Archiv für die Kategorie 'Schweiz'
Freitag 5. März 2010 von htm
Faktenblatt zu Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen: Dieses Faktenblatt (pdf, 3S., 36Kb) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ist online erhältlich. Es bietet Infos zu folgenden Themen: Konsumverhalten, Problematischer Alkoholkonsum/Abhängigkeit, Negative Auswirkungen des Alkoholkonsums, Internationaler Vergleich, Gesetzliche Regelungen, Wirksame Massnahmen Jugendschutz.
Faktenblatt zu Alkohol und Schwangerschaft: Dieses Faktenblatt (pdf, 3S., 67Kb) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ist online erhältlich. Es bietet Infos zu folgenden Punkten: Pränatale Alkoholexposition, Frauen und Alkoholkonsum, Fetales Alkoholsyndrom (FAS), Fetale Alkoholeffekte (FAE), Fetal Alcohol Spectrum Disorder (FASD), Alkoholkonsum während der Stillzeit. (Quelle: Infoset Newsletter märz 2010)
Kategorie: Allgemein, Eltern, Foetales Alkohol Syndrom, Jugend, Schweiz, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen |
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Freitag 5. März 2010 von htm
Früherkennung und Frühintervention: Vier grosse Projekte Früherkennung und Frühintervention in Schulen wurden über mehrere Jahre durchgeführt und wissenschaftlich evaluiert. RADIX hat die Ergebnisse in der Broschüre „Früherkennung und Frühintervention in Schulen: Lessons learned“ vergleichend zusammengefasst. Die Broschüre kann kostenlos beim Bundesamt für Gesundheit bezogen werden. (Quelle: Infoset Newsletter März 2010)
Kategorie: Allgemein, Früherkennung, Jugend, Schweiz, Unterricht, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen |
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Freitag 5. März 2010 von htm
Evidenzbasierte Suchtprävention: In der aktuellen Ausgabe (1/2010) des SuchtMagazin finden Sie Artikel zu folgenden Themen: Das Paradigma der Evidenzbasierung | Alkoholprävention im Spannungsfeld | Prävention durch starke Beziehungen | PFADE | Communities that Care CtC | Hart am LimiT HaLT | 0,5 Promille im Strassenverkehr | Artikel ausserhalb des Schwerpunktes: Wirkung von Alkohol- und Tabakwerbung | Der Artikel (pdf, 5S., 250Kb) „Alkoholprävention im Spannungsfeld“ von Irene Abderhalden ist online erhältlich. (Quelle: Infoset Newsletter März 2010) Kommentar: Im Artikel von Irene Abderhalden wird die Problematik der beiden Präventionsansätze diskutiert. Unsere immer vertretene Ansicht wird bestätigt: Es braucht Verhaltensprävention, um die Akzeptanz der Bevölkerung für Massnahmen der Verhältnisprävention zu erreichen. Die anfangs der 90er-Jahre erfolgte Umstellung mit Schwergewicht auf Verhaltensprävention und Gesundheitsförderung hat sich beim Alkoholproblem als schwerer Fehler erwiesen. Ich wurde für diese Prognose damals ausgelacht. Dabei hätte gesunder Menschenverstand genügt, die Konsequenzen vorauszusehen. Der zu erwartende geringere Widerstand in der Politik war wohl die Triebfeder der Neuorientierung.
Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Alkoholsteuern, Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Politik, Schweiz, Sport, Statistik, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verkehr, Veröffentlichungen, Werbung |
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Dienstag 2. März 2010 von htm
Am 24.2.10 sei der Verein Medienkritik Schweiz gegründet worden, berichtet die NZZ. Der ehemalige Chefredaktor des St. Galler Tagblatts und Redaktor der NZZ, Gottlieb F. Höpli, wurde zum Präsidenten gewählt. Es ginge nicht darum, mit einer einzigen Stimme zu sprechen, vielmehr sei das Ziel, die Diskussion über die vierte Gewalt zu stärken. Die Webseite www.medienkritikschweiz.ch sei reserviert aber noch nicht aktiviert. Man wolle nicht die Hände in den Schoss legen. (Quelle: NZZ, 2.3.10) Kommentar: Wenn sie sich selbstkritisch mit der ungenügenden Bearbeitung des Alkoholproblems auseinandersetzen wollten, hätten sie ein rechtes Stück Arbeit vor sich und einige Schatten zu überspringen.
Kategorie: Allgemein, Medien, Schweiz, Veranstaltungen |
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Dienstag 2. März 2010 von htm
Die Eidg. Alkoholverwaltung meldet. Spirituosen und Ethanol: Kennzahlen 2009
Die Steuereinnahmen wie auch der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen sind stabil geblieben. Der Marktanteil der im Inland hergestellten Spirituosen erreichte mit 13 Prozent den tiefsten Wert seit Beginn der statistischen Erfassung. Die widrigen gesamtwirtschaftlichen Umstände waren auch beim Absatz von Ethanol spürbar. Im letzten Quartal 2009 ist in diesem Bereich jedoch ein deutlicher Aufschwung zu verzeichnen. Der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen bewegt sich seit 18 Jahren zwischen 1,5 und 1,7 Liter reinem Alkohol. Seit 2006 liegt er unverändert bei 1,6 Liter reinem Alkohol. Pressemitteilung der EAV, 28.2.10 Kommentar: Die letzte Erhöhung des Pro-Kopf-Konsums erfolgte im Jahr 2000, nachdem die Steuern gesenkt worden waren. Von 1.4 auf 1.6 Liter, d.h. gut 14%. (Ausnahme: 2005 1.5 Liter. Rückgang bei den Alcopops nach Einführung der Sondersteuer per 1.2.04, nachher Konsumverlagerung)
Kategorie: Alcopops (de), Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Jugend, Politik, Schweiz, Statistik, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen |
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Donnerstag 25. Februar 2010 von htm
Leserbrief zu „Alkoholsucht des WEF-Polizeichefs war schlimmer als zugegeben“ vom 19.2.10 und
„Bündner SVP fordert eine „Reinhardt-PUK““ vom 20.2.10 beim Tages-Anzeiger
Eine Alkoholikerkarriere, wie sie in der Schweiz zu Hunderttausenden stattfindet, endet wie viele andere auch im Tod. Genau so tragisch und wie oft mit einem ebenso falsch reagierenden Umfeld. Der Unterschied zum „Normalfall“ liegt in der gesellschaftlich exponierten Position des Betroffenen, des damit verbundenen Sicherheitsrisikos und des dadurch zwangsläufig entstandenen Medieninteresses.
Bei den politisch mitbetroffenen Behörden und Parteien wird nun auf Schadensbegrenzung gemacht (FdP) oder versucht, noch Kapital herauszuschlagen (SVP). Beide Parteien würden sich besser darauf konzentrieren, ihre Position in Bezug auf das Alkoholproblem prinzipiell zu überdenken. Sie sind es vor allem, die seit jeher verhindern, dass eine evidenzbasierte, wirksame Alkoholprävention in unserem Land die alkoholbedingten Schäden massiv verringern könnte. Im Mai wird die WHO an ihrer Generalversammlung über eine globale Alkoholstrategie debattieren und entscheiden. Es wäre höchste Zeit, dass die beiden Parteien ihre Verantwortung endlich wahrnehmen und die Umsetzung dieser WHO-Resolution in der Schweiz ermöglichen würden. Dann wäre der WEF-Polizeichef nicht umsonst gestorben.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(ungekürzt veröffentlicht am 25.2.10) (Am 1.3.10 auch von der Neuen Zürcher Zeitung ungekürzt veröffentlicht.)
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Gewalt/Kriminalität, Leserbriefe, Politik, Prominenz, Schweiz, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Weltgesundheits-Org. |
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Montag 22. Februar 2010 von htm
Aschermittwoch – Start der Fastenzeit. Viele nutzen die Tage bis Ostern und üben Verzicht. Doch bei zahlreichen Jugendlichen ist Fasten nicht mehr „angesagt“. Aus unterschiedlichen Gründen. – Fasten lässt sich außerdem durch Verzicht auf Genussmittel aller Art, vom Alkohol über Süßigkeiten bis hin zum Fernsehgenuss oder Zeit vor dem Computer. (Quelle: Google Alkohol Alert, 18.2.10) rp-online.de, 18.2.10 Kommentar: Z.B. die katholische Pfarrei St. Martin in Effretikon legt Unterschriftenbögen auf, in denen sich eintragen kann, wer während der Fastenzeit auf Alkohol verzichten will.
Kategorie: Allgemein, Aufruf, Internationales, Religion und Alkohol, Schweiz, Veranstaltungen, Verhaltens-Präv. |
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Montag 22. Februar 2010 von htm
«Jugendkultur ja, aber harter Alkohol nein» Seit Wochen wird über die Galvanik geschrieben. Man liest oft, die Jungen sollten auch etwas haben. Das finde ich auch. Gegen Jugendkultur ist meines Wissens niemand: sich treffen, musizieren, Spiele machen, Erfahrungen austauschen, im Internet surfen – alles i. O.
Die Interessengemeinschaft Galvanik besteht aber konsequent darauf, harten Alkohol auszuschenken. An der Standaktion vom Samstag waren viele Bürger davon überrascht. Die Konsequenzen davon hat ein Direktbetroffener an der Podiumsdiskussion vom 4. Februar erläutert: Er hat über 30 000 Franken Schäden, die er selber berappen muss. Die IG-Galvanik will dafür anscheinend nicht aufkommen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 18.2.10) zisch.ch, 18.2.10
Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Politik, Schweiz |
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Mittwoch 17. Februar 2010 von htm
2009 gab es im Kanton Zürich verglichen mit dem Vorjahr leicht mehr Verkehrsunfälle. Die Zahl der Todesopfer ist aber auf den tiefsten Stand seit über 70 Jahren gesunken.
Der Rückgang der alkoholbedingten Verkehrsunfälle beträgt im Vergleich mit dem Fünf-Jahres-Durchschnitt minus 26% (bei 0,5 bis 0.79 Promille) und sogar minus 32% (0,8 Promille und mehr). Das ist mit grossem Abstand der tiefste Wert seit der Einführung der neuen Grenzwerte vor fünf Jahren.
Ebenfalls einen Rückgang ist bei den unter Alkoholeinfluss verursachten Verkehrsunfällen in der Stadt Zürich zu verzeichnen. Mit 228 Ereignissen wurde ein historischer Tiefststand erreicht. Noch immer ist jedoch Alkohol die dritthäufigste Ursache für Verkehrsunfälle. (Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 17.2.10) Kommentar: Dass noch fünf Jahre nach Einführung der 0,5 Promillegrenze ein derart grosser Rückgang möglich wäre, konnte nicht erwartet werden. Das Gegenteil wurde befürchtet. Ein Erfolg auch für die Kontrollmassnahmen der Polizei. Ich habe es schon einmal angetönt: Ob sich die bürgerlichen Politiker bewusst sind, was sie dem Land angetan haben, indem sie die Einführung der neuen Promillegrenze jahrzehntelang hintertrieben?
Kategorie: Allgemein, Politik, Schweiz, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr |
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Mittwoch 17. Februar 2010 von htm
Leserbrief zu „Eine schreibt für alle“ im Tages-Anzeiger vom 30.1.2010:
Jean-Martin Büttner bringt es wieder auf den Punkt: „Der Einfluss einer Nachrichtenagentur zeigt sich nicht nur darin, worüber sie berichtet, sondern auch in dem, was sie verschweigt.“ Wie recht er doch hat. Genau wie damals, als er an gleicher Stelle schrieb, dass nur veröffentlicht wird, was sein darf.
Kumuliert man die beiden Tatsachen, trifft man präzise die Situation, die wir bei der Behandlung der Alkoholproblematik in unsern Medien vorfinden: Jüngste Beispiele:
Am 9.9.09 wurde der internationale Tag des Foetalen Alkoholsyndroms begangen: In Schweizer Medien kein Thema. Im November 2009 wurde versucht, mit einem Solidaritätstag auf die traurigen Lebensumstände der mehr als 100’000 Schweizer Kinder in alkoholbelasteten Familien aufmerksam zu machen: Es reichte gerade zu Kurzmeldungen. Kürzlich wurden Forschungsergebnisse einer Langzeitstudie bekannt, die zeigen, dass der vielgepriesene positive Effekt von mässigem Alkoholkonsum auf das Herz nicht zu belegen ist: Die Medien sind vielleicht noch am Ueberlegen, aber wahrscheinlich werden sie diese Meldung auch übergehen. Im Januar 2010 fand in Genf die Vorbereitungssitzung des Executive Board der WHO statt, die u.a. eine Resolution zu Handen der im Mai kommenden Generalversammlung verabschiedete, die den Mitgliedsstaaten eine umfassende Alkoholstrategie empfehlen möchte, mit der die weltweiten Schäden des Alkoholkonsums vermindert werden sollten. Aehnlich, wie vor Jahren die Tabakkonvention der WHO: Keine Reaktion in den Medien. In Deutschland ist die Presse voll von Berichten über Präventionsbemühungen im Hinblick auf Alkohol und die bevorstehende Fastnachtszeit: Bei uns kein Thema.
Dieses kombinierte Medienmonopol der Agentur, der Journalisten und Verleger wirkt sich auf die öffentliche Debatte in der Schweiz verheerend aus, d.h. diese wird erst gar nicht zugelassen. Unsere Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben keine Chance, sich für ihre Interessen zu wehren. Sie bleiben als ungefragte Passivtrinker in Geiselhaft der Alkoholindustrie und deren Komplizen.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)
PS Korrektur: Der Solidaritätstag im November galt den alkoholkranken Männern. Auf die Kinder alkoholbelasteter Familien machte fast gleichzeitig die SFA mit einer Medienaktion aufmerksam. Wenigstens der Beobachter berichtete darüber ausführlich im Januar.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Leserbriefe, Rehabilitation, Schweiz, Verhaltens-Präv. |
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