Alkohol entscheidend bei Jugendgewalt
Freitag 3. April 2009 von htm
Leserbrief an die NZZ zu „Alkohol spielt entscheidende Rolle bei Jugendgewalt“ am 25.3.2009 (nicht veröffentlicht bis 3.4.09) Ein weiterer Beweis, dass die Presse unliebsame Beiträge zum Alkoholproblem, die für die Bevölkerung wichtig wären, unterdrückt.
Spät kömmt ihr, doch ihr kömmt, ist man versucht zu sagen. Jahrelang hat sich die Fachwelt dagegen gesträubt, diese unliebsame Tatsache zur Kenntnis zu nehmen und zu ihr zu stehen. Als ich im Zusammenhang mit dem Fall Buhnrain, Zürich-Seebach, die Komponente Alkohol ansprach, wurde ich noch totgeschwiegen oder massiv verbal angegriffen. Nun wird von vielen Präventionsmassnahmen und wenig Vernetzung gesprochen. Leider sind das meist unwirksame Massnahmen der Verhaltensprävention, die als Alibiübungen beruhigen sollen. Das grundlegende Alkoholproblem wird nicht angepeilt, das könnte dem eigenen Arbeitsplatz schaden. Dabei gälte auch hier, vereint ist man stark. Vor allem, wenn die Verantwortlichen aller Probleme einmal zusammenstehen würden, die vom Alkoholproblem betroffen sind und sich nicht zu wehren wagen, z.B. das Gesundheitswesen mit den Krankenkassen, den Krebsspezialisten, den Paraplegikern, dem Spitalpersonal der Notfallstationen, oder das Bundesamt für Verkehr betr. Alkohol am Steuer, oder die Sozialämter mit Caritas, Pro Juventute und ähnlichen Institutionen betr. Armutsbekämpfung, oder die Polizeigewerkschaft mit ihren vorgesetzten Ämtern, die auch überlastete Justiz, die Suchtprävention, die Lehrerschaft mit ihren nicht als solche erkannten und falsch eingeschätzten 150’000 Kindern aus alkoholbelasteten Familien, usw. Das wäre ein zielführender Koordinationsbedarf mit Aussicht auf Erfolg. Erfolg für die ganze Bevölkerung.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 3. April 2009 um 11:38 und abgelegt unter Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Leserbriefe, Politik, Schweiz, Veranstaltungen, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv.. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.