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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für September 2010

CH: Die Totalrevision des Alkoholgesetzes kommt doch nicht so schnell

Donnerstag 30. September 2010 von htm

In eigener Sache: Von kompetenter Seite wurde darauf hingewiesen, dass entgegen unserer pessimistischen Aussage im heutigen Newsletter-Begleitbrief zur Zeit der angekündigten Präventions-Aktion im Mai 2011 die Total-Revision des Alkoholgesetzes noch nicht vom Parlament verabschiedet sein werde. Wir hoffen natürlich, dass diese Beurteilung zutrifft und die Präventionskampagne die Öffentlichkeit und die Politik für alkoholpolitische Anliegen sensibilisieren kann. Für Informationen unserer Leserschaft sind wir immer dankbar.

Kategorie: Aktionen, Allgemein, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Newsletter September 2010 – d –

Donnerstag 30. September 2010 von htm

www.alkoholpolitik.ch Newsletter September  2010 (per 30.9.10)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde,

Wir freuen uns, Ihnen den neuen Newsletter im 10. Erscheinungsjahr der Webseite unterbreiten zu dürfen und hoffen, dass er für Sie nützlich ist. Wenn Sie Anregungen für Verbesserungen haben, sind wir für Ihr Feedback dankbar, und wir werden deren technische Umsetzung gerne versuchen. Wir haben nur noch wenige Unterteilungen vorgenommen und eine kleine Auswahl mit gekürzten Meldungen getroffen. Mit Hilfe der Links in den Ueberschriften, können Sie die ausführlichere und verwandte Meldung leicht finden. Um den Newsletter weiter zu kürzen, haben wir zwei getrennte Ausgaben nach den Sprachen Deutsch und Englisch verfasst. Wir würden uns über ein Feedback freuen, ob diese Form für Sie nützlich ist. Auf der Webseite finden Sie weitere Kapitel, z.B. Leserbriefe, Interventionen, Zitate. In der englischen Abteilung sind mehrheitlich Artikel notiert, die in der deutschen Version nicht  vorhanden sind. Es lohnt sich, auch dort zu stöbern.

Bitte überprüfen Sie, ob unsere Adresse in der Liste der akzeptierten Adressen enthalten ist, damit Ihr Spam-Filter unsern Newsletter nicht zurückweist.

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Sollten Sie den Newsletter nicht mehr zu erhalten oder ihn für jemand anderen zu bestellen wünschen, senden Sie bitte eine kurze Mitteilung an htmeyer(at)alkoholpolitik.ch

Um das Mail leicht zu halten, verzichten wir auf die pdf-Beilage.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer

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Begleitbrief Newsletter 1009

Das Eidgenössische Bundesamt für Gesundheit plant vom 21. bis 29. Mai 2011  mit Partnern aus Österreich und Deutschland eine neuartige Alkoholkampagne: Die Gesellschaft suche nach einem neuen Umgang mit dem Alkohol. Es fragt: Wie können wir einen genussvollen Umgang mit dem Kulturgut Alkohol praktizieren und vorleben, den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen – und gleichzeitig glaubwürdig den Exzessen und ihren Folgekosten entgegen treten?

Im Mai ist möglicherweise der Zug des neuen Alkoholgesetzes schon abgefahren. Was soll ein solches Nachhutgefecht als Alibiübung? Noch dazu Gastronomie und Handel schadlos halten, was gemäss WHO-Überzeugung nicht funktioniert? Dazu sollen die Folgekosten von Exzessen bekämpft werden, dabei sind die Folgekosten des chronischen, des risikoreichen und des „normalen“ Konsums mindestens so hoch.  (siehe unsere nachträgliche Fussnote!)

Es scheint darauf hinauszulaufen, dass der zahnlose Entwurf des neuen Alkoholgesetzes ohne Einfluss der neuen Alkoholstrategie der WHO im Parlament durchgewunken werden soll. Die Alkohollobby macht’s möglich. Und das von den Medien nicht informierte Stimmvolk hat keine Chance, seine Interessen zu wahren. Auch die in letzter Zeit in den Medien zum Zuge gekommenen Medienkritiker sind sich zu schade, die heisse Kartoffel anzurühren. Ein Lehrstück: So kann die direkte Demokratie auf Eis gelegt werden.

Dabei hat gerade der Kanton Genf gezeigt, dass Verkaufseinschränkungen für Alkohol wirken. Und eine neue Meta-Analyse von 50 Studien der Universität von Florida zeigt, wie Alkoholsteuern die alkoholbezüglichen Schäden reduzieren. Interessant, dass diese Studie auf einer Business-Webseite erwähnt wurde. Vielleicht wächst doch in Wirtschaftskreisen die Erkenntnis, dass Wirtschafts-Ethik auch praktische Berechtigung hat. Wenn Wirtschaftsverbände auch die Interessen des Volkes vertreten würde, wäre es sogar zu ihrem eigenen Vorteil.

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Nachtrag: CH: Die Totalrevision des Alkoholgesetzes kommt doch nicht so schnell
In eigener Sache: Von kompetenter Seite wurde darauf hingewiesen, dass entgegen unserer pessimistischen Aussage im heutigen Newsletter-Begleitbrief zur Zeit der angekündigten Präventions-Aktion im Mai 2011 die Total-Revision des Alkoholgesetzes noch nicht vom Parlament verabschiedet sein werde. Wir hoffen natürlich, dass diese Beurteilung zutrifft und die Präventionskampagne die Öffentlichkeit und die Politik für alkoholpolitische Anliegen sensibilisieren kann. Für Informationen unserer Leserschaft sind wir immer dankbar. ——————————————————————————————

TOP NEWS

TOP NEWS: CH: Neuartige Alkohol-Präventions-Kampagne – 7. September 2010
Das Bundesamt für Gesundheit plant mit Partnern eine neuartige Alkoholkampagne: Die Gesellschaft sucht nach einem neuen Umgang mit dem Alkohol. Wie können wir einen genussvollen Umgang mit dem Kulturgut Alkohol praktizieren und vorleben, den Interessen von Gastronomie und Detailhandel Rechnung tragen – und gleichzeitig glaubwürdig den Exzessen und ihren Folgekosten entgegen treten? … Als erster Schritt findet vom 21. bis 29. Mai 2011 eine Aktionswoche statt – eingebettet in ein trinationales Projekt mit Deutschland und Österreich. Infoblatt (pdf, 2S., 28Kb) mit weiteren Informationen und der Möglichkeit einen Newsletter zur kommenden Aktionswoche zu abonnieren. (Quelle: Infoset Newsletter September 2010) Kommentar: Positiv: Der gesellschaftliche Diskurs wird versucht, den die Medien verweigern. Fragwürdig: Die Rücksichtnahme auf die Alkoholwirtschaft. Mit ihr gibt es keinen Konsumrückgang. Vielleicht hat dann unsere Projekt-Idee endlich eine Chance. Leider kommt diese öffentliche Diskussion reichlich spät, wenn sie einen Einfluss auf die Revision des Alkoholgesetzes haben soll.

Kanton Genf: Verkaufseinschränkungen für Alkohol wirken – 7. September 2010
Zeitliche und örtliche Verkaufseinschränkungen für alkoholische Getränke stellen ein wirksames Instrument der Prävention dar. Dies zeigt eine Studie von Sucht Info Schweiz. Seit 2005 gilt im Kanton Genf für Läden nachts ein Alkoholverkaufsverbot, und Tankstellen sowie Videotheken dürfen generell keinen Alkohol mehr verkaufen. Die Untersuchung im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zeigt die positiven Auswirkungen auf das Rauschtrinken Jugendlicher und junger Erwachsener. (Quelle: Pressemitteilung der Sucht Info Schweiz, 7.9.10)

SCHWEIZ

Nationalrat stimmt Initiative für Jugend und Musik zu – 29. September 2010
Der Nationalrat hat sich für die Initiative «Jugend und Musik» ausgesprochen. Die einen sagen, Bildung sei Kantonssache, die andern wollen eine Gleichstellung der Musik mit dem Sport. Die Vorlage geht jetzt zum Ständerat. Das Stimmvolk wird dann darüber entscheiden, ob die musikalische Bildung vom Bund gefördert werden soll. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.9.10) 09.095 Jugend und Musik. Volksinitiative unser Online-Kommentar: Nicht zu vergessen ist, dass eine breite musikalische Bildung der Jugend eine stark drogenpräventive Wirkung hat. Wie die Kosten gedeckt werden könnten steht in der Projekt-Idee auf www.alkoholpolitik.ch.

Couragierter Passant im Zürcher HB niedergeschlagen und ausgeraubt – 26. September 2010
Im Zürcher Hauptbahnhof ist am frühen Sonntagmorgen ein 22-jähriger Mann von einer Gruppe von Männern niedergeschlagen und beraubt worden. Zuvor hatte er sich für eine junge Frau eingesetzt, die von der Gruppe sexuell belästigt worden war. Sechs Männer wurden verhaftet. (Quelle: Sonntagszeitung, 26.9.10) Kommentar: Dass um diese Zeit Alkohol im Spiel war, ist wohl naheliegend.

“Anständig wirtschaften”, das neue Buch von Hans Küng – 24. September 2010
Hans Küng, der weltbekannte Schweizer Theologe, hat sein Heimatdorf, das luzernische Sursee, für die Präsentation seines neuesten Buches gewählt. “Anständig wirtschaften” heisst sein Werk, das sich um global gültige Standards für eine gerechte Wirtschaft dreht. (Quelle: swissinfo.ch, 9.9.10) Kommentar: Das sollte Pflichtlektüre für unsere Politiker werden. Sie müssen ja der Wirtschaft auf die Sprünge helfen. Auch in der Alkoholpolitik.

«Journalismus ohne Verantwortung ruiniert die Gesellschaft» – 24. September 2010
Die Medien stecken in der Krise. Doch der Verband Schweizer Medien will nicht darüber reden. Diese Vogel-Strauss-Politik ergibt keinen Sinn.
Vergangene Woche trat am Jahreskongress der Schweizer Verleger der Nobelpreisträger Richard R. Ernst auf. Der emeritierte ETH-Professor sprach über Infotainment und verantwortungsbewusste Bildung. Er nahm vor den hochkarätigen Managern der Medienbranche kein Blatt vor den Mund. «Journalismus ohne Verantwortung ruiniert die Gesellschaft», sagte er. Ferner: … Werbung verführt und bringt die Konsumenten vom Pfad der Erkenntnis ab. …. (Quelle: Google Medienkritik, 23.9.10) NZZ online, 22.9.10 Unser Online-Kommentar:
Dem kritischen Publikum sei die Entwicklung nicht verborgen geblieben. Von wegen! Wenn der Leserschaft wichtige Fakten nicht weitergegeben werden, kann die öffentliche Diskussion gar nicht stattfinden. Das geschieht auch jetzt wieder in Bezug auf die Alkoholpolitik. …

Alkohol- und Pilzgenuss mit unliebsamen Folgen – 21. September 2010
Genuss und Risiko liegen bei Pilzen oft nahe beinander. Wer Pilze sammelt, sollte auch auf die riskante Kombination mit Alkohol achten. Sucht Info Schweiz (ehemals SFA) rät, den so genannten Faltentintling nicht zusammen mit Alkohol zu verzehren. Vergiftungserscheinungen wie Hitzewallungen, Herzklopfen oder Schwindel können auftreten. (Quelle: http://www.sucht-info.ch/

Tödlicher Unfall in Lausanner Disco, dann Angriffe auf die Polizei – 20. September 2010
Am Sonntagmorgen um 5 Uhr kletterte ein 21-jähriger Mann auf der Terrasse des Lausanner Clubs Loft auf ein Möbelstück, das eine Raucherzone vom Haupteingang abtrennte, und verlor das Gleichgewicht. Er fiel 12 Meter tief. Als die Polizei kam, wurde sie von einer wütenden Menge empfangen. Das Opfer erlag noch auf der Unfallstelle seinen Verletzungen. Warum er kletterte, ist nicht bekannt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.9.10) Kommentar: Warum er kletterte und warum die Kletterei misslang, könnte wahrscheinlich eine Blutprobe erahnen lassen. Ob wohl eine gemacht wird? Und das Ergebnis veröffentlicht wird?

CH: Förderung der Jugendarbeit mit zeitgemässem Gesetz – 18. September 2010
Der Bundesrat will ausserschulische Kinder- und Jugendarbeit stärker fördern. Er hat am Freitag das Jugendförderungsgesetz zuhanden des Parlaments verabschiedet.   …8,4 Millionen Franken jährlich will man sich die ausserschulische Kinder- und Jugendarbeit mittelfristig kosten lassen.
Jugendorganisationen seien nach wie vor von grosser Bedeutung, sagte Burkhalter. Sie böten den Kindern und Jugendlichen die Chance, sich freiwillig zu engagieren, Verantwortung zu Übernehmen und Kompetenzen zu erwerben.
Mit dem neuen Gesetz sollen aber auch Formen der Jugendarbeit gefördert werden, die nicht an Mitgliedschaften gebunden sind. (Quelle: NZZ, 17.9.10) Kommentar: Wenn das neue Gesetz die Jugendorganisationen schwächt statt stärkt, sollte es abgelehnt werden. Wie Jugendarbeit in viel grösserem Mass gefördert werden könnte, steht in unserer “Projekt-Idee” seit Jahren.

Was kosten uns die Süchte? – 18. September 2010
Der Tages-Anzeiger bringt einige Zahlen zu verschiedenen Süchten. Z.B. koste ein Alkoholiker der Allgemeinheit 6800 Franken. Dann heisst es, die Alkoholiker kosten das Land 7 Milliarden Franken. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.9.10) Kommentar: Mit 7 Milliarden sind wohl die gesamten alkoholbedingten Sozialkosten gemeint, die vor Jahren in einer Untersuchung auf 6,5 Milliarden beziffert wurden. Wenn man diese 7 Milliarden mit den rund 300’000 Alkoholikern vergleicht, ergibt das einen Anteil von 23’333 Franken pro Alkoholiker. Die 7 Milliarden werden zu einem kleinen Teil von den Alkoholikern verursacht. Beteiligt sind in stärkerem Mass (doppelt) risikoreicher und mässiger Konsum, d.h. der Gesamtkonsum. Deshalb muss Prävention den Gesamtkonsum erreichen. …

CH: Der Nationalrat verabschiedet Sportförderungsgesetz – 17. September 2010
09 082 Sportförderungsgesetz sowie Bundesgesetz über die Informationssysteme des Bundes im Bereich Sport. (15.9.10) Kommentar: Der Bundesrat hat es schon früher abgelehnt, die Unterstützung von Sportverbänden oder Grossanlässen davon abhängig zu machen, dass kein Alkoholsponsoring stattfindet. So überrascht es nicht, dass bei dieser Vorlage nicht die Rede davon war. Dafür spielen sie bald zur Beruhigung des Gewissens zu Beginn der Legislaturperiode die Nationalhymne ab! (09.3946 Motion Marra Ada. im Ständerat: Nationalhymne zur Eröffnung der Legislaturperiode) Abgesehen davon: Sportförderung kann natürlich auch Prävention sein.

CH: Der Nationalrat genehmigt Bundesgesetz über den zollfreien Einkauf auf Flughäfen – 17. September 2010
10.037 Einkauf von Waren in Zollfreiläden auf Flughäfen. Bundesgesetz. Die Vorlage des Bundesrates wurde am 16.9.10 angenommen. Fortan soll auch bei der Ankunft in der Schweiz zollfrei eingekauft werden können. Anträge auf Nichteintreten und auf Beschränkung des Warenangebotes (ohne Alkohol und Tabak) wurden abgelehnt. Kommentar: Der Präventionsgedanke hat in diesem Rat immer noch keine Chance. Dass die Grossverteiler in der Vernehmlassung nicht dagegen waren, kann damit erklärt werden, dass sie damit rechnen, die Konsumenten würden den nächsten Einkauf bei ihnen tätigen, nachdem sie auf den Geschmack gekommen waren.

CH: Wetzikon will Alkoholtestkäufe mit Konsequenzen – 11. September 2010
Im Frühjahr haben minderjährige Testkäufer in 32 Wetziker Betrieben Alkohol bestellt. 29-mal blitzten sie ab, dreimal aber waren sie erfolgreich. Diese Betriebe haben die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz missachtet und erhalten von der Stadt eine Abmahnung, also eine Verfügung, die sie 320 Franken kostet. Gegen diese Verfügung wehrte sich ein Detaillist mit einer Einsprache. Der Gemeinderat wies die Einsprache ab. (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.9.10)

CH: «Reclaim the Streets», illegale Partys und Betrunkene – 11. September 2010
Kongress der städtischen Polizeidirektoren in Zürich über heutige Herausforderungen im öffentlichen Raum.
Der öffentliche Raum in Städten birgt zunehmend Konfliktpotenzial. An einem Kongress in Zürich sind die Herausforderungen für die Polizei thematisiert worden. (Quelle: NZZ, 11.9.10)

Eine neue Internetzeitung: Journal 21. Mehrwert? 11. September 2010
Die neue Internetzeitung verspricht journalistischen Mehrwert. Vom ehemaligen Chef der “Tagesschau”, Heiner Hug gegründet, wirken pensionierte Journalisten, welche “die Aktualität ergänzen, vertiefen, erklären und kommentieren” wollen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 11.9.10) (Warum nicht online?) journal21.ch Kommentar: Kann man hoffen, dass diese nun das schreiben, was sie bei ihrem Verlag nicht durften? Dann könnte ja beim Alkoholproblem doch endlich eine öffentliche Debatte entstehen, die diesen Namen verdient.

CH: Der Bundesrat entschuldigt sich – 11. September 2010
Jahrelang wurden Jugendliche in der Strafanstalt Hindelbank eingesperrt, ohne straffällig geworden zu sein – angeblich zur Erziehung. Jetzt hat sich Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf bei den Opfern entschuldigt. Als Gründe galten etwa ein «lasterhafter Lebenswandel», «Liederlichkeit» oder «Trunksucht». (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.9.10) Kommentar: Wann entschuldigt er sich auch bei den über 100’000 Kindern und Jugendlichen in der Schweiz, die in einer alkoholbelasteten Familie aufwachsen müssen, weil die Schweizer Politik nicht für einen massiven Rückgang des Alkohokonsums sorgt? Und dies seit über 100 Jahren!

Bericht: Club Health 2010 – 7. 9. Juni, Zürich – 10. September 2010
Der im Juni von Infodrog und Streetwork Zürich durchgeführte internationale Kongress zum Thema Nightlife war ein voller Erfolg. Mit über 200 Teilnehmenden, einer Vielzahl von interessanten Referaten und einer guten Mischung aus Forschung und Praxis wurden die neuesten Erkenntnisse im Bereich Nightlife präsentiert und diskutiert. » zu den Präsentationen der Plenarveranstaltungen
Die Sondernummer des SuchtMagazin Club Health und Nightlife in deutscher und englischer Sprache erscheint im Oktober 2010.

CH: Berichte der Kantonsregierungen über die Verwendung des Alkoholzehntels – 7. September 2010
Die Kantone erhalten 10 Prozent des Reinertrags aus der Besteuerung der gebrannten Wasser. Die aktuellen Zahlen sind auf der Website der Eidg. Alkoholverwaltung (EAV) zugänglich. Der Anteil der Kantone ist zur Bekämpfung des Alkoholismus, des Suchtmittel-, Betäubungsmittel- und Medikamentenmissbrauchs in ihren Ursachen und Wirkungen zu verwenden. Die Kantone erstatten dem Bundesrat jährlich Bericht über die Verwendung ihres Anteils. Der Bericht der Kantone 2006-2008 (pdf, 70S., 1.2Mb) ist online bei der EAV erhältlich. (Quelle: Infoset Newsletter September 2010)

CH: Neues Alkoholgesetz: Vernehmlassungs-Stellungnahmen – 7. September 2010
Wir werden auf dieser Seite die uns bekannten kritischen Stellungnahmen aufführen und verlinken. Für Zusendungen sind wir dankbar. Jedermann ist aufgerufen, sich in den Vernehmlassungs-Prozess einzuschalten.
Siehe unsern Artikel mit diesen Links:
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung von heute Mittwoch die Vernehmlassung zur Totalrevision des Alkoholgesetzes eröffnet. Er legt Entwürfe für zwei neue Gesetze vor: ein Spirituosensteuergesetz und ein Alkoholgesetz. (Quelle: Google Alkohol News, 30.6.10) Medienmitteilung / Kurzfassung des Gesetzesentwurfs siehe auch dazu 3 Leserbriefe
Tages-Anzeiger, 30.6.10 / NZZ, 30.6.10 Kommentar: Die Eidg. Kommission für Alkoholfragen (EKAL) hatte zu Handen des Bundesrates ihre Vorstellungen für ein Alkoholgesetz formuliert. Der Vernehmlassungsentwurf des Bundesrates zeigt, dass er lieber auf die Wirtschaft als auf sein Beratergremium hört.
Siehe unsere Kategorie auf der linken Seite: Dossiers – Neues Alkoholgesetz (CH)

Newsletter Infoset September 2010 – 6. September 2010
Er bringt Informationen zu allen Suchtbereichen, vor allem aus der Schweiz. Hier be-/ abbestellen

Interview zu Alkohol-Konsum-Verboten – 4. September 2010
Blick sprach mit Monique Helfer (42) Sprecherin von der Sucht-Info Schweiz.
Blick.ch: Frau Helfer, ist ein Verbot die Richtige Lösung gegen Saufgelage, Pöbeleien und Vandalismus?
Monique Helfer: Wenn eine Stadt zum Ziel hat, Ruhe und Ordnung zu schaffen, mag dies helfen. Wollen die Sozialdepartemente etwas gegen das Rauschtrinken bei Jugendlichen unternehmen, kommt man damit nicht weit. … (Quelle: blick.ch, 3.9.10) mit unserem Online-Kommentar: Es kann kein Konsens über das Behandeln des Alkoholproblems als solches bestehen, weil die Bevölkerung weder über dessen Tragweite noch über die Verbesserungsmöglichkeiten informiert ist. Medien und die Politik schirmen ab, um nicht mit der Alkoholindstrie in Konflikt zu geraten. …

Alkohol am Tod des Glarner Waffennarren beteiligt? – 4. September 2010
Vor zweieinhalb Wochen sprengte sich ein Glarner Waffennarr mitsamt seines Hauses in die Luft. Nun wird gemeldet, er sei kurz vor seinem Tod vom Zürcher Bezirksgericht wegen einer Blaufahrt zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.9.10)

CH: Verzicht auf neues Institut für Prävention beantragt – 3. September 2010
Die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz soll neu positioniert werden und im Rahmen des Präventionsgesetzes gewisse Aufgaben erhalten. Diesen Grundsatzentscheid hat die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats gefällt. (Quelle: parlament.ch, 3.9.10) Kommentar: Nachdem dieses Institut von verschiedenster Seite Kritik fand, kommt dieser Entscheid nicht überraschend.

CH: Städteverband wünscht lokal begrenzte Alkoholverbote – 3. September 2010
Im neuen Luzerner Sicherheitsbericht wird ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum als Option erwähnt. Der Städteverband äusserte sich für eine solche Klausel im neuen Alkoholgesetz, doch der Bund winkt ab. Er sei nur für den Alkoholhandel zuständig. (Quelle: NZZ, 3.9.10) Siehe dazu auch: “Sichbetrinken verboten” in der gleichen NZZ und unsern Leserbrief dazu.

Die Schwingfest-Puristen begehren auf – 3. September 2010
Das «Eidgenössische» wurde auch zum Schweizer Oktoberfest der Nichtschwinger. Trotzdem hält der Schwingerverband am neuen Konzept fest. Sponsoren wollen es so. Katerstimmung nach dem Fest: Am «Eidgenössischen» wurde randaliert. … Jetzt hat der «Blick» aber Bilder ins Internet gestellt, die ein Chaos zeigen: eine Halle mit wild durcheinandergewirbelten Festbänken, und der Boden übersät mit Bierflaschen. Kein Zweifel: Während draussen im Sägemehl wacker geschwungen wurde, sind hier im Alkoholrausch die Bänke geflogen. Kann man ein Schwingfest mit solchen Kollateralschäden noch als friedlich bezeichnen? (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.9.10) (siehe auch unsern Leserbrief)

CH: Die WAK will zurück zum 24-Stunden-Shopping – 2. September 2010
Nächtliches Einkaufen in Tankstellen soll bald wieder erlaubt sein. Gewerkschaften fürchten eine Durchlöcherung des Arbeitsrechts.
Mitte Juli hat das Bundesgericht entschieden, dass das nächtliche Einkaufen in Tankstellenshops gesetzeswidrig sei. Die Mehrheit der Bevölkerung könne darauf verzichten, ohne dies als grossen Mangel zu empfinden, befanden die Richter. Tankstellen dürften deshalb in der Sperrfrist zwischen ein und fünf Uhr nur noch Benzin, Autozubehör, Kioskartikel und fertig zugerichtete Speisen und Getränke verkaufen.
Nur fünf Wochen nach dem Urteil deutet jedoch alles darauf hin, dass die Politik den Entscheid der Justiz umstösst: So hat die Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrats einer parlamentarischen Initiative von FDP-Nationalrat Christian Lüscher mit 18 zu 8 Stimmen deutlich zugestimmt. … (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.9.10) Kommentar: Es geht auch um die Erhältlichkeit von Alkoholika.

CH: Interpellation Revision des Alkoholgesetzes. Unlautere Beeinflussung – 2. September 2010
10.3423 – Eingereicht von Schenker Silvia am 14.06.2010 im Nationalrat
Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:
1. Weshalb hat die Allianz der Wirtschaft für eine massvolle Präventionspolitik bereits in der aktuellen nicht-öffentlichen Phase der Revision des Alkoholgesetzes Kenntnis der internen Entwürfe erhalten? Auf welchem Weg konnte sie den selbstdeklarierten Einfluss geltend machen? ….  (Quelle: Das Schweizer Parlament, Curia Vista – Geschäftsdatenbank) mit Begründung und Antwort des Bundesrate. – Kommentar: Die in der Antwort aufgeführten Rechtsgutachten erklären Mindestpreise als rechtswidrig. Zitat: “Bei einer vom Alkoholgehalt abhängigen Lenkungsabgabe hingegen ist keine materielle Diskriminierung zu erkennen. Insofern ist eine solche Massnahme mit dem Freihandelsabkommen Schweiz-EU vereinbar. Diese rein wirtschaftspolitische Massnahme ist ebenfalls mit der Bundesverfassung vereinbar, betrifft jedoch die Gesamtheit aller alkoholischen Getränke und nicht nur die Billigstprodukte.” Es ist also zu hoffen, dass das Parlament diese Möglichkeit ins Gesetz einbaut. Sie wäre sowieso die erste Priorität. Mindestpreise sollten die Umgehung von Preiserhöhungen bei Lenkungsabgaben verhindern. (Quelle: Studienergebnisse in Zusammenhang mit der Totalrevision des Alkoholgesetzes, news.admin.ch, 30.6.10

A wie Alltagsdroge – 1. September 2010
Der Alkohol hat unsere westeuropäische Gesellschaft fest im Griff. Ob wir wollen oder nicht. Feiern und Mineral trinken wird nur durchs Autofahren legitimiert. Ohne Alkoholiker zu sein hat man den eigenen Konsum schnell nicht mehr unter Kontrolle. (Quelle: tink.ch, 31.8.10) mit unserem Online-Kommentar: Kein Kraut sei gegen Hopfen und Malz gewachsen. Das ist genau die Resignation, die sich die Alkoholindustrie wünscht, denn so kann sie ungebremst das Volk weiterhin für dumm verkaufen. Die WHO hat uns alle als Passivtrinker bezeichnet, die ein Leben lang ungefragt die unerhörten alkoholbedingten Sozialkosten bezahlen und die eingeschränkte Lebensqualität in Kauf nehmen. Würden sich die Behörden, Politiker und die Medien nicht dermassen von der Alkohollobby unter Druck setzen lassen und eine objekitive auf Tatsachen basierte Diskussion zulassen, könnte sich die Mehrheit der Bevölkerung wehren und eine Änderung herbeiführen. Siehe auch den Artikel dieser Nummer über die Medien. Oder www.alkoholpolitik.ch.

INTERNATIONAL

JugendFilmTag 2010 rund um Alkohol und Nikotin im CinemaxX Hannover – 29. September 2010
Mit Kino und Theater gegen Alkohol und Nikotin: Landeshauptstadt und Region Hannover bieten für Schulen aus der Region einen JugendFilmTag rund Drogensucht und Abhängigkeit an. Am Donnerstag, 28.Oktober 2010, werden im CinemaxX Raschplatz in Hannover von 9 Uhr bis 12.30 Uhr insgesamt drei Kinofilme und zwei Theaterstücke zum Thema aufgeführt. Für einige Klassen stehen noch Plätze zur Verfügung. (Quelle: Google Alkohol News, 29.9.10) hannover-zeitung.net, 28.9.10

Alkohol wird im Alter zunehmend zum Problem – 29. September 2010
Sucht und Abhängigkeit bei alten Menschen sind ein zunehmendes Problem für das Personal in Alten- und Pflegeheimen. Bundesweit haben nach Schätzungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) rund 400.000 ältere Menschen ein Alkoholproblem, ein bis zwei Millionen sind medikamentenabhängig. Machen Sie hier den Test für Männer oder für Frauen und finden Sie heraus, ob Sie gefährdet sind. (Quelle: Google Alkohol News, 29.9.10) lifestyle.t-online.de, 28.9.10

Zeitschrift “rausch” Nr. 4/2010 – 28. September 2010
Das unabhängige Magazin für Suchtfragen. Themen: Barrierefreie Suchthilfe – mit Lücken; Der Elefant, den niemand sieht; u.a. Pressemitteilung, 28.9.10

Hartz IV: Fünf Euro mehr, kein Geld für Alkohol und Tabak – 27. September 2010
Die Bundesregierung steht wegen ihrer Pläne zur Hartz-IV-Reform in der Kritik. Nur fünf Euro mehr werden die 6,7 Millionen Hartz-IV-Empfänger in Deutschland demnächst erhalten. Nach dem Willen der schwarz-gelben Koalition soll das Arbeitslosengeld II für Erwachsene ab 2011 von 359 auf 364 Euro monatlich steigen. Dies hat am Sonntag eine Spitzenrunde unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossen. Aber im Bundesrat hat die Regierung keine Mehrheit und die linken Parteien sind für mehr Mittel. (Quelle: Google Alkohol News, 27.9.10) mz-web.de, 26.9.10

Die Alkohollobby macht in Panikstimmung – 27. September 2010
Kommissare und Beamte der Europäischen Union machen sich daran, eine neue Prohibition vorzubereiten, ein totales Alkoholverbot. … (Quelle: Google Alkohol News, 27.9.10) webnews.de, 26.9.10 unser Online-Kommentar:
Mit solchen Panik-Meldungen versucht die Alkohollobby, (die Autorin “nansy” ist dafür bekannt) das Publikum aufzuschrecken, damit es voll emotional statt vernünftig auf eventuelle Präventionsversuche der Regierungen reagiert.
Weder gibt es bei Tabak Prohibition, noch wird der Alkohol jemals verboten.

Streit um Alkohol und Tabak im neuen Hartz-IV-Gesetz – 24. September 2010
Soll das neue Hartz IV wie bisher auch Kosten für Alkohol und Tabak enthalten?
Vom bisherigen Regelsatz von 359 Euro/Monat sind fast 20 Euro für Tabak und Alkohol vorgesehen. 11,58 Euro gibt es für Zigaretten, Zigarren etc., 7,52 Euro für Bier, Wein, Schnaps.
SPD-Fraktionsvize Elke Ferner forderte gestern in BILD, das solle auch so bleiben. Unterstützung kommt von Adolf Bauer, Chef des Sozialverbandes Deutschland (SoVD). (Quelle: Google Alkohol News, 24.9.10) bild.de, 24.9.10

Alkoholverbot im Stadion bei Cottbus – Hertha – 24. September 2010
Beim Derby Cottbus – Hertha sind 800 Polizisten, Hubschrauber mit Wärmebildkameras und Suchscheinwerfern und 400 Ordner im Einsatz. Alles, damit das Berlin-Brandenburg-Derby Freitag (18 Uhr, Sky live) nicht zum Gewalt-Derby wird. Damit nicht genug. Eine weitere Maßnahme der Gastgeber: Absolutes Alkohol-Verbot im Stadion! 3000 Hertha-Fans reisen an. Das Stadion fasst 21500 Zuschauer und dürfte ausverkauft sein. (Quelle: Google Alkohol News, 24.9.10) bz-berlin.de, 23.9.10

Junge Männer müssen sich wegen Missbrauch verantworten – 24. September 2010
Die Staatsanwaltschaft Konstanz hat vor der Jugendkammer des Landgerichts Konstanz Anklage gegen drei junge Männer im Alter von 19, 20 und 22 Jahren wegen sexuellen Missbrauchs betrunkener Frauen erhoben. (Quelle: Google Alkohol News, 24.9.10) schwaebische.de, 23.9.10

Niederländer therapieren Alkoholiker mit Alkohol – 24. September 2010
Erste Bier-Therapie Europas: Eine niederländische Klinik, das “Centrum Maliebaan“ in Amersfoort, behandelt Alkoholiker mit Alkohol. Die Klinik eröffnete im Oktober 2009. In ihr werden Patienten „kontrolliert abgefüllt“, wie Klinikpsychiater Eugene Schouten sagt. Täglich dürfen die Patienten bis zu fünf Liter Bier trinken; zwischen jedem halben Liter muss mindestens eine Stunde Pause eingelegt werden. (Quelle: Google Alkohol News, 24.9.10) welt.de, 23.9.10 Kommentar: Die Holländer sind immer für Überraschungen gut. Nach dem kontrollierten Trinken ist dies die logische Fortsetzung, gemäss der kontrollierten Heroinabgabe. Man kann nur hoffen, dass bei einigen Patienten die Einsicht wächst, ein normales Leben wäre erstrebenswert. Denn immer können sie ja nicht bleiben und draussen sich zu halten, wird sehr schwierig. Da müsste sofort eine Nachbetreuung einsetzen, sonst ist der neue Absturz programmiert.

Irland in der Wirtschaftskrise, viele Pubs schliessen – 22. September 2010
Eine ganze Seite widmet der Tages-Anzeiger der Wirtschaftskrise Irlands. U.a. wird berichtet, in den letzten 12 Monaten hätten 1300 Pubs schliessen müssen. Als Gründe werden aufgezählt: Den Gästen fehlt das Geld; die auf dem Land Wohnenden blieben nach der Einführung der 0,5 Promillegrenze zu Hause; das Bier koste dank Preiskrieg unter den Supermarktketten dort oftmals weniger als Wasser. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.9.10) Kommentar: Nicht erwähnt wurde, dass in Irland seit dem 29.3.2004 ein generelles Rauchverbot in geschlossenen öffentlichen Räumen gilt. Mit einer effektiveren Alkoholpolitik hätten die Pubs gegenüber den Läden wahrscheinlich mehr Überlebenschancen gehabt.

Bereits ein Toter am Münchner Oktoberfest – 22. September 2010
Ein 72 Jahre alter Besucher aus Niedersachsen starb am Montagnachmittag im Spital, nachdem er betrunken gestürzt und sich eine Platzwunde am Hinterkopf zugezogen hatte. Im Spital erlitt er einen Herzstillstand. Die Polizei gab an, er könnte auch an Erbrochenem erstickt sein. (Quelle: Zürcher Landzeitung, 22.9.10)

Jeden Tag werden in Europa 40 Teenager getötet – 22. September 2010
Das ergibt 15’000 Jugendliche zwischen 10 und 29 Jahren, die einem Tötungsdelikt zum Opfer fallen, gemäss einem Bericht der Weltgesundheits Organisation WHO in Genf. Dazu kommt das 20-fache an Verletzten in Spitalpflege. In der Schweiz sterben jährlich 0,83 auf 100’000 Jugendliche durch Gewalt, mehr als in den Nachbarstaaten. Der Grund dafür ist nicht bekannt. (Quelle: Zürcher Landzeitung, 22.9.10; Tages-Anzeiger, 21.9.10) Kommentar: Nicht erwähnt wird, dass bei Jugendgewalt sehr oft Alkohol im Spiel ist.
(siehe auch: Jugendliche erleiden immer häufiger gewaltbedingte Verletzungen. Das bestätigt eine neue Studie der Suva im Mai 2009.)

Ärzte sind für Alkoholabhängige wichtige Ansprechpartner – 22. September 2010
Die Bundesärztekammer (BÄK) hat auf die Bedeutung der Hausärzte als Ansprechpartner für alkoholkranke Menschen hingewiesen. „Hausärzte können Alkoholprobleme bei ihren Patienten frühzeitig erkennen und ihnen helfen, ihre Suchterkrankung zu überwinden“, sagte Frieder Hessenauer, Vorsitzender des Ausschusses Sucht und Drogen der BÄK, anlässlich einer gemeinsamen Fachtagung von BÄK und dem Fachverband Sucht in Berlin. (Quelle: aerzteblatt.de, 21.9.10)

D: Der erste Tag am Oktoberfest – 20. September 2010
OB Ude rief gerade “O zapft is”, als eine Streife der Polizeihundestaffel vier Minderjährige bemerkten, die sich mit einem Kasten Bier auf einer Parkbank im Bavariapark niedergelassen hatten. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die Jugendlichen zwischen 14 und 15 Jahre alt waren – zu jung für Alkohol. Die Polizei schüttete nach Rücksprache mit den Eltern sämtliche Bierflaschen aus. Dennoch durften die vier Freunde anschließend mit Einverständnis der Eltern noch auf das Oktoberfest.
Immer wieder kommt es auf dem Oktoberfest zu Verletzungen durchen einen Maßkrug. So auch am Samstag. Gegen 15.50 Uhr geriet ein 20-jähriger Münchner in einem Festzelt mit einem 29-jährigen kanadischen Touristen in Streit. Dabei schlug der 20-Jährige seinem Kontrahenten mit dem Maßkrug auf den Kopf. Der Kanadier erlitt eine Kopfplatzwunde und eine Gehirnerschütterung. Die herumfliegenden Splitter verletzten noch zwei Begleiter des Kanadiers. usw. (Quelle: Google Alkohol News, 20.9.10) abendzeitung.de, 19.9.10

D: Länder verlangen EU-Schutzschirm für Winzer – 20. September 2010
Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wollen eine Liberalisierung des Weinanbaus in Europa über den Bundesrat verhindern. Sie fürchten den Verlust von Anbauflächen vor allem in Steillagen. Die Weinbauern wollen verhindern, dass Weinanbau in Europa zum Massengeschäft verkommt. Die Zeitung „Sonntag Aktuell“ berichtete, die beiden Landesregierungen wollten bei einer gemeinsamen Kabinettssitzung am kommenden Dienstag in Herxheim einen Entschließungsantrag für den Bundesrat verabschieden. (Quelle: Google Alkohol News, 20.9.10) welt.de, 19.9.10

München feiert 200 Jahre Oktoberfest, Wiesn-Wahnsinn – 19. September 2010
Die Münchner haben sich ganz dem Bier verschrieben: Sie feiern ab heute zum 200. Mal das Oktoberfest. Zum ersten Mal gilt ein Rauchverbot. Wer trotzdem qualmt, wird auf spezielle Weise bestraft, er soll kein Bier mehr erhalten. Es dauert einen Tag länger als sonst, 17 Tage. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.9.10) Kommentar: Das grösste Volksfest weltweit, sagt die Werbung, andere sagen, die grösste Sauf-Orgie der Welt, das schlechteste Beispiel für die Jugend.

D: Katerstimmung nach Testkauf-Bilanz in Hilden – 18. September 2010
Niederschmetterndes Ergebnis bei Testkäufen in Hilden: Die Hälfte der überprüften Händler verkaufte den Minderjährigen verbotenerweise Alkohol und Tabak, obwohl die Aktion angekündigt worden war.
„Hier gibt’s für Kids nichts zu holen! Kein Alkohol und Tabak für Jugendliche.“ So heißt die Aktion, die das Jugendamt der Stadt Hilden gemeinsam mit dem Ordnungsamt im Frühsommer startete. Doch 50 Prozent der Gewerbetreibenden hatten kein Problem damit, Alkohol oder Tabakwaren an Minderjährige zu verkaufen. … Bisher gingen 3000 Euro an Bussen ein.

CDU Politiker provoziert mit Alkohol-Beichte – 18. September 2010
Volker Kauder erhielt im April die Auszeichnung “Bier-Botschafter” von den deutschen Brauern verliehen. Ein Amt, das wie es scheint seinen Getränke-Vorlieben entspricht.
Das original “Oktoberfest” ist natürlich festverankert in der bayrischen Hauptstadt, doch gibt es weltweit viele Volksfeste, die “d’Wies‘n” nachempfunden sind. Dazu zählt auch das Berliner Oktoberfest. Traditionell eröffnet dies der bayrische Ministerpräsident, doch war Horst Seehofer verhindert, sodass Unions-Fraktionschef Volker Kauder ihn ersetzte und gleich für einen Eklat sorgte.
Nach dem üblichen Fassbieranstich ließ er es sich nicht nehmen, ein Mikrofon zu ergreifen und einige Worte an die 2.700 Gäste im Festzelt zu richten: “Wenn ich ein Achtel Wein im Jahr trinke, dann ist das viel. Aber zwei, drei Weizenbier am Tag – die müssen einfach sein.” (Quelle: Google Alkohol News, 18.9.10) unterhaltung.freenet.de, 17.9.10 Kommentar: Im Artikel zeigt sich eine gewisse Entrüstung über das Verhalten des Politikers. Dabei ist ja die ganze Alkoholpolitik der Regierung vom Einfluss der Alkohollobby geprägt. Da müsste die Empörung ansetzen.

D: Sündige Rendite – 18. September 2010
Katholische und evangelische Kirchenbanken locken Anleger mit ethisch sauberen Geldanlagen. Doch fromm beworbene Fonds spekulieren mit Rüstung, Tabak, Alkohol oder Glücksspiel. (Quelle: Google Alkohol News, 18.9.10) spiegel.de, 13.9.10

Oktoberfest Konstanz 2010: Volksfest am See – 17. September 2010
“O’ zapft is” heißt es am Freitag, 17. September, beim Oktoberfest Konstanz, einem der größten Volksfeste am Bodensee. Mit dabei sind in diesem Jahr unter anderem die Geschwister Hofmann, Mickie Krause, Papis Pumpels, die Aachtaler und natürlich die Radolfzeller Froschenkapelle. Und hier gibt es alle Infos zum Deutsch Schweizer Oktoberfest in Konstanz! Neu sei ein spezielles Festzelt (alkoholfrei) für die Jugend. (Quelle: suedkurier.de, 16.9.10) Kommentar: Toll! So haben die Jungen ihre saufenden Vorbilder gleich vor der Nase. Man kann nur hoffen, dass es abschreckend wirkt.

Rauchverbot “tötet” Pubs in Schottland – 16. September 2010
In Schottland haben über 700 Pubs in den letzten vier Jahren wegen des Rauchverbots schliessen müssen. Das seien 11% weniger. Dies ergab eine Studie, die von der Aktion “Save Our Pubs and Clubs” in Auftrag gegeben worden war. Ein Besitzer eines Pubs sagte einem Journalisten, 95% seiner Gäste hätten geraucht. Viele Arbeiter unter ihnen seien nach der Arbeit vor dem Heimgehen für ein paar Biere vorbeigekommen. Jetzt würden sie zu Hause Bier aus dem Laden trinken. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.9.10) (nicht online) Kommentar: Das haben sich doch die Schweizer Gastronomen schon lange erhofft. Der Gastrosuisse Präsident verkündete öffentlich, bei uns gäbe es 10’000 Betriebe zu viel. Auch Schottland wird gesundheitlich stark profitieren. Weniger Lungenkrebs, weniger Alkoholkonsum, weil die Frau zu Hause den Einkauf besorgt und in einigen Fällen steuern kann. …

Alkohol – ein Lösungsmittel? – 16. September 2010
“Durch den Alkohol vergesse ich meine Probleme”
Alkohol ist für viele Jugendliche auch ein Mittel, um sich einer Gruppe zugehörig zu fühlen.
Nina hatte bereits mit 13 ihren ersten Rausch. Auch ihre Freundinnen Julia und Lisa haben schon mit 14 das erste Mal über ihren Durst getrunken. … (Quelle: Google Alkohol News, 16.9.10) derstandard.at, 15.9.10 mit unserem Online-Kommentar: Es ist nicht erstaunlich, dass Jugendliche ihre Probleme mit Alkohol zudecken. Die Eltern der Valium-Generation haben es ja vorgemacht. Allerdings gelöst werden Probleme so nicht. Es gibt höchstens noch zusätzliche: Beispielsweise Straftatbestände, unerwünschte Schwangerschaft, usw.
Dass das Bundesministerium kein Geld für Alkoholprävention hat, überrascht nicht….

D: Gefordert wird: Kein später Alkohol an Tankstellen – 16. September 2010
CSU-Arbeitskreis unterstützt Bad Kissinger Amtsgerichtsdirektor.
Im Nachbarlandkreis Bad Kissingen sorgt dieser Tage Amtsgerichtsdirektor Matthias Göbhardt für Aufregung. Mit unverhohlener Kritik an der bayerischen Politik während einer Gerichtsverhandlung vorigen Donnerstag sorgte er für Aufsehen. Verhandelt wurde eine nächtliche Schlägerei von vier Betrunkenen. Diese hatten sich zu später Stunde in Tankstellen Alkohol besorgt.
Göbhardt klagte darüber, dass der Freistaat nicht das Baden-Württemberger Modell übernimmt, wo der Verkauf alkoholhaltiger Getränke in Tankstellen nach 22 Uhr verboten ist. In Bayern rede man von Prävention und Nachsorge, aber wenn es anzupacken gelte, dann werde „der Schwanz eingezogen“.  … (Quelle: Google Alkohol News, 16.9.10) mainpost.de, 15.9.10 mit unserem Online-Kommentar: Worte statt Taten. Man kann nur hoffen, dass der Einsatz dieser Politiker und Polizeibeamten Erfolg hat. …

Augsburg: Am Wochenende fließt der Alkohol in Strömen – 15. September 2010
Randale auf dem Plärrer, in der Tankstelle oder in der Disko. Die Liste der Straftaten, die am vergangenen Wochenende in Augsburg verübt wurden, ist erschreckend lang (wir berichteten), und dennoch nur eine Auswahl. Eine Auswahl von Straftaten, die alle ein und denselben Auslöser hatten: Alkohol. „Am Wochenende steigt der Alkoholkonsum. Eigentlich wollen Partygänger enthemmt und locker feiern. Doch wer zu tief ins Glas blickt, bei dem schlägt es schnell mal in Aggressivität um“, so Polizeisprecher Robert Göppel. (Quelle: Google Alkohol News, 15.39.10) augsburger-allgemeine, 14.9.10

Betrunkener US-Pilot am Flughafen Amsterdam aus Cockpit geholt – 15. September 2010
Der 52-Jährige aus Woodbury im US-Bundesstaat New Jersey sei nach einem anonymen Hinweis kurz am Flughafen Schiphol überprüft worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Dabei sei festgestellt worden, dass der Pilot “zu viel Alkohol” konsumiert hatte. (Quelle: Google Alkohol News, 15.9.10) stern.de, 14.9.10

D: Elite-Studenten entschuldigen sich nach Saufgelage – 15. September 2010
„Eindeutig zu weit“ gegangen sind Studenten der Elite-Hochschule EBS in Oestrich, als sie sich einem Saufgelage hingegeben haben. Dies meint ein Studentensprecher. Die kritisierten Studenten haben sich für ihren Exzess nun entschuldigt, die EBS hat ein Alkoholverbot verhängt. (Quelle: Google Alkohol News, 15.9.10) faz.net, 14.9.10 Kommentar: Das ist die Spitze des Eisbergs, genannt Trinksitten bei den Studentenverbindungen. Wenn sich ein Teil der Elite der Nation solche Alkoholerfahrung während des Studiums zur Gewohnheit werden lässt, ist das eine denkbar schlechte Voraussetzung, dass später, wenn ein Teil von ihnen in der Politik tätig ist, die nötigen und richtigen Entscheidungen gefällt werden, um dem Alkoholproblem beizukommen.

Grundschulkinder tranken Wodka – Jugendamt prüft Fall – 14. September 2010
Das Trinkgelage von drei Kindern in Oldenburg könnte Konsequenzen für die Eltern haben. Die drei Neun- bis Elfjährigen hatten am Samstag fast eine ganze Flasche Wodka geleert.
„Es geht jetzt darum zu klären, wie sie an den Alkohol kommen konnten“, sagte Jugendamtsleiter Frank Lammerding am Montag. Die Behörde will prüfen, ob die Eltern ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt haben. „Die Familien sind uns bereits länger bekannt.“ (Quelle: Google Alkohol News, 14.9.10) neuepresse.de, 13.9.10

Alkoholfrei Sport genießen – 14. September 2010
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ruft Vereine zu einem alkoholfreien Wochenende auf.
Unter dem Motto „alkoholfrei Sport genießen“ soll gezeigt werden, dass sich der Verein für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol einsetzt. (Quelle: Google Alkohol News, 14.9.10) dosb.de, 13.9.10

Verbalausfall eines chinesischen Diplomaten an der UNO – 14. September 2010
Es war offenbar der Alkohol, der ihn zu seinem Verbalausfall gegenüber seinem Chef Ban Ki Moon verleitete: “Ich mag Sie auch nicht”, hatte der chinesische Uno-Diplomat Sha Zukang zum Uno-Generalsekretär gesagt. Jetzt entschuldigte er sich für die Äußerungen. (Quelle: Google Alkohol News, 14.9.10) spiegel.de, 13.9.10

Lokführer verursacht Rangierunfall mit 3,67 Promille – 14. September 2010
Wiesbaden – Unter starkem Alkoholeinfluss hat ein Lokführer eines privaten Eisenbahnunternehmens einen Rangierunfall verursacht. Der 43-Jährige habe 3,67 Promille Alkohol im Blut gehabt, teilte die Bundespolizei mit. (Quelle: Google Alkohol News, 14.9.10) bild.de, 13.9.10

Diebestour mit rekordverdächtigen 6,8 Promille Alkohol – 13. September 2010
Mit 6,8 Promille Alkohol im Blut hat ein Mann in Baden-Württemberg weitere Getränke stehlen wollen. Der 54-Jährige war gestern in Rottweil gleich zweimal erwischt worden, als er mehrere Flaschen Hochprozentiges in Geschäften mitgehen lassen wollte. (Quelle: Google Alkohol News, 13.9.10) maerkischeallgemeine.de, 12.9.10

Region Hannover: Wieder viele Verstöße gegen Jugendschutz – 13. September 2010
Bei der vierten Runde von Alkohol-Testkäufen in der Region Hannover haben die Kontrolleure in 36 Prozent der Fälle Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz verzeichnet. Damit stieg ihre Zahl gegenüber der vorherigen Testkaufserie um drei Prozent. (Quelle: Google Alkohol News, 13.9.10)

D: Magdeburg prüft Einhaltung des Jugendschutzgesetzes – 12. September 2010
Mit Testkäufen will das Ordnungsamt künftig kontrollieren, ob sich Magdeburger Händler an das Jugendschutzgesetz halten. Das Gesetz regelt den Verkauf von Alkohol und Tabakwaren an Kinder und Jugendliche. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld von mindestens 35 Euro rechnen, sagte Ordnungsdienstchef Gerd vom Baur. (Quelle: Google Alkohol News, 12.9.10) volksstimme.de, 11.9.10 Kommentar: Ein Bussgeld von 35 Euro ist eine Aufmunterungsprämie, keine Abschreckung. Die Gesundheit der Jugendlich scheint keinen hohen Marktwert zu haben.

Eltern sollten nur ab und zu trinken – 10. September 2010
Eltern haben bei Alkohol eine Vorbildfunktion für ihre Kinder. Diese können sie auch dann wahren, wenn sie selbst gelegentlich trinken. Entscheidend ist, dass nicht täglich und nie selbstverständlich Alkohol konsumiert werde. «Eltern sollten für sich selbst klare Regeln im Umgang mit Alkohol aufstellen», rät Prof. Frank Häßler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) in Berlin. Besonders fatal sei es, wenn Eltern bei Stress oder Problemen zur Flasche greifen. Kinder lernen dadurch, dass Alkohol eine Methode zur Entspannung oder Lösung von Konflikten ist. (Quelle, Google Alkohol News, 10.9.10) sueddeutsche.de, 9.9.10 Kommentar: Dieser fromme Wunsch wird wie ein leises Lüftchen im Brausen der Alkoholwerbung verhallen. – Ausser die Ärzteschaft setzt endlich politischen Druck auf, statt sich öffentlich nur mit internen Problemen zu beschäftigen.

D: Alkohol und Tabak Hartz-IV-Grundbedarf? 10. September 2010
Die Hartz-IV-Regelsätze werden neu bestimmt. Hat jeder Hartz-IV-Empfänger ein Anrecht auf einen Rausch? Bisher war der Genuss von Alkohol und Zigaretten im Hartz-IV-Regelsatz mit eingeplant. Das könnte sich bald ändern. Die Regelsätze sollen neu berechnet werden, der Posten für Genussmittel eventuell wegfallen. In einem Interview mit der “Sächsischen Zeitung” erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP): “Ganz klar gehört in den Regelsatz für Langzeitarbeitslose eine Position für Genussmittel. (Quelle: Google Alkohol News, 10.9.10) bz-berlin.de, 9.9.10

Berlin: Start des Projekts “Hip Hop gegen Komasaufen” – 10. September 2010
Im Schuljahr 2010/2011 ermöglicht der Verband der privaten Krankenversicherung an Schulen in Berlin – Neukölln und Köln – Porz das Projekt “Hip Hop gegen Komasaufen”.
Unter Anleitung des mehrfach ausgezeichneten Künstlers “BickMack” und des bekannten Berliner Rappers “AkteOne” werden Hip Hop-Unterrichtseinheiten angeboten, die den Schülern Alternativen zum
Alkoholmissbrauch aufzeigen. …(Quelle: PRESSEKONFERENZ VERBAND DER PRIVATEN KRANKENVERSICHERUNG E.V., 9.9.10)

Experten fordern mehr Aufklärung über Alkohol in der Schwangerschaft – 9. September 2010
Zum “Tag des alkoholgeschädigten Kindes”: Jedes Jahr werden in Deutschland tausende Babys mit alkoholbedingten Schäden geboren. Die Deutsche Kinderhilfe forderte deshalb am Mittwoch mehr Prävention und eine Ächtung des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft. Studien zufolge trinken zwölf bis 15 Prozent der werdenden Mütter mindestens einmal pro Monat Alkohol. Nach Schätzungen von Experten der Berliner Charité kommen wegen des Alkoholkonsums ihrer Mütter jährlich zwischen 4000 und 10.000 Kinder mit teils schweren körperlichen und geistigen Schäden auf die Welt. (Quelle: Google Alkohol News, 9.9.10) stern.de, 8.9.10

Russland: Militante Alkohol-Gegner verprügeln Alkohol trinkende Jugendliche – 9. September 2010
In Russland treibt anscheinend eine Gruppe von militanten Alkohol-Gegnern ihr Unwesen. Mehrfach sollen die 14 bis 18 Jahre alten Jugendlichen Alkohol trinkende Jugendliche verprügelt haben. Laut ihrer eigenen Internetseite will die Gruppe von Alkohol-Gegnern „über die katastrophale Lage im Land“ aufklären. Auch Russlands Regierung betreibt eine Kampagne gegen übermäßigen Alkohol-Konsum. (Quelle: focus.de, 8.9.10)

Wegen Alkohol: Riis schickt Schleck nach Hause 8. September 2010
Die Vuelta 2010 sollte so etwas wie eine der letzten Vorstellungen von Andy Schleck und Stuart O’Grady im Trikot von Saxo-Bank werden. Doch sie fand bereits vor der zehnten Etappe ein jähes Ende. Teamchef Bjarne Riis schickte das Duo nach verbotenem Alkoholgenuss vorzeitig nach Hause. (Quelle: Google Alkohol News, 8.9.10) sportalplus.com, 7.9.10

Wenn Babys im Mutterbauch mittrinken müssen – 8. September 2010
Alkohol in der Schwangerschaft wirkt wie Gift, warnen Ärzte seit langem: Trotzdem kommen in Deutschland jährlich Tausende Babys mit schweren Schäden zur Welt. Die Schätzungen schwanken zwischen 4000 und 10.000 Kindern, die teils schwere körperliche und geistige Schäden davontragen.
„Das ist eine Hypothek fürs ganze Leben. Da wir nicht genau wissen, wann und wie stark Alkohol in der jeweiligen Phase der Schwangerschaft wirkt, sollten Frauen auf jedes Glas verzichten, sobald sie wissen, dass sie schwanger sind“, warnt der Kinderarzt Prof. Hans-Jürgen Spohr zum „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“ am 9. September. …(Quelle: Google Alkohol News, 8.9.10) welt.de, 7.9.10

Deutsche Schüler fordern mehr Aufklärung über Alkohol – 8. September 2010
Die Landesschülervertretung (LSV) hat nach dem Saufgelage an einer Elite-Uni im Rheingau mehr Aufklärung über die Folgen von Alkohol gefordert. (Quelle: Google Alkohol News, 8.9.10) bild.de, 7.9.10 Kommentar: Welche Aufklärung, bei welchen Vorbildern? Z.B. trinkt mit Verstand – aber trinkt? Siehe auch: EBS-Besäufnis hat Folgen im Wiesbadener Tagblatt, 7.9.10

Alkoholverkauf an Tankstellen – 8. September 2010
Wie in anderen europäischen Ländern auch, sollen Tankstellen selbstverständlich gar keinen Alkohol verkaufen. Alkohol hat im Straßenverkehr nichts zu suchen und damit auch nicht an Tankstellen. Die einzigen, die darüber streiten möchten, sind die Tankstellen, ihre Verbände und andere Interessensvertretungen…. (Quelle: DHS Newsletter, 7.9.10)
Kommentar: Dies könnte auch als Antwort an die Kreise gelten, die nun lauthals bejammern, dass Tankstellen in Zürich gebüsst wurden, nachdem das Bundesgericht Klarheit geschaffen hatte.

D: Aktionswoche 2011: „Alkohol? Weniger ist besser!“ – 8. September 2010
Unter diesem Slogan findet die kommende Aktionswoche Alkohol vom 21.-29. Mai 2011 statt. Seit kurzem ist die neue Homepage der Aktion online http://www.aktionswoche alkohol.de, noch übersichtlicher, noch informativer als beim letzten Mal. Bereits jetzt können Veranstaltungen angemeldet werden, was wie immer die Voraussetzung zum Bezug kostenfreier Informationsmaterialien sein wird. Auch diesmal wird es wieder die bewährten, so genannten Z-Cards geben, selbstverständlich mit neuem Inhalt. Schirmherrin der Veranstaltung ist die Bundesdrogenbeauftragte, Mechthild Dyckmans. (Quelle: Newsletter DHS, 7.9.10)

M…hi, Fi…n und Arschgeweih – Deutscher Werberat versagt! – 7. September 2010
Beim Deutschen Werberat weiss die rechte Hand nicht was die linke tut. Ein ums andere Mal wird deutlich, dass die so genannte „freiwillige Selbstregulierung der Werbewirtschaft“ bei Alkoholwerbung nicht funktioniert. Sexistische Alkoholwerbung, auf Jugendliche gerichtetes Produktdesign neu erfundene Alkoholgetränke, Nutzung des positiven Images des Sports zur Verkaufsförderung – all dies ist in Deutschland unter dem Deckmantel der freiwilligen Selbstregulierung möglich. … Medienmitteilung (pdf, 3S., 47Kb) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). (Quelle: Infoset Newsletter September 2010)

Wo der Alkohol in Strömen fliesst – Europa eine Festhütte – 6. September 2010
Die Sommerzeit bis in den Herbst zur Weinlese hinein wird gefestet. Der Alkohol fliesst in Strömen, die Rettungskräfte und Notfallstationen haben alle Hände voll zu tun. Diese paar Schlagzeilen nur zur Erinnerung, dass diese “Kultur” weiterhin gedeiht und immer neue Blüten treibt. Wir alle, wir Passivtrinker, zahlen die Kosten….

D: Elite-Studenten mit Rettungskräften zur Ausnüchterung – 6. September 2010
Ein Saufgelage von Studierenden einer privaten Elite-Hochschule hat in Oestrich-Winkel (Hessen) den Einsatz von Polizei und Rettungskräften ausgelöst. Zehn junge Leute kamen zur Ausnüchterung in ein Krankenhaus. Sie hatten sich bei einem von älteren Semestern organisierten Aufnahmeritual in den Weinbergen des Rheingaus betrunken. Nach Anrufen besorgter Bürger fanden Rettungskräfte und Polizisten mehrere Betrunkene, die ärztlich versorgt werden mussten. Auch ein Polizeihubschrauber beteiligte sich an der Suche nach weiteren hilflosen Hochschülern. … (Quelle: Google Alkohol News, 6.9.10) bild.de, 5.9.10

Intimate partner violence and alcohol – 4. September 2010
»Cheers to the family« Das Internationale Institut der schwedischen IOGT-NTO-Bewegung hat eine englischsprachige Broschüre herausgegeben, die auf den Zusammenhang von innerfamiliärer Gewalt und Alkoholkonsum hinweist: »Wir leben in einer Welt, in der Gewalt zu oft zuhause ist. Studien aus aller Welt zeigen, dass keine Gesellschaft gegenüber Gewalt zwischen Intimpartnern gefeit ist. (Quelle: Google Alkohol News, 3.9.10) zeitschrift-rausch.de, 1.9.10

In England geht der Bierkonsum zurück – 4. September 2010
Die britischen Brauer erlebten 2009 den grössten Umsatzeinbruch in 60 Jahren. Der Alkoholkonsum sei um 6% eingebrochen, der grösste Rückgang in einem Jahr seit 1949. Als Grund werden die Rezession und die hohen Alkoholsteuern angegeben. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.9.10) Kommentar: Gut zu wissen, dass Steuern den Konsum senken. Mit 8,4 Liter reinem Alkohol pro Kopf liegt England unterhalb des Schweizer Konsums. (Details im englischen Teil)

D: Kein Alkohol mehr für den Staat (Branntweinmonopol) – 3. September 2010
Das Branntweinmonopol gibt es nur noch wenige Jahre. Für Brenner, die für gutes Geld ihr Hochprozentiges verkaufen können, ist das jedoch kaum mehr relevant.
Das Branntweinmonopol erlaubt es Privatpersonen im Moment noch, steuerfrei Schnaps zu brennen und dafür aber einen gewissen Ausbeutesatz an Alkohol an das Monopolamt abzuführen, für den man dann ausgezahlt wird. …Da dieses Gesetz nur noch bis spätestens 2017 gilt, besteht die Befürchtung, dass man in unseren Gasthäusern in Zukunft auf selbstgebrannte Spezialitäten verzichten muss. … (Quelle: Google Alkohol News, 3.9.10) infranken.de, 2.9.10

Michael Douglas: Krebs von Alkohol verursacht? 2. September 2010
Der an Kehlkopfkrebs erkrankte Oscar-Preisträger Michael Douglas ist davon überzeugt, Alkohol sei die Ursache für sein Leiden. (Quelle: Google Alkohol News, 2.9.10) Star-News/naanoo.com, 1.9.10

Berliner sterben für ein Bier (Gesundheitsbericht) – 2. September 2010
Der Berliner säuft und trinkt zu viel. Die Hälfte aller frühzeitigen Todesfälle geht auf Nikotin und Alkohol zurück. Das will die Gesundheitssenatorin jetzt ändern. (Quelle: Google Alkohol News, 2.9.10) bild.de, 1.9.10 mit unserem Online-Kommentar: Der CDU-Politiker, der der Berliner Regierung vorwirft, ihre Alkoholpolitik sei gescheitert, übersieht, dass es die CDU-FDP-Regierung ist, welche bis jetzt nichts getan hat, als die Vorschläge der Fachleute zu entsorgen. Der Bericht handelt von den Erwachsenen, die vorzeitig sterben, d.h. die Gesellschaft ist krank. Da genügen Jugendschutzmassnahmen nicht. Diese werden erst glaubhaft, wenn die Gesellschaft ihre Verantwortung wahrnimmt.

Aus den Memoiren von Tony Blair – 2. September 2010
„Über die Beziehung der britischen Premierminister zum Alkohol könnte man ein ganzes Buch schreiben.“ Er trank „einen gut eingeschenkten Whisky oder Gin & Tonic vor dem Abendessen“, zum Essen noch „ein paar Gläser Wein oder sogar eine halbe Flasche“. Blair: „Ein Drink schafft Erleichterung, wenn man unter Druck steht. Er wirkt stimulierend. Aber er spielt eine Rolle im Leben. Die Ventil- und Entspannungsfunktion des Alkohols war sehr wichtig, damit mein Job nicht ausuferte. Ich glaubte, meinen Alkoholkonsum unter Kontrolle zu haben. Aber Alkohol ist eine Droge. Quelle: Google Alkohol News, 2.9.10) bild.de, 1.9.10

Der Kreml erklärt dem Alkohol den Kampf – 1. September 2010
Ab September gilt in Moskau ein nächtliches Verkaufsverbot für harten Alkohol. Es ist eine von vielen Maßnahmen im Kampf gegen den Alkoholismus. Genutzt hat bisher keine. (Quelle: Google Alkohol News, 9/1/10) zeit.de, 31.8.10

FORSCHUNG

Teurer Alkohol gut für Gesellschaft – 29. September 2010
Ist Alkohol teurer, profitiert davon die Gesellschaft. Denn laut einer US-Studie sinken dann die alkoholbezogenen Krankheitsfälle. Von hohen Kosten für Alkohol profitiert laut US-amerikanischen Experten die gesamte Gesellschaft. Kosten die Getränke beispielsweise aufgrund höherer Steuern mehr, sinken die mit Alkoholmissbrauch verbundenen Krankheits- und Todesfälle. Darüber hinaus wird die Zahl der Verbrechen geringer, denn oft geschehen Straftaten unter Alkoholeinfluss. … (Quelle: Google Alkohol News, 29.9.10) business-panorama.de, 28.9.10 Kommentar: Das ist nichts Neues, aber bemerkenswert ist, dass die Meldung auf einer Business-Webseite erscheint. Sollte die Wirtschaft doch langsam hellhörig werden?

D: Suchterkrankungen: Pro Jahr Kosten in Milliardenhöhe – 23. September 2010
Suchtkrankheiten verursachen in Deutschland jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe. Allein Alkoholiker schlagen jährlich mit etwa 20 Milliarden Euro zu Buche, wie Professor Felix Tretter von der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS) anlässlich des 9. Suchtforums am Mittwoch in Nürnberg erklärte. Dabei seien die Kosten für die eigentliche Behandlung durch Entzug und Entwöhnung verhältnismäßig gering, betonte er. Deutlich höher seien die Folgekosten, etwa durch den Arbeitsausfall. (Quelle: netdoktor.de, 22.9.10) Kommentar: Diese Schätzung ist um einiges zu niedrig. Eine sorgfältige Erhebung für die Schweiz ergab vor Jahren 3.5 Mia. Franken reale Kosten bei 7 Mio. Einwohnern. Beim deutschen Mehrkonsum und Bevölkerungs-Plus muss mit 30 Mia. Euro gerechnet werden. Aber wen kümmert’s schon? Man kann ja doch nichts dagegen tun. – Meint das nicht informierte Volk.

Rumänen geben 3 Mia.€ für Alkohol und Tabakwaren aus – 20. September 2010
Rund 10% ihrer Lebenshaltungsausgaben blättern die Rumänen jährlich für alkoholische Getränke und Tabakwaren hin, bezeigt eine Studie des europäischen Statistikamts Eurostat. Seit 2008 rückt Rumänien immer mehr im europäischen Alkoholkonsum-Ranking auf − laut Eurostat konsumiert zurzeit hierzulande jeder Erwachsene durchschnittlich 11,6 Liter reinen Alkohol im Jahr. (Quelle: Google Alkohol News, 20.9.10) punkto.ro, 19.9.10

Krebs: Alkohol lässt Tumore wachsen – 15. September 2010
Alkohol fördert Krebs. Fast vier Prozent aller Krebserkrankungen ließen sich auf einen chronischen Alkoholkonsum zurückführen, warnen Experten im Vorfeld der Tagung der “European Society for Biomedical Research on Alcoholism” in Heidelberg. Schon geringe Alkoholmengen erhöhten das individuelle Krebsrisiko, vor allem Frauen reagierten besonders empfindlich. Bei ihnen bestehe ein linearer Zusammenhang zwischen konsumierter Alkoholmenge und Anstieg des Brustkrebsrisikos. Bereits bei einer täglichen Menge von 18 Gramm reinen Alkohols (etwas mehr als ein Achtel Liter Wein) steige das Risiko für Brustkrebs deutlich. “Frauen empfehlen wir, nicht mehr als 0,3 Liter Bier oder 0,15 Liter Wein und Männern, nicht mehr als 0,6 Liter Bier oder 0,3 Liter Wein, an nicht mehr als fünf Tagen pro Woche zu trinken, wenn sie ihr Risiko für alkoholbedingte Krankheiten gering halten wollen”, rät Prof. Helmut K. Seitz, der diesjährige Kongress-Präsident. (Quelle: Google Alkohol News, 15.9.10) netdoktor.de, 14.9.10

Mehr junge Zungenkrebs-Patienten (Rauchen und Alkohol) – 6. September 2010
Rauchen und Alkoholkonsum sind die wichtigsten Verursacher.
Tumore in der Mundhöhle befielen lange Zeit vor allem Menschen ab 50 Jahren, die rauchen und viel Alkohol trinken. “In den letzten Jahren beobachten wir eine Verschiebung: Zunehmend mehr jüngere Menschen erkranken an einem Zungenkarzinom”, sagt Dr. med. dent. Wolfgang Bengel, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, in der “Apotheken Umschau”. … Nach fünf Jahren lebt nur noch etwa die Hälfte der Erkrankten. Eine frühzeitige Erkennung verbessert die Therapiechancen. (Quelle: Google Alkohol News, 6.9.10) Apotheken Umschau/presseportal.de, 5.9.10

Bayern unschlagbar beim Bierkonsum – 4. September 2010
“Kein Tag ohne Bier” heißt es für viele Bundesbürger – und die meisten davon leben in Bayern. Wie eine Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, greift im blau-weißen Freistaat jeder Fünfte täglich zum “flüssigen Brot”. Das sind dreimal so viele wie im Rest der Republik: Dort gab nur jeder Fünfzehnte an, jeden Tag Bier zu trinken. (Quelle: Google Alkohol News, 4.9.10) netdoktor,de, 3.9.10

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Herausgeber:
Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307 Effretikon, Schweiz
Tel. +41 (0)52 343 58 75, Fax: +41 (0)52 343 59 29             e-mail

Copyright © 2001-2010: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Texte von Drittpersonen geben nicht in jedem Fall unsere Meinung wieder.
Wenn Sie unsere Texte weiterverwenden, bitten wir um Quellenangabe.
Letzter Eintrag 29.9.2010

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D: „Wer Alkohol ausschenkt, fliegt“

Donnerstag 30. September 2010 von htm

„HALT!“ steht auf der gezeichneten Flasche inmitten eines rot-blauen Plakats. Diese Botschaft der Aktion „Hart am Limit (HaLT)“ soll künftig öfter im Stadtgebiet zu sehen sein – auch in RVK-Bussen. Quelle: Google Alkohol News, 30.9.10) rundschau-online, 29.9.10

Kategorie: Aktionen, Allgemein, Feste und Feiern, Internationales, Verhaltens-Präv. | Keine Kommentare »

Ö: Ein Viertel der Studenten ist alkoholabhängig

Donnerstag 30. September 2010 von htm

Ein Viertel der Studenten konsumiert Alkohol “in einem sehr hohen, gesundheitsgefährenden Ausmaß”. Das zeigt eine Studie unter rund 1.400 Bewohnern von Studentenheimen der Österreichischen JungArbeiterBewegung (ÖJAB), die in Wien präsentiert wurde. Ebenfalls ein Viertel der Studenten raucht – das ist allerdings signifikant weniger als bei einer Studie aus dem Jahr 2002 unter Stellungspflichtigen beim Bundesheer, als jeder Zweite angab, zur Zigarette zu greifen. Weiteres Ergebnis der ÖJAB-Studie: Starke Raucher betreiben signifikant häufiger Alkoholmissbrauch und konsumieren auch deutlich öfter illegale Drogen. (Quelle: Google Alkohol News, 30.9.10) derstandard.at, 29.9.10

Kategorie: Abhängigkeit, Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Internationales, Jugend, Jugendliche, Konsumhaltung, Statistik | Keine Kommentare »

Nationalrat stimmt Initiative für Jugend und Musik zu

Mittwoch 29. September 2010 von htm

Der Nationalrat hat sich für die Initiative «Jugend und Musik» ausgesprochen. Die einen sagen, Bildung sei Kantonssache, die andern wollen eine Gleichstellung der Musik mit dem Sport. Die Vorlage geht jetzt zum Ständerat. Das Stimmvolk wird dann darüber entscheiden, ob die musikalische Bildung vom Bund gefördert werden soll. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.9.10) 09.095 Jugend und Musik. Volksinitiative unser Online-Kommentar: Nicht zu vergessen ist, dass eine breite musikalische Bildung der Jugend eine stark drogenpräventive Wirkung hat. Wie die Kosten gedeckt werden könnten steht in der Projekt-Idee auf www.alkoholpolitik.ch.

Kategorie: Allgemein, Jugend, Schweiz, Sport, Unterricht, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

Teurer Alkohol gut für Gesellschaft

Mittwoch 29. September 2010 von htm

Ist Alkohol teurer, profitiert davon die Gesellschaft. Denn laut einer US-Studie sinken dann die alkoholbezogenen Krankheitsfälle. Von hohen Kosten für Alkohol profitiert laut US-amerikanischen Experten die gesamte Gesellschaft. Kosten die Getränke beispielsweise aufgrund höherer Steuern mehr, sinken die mit Alkoholmissbrauch verbundenen Krankheits- und Todesfälle. Darüber hinaus wird die Zahl der Verbrechen geringer, denn oft geschehen Straftaten unter Alkoholeinfluss. … (Quelle: Google Alkohol News, 29.9.10) business-panorama.de, 28.9.10 Kommentar: Das ist nichts Neues, aber bemerkenswert ist, dass die Meldng auf einer Business-Webseite erscheint. Sollte die Wirtschaft doch langsam hellhörig werden?

Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Medien, Preisgestaltung, Verhältnis-Präv., Wirtschaft | Keine Kommentare »

JugendFilmTag 2010 rund um Alkohol und Nikotin im CinemaxX Hannover

Mittwoch 29. September 2010 von htm

Mit Kino und Theater gegen Alkohol und Nikotin: Landeshauptstadt und Region Hannover bieten für Schulen aus der Region einen JugendFilmTag rund Drogensucht und Abhängigkeit an. Am Donnerstag, 28.Oktober 2010, werden im CinemaxX Raschplatz in Hannover von 9 Uhr bis 12.30 Uhr insgesamt drei Kinofilme und zwei Theaterstücke zum Thema aufgeführt. Für einige Klassen stehen noch Plätze zur Verfügung. (Quelle: Google Alkohol News, 29.9.10) hannover-zeitung.net, 28.9.10

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Alkohol wird im Alter zunehmend zum Problem

Mittwoch 29. September 2010 von htm

Sucht und Abhängigkeit bei alten Menschen sind ein zunehmendes Problem für das Personal in Alten- und Pflegeheimen. Bundesweit haben nach Schätzungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) rund 400.000 ältere Menschen ein Alkoholproblem, ein bis zwei Millionen sind medikamentenabhängig. Machen Sie hier den Test für Männer oder für Frauen und finden Sie heraus, ob Sie gefährdet sind. (Quelle: Google Alkohol News, 29.9.10) lifestyle.t-online.de, 28.9.10

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Zeitschrift “rausch” Nr. 4/2010

Dienstag 28. September 2010 von htm

Das unabhängige Magazin für Suchtfragen. Themen: Barrierefreie Suchthilfe – mit Lücken; Der Elefant, den niemand sieht; u.a. Pressemitteilung, 28.9.10

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Kanton Zürich: Gegen Hooligans

Dienstag 28. September 2010 von htm

Stadt, Kanton und Zürcher Sportclubs verstärken ihre Anstrengungen im gemeinsamen Kampf gegen Gewalt bei Sportanlässen. Deshalb wird der «runde Tisch für Sport ohne Gewalt» neu strukturiert.
Ausschreitung nach dem Spiel FCZ – FCB 2009: 15 Verletzte, sieben davon Polizisten.
Unter der Leitung der Stadtverwaltung wird zusammen mit dem Kanton und den Fussballclubs FC Zürich und Grasshopper Club Zürich sowie dem Eishockeyclub ZSC Lions aus dem seit 2004 bestehenden «runden Tisch» ein Steuerungsausschuss gebildet sowie eine operative Taskforce eingesetzt. …
Die Taskforce wird sich auch mit Präventionsarbeit befassen und dabei die Themen Alkohol und Pyrotechnik behandeln. Zur vertieften Behandlung einzelner Themen kann sie bei Bedarf Arbeitsgruppen einsetzen. In der Taskforce arbeiten Fachleute der Stadtpolizei, des Sportamts, der Fanarbeit, der Staatsanwaltschaft sowie Vertreter der Clubs und ihrer Fans zusammen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 24.9.10)

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