Montag 11. Juni 2012 von htm
Ab Sommer 2013 ist Schluss mit Bechern an Bord. Bis dahin will der Bundesrat einen Promillegrenzwert für Schiffsführer festlegen. Wo die Grenze liegen wird, ist noch nicht klar.
In einem Vernehmlassungsentwurf von 2006 hatte der Bundesrat für Freizeitkapitäne 0,5 Promille vorgeschlagen. Das würde dem Grenzwert für Autofahrer entsprechen. Entschieden sei noch nichts, sagte Florence Pictet, Sprecherin des Bundesamts für Verkehr, zu einer Meldung des «SonntagsBlick». Das Parlament hat dem Bundesrat erst die Möglichkeit eingeräumt, entsprechende Vorschriften zu erlassen.
Schon heute ist es nicht erlaubt, ein Schiff zu führen, wenn die Fahrfähigkeit wegen Alkohol beeinträchtigt ist. Das hindert Segler und Motorbootfahrer aber nicht daran, an Bord kräftig zu bechern. So lange kein Unfall passiert, haben sie in der Regel nichts zu befürchten. …
(Quelle: Google Alkohol News, 11.6.12) blick.ch, 10.6.12
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Dienstag 5. Juni 2012 von htm
Der Nationalrat schwenkt bei der Frage, wie gemessen werden soll, ob eine Autofahrer zu viel Alkohol getrunken hat, auf die Linie des Ständerates ein. Neu wird dies in der Regel auch ab 0,8 Promille mit einem Atemlufttest gemacht. Die aufwändigeren und teureren Bluttests sollen nur noch bei Verdacht auf Drogen gemacht werden oder wenn es der Kontrollierte ausdrücklich verlangt. Wortprotokoll der Debatte, Artikel auf NZZ Online. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) begrüsst in einer Medienmitteilung diesen Entscheid. (Quelle: Infoset Newsletter, 5.6.12)
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Dienstag 5. Juni 2012 von htm
Der Ständerat hat seinen Entscheid vom vergangenen Dezember rückgängig gemacht und mit dem Stichentscheid des Ratspräsidenten beschlossen, auf das Präventionsgesetz einzutreten. Mit diesem laut Allianz ‚Gesunde Schweiz‘ weitsichtigen Entscheid bietet der Ständerat Hand zu einer wichtigen Reform, welche die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung in der Schweiz durch einen wirkungsvolleren Einsatz der vorhandenen Mittel ermöglicht. Medienmitteilung (pdf, 1S., 85Kb) der Allianz, Wortprotokoll der Debatte. (Quelle: Infoset Newsletter, 5.6.12)
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Dienstag 5. Juni 2012 von htm
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Freitag 1. Juni 2012 von htm
The Federal Department of Foreign Affairs FDFA and the Federal Department of Home Affairs FDHA have published a declaration of the Swiss Health Foreign Policy. It was found in the Monthly e-Newsletter of the World Federation of Public Health Associations. Link: (31 pages, pdf)
Comment:
page 7: „Safeguarding of interests and coherence
In both domestic and foreign policy, Switzerland has a variety of objectives to pursue. For example, Switzerland wishes to reconcile its commitment to a liberal economic order with the interests of solidarity and global health. In the measures designed to achieve these objectives, therefore, the greatest possible coherence should be sought, synergies should be developed, and inevitable conflicts of interests should be openly addressed and re-solved via the existing political decision-making mechanisms.“
Comment: In domestic policy Switzerland has big problems pursuing these objectives. Regarding alcohol policy the inevitable conflicts between the liberal economy and the interest of the people is not openly addressed. The existing political decision-making mechanisms are not working because of a sort of „alcohol-dependency“ of the majority of politicians.
page 12: „Area of interest 1: Governance
Since its establishment, WHO has been the key agency and dominant international forum for health issues, especially in the normative area. However, the last ten years have seen the emergence of a large number of new state, private and mixed institutions, which have rapidly developed into significant actors in the health field, sometimes with massive financial resources. As a result, the global health architecture has become more complex, and governance at the global level more difficult. Switzerland has a substantial interest in an improvement of the effectiveness of global and international health cooperation. It is therefore seeking to promote more coherent interaction among the relevant actors from the sectors of health, development cooperation, humanitarian aid, human rights and other health-related policy areas, be it at the bilateral level – especially in relations with the EU, but also in bilateral development cooperation –, in multilateral bodies or in the context of the WHO reform process. …“
Comment: It seems as if the coordination between the two departments doesn’t work so well. Switzerland signed the Resolution at the WHO General Assembly 2010 on a Global Alcohol Strategy. But the department of Home Affairs didn’t act accordingly. Very few people in Switzerland know about this resolution. The medias didn’t report. In the new Law on Alcohol which is going to parliament there are no articles with effective measures included as proposed in that resolution. Responsible for this law is the Department of Finance.(!) The WHO-Declaration on Non-Communicable Diseases in 2011 didn’t reach the people either. If the „existing political decision-making mechanisms“ are dominated by the interests of the alcohol industry, the population has no chance getting better alcohol related harm reduction.
Kategorie: Alcohol industry, Allgemein, Global, Health, Media, Newsletter, Non-communicable diseases, Parliaments / Governments, Politics, Schweiz, societal effects, Veröffentlichungen, WHO, Zitate |
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Montag 28. Mai 2012 von htm
Young people in Switzerland are consuming twice as much alcohol as was previously believed, with many young adults drinking large amounts at the weekend.
These were the results of a research project supported by the Swiss National Science Foundation (SNSF) and presented on Wednesday. Psychologist Emmanuel Kuntsche and his team from the addiction centre Sucht Schweiz in Lausanne conducted a mobile phone survey of 183 western Swiss (86 men and 97 women) aged between 19 and 26. For five weeks the participants had to give hourly updates from Thursday to Saturday on their consumption of alcohol, from early evening to midnight as well as the following morning. At the beginning of the survey they were also questioned on their consumption during the previous 30 days. …
(Source: Google Alcohol News, 05/28/12) bazonline.ch, 05/23/12
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Montag 14. Mai 2012 von htm
10.5.2012
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Alkohol- und Tabakprävention wird trotz Kritik fortgesetzt“ vom 10.5.2012
Endlich wird einmal von einer neutralen Stelle Klartext gesprochen. Was man schon seit Jahren wissenschaftlich erhärtet weiss, dass die von unsern staatlichen Stellen betriebene Alkoholprävention wenig bis nichts nützt, ist nun deutlich geworden. Leider wird das unsere bürgerlichen Wirtschaftsvertreter in Bundesrat und Parlament wenig erschüttern, denn das ist ja gerade, was sie wollen.
Dass das BAG die kritisierten Punkte, d.h. die allein wirksamen Massnahmen zu Erhältlichkeit und Preisgestaltung nicht weiter verfolgen will, da politisch nicht mehrheitsfähig, ist verständlich. Diese Leute wollen ja ihren Job behalten. Also müsste Druck von aussen kommen, damit sich etwas ändert. Aber aus welcher Richtung? Nicht einmal die Kirchen wagen es, öffentlich gegen König Alkohol aufzutreten. Der Tenor „Man kann ja doch nichts machen“ ist weit verbreitet.
Sollte nun, wie im Artikel angedeutet, auch der Vorschlag eines Alkoholverkaufsverbotes in der Nacht zurückgezogen worden sein, sind im neuen Alkoholgesetz-Entwurf alle zusätzlichen Massnahmen gestrichen worden, die eine Mitverantwortung der Gesellschaft berücksichtigen. Damit würde sich der Bundesrat, der die Resolution für eine globale Alkoholstrategie 2010 in Genf bei der WHO mitunterzeichnet hat, desavouieren und als Heuchler dastehen. In der Politik heisst das pragmatisches Verhalten.
Heute, am 10. Mai 2012, ist Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. „Mit der Frage „Und wo ist das Problem?“ wollen Alkoholfachstellen den öffentlichen Dialog anregen. Betroffene, Nahestehende, Fachleute und weitere Stimmen aus der Bevölkerung zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Alkoholproblemen. Allzu oft wird weggeschaut. Der Aktionstag will das Schweigen brechen.“
Dass auch die wirksame Prävention angesprochen wird, ist eher zweifelhaft. Dafür gibt es keine Lorbeeren, denn die bürgerliche Mehrheit regiert die Schweiz.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(mit einigen Kürzungen und Umformulierungen am 14.5.12 veröffentlicht)
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Leserbriefe, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Religion und Alkohol, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene, Weltgesundheits-Org., Wirtschaft |
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Donnerstag 10. Mai 2012 von htm
Eine vom Bund bestellte neue Studie stellt seinen Präventionsprogrammen ein schlechtes Zeugnis aus. Der Bundesrat lässt sie trotzdem verlängern.
Nach Ansicht des Bundesrates wird in der Schweiz zu viel geraucht, getrunken und gegessen und zu wenig Sport getrieben. Um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, lancierte die Regierung 2008 drei Präventionsprogramme: je eines für die Themenbereiche Alkohol und Tabak sowie ein gemeinsames für Ernährung und Bewegung. Gestern beschloss nun der Bundesrat, diese Ende Jahr auslaufenden Programme bis 2016 zu verlängern. Sie hätten sich «bewährt» und «Fortschritte gebracht», heisst es in einer Medienmitteilung. Für die neuen Projekte sollen jährlich 4,5 Millionen Franken bereitgestellt werden.
Zwei vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) jüngst publizierte Evaluationsberichte lassen indes Zweifel an der Effektivität aufkommen. Dies gilt vor allem für die Programme gegen Alkohol und Tabak, die vom Institut Interface in einem gemeinsamen Bericht beurteilt wurden. Unter anderem kommen die Autoren zu folgenden Schlüssen: Verfehlte Ziele: Weder Alkohol- noch Tabakprogramm werden die wichtigsten ihrer Ziele – soweit sie messbar sind – für Ende 2012 erreichen. Dies ist vor allem beim Tabakprogramm der Fall….
Vor allem beim Alkoholprogramm wird die fehlende Messbarkeit als „Schwachpunkt“ kritisiert. Ein allfälliges Nachfolgeprogramm müsse machbarer, konkreter und überprüfbarer sein». Auch das Tabakprogramm verfüge insgesamt über «kein logisches Zielsystem». …
Beim Alkoholprogramm hätten vor allem «Meinungsverschiedenheiten » zwischen dem BAG und der Eidgenössischen Alkoholverwaltung dazu geführt, dass man in der Umsetzung weniger weit sei als geplant.
¬¬ Fehlende Massnahmen: Generell litten die Programme unter dem politischen Umfeld, das kaum wirksame Präventionsmassnahmen zulasse. So mussten die ursprünglich angedachten Steuererhöhungen für Alkoholika oder die kürzeren Ladenöffnungszeiten wegen des politischen Widerstands fallen gelassen werden. Die Projektverantwortlichen hätten es anschliessend verpasst, ihre Oberziele entsprechend anzupassen, monieren die Studienautoren. Sie empfehlen, bei den Nachfolgeprogrammen einige der umstrittenen Massnahmen wieder aufzugreifen.
Das BAG will den Kritikpunkten Rechnung tragen. Die empfohlenen repressiven Regulierungen hält man aber für «zurzeit politisch nicht mehrheitsfähig».
(Quelle: Tages-Anzeiger, 10.5.12) (Nicht im Internet, nur im Internet-Archiv)
siehe auch: Der Bundesrat setzt weiter auf Gesundheitsförderung (Medienmitteilung des BAG, 9.5.12)
Kommentar: Endlich einmal Klartext! Wir versuchen es mit einem Leserbrief (pendent). Die letzten drei wurden nicht veröffentlicht.
Heute, am 10. Mai 2012, ist Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. „Mit der Frage „Und wo ist das Problem?“ wollen Alkoholfachstellen den öffentlichen Dialog anregen. Betroffene, Nahestehende, Fachleute und weitere Stimmen aus der Bevölkerung zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Alkoholproblemen. Allzu oft wird weggeschaut. Der Aktionstag will das Schweigen brechen.“
Dass auch die wirksame Prävention angesprochen wird, ist eher zweifelhaft. Dafür gibt es keine Lorbeeren, denn die bürgerliche Mehrheit regiert die Schweiz. Siehe obiger Artikel.
Siehe auch unser Leserbrief dazu.
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Dienstag 8. Mai 2012 von htm
29. Mai – 15. Juni 2012
Nationalrat (pdf)
Ständerat (pdf) u.a. das Präventionsgesetz
(Quelle: parlament.ch, 8.5.12)
Kategorie: Allgemein, Neues Präventionsgesetz CH, Schweiz, Verschiedene |
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Freitag 4. Mai 2012 von htm
Tankstellenshops sollen rund um die Uhr geöffnet haben und das gesamte Sortiment verkaufen dürfen. Der Nationalrat hat heute eine Gesetzesänderung gutgeheissen. Stimmt auch der Ständerat zu, wollen die Gewerkschaften das Referendum ergreifen.
Heute dürfen Tankstellenshops nachts zwar Kaffee oder Sandwiches verkaufen, nicht aber andere Produkte. Viele Shops müssen deshalb einen Teil ihres Lokals absperren. Mit 105 zu 73 Stimmen bei 3 Enthaltungen hat der Nationalrat nun einer Änderung zugestimmt, die auf eine parlamentarische Initiative aus den Reihen der FDP zurück geht. …
(Quelle: Tages-Anzeiger, 4.5.12) (Leserbrief pendent)
Kommentar: Das Alkoholgeschäft lockt, wird aber nicht erwähnt.
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