www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Zur IV-Zusatzfinanzierung

Sonntag 1. Februar 2009 von htm

Mail an Nationalräte, Ständeräte und die EKAL (Eidgen. Kommission für Alkoholfragen)

Neue Zürcher Zeitung vom 20.1.09: „Wir stecken alle in einer ekelhaften Situation“ Sozialpartner zur bundesrätlichen Idee der IV-Zusatzfinanzierung.
Tages-Anzeiger vom 22.1.09: Bundesrat erwägt, bereits angesetzte IV-Abstimmung zu verschieben.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir können lesen, dass diese IV-Zusatzfinanzierung sehr umstritten und auch mit politischen Risiken behaftet ist. Wäre es nicht sinnvoll, endlich die Projekt-Idee auf www.alkoholpolitik.ch näher zu prüfen, die für die IV in etwa die benötigten Mittel liefern könnte? (http://www.alkoholpolitik.ch/archiv08/projekt4.htm) Sicher widerstrebt die Idee einer generellen Alkoholsteuer nach dem Verursacherprinzip einigen Kreisen, die nicht über ihren Schatten springen wollen, doch erfordern schwierige Zeiten auch besondere Anstrengungen. In diesem Fall sollte es eigentlich leicht fallen, denn praktisch alle würden nur gewinnen und schwerwiegende soziale Probleme würden wesentlich entschärft, was auf andere Art in diesem Ausmass nicht möglich ist:

Z.B. Gesundheitskosten beim Staat, im Versicherungs- und Krankenkassenwesen, Alkoholismus, Binge Drinking, Armut, Scheidungsrate, kriminelle und sexuelle Gewalt, Kinder in alkoholbelasteten Familien (ca 150’000), Verkehrs- und andere Unfälle, Alkohol am Arbeitsplatz (Personalkosten), Ablösung der Alkoholwerbung in Sport und Kultur, ausreichende Mittel für Gesundheitswerbung (gleich lange Spiesse und die Möglichkeit, für Verhältnis-Prävention zu werben.).
Die „natürliche“ Opposition (Wein- und Obstbauern, Gastgewerbe, Werbebranche, Medien) könnte mit flankierenden Massnahmen schadlos gehalten werden. Sport und Kultur könnte in präventivem Sinn gewaltig gefördert werden.

Ich bitte Sie, dieses Projekt, das finanziell und für die Lebensqualität für alle grosse Vorteile brächte, gründlich und objektiv zu prüfen.

Dazu drei Zitate in diesem Monat in Deutschland:

„Das Problem ist so gravierend, dass das übliche Augenzwinkern nicht mehr gelten darf“ – zu diesem Schluss kam eine nichtöffentliche Diskussionsrunde mit Bundes- und Landespolitikern, mit Jugend- und Suchtberatern sowie Vertretern des Bürgervereins und der Jugendinitiative. Diese hatte bereits eine Podiumsdiskussion veranstaltet, an der sich alle beteiligten, die professionell mit dem Alkoholmissbrauch vor allem junger Leute zu tun haben – Sozialarbeiter, Polizei, Ärzte, Rotes Kreuz.“ (Quelle: Badische Zeitung, 17.1.09

Südkreuz, Gleis 1 – einen ungewöhnlichen Ort haben sich die Initiatoren der Kampagne »Na klar…« für ihre Pressekonferenz ausgesucht. Während der Sonderzug der S-Bahn einmal um den Ring tuckert, präsentieren Vertreter der Fachstelle für Suchtprävention und der zwölf Bezirke das gemeinsame Projekt unter Schirmherrschaft Katrin Lompschers (LINKE). Die Gesundheitssenatorin hofft, damit ein »entscheidendes Signal« vor allem für junge Menschen zu setzen: »Erst wenn es uns gelingt, die positiven Assoziationen zu brechen, die es beim Thema Alkohol in der Gesellschaft gibt, können wir erreichen, dass sich das Alkoholkonsumverhalten der Kinder und Jugendlichen ändert.« Es gab auch kritische Stimmen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 14.1.09) Neues Deutschland, 15.1.09

Alkoholfrei am Neujahrsempfang
Dienstag 13. Januar 2009 von htm
Illerrieden, D, geht als gutes Beispiel voran. Beim Neujahrsempfang prognostizierte Bürgermeister Jens Kaiser ein spannendes Jahr. Es werde aber nicht einfach werden. Es war der erste alkoholfreie Empfang in Illerrieden.
Ein Thema stellte der Bürgermeister in dem Mittelpunkt seiner Neujahrsrede: “Jugend und Alkohol”. Aufgerüttelt durch nackte Zahlen, die belegten, dass sich die Zahl der Alkoholvergiftungen von Jugendlichen seit dem Jahr 2000 verdoppelte, hätten sich die Gemeinden im Alb-Donau-Kreis vorgenommen zu handeln.
Jens Kaiser griff in diesem Zusammenhang einen Titel der SÜDWEST PRESSE auf, der da lautete: “Alkoholkonsum ist Teil unserer Alltagskultur”. Es sei also kein Wunder, wenn den Jugendlichen suggeriert wird, dass zu einem Fest Alkohol selbstverständlich dazu gehöre, so der Schultes. Illerrieden habe sich deshalb entschlossen, den Neujahrsempfang ohne Alkohol zu begehen. So stießen die Gäste auf das neue Jahr mit alkoholfreiem Fruchtcocktail, Streuobst-Apfelsaft, Mineralwasser oder ausgezeichnetem Illerriedener Trinkwasser an. “Quellfrisch, Natur belassen und erquickend”, wie der Bürgermeister anmerkte. (Quelle: Google Alkohol Alert, 13.1.09) südwestpresse.de, 12.1.09
Kommentar: Dieser Bürgermeister hat etwas gemerkt und gehandelt. Zur Nachahmung empfohlen.

Ebenfalls Eintrag auf www.alkoholpolitik.ch:
TOP NEWS: Alkoholsteuern sind wirksam!
Freitag 16. Januar 2009 von htm
Mit einer neuen Studie wurden über 30 Jahre Forschungsarbeit neu analysiert. Während viele lokale und nationale Regierungen gegenwärtig über Vorschläge zur Erhöhung der Alkoholsteuern debattieren, kommt eine neue Studie gerade rechtzeitig, die heute in der Februar-Ausgabe des Addiction journal online erscheint. Sie findet, dass je mehr die alkoholischen Getränke kosten, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass die Leute diese konsumieren. Und wenn sie konsumieren, trinken sie weniger. Nach der Analyse von 112 Studien aus fast vier Jahrzehnten dokumentierten die Forscher einen konkreten Zusammenhang zwischen der Menge Alkohol, welche die Leute trinken und den Kosten. (Source: Medical News Today, 15.1.09)
Kommentar: Diese Studie sollte allen Regierungen und Parlamenten zugestellt werden. Die deutsche Drogenbeauftragte Sabine Bätzing wünschte sich ja diese Abklärung. Was macht sie jetzt?

Für weitere Auskünfte bin ich gerne bereit. Besten Dank für Ihr Interesse.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
http://www.alkoholpolitik.ch/archiv08/projekt4.htm

PS Die Webseite ist neu gestaltet worden. Bisherige direkte Links auf innere Seiten bis 2008 funktionieren möglicherweise nicht mehr. Am besten geht man über die normale URL: http://www.alkoholpolitik.ch und dann oben über „Archiv bis 2008“

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 1. Februar 2009 um 23:40 und abgelegt unter Allgemein, Global, Interventionen einzeln, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv.. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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