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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für Juli 2009

Missouri, USA: Zündschlossunterbrecher für Wiederholungstäter

Donnerstag 16. Juli 2009 von htm

Wiederholungstäter wegen Alkohol am Steuer in Missouri, USA, benötigen jetzt mehr als nur einen Schlüssel, um ihre Wagen zu starten. Ab 1. Juli 09 müssen sie einen Zündungsunterbrecher-Schloss kaufen und im Auto montieren. Diese Vorrichtung verlangt vom Fahrer ein alkoholfreies Blas-Muster in den Apparat zu geben, damit der Wagen startet. Das neue Gesetz wird vor allem zukünftige Täter betreffen, aber Offizielle des Staates sagten, dass es gegen 70’000 Leute mit eingeschränkten oder widerrufenen Ausweisen betreffen werde. (Quelle: Join Together, 15.7.09)

Kategorie: Allgemein, Gerichtsfälle, Internationales, Politik, Verhältnis-Präv., Werbung | Keine Kommentare »

Missouri, USA: Ignition Locks for Repeat Alcohol Offenders

Donnerstag 16. Juli 2009 von htm

Repeat alcohol offenders in Missouri will now need more than just a key to start their cars. Starting July 1, all repeat alcohol offenders will be required to pay for and install ignition interlock devices in their cars. The device requires the driver to blow an alcohol-free sample into the machine to start their car. The new law will mostly affect future offenders, but state officials said it will impact nearly 70,000 people under restricted and revoked licenses. (Source: Join Together, 15.7.09)

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Kaum einer profitiert von Alkohol, ausser die Industrie

Donnerstag 16. Juli 2009 von htm

Die positiven Wirkungen eines moderaten Alkoholkonsums werden intensiv diskutiert. Dabei werden die negativen Folgen häufig völlig ausgeblendet. Alkohol hat großes Suchtpotenzial und schädigt fast jedes Organ und jedes Gewebe. Risikofaktoren für alkoholische Lebererkrankungen sind vor allem die tägliche Alkoholmenge, aber auch das Trinkmuster….(Quelle: Google Alkohol News, 16.7.09) Aerzte Zeitung.de, 15.7.09 Kommentar: Guter Artikel über ein Arztreferat. Relativiert die angeblich positiven Auswirkungen von Alkohol auf das Herz.

Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Medizin, Senioren | Keine Kommentare »

Opernsängerin Kasarova: Kein Alkohol…

Donnerstag 16. Juli 2009 von htm

Starsängerin Kasarova: «Kein Alkohol, viel Schlaf, wenig reden».
Vesselina Kasarova eröffnet das Menuhin-Festival in Gstaad. Im Interview spricht die grosse Mezzospranistin über die Gefahren beim Singen, ihren Sohn und erotische Bühnenpartner. (Quelle: Google Alkohol News, 16.7.09) Basler Zeitung, 15.7.09

Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Gesundheit, Prominenz, Schweiz, Veranstaltungen | Keine Kommentare »

Various aspects of alcohol in a development setting

Donnerstag 16. Juli 2009 von htm

Three papers by Diyanath Samarasinghe, professor at the University of Colombo, Sri Lanka, published as FORUT booklets explore various aspect of alcohol in a development setting. Professor Samarasinghe addresses the role of unrecorded alcohol, some connections between alcohol and poverty and things we can do to reduce alcohol harm.

Kategorie: Allgemein, Global, Politics, Prevention, Publications | Keine Kommentare »

European Alcohol and Health Forum

Donnerstag 16. Juli 2009 von htm

6th meeting of the Task Force Marketing Communication, Brussels, 09 June 2009 Contributions

Kategorie: Allgemein, Europaparlament / EU-Kommission, Global, Parliaments / Governments, Politics, Prevention | Keine Kommentare »

Die gewalttätigen Zürcher Schüler in München

Mittwoch 15. Juli 2009 von htm

Leserbrief zu „Die drei Gewalttäter von München sind alle vorbestraft“, vom 4./5.7.09 in der Neuen Zürcher Zeitung

Nun geben wieder viele gelehrte Fachleute ihre Kommentare zu den schweren Vorfällen in München ab. Es wird eine Verschärfung des Jugendstrafrechts verlangt und im Kommentar vermehrte Verantwortung von Elternhaus, Familie, Freundes- und Kollegenkreis gefordert. Dabei haben die drei doch nur die hochgelobten liberalen Grundsätze von persönlicher Freiheit ausgelebt. Dass diese dort aufhört, wo andere geschädigt werden, ist offenbar nicht so deutlich bis zu ihnen durchgekommen.
Aber jetzt kann sich die Gesellschaft wieder einmal so richtig entrüsten und merkt nicht, dass sie es ist, die eine wesentliche Voraussetzung geschaffen hat, damit solche Taten überhaupt denkbar sind: Sie hat es der Alkoholindustrie ermöglicht, sich derart auszubreiten, dass es heute normal ist, sich zu betrinken, dass Binge Drinking bei Jugendlichen hingenommen wird, da es ja bei den Erwachsenen nicht anders zu- und hergeht, dass laufend mehr Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftung hospitalisiert werden müssen, dass unsere Gesellschaft durch die überall präsente Alkoholwerbung, verstärkt durch das „Lifestyle“-Gelabber der Medien im ständigen alkoholisierten Zustand dahinseucht. Und dann wundert man sich, wenn Jugendliche, denen es an andern Kicks fehlt, mit Alkohol die Hemmschwelle überwinden und zur tödlichen Gefahr für die Allgemeinheit werden.
Selbst die Fachleute erkennen und geben es heute zu, dass Alkohol bei Jugendgewalt ein wesentlicher Faktor ist. Noch vor ein, zwei Jahren steckten sie den Kopf in den Sand und die Behörden schwiegen das Problem tot.
Neben der Verschärfung des Strafrechts wäre nun wirklich Prävention angesagt: Der Alkohol-Gesamtkonsum muss dringend gesenkt werden, damit Alkohol an Stellenwert verliert und Prävention bei Jugendlichen eine Chance bekommt, die heute völlig unglaubwürdig und deshalb nutzlos ist. Die Nationalräte hätten es in der Hand, in der Herbstsession bei der Behandlung der Alkoholreklame am Fernsehen ein Zeichen zu setzen. Dann wäre noch das neue Alkoholgesetz in der Vernehmlassung und das Nationale Programm Alkohol, das dringend verbessert werden sollte.
Ausserdem wäre die sportliche und musische Erziehung der Kinder vermehrt zu fördern, damit auch wirtschaftlich schlechter gestellte Eltern die Möglichkeiten ausnützen können. Dazu gehörte auch eine stärkere Unterstützung der ganzheitlich arbeitenden Jugendorganisationen, damit diese gleich lange Spiesse in der Spassgesellschaft erhalten und von den Jugendlichen interessiert wahrgenommen werden.
Wann und wie Schullager organisiert werden, sollte wohl jetzt allen klar sein.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

(bis 15.7.09 nicht veröffentlicht)

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Zürcher Stadtpolizei macht Prävention im Internet

Mittwoch 15. Juli 2009 von htm

Die Stadtpolizei Zürich verlagert ihre Präventionskampagnen ins Internet: So erreiche man das Zielpublikum besser als mit Plakaten und Broschüren. Im Herbst geht’s los, vorerst für drei Jahre. Der Versuch koste Fr. 720’000. (Quelle: NZZ, 15.7.09) Kommentar: Die beste Prävention wäre wahrscheinlich, wenn die Stadtpolizei die Bundespolitiker überzeugen könnte, eine wirkliche Alkoholpolitik zu betreiben. Das wäre sogar ziemlich sicher billiger.

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Politiker kämpfen für Tankstellenshops

Mittwoch 15. Juli 2009 von htm

Online-Kommentar zu „Der Staat als bevormundende Einkaufshilfe“ in der NZZ vom 15.7.09.
Kurzsichtige Politiker
Wenn es in der Schweiz eine gut informierte Oeffentlichkeit und eine nachhaltige Alkoholpolitik geben würde, wäre es vielleicht auch für wirtschaftsgläubige bürgerliche Politiker einsichtig, dass seit dem Aufkommen der Tankstellenshops diese die Anzahl alkoholführender Läden stark ansteigen liessen. Weil die Erreichbarkeit oder Erhältlichkeit von Alkoholika einen wesentlichen Einfluss auf die Grösse der alkoholbedingten Schäden hat, ist dieser neue Verkaufstyp schon immer ein Aergernis gewesen. Auch wenn die Tankstellenbetreiber sich nun nach vielen Jahren um den Jugendschutz bemühen, ist ja auch das „normale“ Alkoholproblem immer noch vorhanden.
Wenn nun gross lamentiert wird, der Staat bevormunde die Wirtschaft oder die Bürger, muss doch festgehalten werden, dass die Alkoholindustrie und ihre Lobbies seit Jahrzehnten die Bevölkerung unter Druck setzt und sie bevormundet. Jack London’s „König Alkohol“ ist nach wie vor aktuell.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Jugend, Leserbriefe, Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Verkehr | Keine Kommentare »

Politiker wehren sich für Tankstellenshops

Mittwoch 15. Juli 2009 von htm

Die Nationalräte Peter Spuhler und Christian Lüscher reichten Petition ein. Mit 27 000 Unterschriften und mit parlamentarischen Vorstössen kämpfen Politiker gegen die staatliche Bevormundung. Es geht um die Frage, was wann in Tankstellenshops verkauft werden darf. (Quelle: NZZ, 15.7.09) Kommentar: Ein typisches Zeichen, dass es keine nachhaltige Alkoholpolitik gibt. Die Wirtschaft reklamiert immer noch die Vorherrschaft über Gesundheitsaspekte. (siehe auch unsern Online-Kommentar unter „Leserbriefe“)

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