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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Schweiz'

Der Siegerin eine riesige Torte mit viel Alkohol

Freitag 28. August 2009 von htm

Der jüngste Erfolg von Alissa König ist zwei Wochen alt. Beim 5-Tage-Berglauf-Cup Zürcher Oberland entschied sie völlig überraschend die Gesamtwertung für sich. Abgesehen vom Rucksack und einem Gutschein für Sportartikel konnte das Mädchen seiner «Siegprämie» nicht viel abgewinnen. Der Blumenstrauss gefiel in erster Linie der Mutter, und von der riesigen Torte kostete sie nur ein kleines Stück. «Sie hatte zu viel Alkohol drin», erklärt sie. Dieser Ausrutscher sei dem Veranstalter verziehen. Denn wer rechnet schon mit dem Triumph einer 13-Jährigen? (Quelle: Tages-Anzeiger, 28.8.09) Kommentar: Die Handlangerdienste des Konditorei-Gewerbes für die Alkoholindustrie sind ein trauriges Kapitel. Im Sport, für Jugendliche und Kinder erst recht.

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Sonderdebatte über Gewaltverminderung bei Sportanlässen

Freitag 28. August 2009 von htm

Der Zürcher Gemeinderat hat am Mittwochabend kontrovers über die verschiedenen Massnahmen gegen Gewalt diskutiert. Die Polizeivorsteherin, Stadträtin Esther Maurer erklärte, dass der Alkohol ein groses Problem sei. Der eingeschränkte Alkoholverkauf sei bei 16 Hochrisikospielen mit Erfolg angewendet worden, bevor die Massnahme vom Statthalter als nicht rechtens erklärt worden sei. Es sei nicht zu verstehen, warum nicht alle dafür seien, den Alkohol in einem gewissen Umkreis des Stadions zu verbieten. (Quelle: NZZ, 28.8.09) (nicht online)

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Das Schweizer Gesundheitswesen vor grossen Problemen

Donnerstag 27. August 2009 von htm

Heimen und Spitälern geht das Personal aus (Tages-Anzeiger); Das Schweizer Gesundheitswesen braucht 200’000 neue Arbeitskräfte (Neue Zürcher Zeitung) Prämienschock für Gesunde (Tages-Anzeiger) Kommentar: Es wäre höchste Zeit, die Belastung des Gesundheitssystems durch die Alkoholprobleme massiv zu reduzieren. Die Werkzeuge kennt man, aber die Politik hat Angst vor der Alkohollobby. Dabei wäre auf diesem Gebiet sehr viel und billig zu erreichen. Statt dessen nehmen wir eine 10 – 20-prozentige Prämienerhöhung, ein überlastetes Gesundheitspersonal, notgedrungen schlechtere Leistungen und eine weitere Invasion von ausländischem Personal in Kauf, das in ihren Heimatländern auch fehlt. Ist das für die SVP kein Thema?

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Sessionsvorschau Nationalrat und Ständerat

Mittwoch 26. August 2009 von htm

Sessionsvorschau mit den Geschäften beider Räte.

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Nationalratskommission weiterhin auf Konfrontationskurs

Mittwoch 26. August 2009 von htm

Mit 14:12 Stimmen beantragt die zuständige Kommission dem Nationalrat, Wein- und Bierreklame in den elektronischen Medien zuzulassen. Sie stellt sich damit weiterhin gegen den Ständerat. (Quelle: NZZ, 26.8.09) Kommentar: Es ist nicht nachvollziehbar, dass dem Volkswohl per Amtseid verpflichtete Parlamentarier derart uneinsichtig sein können. Es bleibt nur die Hoffnung auf einen verständigeren Rat.

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Studie Jugendgewalt im Kanton St. Gallen

Dienstag 25. August 2009 von htm

Leserbrief zu „Jeder vierte Jugendliche ist gewalttätig“ am 25.8.09 in der Neuen Zürcher Zeitung:
Die neue Studie der Universität Zürich zu Jugendgewalt am Beispiel des Kantons St. Gallen gewann ihr Zahlenmaterial aus der Befragung von 90% aller sankt-gallischen Klassen des 9. Schuljahres. Es zeigte sich, dass die Dunkelziffer gegenüber Erhebungen mit Hilfe von Polizeirapporten noch höher als erwartet ist. 26% meldeten Erfahrungen als Gewalttäter. Jugendgewalt hat u.a. viel mit abendlichem Ausgang und Alkoholkonsum als Hemmungslöser zu tun. Dazu gibt es spezielle Untersuchungen.
Dass es überrascht, wenn einige Sportarten nicht präventiv wirken, sondern im Gegenteil Gewalt fördern, kann nur erstaunen, wer den Sportbetrieb und die beiden sich mit Sport und Alkohol befassenden Schweizer Studien nicht kennt. (Was man von Fachleuten eigentlich erwarten sollte.) Leider gibt es immer noch Vereine, in denen die Jugendlichen direkt mit Alkohol in Kontakt kommen. Denken wir nur an die Sieges- und Verlierer-Rituale und die enge Verbindung, die durch das Sponsoring mit der Alkoholindustrie entsteht, was nach wie vor Verrat an unserer Jugend bedeutet, auch wenn es vom Bundesrat gedeckt wird. (bis am 7.9.09 nicht veröffentlicht)

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Mehr Werbung am Schweizer Fernsehen?

Dienstag 25. August 2009 von htm

Leserbrief zu „Bund will mehr Unterbrecherspots auf SF erlauben“ vom 25.8.09 im Tages-Anzeiger:
Die in der Schweiz konzessionierten Fernsehsender sollen die gleichen Werbemöglichkeiten erhalten wie die ausländische Konkurrenz. Das würde mehr Unterbrecherwerbung bedeuten.
Die Aussicht, dass die Werbezeit drastisch erhöht wird, ist ein wesentlicher Grund mehr für den Nationalrat, in der kommenden Herbstsession die Vorlage über die Alkoholwerbung am Fernsehen im Zusammenhang mit dem Media-Abkommen CH:EU abzulehnen.
Auch wenn wie bisher Kindersendungen werbefrei bleiben sollen, würde die Zeit, während der Kinder und Jugendliche der Alkoholwerbung ausgesetzt sein würden, massiv erhöht.
Der erste Satz entspricht auch nicht den Tatsachen: Frankreichs öffentliches Fernsehen kennt keine Werbung, das deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen kennt keine oder eingeschränkte Werbezeit, das österreichische Staatsfernsehen hat keine Werbung. Dazu zahlen wir die höchsten Gebühren.
Dass damit den Printmedien das Wasser abgegraben wird, ist staatspolitisch auch nicht sinnvoll.
(veröffentlicht am 28.8.09, letzter Abschnitt gestrichen)

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Soll das Schweizer Fernsehen mehr Werbezeit erhalten?

Dienstag 25. August 2009 von htm

Die in der Schweiz konzessionierten Fernsehsender sollen die gleichen Werbemöglichkeiten erhalten wie die ausländische Konkurrenz. Das würde bedeuten: mehr Unterbrecherwerbung. Zwölf Minuten Werbung pro Stunde. Das Kommunikationsdepartement (Uvek) hat eine Revision der Fernsehverordnung (RTVV) in eine Anhörung gegeben. (Quelle: Tages-Anzeiger, 25.8.09) Kommentar: Die Aussicht, dass die Werbezeit drastisch erhöht wird, ist ein wesentlicher Grund mehr für den Nationalrat, in der kommenden Herbstsession die Vorlage über die Alkoholwerbung am Fernsehen im Zusammenhang mit dem Media-Abkommen CH:EU abzulehnen. Leserbrief an den Tages-Anzeiger pendent

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Studie Jugendgewalt in St. Gallen

Dienstag 25. August 2009 von htm

Jeder vierte Jugendliche ist gewalttätig. Studie der Universität Zürich am Beispiel des Kantons St. Gallen. 26 Prozent der 15- bis 16-Jährigen waren schon einmal gewalttätig, 29 Prozent waren schon Opfer von Gewalt. Dies geht aus einer Studie hervor, welche die Universität Zürich im Kanton St. Gallen gemacht hat. Überraschend: Wer Sport treibt, ist nicht weniger gewalttätig. (Quelle: NZZ, 25.8.09 und Tages-Anzeiger, 25.8.09) Leserbrief an die NZZ pendent

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Valérie Garbani, ExStadträtin, vor Gericht

Dienstag 25. August 2009 von htm

Kommentar zu „Eskapaden, Alkohol und Politik: Garbani vor Gericht“, in der Basler Zeitung, online am 24.8.09: Trauriges Ende einer vielversprechenden Politkarriere. Oder findet sie die Kraft für eine Therapie und ein Comeback? Sie ist nur die Spitze des Eisbergs und vertritt in der Oeffentlichkeit Hunderttausende allein in der Schweiz, die einen ähnlichen Weg gehen mussten und noch gehen werden. Ihre Politiker-Kolleginnen und -Kollegen hätten es in der Hand, das Alkoholproblem zu verringern. Leider sind sie mehrheitlich Co-Abhängige und gehörten als Mitverantwortliche auch vor Gericht.

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