rausch oder einer Alkoholvergiftung führen können. (Quelle: Google Alkohol News, 15.5.10) aerzteblatt.de, 14.5.10

Kategorie: Aktionen, Allgemein, Internationales, Jugend, Statistik, Verhaltens-Präv. | Keine Kommentare »

Sri Lanka: Viele Busfahrer trinken und rauchen Marihuana

Samstag 15. Mai 2010 von htm

Die Busfahrer in der srilankischen Hauptstadt Colombo frönen laut einer Studie oftmals Alkohol und Drogen. Eine Untersuchung habe ergeben, dass rund 30 Prozent der Fahrer privater Busgesellschaften vor Fahrtantritt Marihuana rauchten oder Alkohol tränken, sagte der Präsident des Verbandes privater Busgesellschaften, Gemunu Wijeratne, am Freitag. Einige Fahrer seien sogar abhängig von Heroin. Wijeratne machte die Konsumenten von Alkohol und Drogen unter den Busfahrern für die häufigen Unfälle verantwortlich. „Wir haben die Polizei aufgefordert, die Ermittlungen zu verschärfen, weil diese Fahrer den Privatbussen einen schlechten Ruf verschafft haben“, fügte der Verbandspräsident hinzu. (Quelle: Google Alkohol News, 15.5.10) rp-online.de, 14.5.10

Kategorie: Allgemein, Internationales, Statistik, Verkehr | Keine Kommentare »

Testkäufe im Westen Deutschlands?

Samstag 15. Mai 2010 von htm

Essen. Die CDU fordert: Minderjährige sollen Kioske, Kneipen und Tankstellen überprüfen .
Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps, sagt der Volksmund. Wenn es darum geht, dass Jugendliche zum Glas greifen, lässt der Staat eine solche Laissez-Faire-Haltung nicht gelten. Das Jugendschutzgesetz definiert genau, ab welchem Alter Alkohol erlaubt ist. Der CDU geht ein bloßer Hinweis aufs Gesetzbuch nicht weit genug. Sie fordert den Einsatz jugendlicher Testkäufer und reagiert damit auf den jüngsten Bericht des Ordnungsamtes zum Jugendschutz: Testkäufe mit Minderjährigen seien „derzeit nicht beabsichtigt“, heißt es dort. Der Aufwand sei schlichtweg zu hoch. (Quellen: Google Alkohol News, 15.5.10) derwesten.de, 14.5.10

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Facebook-Partys in Frankreich, 1 Toter in Nantes

Samstag 15. Mai 2010 von htm

Die sogenannte Facebook-Party endete für einen 21- Jährigen mit dem Tod. Mit 2,4 Promille Alkohol im Blut stürzte der Franzose am Freitag in Nantes um 3.00 Uhr morgens von einer fünf Meter hohen Brücke.
Das Drama rief sofort die französische Regierung auf den Plan. Innenminister Brice Hortefeux kündigte «präzisere Maßnahmen» an, «die es erlauben, sich solchen spontanen Ereignissen entgegenzustellen» und die jugendlichen Teilnehmer vor Risiken zu schützen. Er will schnell handeln: Am 23. Mai werden unter dem Eiffelturm 50 000 Menschen zu einer solchen Party erwartet. (Quelle: Google Alkohol News, 15.5.10) zeit.de, 14.5.10

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Online-Kommentar zu Rauschtrinken in Brandenburg, D

Freitag 14. Mai 2010 von htm

Online-Kommentar zu „Rauschtrinken bleibt größtes Problem bei jungen Leuten“ und „Prävention allein reicht nicht aus“ in der Märkischen Allgemeinen vom 14.5.10
Prävention sei das A und O. Die Frage ist nur – welche? Sich auf die üblichen aufklärenden Aktionen berufen, die praktisch nichts bringen, genügt wohl nicht. Nötig wäre ein Paket von Massnahmen, die den Gesamtkonsum und damit die Alkoholschäden reduzieren. In erster Linie sind dies bewiesenermassen die Preisgestaltung und die Erhältlichkeit, dann Mindestalter, Promillegrenze und Werbeeinschränkungen. Vor allem aber müsste die Erwachsenengesellschaft endlich ihre Verantwortung wahrnehmen und den Stellenwert des Alkohols in der Gesellschaft massiv herabsetzen. Nur so wird Prävention bei der Jugend glaubwürdig und damit erfolgreich. Die Politik sollte die Chance wahrnehmen, die ihr die WHO mit ihrer Alkoholstrategie bietet, die jetzt in Genf an der Generalversammlung zur Sprache kommt. Darin ist alles enthalten, was für eine wirkungsvolle Prävention benötigt wird. Gerade in einer Krisenzeit wie heute, könnten die westlichen Länder eine Reduktion der Sozialkosten und Alkoholsteuereinnahmen dringend brauchen.

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