Donnerstag 4. Juni 2009 von htm
Zufällig stiessen wir auf einen gut 14 Tage alten, ausgezeichnet recherchierten Artikel in „Die Zeit“, den wir nicht vorenthalten möchten. Auf 5 Seiten wird geschildert, wie die Versuche von Sabine Bätzing, der Drogenbeauftragten der deutschen Bundesregierung, eine wirksame Alkoholpolitik zu beginnen, von der Alkoholindustrie und ihren Vasallen bekämpft und zur wertlosen Makkulatur degradiert wurden. In der Schweiz ging es ja dem Nationalen Alkohol Programm nicht besser. Hier unser Online Kommentar „Die Gesetzeshüter“ in „Die Zeit“ vom 14.5.09
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Donnerstag 4. Juni 2009 von htm
Online-Kommentar zu „Die Gesetzeshüter“ in „Die Zeit“ vom 14.5.09
Ein sehr erhellender beängstigender Artikel
Der Artikel „Die Gesetzeshüter“ ist eine der wenigen journalistischen Arbeiten, die auf dem Gebiet der Alkoholpolitik wirklich recherchiert sind. Wie einige der Kommentare aber zeigen, ist die Aussage immer noch zu wenig deutlich: Der Kampf um die Volksgesundheit und die sozialen Kosten des Alkoholkonsums wird von einer schwachen Regierung auf die untere Ebene delegiert, wo die Alkoholindustrie, ihre Verbündeten und die von ihnen abhängigen Geldempfänger mit wenigen Schachzügen die Gesundheitslobby, welche die Interessen des blinden, weitgehend „alkoholisierten“ Volkes vertritt und sich dabei auf die Wissenschaft, die Polizeistatistiken und den gesunden Menschenverstand stützen kann, auszumanövrieren vermag.
Dieser Vorgang ist nicht nur typisch für Deutschland. Auch andere Industrieländer erleben die gleiche Tragik. Aber diese lehrbuchartige Schilderung kann vielleicht einigen die Augen öffnen. Wie lange sich Sabine Bätzing oder andere in gleicher Situation noch verheizen lassen wollen, hängt wahrscheinlich davon ab, wie sie ihre Selbstachtung noch bewahren können. Mein Mitgefühl haben sie.
Ihre Kritiker werden wahrscheinlich noch lange nicht merken, dass sie ihre vermeintliche Freiheit schon lange der Alkohollobby geopfert haben, für die sie ungefragt über die Jahre Tausende von Euros an Sozialkosten bezahlt haben und weiter bezahlen, von denen sie die eigene Lebensqualität und die ihrer Kinder beschneiden lassen und die millionenfaches Leid über die Menschen gebracht haben und täglich bringen. Ein Schweizer Pädagoge schrieb ein Buch: „Dummheit ist lernbar.“ Die Alkoholindustrie ist eine ausgezeichnete Lehrinstanz. Wer sich informieren will: www.alkoholpolitik.ch
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Donnerstag 4. Juni 2009 von htm
Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) und sein Bremer Amtskollege Ulrich Mäurer (SPD) fordern, Jugendliche als Lockvögel einzusetzen, um illegalen Alkoholverkauf an Minderjährige aufzudecken. Mäurer erwartet, dass die Innenministerkonferenz das Testkäufer-Modell billigt. Schünemann sprach sich für eine gemeinsame Organisation der Testkäufe von Polizei und Kommunen aus. (Quelle: Google Alkohol Alert, 4.6.09) FOCUS ONLINE, 3.6.09
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Donnerstag 4. Juni 2009 von htm
Skandinavische Forscher haben untersucht, welche Berufsgruppen an welchen Krebsarten am häufigsten erkranken. Kellner haben von allen Berufsgruppen das grösste Risiko, an Krebs zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, für die Daten von 15 Millionen Menschen aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden ausgewertet wurden. Am wenigsten gefährdet sind Landwirte, Fischer und Pfarrer, wie die skandinavischen Forscher am Dienstag in Helsinki berichteten. Aktives und passives Rauchen, Alkoholkonsum und Umgang mit Asbest erhöhten die Gefahr am stärksten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.6.09)
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Donnerstag 4. Juni 2009 von htm
Nationalrat Caspar Baader, SVP, in der Debatte um verschärfte Strafen: „Wir sind gewählt, um zu handeln und nicht um zu warten. „ Kommentar: Wie gut für unser Volk wäre es doch, wenn die sogenannte Schweizer Volkspartei wirklich für das Volk handeln würde. Dann wäre das Alkoholproblem in den Griff zu bekommen und die Gesundheitskosten würden sinken. Wortbulletin Nationalrat, 3.6.09 SF Tagesschau, 3.6.09
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Mittwoch 3. Juni 2009 von htm
Der neuste Drogenbericht der Stadt Zürich zeigt, dass bei jungen Partybesuchern Alkohol in zunehmendem Masse fliesst. Es werde auch vermehrt mit Medikamenten experimentiert, vom Internethandel begünstigt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.6.09) Der Landbote, 3.6.09 (ganzer Artikel nur gegen Bezahlung) Medienbericht des Gesundheits- und Umweltdepartementes
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Mittwoch 3. Juni 2009 von htm
Eine neue Meta-Analyse sieht im Alkoholkonsum den wichtigsten Risikofaktor für das Kolorektalkarzinom. Aber auch Rauchen, Übergewicht, Diabetes und der Verzehr von rotem Fleisch erhöhen nach einer Übersicht im International Journal of Cancer (2009; 125: 171-180) das Darmkrebsrisiko.
Das Kolorektalkarzinom ist in Deutschland bei Männern (nach dem Prostatakarzinom) und bei Frauen (nach dem Mammakarzinom) die zweithäufigste Krebserkrankung. Mehr als sechs Prozent aller Deutschen erkranken im Laufe ihres Lebens an diesem Tumor, dessen Ursache nicht bekannt ist – außer in der Minderheit, bei der eine genetische Prädisposition auf eine Polyposis vorliegt. (Quelle: Deutsches Aerzteblatt, 2.6.09)
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Mittwoch 3. Juni 2009 von htm
Am 22.5.09 hat die 62. WHO-GV die Resolution 62.14 verabschiedet, Reduktion der Gesundheits-Ungleichheiten durch Aktion bei den sozialen Gesundheitsfaktoren. Die Resolution ist die Grundlage für den Bericht der Kommission für soziale Gesundheitsfaktoren, Die Lücke in einer Generation schliessen. Die Resolution kann mit diesem Link erreicht werden: http://apps.who.int/gb/e/e_wha62.html#Resolutions Nach dem Ende der 62. WHO-GV bleibt ein Jahr bis zur 63. WHO-GV, die eine Globale Strategie, um den schädlichen Gebrauch von Alkohol zu reduzieren, berücksichtigen wird. (Quelle: NGO Alliance for a Global Strategy on Alcohol, 2.6.09)
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Mittwoch 3. Juni 2009 von htm
On 22 May 2009 The Sixty-second World Health Assembly passed resolution WHA 62.14, Reducing health inequities through action on the social determinants of health. The resolution is base on the report from the Commission on Social Determinants of Health, Closing the gap in a generation.
The resolution may be downloaded from this web site: http://apps.who.int/gb/e/e_wha62.html#Resolutions
With the close of the sixty-second World Health Assembly, one year is left before the sixty-third World Health Assembly will consider a Global strategy to reduce the harmful use of alcohol. (Source: NGO Alliance for a Global Strategy on Alcohol, 6/2/09)
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Dienstag 2. Juni 2009 von htm
Männercliquen, Abenteurer auf Flossen und Familien mit Kleinkindern. So haben Hunderte das lange Wochenende an oder auf der Thur genossen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 2.6.09) Kommentar: Reportage mit grossem Bild, die genau das plakative Darstellen von Saufgelagen Erwachsener zelebriert, wie sie der Jugend-Psychologe in Uster (siehe heutiger Beitrag) anprangert.
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