War es nur Rasen?
Mittwoch 11. März 2009 von htm
Online-Kommentar zu: „Gegen das Rasen ist fast kein Kraut gewachsen“, bei Zürcher Oberländer, 11.3.09
Die Interpellanten und der Stadtrat hätten sich die Mühe möglicherweise sparen können, wäre damals auch die Frage geklärt worden, ob Alkohol im Spiel war. Gemäss gängiger Praxis wird bei Selbstunfällen, bei denen der Verursacher stirbt, keine Blutprobe genommen. Aus Pietät gegenüber den Hinterbliebenen und um eventuellen Versicherungsleistungs-Kürzungen vorzubeugen. Damit wird andererseits verunmöglicht, dass die Verkehrsunfall-Statistik die volle Wahrheit liefert und damit werden eventuelle weitergehende Massnahmen verhindert. Solange sich Sportverbände von der Alkoholindustrie sponsern lassen, werden sie auch nicht von sich aus die Lehren aus solchen tragischen Vorkommnissen ziehen und sich deutlich vom Alkohol distanzieren. Wie es in diesem bestimmten Fall war, wurde nie öffentlich bekannt. Die drei Verunglückten kamen jedenfalls von einer Euro-TV-Übertragung im Klublokal. Die Thematik reicht aber bis zur obersten Ebene im Land. Der Bundesrat hat sich geweigert, Sportverbänden, die von Alkoholfirmen gesponsert werden, Subventionen zu entziehen. In Deutschland ist ein Verbot dieses Sponsoring am lautstarken Wehklagen der Sportverbände eben gescheitert. Dabei gäbe es für die Sport- und Kulturverbände eine lukrative Möglichkeit, dieses unethische Sponsoring mit Gewinn loszuwerden.
Veröffentlicht am 11.3.09, lesbar nur mit Anmeldung. Die kursiven Stellen wurden gestrichen.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 11. März 2009 um 16:00 und abgelegt unter Alkoholindustrie, Allgemein, Jugend, Leserbriefe, Schweiz, Sport, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Verschiedene. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.