Archiv für Januar 2010
Donnerstag 7. Januar 2010 von htm
Tages-Anzeiger, 6.1.09: TV-Kritik: Armselige Lösungen für die Armen: Der gestrige «Club» hat gezeigt: Ansätze zur Bekämpfung der Armut gibt es viele – doch scheint sich kaum jemand ernsthaft um die Umsetzung zu bemühen.
Weltwoche 1/10: Agitprop mit Steuergeldern: Unter dem Titel «Armutsbekämpfung» propagiert die Soziallobby eine Allzweckrente mit Vollkaskogarantie. Finanziert wird die hochpolitische Kampagne aus der Staatskasse. Über Alternativen wird nicht gesprochen. Wir stellen deshalb an dieser Stelle einen 10-Punkte-Gegenvorschlag zur Debatte.
Neue Zürcher Zeitung, 4.1.10: Soziale Auffangnetze besser verknüpfen: Armut soll in der Schweiz aus der Gesamtschau bekämpft werden. Die Langzeitarbeitslosen sollen speziell unterstützt werden. Nach der Caritas nimmt sich auch die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) dem Thema Armut in der Schweiz an. Sie will die verschiedenen Sozialwerke und Auffangnetze besser aufeinander abstimmen und so die Armut in zehn Jahren halbieren. Besondere Unterstützung brauchten die Langzeitarbeitslosen.
Kommentar: Ich wundere mich, dass in der ganzen Armutsbekämpfungs-Debatte ausser Acht gelassen wird, dass ein beträchtlicher Teil der Armut alkoholbedingt ist. Würden die Hilfswerke und die öffentliche Hand einen Teil ihrer Anstrengungen in eine wirksame Alkoholpolitik investieren, würde uns allen geholfen: Weniger alkohohlbedingte Armut, weniger alkoholbehinderte Kinder, weniger Fürsorgekosten, weniger alkoholbedingte Sozialkosten, mehr Lebensqualität für alle. Die Hilfswerke sollten ihre Argumente der Alkoholprävention zur Verfügung stellen und keine Angst vor dem heissen Eisen haben.
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Donnerstag 7. Januar 2010 von htm
Rettung in letzter Sekunde: Eine stark betrunkene 13-Jährige ist in Göppingen bei Stuttgart fast erfroren. Auch zwei Männer brachten sich durch ihre Unvernunft in Lebensgefahr. Es gab auch schon mehrere Erfrorene. (Quelle: Google Alkohol Alert, 6.1.10) focus.de, 6.1.10 Online-Kommentar: Verantwortlich sind wir alle. Sicher ist die Frage berechtigt, wer den Stoff besorgt hat. Viel wichtiger wäre die Frage nach der Verantwortung der Gesellschaft, die es nicht für nötig findet, das Alkoholproblem grundsätzlich anzugehen. Die angebliche Mehrheit der Stimmberechtigten, die mässig oder nicht konsumiert hätte es in der Hand, die Politik so unter Druck zu setzen, dass die wirksamen Massnahmen ergriffen würden, um diese Zivilisationskrankheit stark einzudämmen. Aber die meisten denken, es ist nicht ihr Problem, dabei sind wir alle Passivtrinker, die unter der eingeschränkten Lebensqualität und den horrenden alkoholbedingten Sozialkosten ein Leben lang ungefragt leiden. Sie wären bei einer wirksamen Alkoholpolitik auch die grössten Nutzniesser. Siehe www.alkoholpolitik.ch
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Donnerstag 7. Januar 2010 von htm
Bochum. Im Prozess wegen eines Gewaltexzesses bei einem Fan-Turnier in Wattenscheid haben die vier Angeklagten (20 bis 29) am Mittwoch im Grunde Geständnisse abgelegt.
Vier Fans (20 bis 29) von Wattenscheid 09, die wegen eines Gewaltexzesses bei einem Fußball-Fan-Turnier angeklagt sind, spielten bei dem Turnier am 13. Juni 2009 alle in einer Mannchaft. Direkt nach dem Turnier sollen sie den Trainer (28) einer anderen, der Sieger-Mannschaft, gnadenlos zusammengetreten und zusammengeschlagen haben. Wegen schwerer Lungenverletzungen schwebte er in Lebensgefahr. Bis heute hat er massive Beschwerden. Weiter wurde bekannt, dass das Turnier ein heftiges Trinkgelage war. Es wurde ein „Trinkpokal” ausgelobt für die Mannschaft, die am meisten Alkohol schluckt – schon während des Turniers. Zum Ausloben des „Trinkpokals” auf Fanclub-Turnieren hieß es auf der Anklagebank: „Das ist gang und gäbe.” (Quelle: Google Alkohol Alert, 6.1.10) derwesten.de, 6.1.10 Kommentar: Da spielt das Sponsoring wohl auch eine trübe Rolle. Wie steht es mit der Veranwortung der Club-Vorstände, der Fan-Betreuer und der Turnier-Organisatoren?
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Donnerstag 7. Januar 2010 von htm
Eine massive Zunahme von Leuten die viel Alkohol konsumieren und die Behandlungskosten für diese schafft eine unhaltbare Belastung für die Spitäler des nationalen Gesundheitssystems, aber es könnte mehr getan werden, um den bestehenden Druck zu verkleinern, sagt ein kürzlicher NHS Confederation Bericht: Zu viel der harten Tatsachen: Wieviel Alkohol das nationale Gesundheitssystem kostet, von der NHS Confederation und dem Royal College of Physicians zeigt, dass die Kosten des unmässigen Alkoholkonsums für das NHS in den letzten 5 Jahren sich verdoppelt haben, wobei die meisten Kosten für Spital- und ambulante Dienste anfielen. (Quelle: Medical News Today, 6.1.10) Kommentar: Wann schlagen unsere Spitäler und Krankenkassen Alarm? Es würde auch Druck von ihnen nehmen.
Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Medizin, Rehabilitation, Statistik |
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Donnerstag 7. Januar 2010 von htm
A massive rise in the numbers of people drinking heavily and the cost of treating them is creating an unsustainable burden on NHS hospitals but more could be done to ease existing pressures, says an NHS Confederation report published recently. Too Much of the hard stuff: What alcohol costs the NHS, from the NHS Confederation and the Royal College of Physicians shows that the cost to the NHS of excess drinking has doubled in just five years, with most of the cost being spent on hospital and ambulance services. (Source: Medical News Today, 1/6/10)
Kategorie: Addiction, Allgemein, Global, Health, Publications, Research, Statistics, Treatment, Youth |
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Mittwoch 6. Januar 2010 von htm
Die Aktion mit den Testkäufen in Erftstadt zeigt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Je mehr über verbotenen Alkoholverkauf aufgeklärt und je stärker den Geschäftsleuten auf die Finger geschaut wird, desto größer sind die Erfolge. Bloße Appelle an Kioskbetreiber und Kassierer von Supermärkten und Tankstellen, beim Verkauf aufzupassen, hatten in früheren Jahren nur wenig gebracht. Das hat sich inzwischen geändert. Doch Kontrollen alleine reichen nicht. (Quelle: Google Alkohol Alert, 5.1.10) Kölner Stadt-Anzeiger, 5.1.10 Online-Kommentar: Richtig ist, dass nur kontrollierte Gesetze auch nützen. Aber Kontrollen ohne Einsatz von jugendlichen Testkäufern sind kaum erfolgversprechend. Andernorts wird dies seit Jahren praktiziert. Die andern empfohlenen Massnahmen sind gut und schön, verändern das Verhalten aber kaum, nur der Wissensstand wird verbessert. Oder aber die Wissensvermittlung zielt auf den mündigen Bürger, dem gezeigt wird, wie die Politik endlich die wirksamen Massnahmen bringen könnte. Dann beginnt im Volk mit der Zeit ein Umdenken und es wird Druck gegenüber der Politik aufbauen. Bis die Politiker genug Rückendeckung verspüren und den Mut aufbringen, das Nötige zu tun. Das wäre der Durchbruch und wir Passivtrinker könnten aufatmen.
Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Allgemein, Internationales, Jugend, Politik, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv. |
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Mittwoch 6. Januar 2010 von htm
Die Frage eines Polizisten an einen Autofahrer, ob dieser Alkohol getrunken habe, ist noch keine formelle Vernehmung, die eine Rechtsbelehrung voraussetzt. Entsprechend kann die Antwort auch im weiteren Verfahren gegen den Betroffenen verwertet werden und den Ausgangspunkt für seine Verurteilung bilden, entschied das Bayerische Oberste Landesgericht. (Quelle: Google Alkohol Alert, 5.1.10) kostenlose-urteile.de, 4.1.10
Kategorie: Allgemein, Gerichtsfälle, Internationales, Verhältnis-Präv., Verkehr |
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Mittwoch 6. Januar 2010 von htm
Der Newsletter mit Informationen zu allen Suchtbereichen ist erschienen. Be-abbestellen
Kategorie: Allgemein, Rehabilitation, Schweiz, Veranstaltungen, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen |
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Mittwoch 6. Januar 2010 von htm
Das häufig vergessene Leiden der Kinder. Fortbildungsangebot für Fachpersonen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich 25. Januar 2010 Infos: Zürcher Fachstelle für Alkoholprobleme (ZFA), Josefstrasse 91, 8005 Zürich, Tel. 043 444 77 00, Programm (pdf, 2S., 80Kb) und Anmeldeformular auf der Website der ZFA.
Kategorie: Allgemein, Jugend, Schweiz, Unterricht, Veranstaltungen |
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Mittwoch 6. Januar 2010 von htm
Eine repräsentative Umfrage der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) zeigt: Gut zwei Drittel der Betriebe in der Schweiz haben interne Vorschriften zum Alkoholkonsum formuliert. Doch nur wenige bilden ihre Vorgesetzten zum Umgang mit Alkoholproblemen aus; meist wird von „Fall zu Fall“ entschieden. Fachleute betonen die Vorteile betrieblicher Präventionsprogramme. Diese erhöhen die Sicherheit, verbessern das Arbeitsklima und senken Kosten. Sie helfen Betroffenen, ihre Situation zu erkennen und zu handeln. (Quelle: Infoset Newsletter Januar 2009) SFA-Medienmitteilung
Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Schweiz, Statistik, Verhaltens-Präv. |
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