Politiker kämpfen für Tankstellenshops
Mittwoch 15. Juli 2009 von htm
Online-Kommentar zu „Der Staat als bevormundende Einkaufshilfe“ in der NZZ vom 15.7.09.
Kurzsichtige Politiker
Wenn es in der Schweiz eine gut informierte Oeffentlichkeit und eine nachhaltige Alkoholpolitik geben würde, wäre es vielleicht auch für wirtschaftsgläubige bürgerliche Politiker einsichtig, dass seit dem Aufkommen der Tankstellenshops diese die Anzahl alkoholführender Läden stark ansteigen liessen. Weil die Erreichbarkeit oder Erhältlichkeit von Alkoholika einen wesentlichen Einfluss auf die Grösse der alkoholbedingten Schäden hat, ist dieser neue Verkaufstyp schon immer ein Aergernis gewesen. Auch wenn die Tankstellenbetreiber sich nun nach vielen Jahren um den Jugendschutz bemühen, ist ja auch das „normale“ Alkoholproblem immer noch vorhanden.
Wenn nun gross lamentiert wird, der Staat bevormunde die Wirtschaft oder die Bürger, muss doch festgehalten werden, dass die Alkoholindustrie und ihre Lobbies seit Jahrzehnten die Bevölkerung unter Druck setzt und sie bevormundet. Jack London’s „König Alkohol“ ist nach wie vor aktuell.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 15. Juli 2009 um 19:16 und abgelegt unter Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Jugend, Leserbriefe, Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Verkehr. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.