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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Veranstaltungen'

Sonnig, toller Sound und viel Alkohol zum Abschluss

Montag 20. Juli 2009 von htm

So titelt die Basler Zeitung zum Gurtenfestival. Bei Wolken und Sonne feiern zahlreiche Besucher ausgelassen die letzten Stunden auf dem Hausberg mit tollem Sound von Seven, Travis und Patent Ochsner. Am Gurtenfestival ist es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen. Die Veranstalter sprechen von Bagatellfällen. Im Text heisst es dann, der Arzt meldete rund 1000 Verletzte, das sei weniger als die letzten Jahre. (Quelle: Basler Zeitung online, 19.7.09) Kommentar: Braucht ein Festival „viel Alkohol“? Ist die Musik nur unter Einfluss von viel Alkohol zu geniessen? Sind 1000 Verletzte wirklich eine „Bagatelle“? Zeigt dieses „viel Alkohol“ nicht ein schlechtes Beispiel für die Jugend?

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Opernsängerin Kasarova: Kein Alkohol…

Donnerstag 16. Juli 2009 von htm

Starsängerin Kasarova: «Kein Alkohol, viel Schlaf, wenig reden».
Vesselina Kasarova eröffnet das Menuhin-Festival in Gstaad. Im Interview spricht die grosse Mezzospranistin über die Gefahren beim Singen, ihren Sohn und erotische Bühnenpartner. (Quelle: Google Alkohol News, 16.7.09) Basler Zeitung, 15.7.09

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Die gewalttätigen Zürcher Schüler in München

Mittwoch 15. Juli 2009 von htm

Leserbrief zu „Die drei Gewalttäter von München sind alle vorbestraft“, vom 4./5.7.09 in der Neuen Zürcher Zeitung

Nun geben wieder viele gelehrte Fachleute ihre Kommentare zu den schweren Vorfällen in München ab. Es wird eine Verschärfung des Jugendstrafrechts verlangt und im Kommentar vermehrte Verantwortung von Elternhaus, Familie, Freundes- und Kollegenkreis gefordert. Dabei haben die drei doch nur die hochgelobten liberalen Grundsätze von persönlicher Freiheit ausgelebt. Dass diese dort aufhört, wo andere geschädigt werden, ist offenbar nicht so deutlich bis zu ihnen durchgekommen.
Aber jetzt kann sich die Gesellschaft wieder einmal so richtig entrüsten und merkt nicht, dass sie es ist, die eine wesentliche Voraussetzung geschaffen hat, damit solche Taten überhaupt denkbar sind: Sie hat es der Alkoholindustrie ermöglicht, sich derart auszubreiten, dass es heute normal ist, sich zu betrinken, dass Binge Drinking bei Jugendlichen hingenommen wird, da es ja bei den Erwachsenen nicht anders zu- und hergeht, dass laufend mehr Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftung hospitalisiert werden müssen, dass unsere Gesellschaft durch die überall präsente Alkoholwerbung, verstärkt durch das „Lifestyle“-Gelabber der Medien im ständigen alkoholisierten Zustand dahinseucht. Und dann wundert man sich, wenn Jugendliche, denen es an andern Kicks fehlt, mit Alkohol die Hemmschwelle überwinden und zur tödlichen Gefahr für die Allgemeinheit werden.
Selbst die Fachleute erkennen und geben es heute zu, dass Alkohol bei Jugendgewalt ein wesentlicher Faktor ist. Noch vor ein, zwei Jahren steckten sie den Kopf in den Sand und die Behörden schwiegen das Problem tot.
Neben der Verschärfung des Strafrechts wäre nun wirklich Prävention angesagt: Der Alkohol-Gesamtkonsum muss dringend gesenkt werden, damit Alkohol an Stellenwert verliert und Prävention bei Jugendlichen eine Chance bekommt, die heute völlig unglaubwürdig und deshalb nutzlos ist. Die Nationalräte hätten es in der Hand, in der Herbstsession bei der Behandlung der Alkoholreklame am Fernsehen ein Zeichen zu setzen. Dann wäre noch das neue Alkoholgesetz in der Vernehmlassung und das Nationale Programm Alkohol, das dringend verbessert werden sollte.
Ausserdem wäre die sportliche und musische Erziehung der Kinder vermehrt zu fördern, damit auch wirtschaftlich schlechter gestellte Eltern die Möglichkeiten ausnützen können. Dazu gehörte auch eine stärkere Unterstützung der ganzheitlich arbeitenden Jugendorganisationen, damit diese gleich lange Spiesse in der Spassgesellschaft erhalten und von den Jugendlichen interessiert wahrgenommen werden.
Wann und wie Schullager organisiert werden, sollte wohl jetzt allen klar sein.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

(bis 15.7.09 nicht veröffentlicht)

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Schärfere Regeln für Jugendliche in Zürcher Ferienlagern

Mittwoch 15. Juli 2009 von htm

Veranstalter von Sommercamps sind nach dem Münchner Vorfall alarmiert. Manche wollen jedes Risiko vermeiden und nehmen keine älteren Jugendlichen mit. Ausführliche Stellungnahmen von Organisatoren. (Quelle: Tages-Anzeiger, 13.7.09) Kommentar: Schon vor Jahrzehnten galt: Wesentlich ist das konsequente Durchsetzen der Regeln. Aber auch schon damals gab es Lehrkräfte, die aus Popularitätsgründen lieber wegschauten. Und die Zürcher Präventionsstelle drückte sich davor, nach einem beinahe tödlich verlaufenen Alkoholfall im Klassenlager, die Schüler während ihren Klassenlektionen auf die tödliche Gefahr hinzuweisen.

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Swiss Addiction Research Day IV

Mittwoch 1. Juli 2009 von htm

organisiert von der Schweizerischen Gesellschaft für Suchtmedizin (SSAM) 13. November 2009, Basel
Infos: http://www.ssam.ch/SSAM/de/node/222 (Quelle: Infoset Newsletter Juli 09)

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D: Alkohol an Preisverleihung für Schulen und Schüler

Mittwoch 1. Juli 2009 von htm

Nach der Verleihung des Leonardo-Schul-Award durch die Wiesbaden Stiftung gibt es Ärger. Mit 1200 Gästen, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche, wurde am Sonntagabend im Kurhaus gefeiert auch mit Sekt. Anscheinend bekamen aber nicht nur Eltern, Lehrer und Politiker ein Gläschen ab.
Eine Lehrerin hat kein Verständnis dafür, dass an dem Abend Sekt ausgeschenkt wurde. „Der Stand einfach rum, und man konnte sich bedienen.“ Es sei die Frage, warum es bei einer Preisverleihung mit Schülern überhaupt Alkohol gebe. (Quelle: Google Alkohol News, 30.6.09) Frankfurter Rundschau, 29.6.09 (Mit unserem Online-Kommentar)

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Sommerzeit gleich Festzeit: Polizei und Retter im Einsatz

Montag 29. Juni 2009 von htm

Ein Beispiel unter vielen: In der Nacht zum Sonntag floss bei einer Plattenparty in Gemeinfeld der Alkohol auf dem Festgelände wohl zu reichlich in manche Kehlen. Mehrere Einsätze von Polizei und BRK waren erforderlich.
(Quelle: Google Alkohol News, 29.6.09) Kritisch: Neue Presse Coburg, 29.6.09 Indifferent: Tages-Anzeiger, 29.6.09

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Der radixletter Juli 09 ist erschienen

Montag 29. Juni 2009 von htm

Er bringt Informationen über Veranstaltungen und Entwicklungen im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention in der Schweiz. radixletter Anmeldung

Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Schweiz, Veranstaltungen, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Politik muss Alkoholprävention endlich ernst nehmen!

Sonntag 21. Juni 2009 von htm

Der problematische Alkoholkonsum unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen nimmt stetig weiter zu. Dieser Entwicklung muss mit wirksamen Massnahmen begegnet werden, fordert die Fachorganisation IOGT Schweiz an ihrer 117. Jahrestagung in Oberägeri (ZG). Medienmitteilung, 21.6.09

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Kategorie: Allgemein, Global, Jugend, Politik, Prevention, Research, Schweiz, Sports, Treatment, Veranstaltungen, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen | Keine Kommentare »

Testkäufe in Zürich bei Veranstaltungen: Skandalös

Dienstag 9. Juni 2009 von htm

In der Stadt Zürich haben am vergangenen Wochenende 15 von 22 getesteten Betrieben verbotenerweise alkoholische Getränke an Jugendliche verkauft. Davon Testkäufe an der Euro-Pride: Neun von 14 Bars verkauften Alkohol (auch Spirituosen) an 14- und 15-Jährige. Die Polizei will zukünftig vermehr auch Festbeizen kontrollieren. (Quelle: Tages-Anzeiger, 8.6.09)

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